Die für mich 15 besten Sachbücher

Ohne Reihenfolge. Mit Angabe des Nutzen, der aus dem Buch gezogen werden kann. (Stand der Liste: 19.02.2018)

Stephen R. Covey – Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg (*)

Stephen R Covey - Die 7 Wege zur EffektivitätDie meisten Menschen sind von anderen Menschen abhängig und wären gerne unabhängig. Stephen Covey ist der Meinung, dass es noch etwas Besseres als Unabhängigkeit gibt: „Interdependenz“.

In zwischenmenschlichen Beziehungen, die das Kriterium der Interdependenz erfüllen, gilt: 1 + 1 > 2. Das Gesamte ist mehr als die Summe der einzelnen Teile.

Diesen erstrebenswerten Zustand erreicht man, indem man sich die 7 Denkweisen zu eigen macht, die Covey in seinem Weltbestseller (über 25 Millionen verkaufte Exemplare) beschreibt. Anders, als der deutsche Titel des Buches suggeriert, gibt es nicht 7 (verschiedene) Wege zur Effektivität, sondern bloß einen einzigen Weg aus 7 Bestandteilen.

Eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Ich wünschte, ich hätte es 10 bis 15 Jahre früher gelesen.

Das Buch bietet: Mehr Erfolg als Mensch, Freund, Partner und im Beruf bei gleichzeitiger Vereinfachung des Lebens.


Daniel Lieberman – Unser Körper (*)

Daniel Lieberman - Unser KörperDie Geschichte des menschlichen Körpers von dem Zeitpunkt, zu dem wir als Affen von den Bäumen gestiegen sind, bis heute. Der Anthropologe Daniel Lieberman erzählt in diesem Buch aber nicht nur unsere Geschichte. Das Hauptthema des Buches sind Zivilisationskrankheiten, unter denen so viele von uns leiden müssen, weil wir ein Leben leben, an das wir nicht angepasst sind.

Wenn mehr Leute dieses Buch lesen würden, würde es in Zukunft möglicherweise sehr viel weniger Menschen mit gesundheitlichen Problemen aller Art geben. Gemeint sind insbesondere nicht ansteckende Krankheiten wie Diabetes Typ2, Allergien, Asthma, Osteoporose, Karies, Zahnfehlstellungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und viele viele mehr.

Das Buch sollte Pflichtlektüre (z.B. im Biologieunterricht) in der Schule sein.


Friedemann Schulz von Thun – Miteinander reden Teil 1 (*)

Friedemann Schulz von Thun - Miteinander reden Teil 1Ein großer Teil aller zwischenmenschlichen Probleme hängt damit zusammen, dass bei unserem Gegenüber nicht die Botschaft angekommen ist, die wir glauben gesendet zu haben.

Friedemann Schulz von Thun stellt in diesem Buch ein Modell der Kommunikation vor, welches das Potential hat, fast jede Zwischenmenschliche Beziehung augenblicklich zu verbessern.

Ich bin davon überzeugt, dass das soziale Leben fast aller Menschen signifikant besser wäre, wenn sie dieses Buch lesen würden.


Nassim Nicholas Taleb – Antifragilität (*)

Nassim Nicholas Taleb - AntifragilitätAntifragilität bezeichnet eine Eigenschaft vieler komplexer Systeme (zum Beispiel des menschlichen Körpers), die wir Menschen intuitiv nicht verstehen. Deswegen gab es vor Nassim Taleb auch kein Wort für diese Eigenschaft.

Im Gegensatz zu toten Gegenständen, die bereits von der ersten Minute an abgenutzt werden, haben antifragile Systeme die Eigenschaft, dass sie durch Benutzung und Beanspruchung stärker und besser werden können. Das ist Antifragilität.

Der Nutzen des Buches besteht unter anderem darin, dass man ein neues Konzept und Wort lernt, welches einem ein komplett neues Universum eröffnet. Man kann über Dinge sprechen und nachdenken, die man vorher nicht Worte fassen konnte.


Thomas Schulz – Was Google wirklich will (*)

Thomas Schulz - Was Google wirklich willJeder, der wissen möchte, welche neue Technologie die Welt in den nächsten Jahren verändern wird, sollte dieses spannende Buch lesen. Zu erfahren, was kommen wird, ist aber nicht der einzige Nutzen aus diesem Buch.

Google hat es geschafft, in weniger als 20 Jahren aus dem Nichts zum zweitwertvollsten Unternehmen der Welt heranzuwachsen. Diesen Erfolg hat Google zwei ganz bestimmten Denkweisen zu verdanken: Ersten Prinzipien und großen Zielen. Diese Denkweisen lassen sich einfach auf das eigene Leben übertragen. Erfolg ist kein Zufall!


Ortwin Renn – Das Risikoparadox (*)

Ortwin Renn - Das RisikoparadoxViele Menschen glauben, dass sie in den Nachrichten diejenigen Themen vorgesetzt bekommen, die „wichtig“ sind. Das stimmt aber nicht. Die Medien berichten einseitig, weil sie aus finanziellen Gründen dazu gezwungen sind. Die Medien bevorzugen diejenigen Themen, die die meiste Aufmerksamkeit erregen. Was keine Aufmerksamkeit erregt, zum Beispiel weil es zu schwer zu verstehen ist, wird in den Medien nicht gezeigt.

