Konzentrationsprobleme – Die häufigste Ursache + Anleitung zur Selbsthilfe

Die Wahrheit über deine Konzentrationsprobleme

Konzentrationsprobleme treten bei Kindern und Erwachsenen immer häufiger auf. Die Ursachen können vielfältig sein, wobei Stress eine der häufigsten Ursachen ist. In vielen Fällen lassen sich die Konzentrationsprobleme auch ohne Medikamente lösen.

Dieser Artikel zeigt dir, was du selbst gegen deine Konzentrationsprobleme tun kannst.

Wie fühlen sich Konzentrationsprobleme an?

Die Symptome von KonzentrationsproblemenDies sind typische Klagen von Menschen mit Konzentrationsproblemen:

  • Die Gedanken gehen ungefragt auf Wanderschaft
  • Es fällt schwer sich Dinge zu merken
  • Gedanken lassen sich nicht zu Ende denken, weil man ständig abschweift
  • Man ist sehr leicht ablenkbar

Ist es eine Konzentrationsstörung oder eine Konzentrationsschwäche?

Wenn die Konzentration nur vorübergehend gestört ist, spricht man von einer Konzentrationsstörung.

Eine Konzentrationsschwäche liegt vor, wenn die Konzentration über einen längeren Zeitraum oder dauerhaft gestört ist.

Unter welchen Bedingungen sind Konzentrationsprobleme normal?

Ein Mensch kann sich nicht beliebig lange konzentrieren. Bei einem Erwachsenen nimmt die Konzentration nach etwa 60 bis 90 Minuten deutlich ab.

Die Anzahl an Minuten, die sich Kinder konzentrieren können, erhält man, indem man das Lebensalter mit der Zahl 2 multipliziert. Ein Zehnjähriger sollte sich also rund 20 Minuten am Stück konzentrieren können.

Diese Zahlen sind natürlich nicht in Stein gemeißelt und können unter bestimmten Bedingungen schwanken

  • Es ist völlig normal, einem langweiligen Vortrag über ein abstraktes Thema nicht besonders lange folgen zu können
  • Nach einer üppigen Mahlzeit oder auf leeren Magen fällt das Konzentrieren besonders schwer
  • Bei Schlafmangel leidet die Konzentration
  • Unter starkem Stress fällt das Konzentrieren besonders schwer
  • Bei Sorgen, sowie körperlichen oder seelischen Schmerzen ist Konzentrieren ebenfalls schwer

Nicht normal ist, wenn man sich ohne ersichtlichen Grund über eine längere Zeit nicht gut konzentrieren kann.

(Falls du dir nicht sicher bist, ob du Konzentrationsprobleme hast, kannst du hier einen kostenlosen online Konzentrationstest durchführen)

Erste Hilfe bei Konzentrationsproblemen

Erste Hilfe bei stressbedingten KonzentrationsproblemenErste-Hilfe-Maßnahmen richten sich insbesondere gegen stressbedingte Konzentrationsprobleme.

Dem Stress kann mit verschiedenen Entspannungstechniken entgegengewirkt werden. In Frage kommen zum Beispiel Autogenes Training, Yoga und progressive Muskelentspannung.

Falls du mit diesen Techniken noch keine Erfahrung gemacht hast, werden sie dir in deiner Situation unter Umständen nicht weiterhelfen können. Du müsstest dich ja konzentrieren können, um die Anleitungen zu verstehen. Falls du dich dazu in der Lage fühlst, einfachen Anleitungen zu folgen, findest du unten in der grauen Box einige Links zu speziellen Übungen, die bei Konzentrationsproblemen helfen.

Falls du dich nicht auf diese Anleitungen konzentrieren kannst, ist das kein Beinbruch. In diesem Fall kann Sport oder ein Spaziergang in der Natur wahre Wunder wirken. Lachen ist ebenfalls eine wirksame Maßnahme gegen Stress.

Praktische Übungen gegen Stress – Empfehlenswerte Anleitungen und Tutorials

Wann sollte man bei Konzentrationsproblemen einen Arzt aufsuchen?

Konzentrationsprobleme - Wann zum ArztIn vielen Fällen können die auf dieser Seite beschriebenen Maßnahmen gegen Konzentrationsprobleme helfen. Dieser Weg wird aber nicht immer zum Ziel führen.  Es wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, wenn deine Konzentrationsprobleme

  • unerklärlich sind
  • sich verschlechtern
  • über Tage/Wochen bestehen bleiben

Die Ursachen von Konzentrationsproblemen

Konzentrationsprobleme können ganz verschiedene Ursachen haben. Weitverbreitete Ursachen sind Stress und ein Mangel an Interesse am Objekt der Konzentration.

In einigen Fällen können auch verschiedenste Krankheiten die Ursache von Konzentrationsproblemen sein. Mehr dazu in Kürze.

