Gute Vorsätze einhalten (So gehörst du zu den 12 % die nicht scheitern)

Gute Vorsätze umsetzen

Alle Jahre wieder werden gute Vorsätze formuliert – meist zum Jahreswechsel.

Ich werde mit dem Rauchen aufhören!

Ich werde mich gesünder ernähren!

Ich werde mehr Sport treiben!

Vorsätze zu formulieren ist einfach. Sie dauerhaft umzusetzen, ist jedoch schwieriger, als die meisten Menschen glauben.

Die meisten guten Vorsätze werden niemals dauerhaft umgesetzt, weil entscheidende Prinzipien ignoriert werden. Von diesen Prinzipien handelt dieser Artikel.

Ob gute Vorsätze dauerhaft umgesetzt werden, steht von Anfang an fest

Mit kaum einer Maßnahme kann die Umsetzungswahrscheinlichkeit von guten Vorsätzen so sehr erhöht werden, wie mit Selektion.

Wer seine guten Vorsätze mit Bedacht wählt, anstatt aus einer Laune heraus einfach irgendetwas zu beschließen, ist dem Ziel bereits sehr nahe.

Der Planungsfehlschluss hat Schuld daran, dass wir uns übernehmen

Als Planungsfehlschluss wird die Tatsache bezeichnet, dass der Mensch dazu neigt, den zeitlichen Aufwand neuer Projekte systematisch zu unterschätzen.

Wenn man die Menschen auf den Planungsfehlschluss hinweist, wird ihre Einschätzung etwas besser, aber sie ist immer noch viel zu optimistisch.

Anscheinend ist es nicht möglich, aus vergangenen Fehlern zu lernen: Man begeht den Planungsfehlschluss immer wieder, egal wie oft man ihm bereits zum Opfer gefallen ist.

Für die guten Vorsätze bedeutet das: Ihre Umsetzung wird aufwändiger und dauert länger, als man glaubt.

Wie man den Planungsfehlschluss bei der Planung guter Vorsätze berücksichtigt

Wer nur die geringsten Zweifel an der erfolgreichen Umsetzung seiner guten Vorsätze hat, sollte sie so früh wie möglich verwerfen, um sich einen Erfolg versprechenderen guten Vorsatz vorzunehmen.

Eine Veränderung der eigenen Verhaltensweisen ist eine Investition, die sich nur lohnt, wenn man sie dauerhaft durchzieht.

Zunächst werden Ressourcen wie Zeit, Geld, Energie und Wohlbefinden eher verbraucht, als hinzugewonnen. Erst sehr viel später erhält man die investierten Ressourcen mit Zins und Zinseszins zurück.

Wer nicht durchhält, bekommt am Ende gar nichts, und die Anfangsinvestition ist verloren – ein Verlustgeschäft.

Diese drei Fragen helfen dabei, herauszufinden, sich ein guter Vorsatz lohnen kann

  1. Wie wahrscheinlich ist eine dauerhaft Umsetzung?
  2. Wie sehr profitiert man von einer dauerhaften Umsetzung?
  3. Wie hoch ist das Investment, das auf dem Spiel steht?

Je mehr man zu gewinnen, und je weniger man zu verlieren hat, umso größer darf das Risiko sein.

Wer es versäumt, seine Vorhaben im Vorfeld gewissenhaft zu prüfen, sollte sich anschließend nicht wundern, wenn sich die Dinge anders entwickeln, als man gerne hätte.

 

Wenn gute Vorsätze scheitern, kommt es zu Folgeschäden

Es ist generell keine gute Idee, sich Projekte vorzunehmen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht umgesetzt werden können.

Wenn gute Vorsätze scheitern, leidet das Selbstvertrauen

Das Selbstvertrauen hängt von den gemachten Erfahrungen ab: Wer seine persönlichen Ziele in der Vergangenheit in die Tat umsetzen konnte, traut sich für die Zukunft mehr zu, als jemand, der ständig gescheitert ist.

Die erfolgreiche Umsetzung von guten Vorsätzen ist wichtig für das Selbstvertrauen.

Dem, der mit guten Vorsätzen scheitert, wird in Zukunft weniger zugetraut

Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen. In vielen Fällen sind es unsere Mitmenschen, die entschieden dazu beitragen, dass wir ein Ziel erreichen.

Wenn unsere Mitmenschen aber den Eindruck haben, dass wir unsere Vorsätze sowieso nie einhalten, dann werden diese kein großes Interesse daran haben, uns zu unterstützen.

Im schlimmsten Fall sabotieren sie uns noch zusätzlich, indem sie uns aufziehen und sich über uns lustig machen.

Wenn gute Vorsätze scheitern, gehen Ressourcen verloren

Wer hoffnungslose Projekte angeht, verschwendet Ressourcen, die er für sinnvollere Ziele hätte einsetzen können. Stichwort: Opportunitätskosten.

Die wahren Kosten für eine Sache ergeben sich erst aus dem Vergleich mit den Alternativen

Das gilt auch für gute Vorsätze, die man zu Sylvester formuliert.

Auf den ersten Blick scheint es vernünftig, sich einen Halbmarathon vorzunehmen, um mehr Sport zu treiben. Wenn man das Projekt aber schon nach drei Wochen abbricht, weil es keinen Spaß mehr macht, dann wäre es besser gewesen, wenn man sich stattdessen von vornherein ein Gesundheitsprojekt mit besserer Erfolgsaussicht vorgenommen hätte.