Diese Verzerrung führt dazu, dass wir vor einigen wirklich bedrohlichen Gefahren keine Angst haben (weil wir sie nicht kennen), während wir diejenigen Gefahren zu sehr fürchten, die in den Medien überrepräsentiert sind.

Wer wissen möchte, wovor es sich lohnt, Angst zu haben, und was die wirklichen Gefahren unserer Zeit sind, sollte dieses Buch lesen. Das Risikoparadox ist ein ziemlich anspruchsvolles Buch. Die Lektüre lohnt sich aber (vielleicht auch gerade weil es anspruchsvoll ist).


Barry Schwartz – Anleitung zur Unzufriedenheit (*)

Barry Schwartz - Anleitung zur UnzufriedenheitBei vielen Konsumgütern (Kleidung, Bücher, Gerichte im Restaurant, Marmeladensorten im Supermarkt) bevorzugen die meisten Menschen eine große Auswahl. Die Läden kommen diesem Wunsch nach und werden mit den Jahren immer größer.

Aus Gründen, die man unmöglich in drei Sätzen erklären kann, gibt es einige Menschen, die mit der großen Auswahl nicht zurechtkommen. Sie fühlen sich nach einer Shoppingtour müde, erschöpft und unzufrieden … oft ohne sich bewusst zu sein, dass es mit dem Einkaufen zu tun hat.

Barry Schwartz erklärt diese (und andere) Zusammenhänge ausgezeichnet und gibt Ratschläge, mit denen sich das Problem umgehen lässt. So wird das Leben einfacher und man wird zufriedener.


Daniel Kahneman – Schnelles Denken, langsames Denken (*)

Daniel Kahneman - Schnelles Denken, langsames DenkenFür seine Forschung über die Irrationalität menschlicher Entscheidungen hat Daniel Kahneman im Jahr 2002 den Nobelpreis für Wirtschaft erhalten. In dem Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“ stellt er seine Forschung der breiten Öffentlichkeit vor.

In vielen Situationen denken wir Menschen auf eine vorhersehbare Weise unlogisch. Um diese sogenannten „kognitiven Verzerrungen“ geht es in dem Buch.

Warum es nützlich ist, die eigenen Denkfehler und die Denkfehler anderer Menschen zu kennen, versteht sich von selbst.


 Gerhard Roth – Wie das Gehirn die Seele macht (*)

Gerhard Roth - Wie das Gehirn die Seele machtDas beste Buch über das Gehirn, welches ich bisher gelesen habe (und ich habe schon einige Bücher über das Gehirn gelesen).  Wer noch nie ein Buch über das Gehirn gelesen hat, wird vermutlich überfordert sein, denn dieses Buch ist recht anspruchsvoll.

Ich bin davon überzeugt, dass es immer wichtiger werden wird, sich auf einem Amateur-Niveau mit dem Gehirn auszukennen. Gemeint ist nicht Wissen à la „Männer denken mit der einen Gehirnhälfte und Frauen denken mit der anderen Hälfte“ (was übrigens Blödsinn ist), sondern Wissen darüber, wie das Gehirn lernt, wie Gefühle entstehen und wie Aufmerksamkeit funktioniert.


Richard Davidson – Warum regst du dich so auf? (*)

Richard Davidson - Warum regst du dich so auf?Menschen unterscheiden sich in ihrem Charakter: Was eine cholerische Person bereits auf die Palme bringt, lässt einen anderen Menschen (noch) völlig kalt. Natürlich hat der Charakter noch weitere Dimensionen (insgesamt 5 wenn es nach Davidson geht).

In dem Buch „Warum regst du dich so auf?“ stellt Professor Richard Davidson einen Zusammenhang zwischen unserem Charakter und der Aktivität von ganz bestimmten Gehirnregionen her. Das Interessante daran ist, dass die Aktivität dieser Gehirnregionen über längere Zeiträume mit bestimmten Meditationstechniken verändert werden kann. Wer sich darauf einlässt, kann also seinen Charakter verändern.


Stefan Klein – Der Sinn des Gebens (*)

Stefan Klein - Der Sinn des GebensIn diesem Buch geht es um menschliches Verhalten unter dem Gesichtspunkt der Spieltheorie.

Viele der Dinge, die wir täglich tun und die uns selbst so willkürlich oder frei entschieden erscheinen, gehorchen in Wirklichkeit mathematischen Gesetzmäßigkeiten.

Aus der Spieltheorie ergibt sich für Stefan Klein, dass uns kooperatives Verhalten in fast allen Situationen weiter bringt als egoistisches Verhalten.

Ein lesenswertes Buch, nach dem man die Welt mit anderen Augen sieht.


Richard Thaler – Nudge (*)

Richard Thaler - NudgeIn diesem Buch geht es um libertären Paternalismus (Entscheidungsarchitektur).

Wir Menschen unterschätzen den Einfluss der äußeren Umgebung auf unser Verhalten und unsere Entscheidungen und überschätzen den Einfluss des Charakter und des „freien Willens“. Tatsächlich sind unsere Entscheidungen durch eine geschickte Gestaltung unserer Umgebung leicht manipulierbar.