Stressbedingte Konzentrationsprobleme

Stress ist ein zweischneidiges Schwert. Bis zu einer bestimmten Intensität ist Stress anregend für Körper und Geist. Die Auswirkungen auf die Konzentration sind positiv. Unter leichtem Stress können wir uns besser konzentrieren.

Wenn der Stress aber überhandnimmt, kehrt sich dieser Effekt um, und die Konzentration leidet unter dem Stress.

Stress als Ursache von Konzentrationsproblemen – Was ist Stress?

Stress ist eine körperliche Reaktion auf bestimmte stressauslösende Reize, sogenannte Stressoren. Es gibt äußere und innere Stressoren.

Äußere Stressoren können beispielsweise Lärm, Hitze, Giftstoffe oder soziale Auseinandersetzungen mit dem Chef oder nahestehenden Personen wie dem Partner sein.

Stress kann auch von Innen kommen: Wer dazu neigt, die Geschehnisse übertrieben negativ zu bewerten und das (negative) Verhalten seiner Umwelt und Mitmenschen auf sich selbst zu beziehen, löst mit diesen Gedanken jedes Mal eine Stressreaktion aus.

Bei der Stressreaktion wird ein stressauslösender Reize von den Sinnen (Augen, Ohren, etc.) detektiert und anschließend über das Gehirn an das vegetative Nervensystem weitergeleitet. Es kommt zur Ausschüttung verschiedener Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol.

Ein Teil der Stressreaktion besteht in einer aktiven Unterdrückung bestimmter Teile des Gehirns, die unter anderem für die Konzentration verantwortlich sind. Dass wir uns unter Stress nicht konzentrieren können, ist von unserem Körper gewollt. Um das zu verstehen, müssen wir uns in die Lage unserer steinzeitlichen Vorfahren zurückversetzen. Damals ließen sich die allermeisten Stresssituationen durch eine Flucht oder eine kämpferische Auseinandersetzung lösen. Logisches Denken war in diesen Situationen eher hinderlich.

Obwohl wir heute mit ganz anderen Stressoren konfrontiert sind, als damals, tragen wir das Erbe unserer Vorfahren noch immer in uns. In den meisten Fällen wären wir ohne Stressreaktion besser dran.

Stress muss nicht zwangsweise durch ein Zuviel an irgendetwas ausgelöst werden. Auch ein Zuwenig bestimmter stressreduzierender Reize kann unterm Strich zu einem Zuviel an Stress führen. Zu den stressreduzierenden Reizen gehören insbesondere Phasen der Entspannung und körperliche Bewegung.  Auch regelmäßiges herzhaftes Lachen hat eine stressreduzierende Wirkung. Praktische Übungen zur Stressreduktion findest du weiter oben.

Konzentrationsprobleme aus einem Mangel an Motivation

Konzentrationsprobleme aus einem Mangel an MotivationWir wollen uns grundsätzlich am liebsten mit denjenigen Dingen beschäftigen, für die wir motiviert sind.

Unsere Aufmerksamkeit folgt daher unserer Motivation.

Es ist völlig normal, dass man sich weniger gut und lange auf Dinge konzentrieren kann, die man nicht interessant findet und in denen man keinen Sinn sieht. Unser Gehirn möchte sich lieber mit Dingen befassen, die es als wichtig und belohnend eingestuft.

Hierbei handelt es sich nicht um eine Störung, die man wegtherapieren kann. Es ist völlig normal.

Wie du dich auch ohne Motivation besser konzentrieren kannst

Wenn du dich in Zukunft besser auf Dinge konzentrieren können möchtest, die dich nicht motivieren – etwa um ein höheres Ziel zu erreichen, welches sich anders nicht erreichen lässt – dann solltest du deine Konzentration wie einen Muskel trainieren.

Wie du deine Konzentration wie einen Muskel trainieren kannst, zeige ich dir in diesen Artikeln:

  • Konzentrationsübungen (In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine Konzentration wie einen Muskel trainieren kannst)
  • Konzentration steigern (In dem Artikel erfährst du, wie du deine Konzentration auch ohne Konzentrationsübungen steigern kannst)

Nachhaltig die Konzentration steigern und Konzentrationsprobleme beseitigen

Über Konzentration und Fokus gibt es sehr viel mehr Wichtiges und Wissenswertes, als ich in diesem Artikel unterbringen konnte.

In Erfolg durch Fokus und Konzentration gehe ich sehr viel ausführlicher auf die großen Zusammenhänge ein. Mein Ziel besteht darin, dem Leser zu vermitteln, auf welche Weise die Konzentrationsfähigkeit mit bestimmten Verhaltensweisen und äußeren Bedingungen in Zusammenhang steht, und wie er seine Konzentrationsprobleme nachhaltig beheben kann (anstatt bloß an den Symptomen rumzudoktern).

Krankheitsbedingte Konzentrationsprobleme

Ganz verschiedene Krankheiten können die Ursache von Konzentrationsproblemen sein.