Realistisch betrachtet kann man immer nur eine Gewohnheit ändern (und erst dann die nächste). Ein Ziel kann aber oft auf mehreren Wegen erreicht werden. Man sollte sich für den Erfolg versprechendsten Weg entscheiden, jedenfalls dann, wenn die Unterschiede groß sind.

Vielen Menschen ist der Sinn hinter ihren guten Vorsätzen gar nicht bewusst

Plötzlich ist es da, das Ziel: Halbmarathon. Aber ist der Halbmarathon wirklich das Ziel, oder ist das wahre Bedürfnis, gesünder zu leben oder ein Erfolgserlebnis zu haben?

Wer weiß, was hinter einem bestimmten Vorsatz steckt, der ihm in den Sinn gekommen ist, kann diesen Vorsatz gegebenenfalls durch einen zielführenderen Vorsatz austauschen.

Diese Fehler sollte man vermeiden

Ein weit verbreiteter (und auch sinnvoller) Vorsatz ist, mehr Sport treiben zu wollen. Sofort eine längere Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio abzuschließen, ist eher keine gute Idee.

Mindestens die Hälfte der zahlenden Mitglieder von Fitnessstudios gehen überhaupt nicht zum Sport, und 100 % der neuen Mitglieder glauben, dass sie zur anderen Hälfte gehören werden.

An dieser einen Sache erkennt man, dass man es nicht ernst meint

Wer einen guten Vorsatz ausgerechnet zum Jahreswechsel starten möchte, sollte diesen Vorsatz lieber zweimal prüfen!

Wer etwas wirklich will, würde doch sofort damit starten, anstatt bis Sylvester zu warten, oder?

Anders formuliert: Wer mit der Umsetzung eines guten Vorsatzes bis Sylvester wartet, zeigt damit schon, dass ihm die Sache gar nicht so wichtig ist.

Den objektiveren Blick von außen nutzen

 

Eine halbwegs zuverlässige Möglichkeit, um herauszufinden, wie Wahrscheinlich es ist, dass man lange genug an einem guten Vorsatz dranbleibt, ist, einfach seine Mitmenschen zu fragen.

Andere Menschen sehen uns einfach objektiver, als wir uns selbst sehen.

Sollte man keine guten Vorsätze angehen, die scheitern könnten?

Es ist völlig okay, Dinge auszuprobieren, die scheitern können. Entscheidend ist, dass man sich im Klaren ist, warum man eine Sache tut.

Wer sich bewusst ist, dass es sich um einen Test handelt, kann den Einsatz klein halten.

(Keinen Langzeitvertrag in einem Fitnessstudio abschließen, sondern ein Probetraining vereinbaren.)

 

Konkrete Pläne helfen bei der Umsetzung von guten Vorsätzen

Je detaillierter man die Umsetzung eines guten Vorsatzes schon im Vorfeld plant, umso wahrscheinlicher ist dessen Umsetzung.

Diese Fragen können helfen:

  • Was möchte ich tun?
  • Welcher Grund steckt dahinter?
  • Wann und wie oft möchte ich es tun?
  • Wo möchte ich es tun?
  • Was benötige ich um es tun zu können und wo kann ich diese Dinge bekommen?
  • Welche Probleme/Hindernisse können auftreten, und wie kann ich diese umgehen?

Insbesondere die letzte Frage ist sehr wichtig. Fast immer werden Hindernisse und Probleme auftreten, und meistens scheitert ein guter Vorsatz an einem solchen Hindernis.

Das Problem ist dann nicht das Hindernis selbst, sondern, dass man von diesem überrascht wurde.

Wenn du nicht planst, planst du zu scheitern!

Oder etwas positiver ausgedrückt:

Gut geplant ist halb gewonnen!

Fazit

Gute Vorsätze erfolgreich umsetzen zu können, ist eine Grundvoraussetzung für die bewusste Persönlichkeitsentwicklung.

(Dieser Artikel ist Teil der Blogparade #drankLEBENbleiben #sticktoit, die von Yasemin und mir ins Leben gerufen wurde.)

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4 Antworten auf Gute Vorsätze einhalten (So gehörst du zu den 12 4 die nicht scheitern)

  1. Dario sagt:

    Hallo Jan,

    ich bin auch gerade dabei einen Artikel über Neujahrsvorsätze zu schreiben.

    Ich stimme dir zu, dass jemand der wirklich etwas änder will, nicht bis zu Silvester warten wird.

    Auf der anderen Seite sehe ich Silvester für mich als eine Art Startschuss für eine neue Challenge. Dabei lege ich fest, wie viel Zeit ich mir gebe um die Challenge zu schaffen. Ich mache das zwar auch an anderen Tagen, aber Silvester gibt mir zumindest noch einen extra Schub.

    Grüße
    Dario

    • Jan sagt:

      Hey Dario,

      Dass gute Sylvestervorsätze niemals ernst gemeint sind, glaube ich ja auch nicht. Dass ich was in die Richtung geschrieben habe, sollte vor allem zum Nachdenken anregen. Wie du schon sagst ist Sylvester durchaus auch ein Zeitpunkt der sich besonders gut dafür eignet ein neues Projekt zu starten. Um Sylvester hat fast jeder ein paar Tage frei und kann die für Planung und erste Schritte nutzen.

      Viele Grüße,
      Jan

  2. Timm sagt:

    Hallo Jan,
    vielen Dank für diese tollen Tipps. Dieser Artikel liegt jetzt in meinen Favoriten, denn ich bin mir sicher, dass ich ihn demnächst wieder lese(n muss). 🙂
    LG Timm

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