In dem Buch Nudge (was so viel heißt wie „Schubser“) geht es darum, wie Staaten, Städte und Organisationen menschliches Verhalten (im Positiven) manipulieren können, um so die Menschen zu besseren Entscheidungen zu zwingen. Viele Nudges, die in dem Buch besprochen werden, sind auch in Deutschland heute schon im Einsatz. Nach diesem Buch wird man die Welt mit anderen Augen sehen.


Jonathan Haidt – Die Glückshypothese (*)

Jonathan Haidt - Die GlückshypotheseIn diesem Buch geht es um Glück und Zufriedenheit. Der Glücksforscher Jonathan Haidt stellt in seinem Buch „Die Glückshypothese“ eine interessante These auf: Glück und Zufriedenheit lassen sich mit einer Formel berechnen!

Unser Glücksempfinden spielt sich im Gehirn ab und beruht auf Hormonen wie Dopamin und Oxytocin. Der Level dieser „Glückshormone“ hängt von inneren und äußeren Faktoren ab. Einige dieser äußeren Faktoren lassen sich bewusst steuern. Dies verleiht dem Ausdruck „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ eine völlig neue Bedeutung.

Das Buch ist sehr schön geschrieben und die von Haidt präsentierte Glücksformel macht sehr viel Sinn und lässt sich gut praktisch umsetzen.


Jonah Berger – Contagious (*)

Jonah Berger - ContagiousContagious bedeutet „ansteckend“. In dem gleichnamigen Buch geht es aber nicht um Krankheiten sondern um die Verbreitung von (viralen) Informationen wie beispielsweise YouTube-Videos im Internet. Wie entsteht ein Hype?

Jonah Berger hat insgesamt 6 Faktoren identifiziert, die dabei eine entscheidende Rolle spielen. Viralität lässt sich nicht perfekt vorhersagen oder planen, aber man kann die Wahrscheinlichkeit maximieren um mit seiner Botschaft im Internet Erfolg zu haben.

Das Buch gibt es bisher nur auf Englisch.


Nate Silver – Die Berechnung der Zukunft (*)

Nate Silver - Die Berechnung der ZukunftDie Zukunft lässt sich weder exakt berechnen, noch exakt vorhersagen. Trotzdem ist die Zukunft nicht zufällig. Es gibt nämlich noch etwas zwischen Vorhersagen und reinem Zufall: Die Prognose.

Eine Prognose sagt nicht etwa „morgen wird es um 17 Uhr regnen“ denn das kann niemand mit 100%-iger Genauigkeit wissen. Eine zulässige Prognose würde lauten: „Morgen um 17 Uhr haben wir 80% Regenwahrscheinlichkeit“.  Beim Wetter sind wir das gewöhnt. Es lassen sich aber noch ganz andere Ereignisse prognostizieren: Unfälle, Terrorangriffe, Aktienkurse, und und und.

Wie das funktioniert und was wir durch Prognosen alles über die Zukunft wissen, erklärt uns der Statistiker Nate Silver in seinem Buch.


Weitere empfehlenswerte Sachbücher nach Kategorien geordnet

Bücher über Gewohnheiten, Disziplin und Motivation

  • Chip und Dan Heath – Switch (*) (Wie man menschliches Verhalten effektiv ändern kann)

    Darum geht es in Switch
    In Switch geht es darum, wie man eigene und fremde Gewohnheiten effektiv verändern kann.Das Verändern von Gewohnheiten wird hier an einem Arbeitsmodell beschrieben: Ein (menschlicher) Reiter, der auf einem Elefanten sitzt. Um den Elefanten samt Reiter in die gewünschte Richtung zu bewegen, sollten drei Strategien angewendet werden: Erstens muss der Reiter über das Ziel informiert werden. Wer eine Gewohnheit ändern will/soll, muss also wissen was genau zu tun ist. Zweitens muss der Elefant motiviert werden. Der Elefant repräsentiert das Unterbewusste, welches auf Gefühle anspricht, mit Logik aber nicht so viel anfangen kann. Drittens muss der Weg derart geebnet werden, dass es leicht fällt, in die entsprechende Richtung reiten.Das Modell wird in diesem Buch auf eine Vielzahl von Fallbeispielen angewendet. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen. Die deutsche Übersetzung soll leider nicht so toll sein.

  • Charles Duhigg – Die Macht der Gewohnheiten (*) (Wie man Gewohnheiten ändert)

    Darum geht es in Die Macht der Gewohnheiten
    Auch in diesem populärwissenschaftlichen Buch des US-amerikanischen Wissenschaftsautors Charles Duhigg geht es um Gewohnheiten und wie man sie verändern kann.Es geht sowohl um Gewohnheiten von Individuen, als auch um Gewohnheiten von Organisationen und Gesellschaften. Diese werden an zahlreichen Beispielen diskutiert.Laut Duhigg lässt sich eine Gewohnheit durch eine dreiteilige Gewohnheitsschleife beschreiben. Es gibt einen Auslöser, eine Routine (das ist die eigentliche Gewohnheit) und eine Belohnung. Wer eine Gewohnheit ändern möchte, muss wissenschaftlich vorgehen und zunächst herausfinden, was genau der Auslöser und die Belohnung der entsprechenden Gewohnheit sind.