Die folgenden Krankheiten stehen in Zusammenhang mit Konzentrationsproblemen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • ADHS
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Allergien
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Depression
  • Magersucht
  • Demenz
  • Alzheimer
  • Parkinson
  • Angststörung
  • Wechseljahre
  • Schlaganfall
  • Tinnitus
  • Hirntumor
  • Burnout
  • Schizophrenie
  • Eisenmangel
  • Schlafapnoe
  • Flüssigkeitsmangel
  • Nierenschwäche

Warnung: Ich bin kein Arzt!

Da ich kein Arzt bin, bekommst du auf dieser Seite keine Detailinformationen über Krankheiten, die mit Konzentrationsproblemen in Verbindung stehen. Falls du die Ursache plötzlicher und langanhaltender Konzentrationsprobleme nicht eindeutig als stress- oder motivationsbedingt identifizieren kannst, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Die modernen Medien können Konzentrationsprobleme verursachen

Konzentrationsprobleme bedingt durch GedankenchaosDie Sozialen Medien und das Smartphone tragen definitiv eine Mitschuld an den heutzutage weitverbreiteten Konzentrationsproblemen.

Unsere Smartphones und die Sozialen Medien konditionieren (trainieren) uns darauf, ständig nachgucken zu wollen, ob wir in der digitalen Welt irgendetwas verpasst haben. Die entsprechenden Gedanken lenken uns natürlich ab.

Über die Zeit entsteht ein immer stärker werdendes Bedürfnis, in kurzen Abständen bestimmte Webseiten und Apps aufzurufen. Durch die Art und Weise, wie diese Apps und Webseiten gestaltet sind, lassen sie durch ständiges Wiederholen Verknüpfungen in unserem Gehirn entstehen, die uns dieses Verhalten förmlich aufzwingen. Man kann sich kaum willentlich dagegen wehren.

Eine weitere moderne Quelle von Unkonzentriertheit stellen die heutzutage fast allgegenwärtigen Nachrichten über negative Ereignisse dar. Wir werden darauf konditioniert (trainiert) ständig abgelenkt zu sein. In Erfolg durch Fokus und Konzentration wird das Thema zusammen mit einigen äußerst praktikablen Lösungsansätzen ausführlich behandelt.

Die größte Hürde beim Beseitigen von Konzentrationsproblemen

Konzentrationsprobleme lassen sich in den allermeisten Fällen nicht durch einmalige Maßnahmen beseitigen. Man muss eine Weile lang an dem Problem dranbleiben, um es endgültig in den Griff zu bekommen. Bei Konzentrationsproblemen ist das besonders schwierig, denn das Problem besteht ja gerade darin, dass man sich nicht konzentrieren kann.

Deswegen empfehle ich dir, meinen kostenlosen E-Mail-Newsletter zu abonnieren.

Meine Newsletter-Abonnenten erhalten regelmäßig relevante Inhalte und Impulse per Email.

So bleiben sie am Ball, denn es ist wichtig, langfristig an Veränderungen dran zu bleiben, um sie dauerhaft in das eigene Leben zu integrieren.

Erfolg durch Fokus und Konzentration - Buchvorstellung

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ÜberJan

Dr. Jan Höpker hat die Webseite HabitGym gegründet, um seine Erkenntnisse über persönliche Entwicklung und das Setzen, Verfolgen und Erreichen von persönlichen Zielen mit seinen Lesern zu teilen. Jan ist Diplom-Chemiker und hat einen Doktor in Biochemie. Unter dem Menupunkt Starte hier! kannst du mehr über Jan und HabitGym erfahren.

4 Antworten auf Konzentrationsprobleme – Die häufigste Ursache + Anleitung zur Selbsthilfe

  1. Tim sagt:

    Hey Jan,
    Richtig guter Artikel. Habe ich auf jeden fall einige Sachen mitnehmen können, die ich direkt anwenden kann!

    Liebe Grüße

    Tim

  2. Hallo Jan,
    danke für den sehr informativen Artikel! Da ich u. a. ja zur schreibenden Zunft gehöre, ist Ablenkung durch die Berufs- und sozialen Netzwerke natürlich auch für mich immer verlockend. 🙁 Aber: Konzentrationsprobleme aus Mangel an Motivation habe ich zum Glück nicht, zumindest nicht beim Schreiben meiner Blogartikel. Da ist es eher so, dass ich verärgert bin über andere, notwendige (nicht lebenserhaltende ;-)) Dinge, die mich davon abhalten. Ich werde also gleich mal deine Anleitungen lesen, um die Konzentration wie einen Muskel trainieren zu können…

    Viele Grüße
    Gabriele

    • Jan sagt:

      Hallo Gabriele,

      danke für deinen Kommentar. Was die Motivation für das Schreiben angeht, geht es mir zum Glück genau wie dir. Ich habe Motivation im Überfluss 😀

      Viele Grüße,
      Jan

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