  • Nir Eyal – Hooked (*) (Wie man digitale Produkte schafft, die süchtig machen. Oder: Warum wie ständig bei Facebook sind)

    Darum geht es in Hooked
    Bei diesem Buch handelt es sich um ein etwas anderes Buch über Gewohnheiten. Im Prinzip geht es darum, wie man Produkte, insbesondere Webseites gestalten muss, damit die Besucher süchtig nach der Webseiten werden.Wer sich schon einmal gefragt hat, was ihn/sie dazu treibt, mehrmals pro Stunde diverse Email- und Social Media-Accounts zu checken, in diesem Buch befindet sich die Antwort.

  • Stephen R. Covey – Die 7 Wege zur Effektivität (*) (Wer diese 7 Gewohnheiten drauf hat, wird in jeder Hinsicht ein erfolgreicher Mensch sein)
  • Roy Baumeister – Die Macht der Disziplin (*) (Warum wir morgens disziplinierter sind als abends)
  • Daniel Pink – Drive: Was Sie wirklich motiviert (*) (Was uns Menschen wirklich motiviert)
  • John Strelecky – The Big Five for Life: Was im Leben wirklich zählt (*) (Wie man das Maximum aus seinen Mitarbeitern rausholt und sie gleichzeitig auch noch glücklich macht)
  • Marcus Buckingham – Entdecken Sie ihre Stärken jetzt! (*) (Wie man ganz einfach seine eigenen Stärken findet)

Bücher über Gesundheit

  • Ingo Schymanski – Im Teufelskreis der Lust (*) (Überfordert unser Lebenswandel das Belohnungszentrum?)

    Darum geht es in Im Teufelskreis der Lust
    In diesem Buch geht es um das Belohnungszentrum im Gehirn.Zunächst gibt der Autor (Ein Arzt aus Deutschland) eine allgemeine Einführung in die Funktionsweise dieses wichtigen Teils des Gehirns. Anschließend fährt er mit seiner Theorie über die Ursache einer ganzen Reihe weit verbreiteter psychischer Krankheiten fort.Schymanskis These: Die Belohnungszentren vieler Menschen sind chronisch erschöpft weil wir, bedingt durch unsere modernen Lebenswandel, von Reizen überflutet werden. Die Folge ist, dass unsere Dopaminvorräte (Dopamin ist das „Glückshormon“) sehr schnell erschöpfen und es außerdem zu Dopaminresistenz kommen kann.Von dieser Annahme ausgehend leitet Schymanski einen „sinnvollen“ Lebensstil ab.

  • Giulia Enders – Darm mit Charme (*) (Ein sehr amüsantes Buch über das Verdauungssystem)

    Darum geht es in Darm mit Charme
    Dieses Buch ist nicht nur informativ, sondern vor allem auch noch sehr unterhaltsam. Diese Kombination ist bei Sachbüchern leider extrem selten. Tatsächlich fällt mir kein einziges Sachbuch ein, welches auch nur annähernd so lustig war wie „Darm mit Charme“.Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es um die Verdauung und insbesondere um den Darm und das menschliche Mikrobiom (die Darmbakterien).Insbesondere die Darmbakterien (wir haben mehrere hundert verschiedene Sorten und insgesamt zwischen 1 und 2 kg Bakterien im Dickdarm) sind noch weitgehend unerforscht. Unsere Bakterien spielen bei der Verdauung eine sehr große Rolle.

  • Richard Wiseman – Superschlaf (*) (Wie man zum Superschläfer wird und damit nicht nur seiner Gesundheit Gutes tut)
  • Gerd Gigerenzer – Risiko (*) (Warum manche ärztlichen Untersuchungen schlecht sind, obwohl sie gut sind)
  • Manfred Spitzer – Digitale Demenz (*) (Leidet das Gehirn langfristig unter TV und Computer?)

    Darum geht es in Digitale Demenz
    Manfred Spitzer, einer der bekanntesten Hirnforscher Deutschlands diskutiert unter anderem die Frage, ob es sinnvoll ist, wenn Kinder mithilfe von Computern zu unterrichten.Ich persönlich fand das Buch vor allem deswegen interessant, weil Spitzer eine Menge über die Erkenntnisse der Hirnforschung zu den Themen „Lernen“ und „Gehirnentwicklung“ schreibt. Man muss nicht seine generelle Überzeugung (Computer sind schlecht für unsere Kinder) teilen um aus diesem Buch einen Gewinn ziehen zu können.

Bücher über Geld und finanzielle Freiheit

Bücher über Kommunikation und menschliches (Sozial-)Verhalten

  • Friedemann Schulz von Thun – Miteinander reden Teil 1 (*) (Missverständnisse und daraus resultierende Streits sind vorhersehbar und vermeidbar)
  • Chip und Dan Heath – Made to Stick (*) (Wie man etwas sagen muss, damit die Leute sich morgen noch daran erinnern)
  • Robert Cialdini – Influence (*) (Wie soziale Faktoren unsere Kaufentscheidungen beeinflussen)

    Darum geht es in Influence
    Wie können Verkaufstalente (zum Beispiel Staubsaugervertreter oder Autohändler) ihre Kunden beeinflussen beziehungsweise manipulieren? Um diese Frage geht es in dem Buch „Influence“ von Professor Robert Cialdini.Das Buch tut zwar so, als ob es darum ginge, den potentiellen Opfern zu zeigen, wie sich gegen Verkaufstaktiken zu Wehr setzen können, aber tatsächlich dürfte dieses Buch vor allem von Verkäufern gelesen werden, die eben diese Tricks lernen wollen.Ich halte das Buch vor allem deswegen für lesenswert, weil man anhand zahlreicher Beispiele eine Menge über die unterbewussten Verhaltensregeln von Menschen lernt.

Bücher über Psychologie und Glücksforschung

  • Erich Fromm – Haben oder Sein (*) (Dieses Buch hat mich in meinen frühen 20ern sehr geprägt)

    Darum geht es in Haben oder Sein
    Eines der bekanntesten Werke des bekannten Psychoanalytikers Erich Fromm aus dem Jahre 1976.In diesem Buch untersucht Fromm zwei gegensätzliche Lebenseinstellungen: Haben und Sein.Ich habe das Buch zum ersten Mal mit Anfang 20 gelesen und war ziemlich beeindruckt. Ich würde es dringend jedem empfehlen, der jung ist noch nicht so recht weiß was er mit seinem Leben anstellen soll.

  • Mihaly Csikszentmihalyi – Flow (*) (Flow ist wenn man in eine Tätigkeit eintaucht und dabei die Zeit vergisst. Wie kann man das aktiv herbeiführen?)

    Darum geht es in Flow
    Jeder hat schon den Flow-Zustand erlebt, aber die wenigsten sind sich bewusst, dass dieser Zustand einer ganz bestimmten Gesetzmäßigkeit folgt und man ihn mehr oder weniger gezielt herbeiführen kann.Der Psychologe mit dem unaussprechlichen Namen (wenn man weiß wie man ihn aussprechen muss, ist es aber recht einfach) war der erste Forscher, der den Flow-Zustand systematisch untersucht hat. In diesem Buch beschreibt er, unter welchen Bedingungen es zu Flow-Erlebnissen kommt.Mit Flow ist übrigens der sehr angenehme Zustand gemeint, in dem man völlig in einer Tätigkeit aufgeht und dabei jedes Zeitgefühl verliert.

  • Walter Mischel – Der Marshmallow Test (*) (Die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub macht uns erfolgreicher)

    Darum geht es in Der Marshmallow Test
    Die berühmten Marshmallow Tests wurden von Walter Mischel in den 1960er und 1970er Jahren an Kindern in den USA durchgeführt. Es ging darum, herauszufinden, wie sich die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub im Kindesalter auf den Erfolg im Leben auswirkt.Dabei zeigte sich, dass diejenigen Menschen, die es im Kindesalter geschafft hatten, einer Süßigkeit zu widerstehen, später im Leben mehr Erfolg hatten.Dabei wurde auch untersucht, wie es den entsprechenden Kindern gelungen war, der Versuchung zu widerstehen. Interessanterweise war nicht die Willenskraft ausschlaggebend. Vielmehr gelang es den Kindern mit verschiedenen Strategien, ihre Gedanken an die Süßigkeit zu manipulieren.

  • Daniel Goleman – Konzentriert euch! (*) (Warum wie uns besser konzentrieren sollten und wie man das hinbekommt)

    Darum geht es in Konzentriert euch!
    Sich auf eine bestimmte Sache fokussieren beziehungsweise konzentrieren zu können ist nach Daniel Goleman eine äußerst wichtige Fähigkeit, die man unbedingt beherrschen sollte.Es gibt drei Empfänger von Aufmerksamkeit: Andere Menschen, Dinge und das eigene Ich. Insbesondere die nach innen gerichtete Aufmerksamkeit scheint eine großartige, aber bei vielen Menschen leider verkümmerte Fähigkeit zu sein.Neben bewusstem logischem Denken besitzen wir Menschen eine äußerst clevere Entscheidungshilfe: Das Bauchgefühl. Um die eigenen Bauchgefühle sinnvoll nutzen zu können, muss man erst einmal lernen sie zu registrieren. Die Fähigkeit, seine Konzentration nach innen richten zu können ist eine wichtige Voraussetzung.

  • Gerd Gigerenzer – Bauchentscheidungen (*) (Wie gut sind unsere Bauchentscheidungen?)

    Darum geht es in Bauchentscheidungen
    Gerd Gigerenzer ist Professor für Psychologie am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.Seine These: Es gibt Entscheidungen bei, in denen wir uns lieber auf unser Bauchgefühl, als auf unseren analytischen Verstand verlassen sollten. Unser Bauch weiß nämlich besser als unser Verstand, welche Variablen bei der Entscheidung berücksichtig werden sollten.

  • Robert Trivers – Betrug und Selbstbetrug (*) (Betrügen wir uns manchmal selbst um andere Menschen glaubhafter betrügen zu können?)

    Darum geht es in Betrug und Selbstbetrug
    Menschen haben die Eigenschaft, sich auf verschiedenste Weise selbst (unbewusst) zu betrügen. Die These des US-amerikanischen Evolutionsbiologen Robert Trivers: Wir betrügen uns unter anderem deswegen selbst, damit wir glaubhafter sind wenn wir andere Menschen betrügen.Auf fast 500 Seiten erfährt man in diesem Buch eine Menge interessanter Dinge über menschliches Verhalten in ganz unterschiedlichen Situationen.Aus biologischer Sicht ist Betrug nicht unbedingt „böse“ oder „schlecht“ sondern manchmal einfach nur die beste Lösung für eine Situation. Angeblich lügt der Durchschnittsmensch ja rund 200-mal pro Tag.

  • Dan Ariely – Denken hilft zwar, nützt aber nichts (*) (Unser sogenannter freier Wille ist um einiges unfreier als wir glauben)

    Darum geht es in Denken hilft zwar, nützt aber nichts
    Dan Ariely ist Professor für Psychologie und Verhaltensökonomik und forscht zum Thema Irrationalität.In diesem Buch beschreibt er vor allem Experimente, die gezeigt haben, dass sich Menschen nicht so verhalten, wie die Wirtschaftswissenschaften annehmen.Das Verhalten der Menschen ist zwar statistisch vorhersagbar, basiert aber auf komplexeren Zusammenhängen als nur dem Maximieren von finanziellem Nutzen.

Bücher über das Gehirn und Bewusstsein

  • Stanislas Dehaene – Denken (*) (Wie funktioniert das Bewusstsein? Was bekommen wir mit und was nicht?)

    Darum geht es in Denken
    Der Psychologe und Mathematiker Stanislas Dehaene hat dieses großartige Buch über den aktuellen Stand der Bewusstseinsforschung geschrieben.Das menschliche Gehirn wird von mehrere Millionen Nervenfasern mit Informationen versorgt. Auch das Gehirn selbst produziert Informationen. Nur ein Bruchteil all dieser Informationen wird uns tatsächlich bewusst.Es gibt eine Art Filter, der entscheidet, welche Informationen uns bewusst werden und welche Informationen unbewusst bleiben.

  • Dick Swaab – Wir sind unser Gehirn (*) (Das Gehirn aus der Sicht von Hormonen)

    Darum geht es in Wir sind unser Gehirn
    Laut Dick Swaab wird bereits vor unserer Geburt im Mutterleib weitgehend darüber entschieden, wie sich unser Gehirn im Verlauf unseres Lebens entwickeln wird. Die Einflüsse, denen wir nach unserer Geburt ausgesetzt sind spielen natürlich auch eine Rolle, aber diese sind eben geringer als von den meisten Menschen angenommen wird.Das Buch besteht aus sehr vielen kurzen Kapiteln und behandelt eine große Anzahl von Themen auf gut verständliche Weise: Gehirnentwicklung, Suchtmittel, Bewusstsein, Moral, Gedächtnis, Spiritualität und viele weitere.

  • Gerhard Roth – Bildung braucht Persönlichkeit (*) (Wie das Gehirn lernt und warum Schule so nicht funktionieren kann)
  • Daniel Goleman – Soziale Intelligenz (*) (Wie unser Gehirn bewusst und unbewusst den Umgang mit anderen Menschen „regelt“)

Bücher über Ernährung

  • Michael Moss – Das Salz-Zucker-Fett-Komplott (*) (Wie die Nahrungsmittelindustrie minderwertiges Essen schönt)

    Darum geht es in Das Salz-Zucker-Fett-Komplott
    In diesem Buch klärt der US-amerikanische Pulitzer-Preisträger Michael Moss über die Denk- und Arbeitsweise der Nahrungsmittelindustrie auf.Das Buch liest sich außerordentlich gut und ist neben der englischen Originalausgabe auch in einer deutschen Übersetzung erhältlich. Das Buch ist in drei große Abschnitte unterteilt. Jeder Abschnitt widmet sich einer der drei für die Nahrungsmittelindustrie bedeutenden Zutaten: Salz, Zucker und Fett.Mit Hilfe von Salz können geschmacklose Speisen schmackhaft gemacht werden. Zucker lässt Menschen buchstäblich süchtig nach den entsprechenden zuckerhaltigen Nahrungsmitteln werden. Fett hat eher keinen charakteristischen Geschmack, sorgt in der richtigen Menge aber für ein besonders angenehmes Mundgefühl. Geschickt kombiniert werden Salz, Zucker und Fett zur absoluten Geheimwaffe mit der sich auch das minderwertigste Essen verkaufen lässt.An vielen Stellen in dem Buch geht Michael Moss auch auf die raffinierten Marketingmethoden der Lebensmittelkonzerne ein.

  • Gary Taubes – Why We Get Fat (*) (Wie schnelle Kohlenhydrate im Körper zu Fett werden)

    Warum geht es in Why We Get Fat
    Der US-amerikanische Wissenschaftsautor Gary Taubes widmet sich der Frage, warum in den Industrieländern immer mehr Menschen fettleibig werden und unter Diabetes leiden.Natürlich wird in dem Buch auch erklärt, was man selbst tun kann, um die Wahrscheinlichkeit für Fettleibigkeit und Diabetes zu reduzieren.Die Ursache dieses Problems sieht Taubes hauptsächlich darin, dass Ärzte, Ernährungsberater und die für Aufklärung zuständigen staatlichen Organisationen, fälschlicherweise eine fettarme Ernährungsweise empfehlen. Diese Ansicht beruhe auf überholten Daten.Der eigentliche Fettmacher sind die Kohlenhydrate. Wer sich fettarm ernährt, nimmt automatisch sehr viele Kohlenhydrate zu sich und riskiert damit auf Dauer eine Insulinresistenz die schließlich zu Diabetes führt. Taubes untermauert seine Sichtweise nicht nur mit Korrelationsstudien, sondern mit detaillierten biochemischen Erklärungen.Das Buch ist bisher leider nur in englischer Sprache erhältlich. (Die deutschsprachige Ausgabe erscheint am 25. Mai 2018)

  • Sally Beare – 50 Secrets of the Word’s Longest Living People (*) (Wie sich Menschen ernähren, die im hohen Alter noch fit und gesund sind)

    Darum geht es in 50 Secrets ...
    Es gibt auf diesem Planeten mehrere Orte, an denen die Menschen besonders alt werden und dabei außerdem noch bis ins hohe Alter in einer guten körperlichen und geistigen Verfassung sind.Sally Beare hat die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten dieser Menschen studiert und dabei 50 Geheimnisse extrahiert, die in dem Buch „50 Secrets of the World’s Longest Living People beschrieben werden. Dabei geht es natürlich nicht nur um die Dinge, die diese Menschen tun, sondern auch um die Dinge, die sie nicht tun.Am Ende des Buches, welches leider nur in englischer Sprache erhältlich ist, gibt es auch einige Rezepte zum Nachkochen.

  • Jonathan Bailor – The Calorie Myth (*) (Es gibt gute Kalorien und schlechte Kalorien)

    Darum geht es in The Calorie Myth
    Wer Fett verlieren möchte ohne zu hungern oder sich beim Sport übermäßig zu verausgaben, sollte dieses Buch lesen.Viele Menschen sind der Ansicht, eine Kalorie sei eine Kalorie, egal ob es sich um eine Kalorie aus Fetten, aus Proteinen oder aus Kohlenhydraten handelt. Jonathan Bailor hält das für einen Mythos. In seinem Buch „The Calorie Myth“ stellt er ein Ernährungs- und Trainingsprogramm vor, mit dem sich hinsichtlich Muskelmasse und Körperfett mit wenig Aufwand viel erreichen lässt.Leider ist das Buch bisher nur auf Englisch erhältlich.

  • William Davis – Weizenwampe (*) (Was es an Weizen auszusetzen gibt)

    Darum geht es in Weizenwampe
    Wie der Titel „Weizenwampe“ schon vermuten lässt, geht es in diesem Buch um Getreide.Der Weizen, den wir heute zu uns nehmen, hat mit dem traditionellen Urweizen, der noch vor einigen Jahrzehnten auf unseren Feldern wuchs, nicht mehr viel zu tun. Es handelt es um eine Züchtung, die auf maximalen Ertrag hin optimiert wurde.Was in guter Absicht erfolgt ist, hat laut Dr. William Davis leider dazu geführt, dass auch einige Proteine (Gluten) in ihrer Struktur verändert wurden. Diese neuen Proteine stehen unter Verdacht die Menschen auf verschiedenste Weise krank zu machen.

  • David Perlmutter – Dumm wie Brot (*) (Möglicherweise ist Gluten sehr schlecht für das Gehirn)

    Darum geht es in Dumm wie Brot
    Laut eigenen Angaben ist der US-Amerikaner David Perlmutter der einzige Arzt in den USA mit einer Doppelqualifikation als Neurologe und Ernährungsmedizin.Wie schon bei „Weizenwampe“ von William Davis geht es um Weizen und zwar insbesondere um den gentechnisch veränderten und auf maximalen Ertrag optimierten Weizen, der seit einigen Jahrzenten auf unseren Feldern wächst.Dieser Weizen steht unter Verdacht, für diverse Hirnerkrankungen verantwortlich zu sein. Entsprechende Zusammenhänge werden von Perlmutter in diesem Buch anhand aktueller wissenschaftlicher Daten diskutiert.

  • Timothy Ferriss – Der 4-Stunden Körper (*) (Was man mit seinem Körper so alles anstellen kann, wenn man sich traut)

    Darum geht es in Der 4-Stunden Körper
    Bei diesem Buch handelt es sich um weit mehr als nur ein Buch über Ernährung. Der Autor, der vor allem für das Buch „Die 4-Stunden Woche“ („The 4 Hour Work Week“) bekannt ist, hat jahrelang damit experimentiert, den menschlichen Körper (seinen eigenen Körper sowie die Körper von zahlreichen anderen Menschen)  zu optimieren.Neben der Ernährung geht es auch um  Muskelaufbau, Leistung im Sport, Schlaf, Sex und vieles mehr.Ich bin nicht der Meinung, dass man unbedingt alles nachmachen sollte, was in dem Buch steht. Dennoch kann man meiner Meinung nach eine Menge aus der Denk- und Herangehensweise lernen.

  • Brendan Brazier – Vegan in Topform (*) (Wie ernährt sich eigentlich ein veganer professioneller Triathlet, der außerdem kein Soja und keine Erdnüsse isst)

    Darum geht es in Vegan in Topform
    Brendan Brazier ist ein ehemaliger professioneller Ironman-Triathlet aus Kanada. Schon während seiner sportlichen Karriere hat er sich komplett vegan ernährt, was die meisten Leute im Vorfeld für unmöglich gehalten hatten.Die in dem Buch beschriebenen Gerichte sind leider ziemlich zeitaufwändig und oft benötigt man besondere Zutaten. Der Grund aus dem ich das Buch gelesen habe und auch weiterempfehle, ist die im Theorieteil des Buches beschriebene Herangehensweise an Ernährung.Brazier überlässt nichts an seiner Ernährung dem Zufall. Jede Zutat seiner Speisen erfüllt einen bestimmten Zweck. Auch wenn man die Gerichte nicht nachkochen möchte, kann man doch eine Menge über das Entwickeln einer auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenen Ernährungsweise lernen.

Bücher über Biologie, Spieltheorie und Evolution

  • Richard Dawkins – Das egoistische Gen (*) (Menschen sind egoistisch)

    Darum geht es in Das egoistische Gen
    Der Klassiker des Biologen Richard Dawkins aus dem Jahre 1976.In den Augen von Richard Dawkins sind Lebewesen, und damit auch wir Menschen, nichts weiter als Maschinen, deren einziger Zweck es ist unseren Genen dabei zu helfen sich zu erhalten und zu verbreiten. Diejenigen Gene, welche die Überlebensmaschinen mit der höchsten Überlebenswahrscheinlichkeit konstruieren, setzen sich gegen ihre Konkurrenten durch.

  • E.O. Wilson – Die soziale Eroberung der Erde (*) (Menschen sind nicht egoistisch)

    Darum geht es in Die soziale Eroberung der Erde
    In diesem Buch widerspricht der berühmte Biologe und Ameisenforscher E.O. Wilson Richard Dawkins’s Hypothese des egoistischen Gens – zumindest was einige Spezies, darunter auch den Menschen betrifft.In den Augen von Wilson spielte Gruppenselektion bei der Entstehung des heutigen Menschen eine große Rolle. Die Folge ist, dass wir sowohl egoistische, als auch altruistische Gene in uns tragen. Diese Theorie kann unter anderem erklären, warum es bei uns Menschen gelegentlich zu Situationen kommt, in denen es uns schwer fällt, uns zwischen der egoistischen und der altruistischen Handlung zu entscheiden.

  • Jim Al-Khalili und Johnjoe McFadden – Der Quantenbeat des Lebens (*) (Welche Rolle quantenmechanische Effekte in der Biologie spielen)
  • Andreas Wagner – Arrival of the Fittest (*) (Sind Mutationen vielleicht doch nicht so zufällig, wie man lange geglaubt hat?)

Bücher über das Erlernen von Fähigkeiten

  • Daniel Coyle – The Talent Coyle (*) (Was üben üben üben mit dem Gehirn macht)

    Darum geht es in The Talent Code
    Bei diesem Buch handelt es sich um ein populärwissenschaftliches Buch, welches an das Buch „The Road to Excellence“ von K. Anders Ericsson anknüpft.Es geht um den biochemischen Hintergrund der 10.000 Stunden Regel: Myelin. Es handelt sich hier um ein Fett, welches sich an häufig benutzte Nervenbahnen anlagert. Diese Nervenbahnen sind dadurch in der Lage, Impulse um ein Vielfaches schneller zu übertragen als ohne diese Substanz. Wer eine Tätigkeit immer wieder übt, lagert dabei immer mehr Myelin an.

  • K. Anders Ericsson – The Road to Excellence (*) (Was die 10.000-Stunden Regel wirklich besagt. Man muss schon etwas mehr tun, als sich „nur“ 10.000 Stunden mit einer bestimmten Sachen zu beschäftigen)

    Darum geht es in The Road to Excellence
    Gleich vor ab: Das Buch ist schon etwas älter (aus den 90er Jahren) und mit über €50 für ein Taschenbuch auch leicht überteuert. Trotzdem ist das Buch meiner Meinung nach auch heute noch lesenswert, vorausgesetzt man möchte ganz genau wissen wie Menschen in den verschiedensten Disziplinen (Schach, Sport, Musik, Lesen etc.) extrem starke Fähigkeiten erlangen können.Die in diesem Buch präsentierten Daten zeigen sehr deutlich, dass es so etwas wie Talent nicht wirklich gibt. Jeder hat vermutlich schon von der 10.000 Stunden „Regel“ gehört, nach der man sich 10.000 Stunden mit einem Thema befassen muss um Experte darin zu werden. Diese Erkenntnis stammt aus diesem Buch, wobei die Sache in Wirklichkeit nicht so einfach ist wie es im Internet und in anderen populärwissenschaftlichen Büchern oft dargestellt wird. Es kommt schon sehr darauf, was man in diesen 10.000 Stunden genau macht und auch die Zahl der Stunden ist natürlich mehr ein Richtwert.

Bücher über Produktivität

  • Gary Keller – The ONE Thing (*) (Warum wir großzügig Schluss mit Multitasking aller Art machen sollten … wenn wir Erfolg haben wollen)

    Darum geht es in The ONE Thing
    Gary Keller’s Ansatz für mehr Produktivität: Diejenige Tätigkeit ausfindig machen, die einem den meisten Ertrag bringt. Sich dann, zumindest vormittags nur mit dieser einen Sache (the one thing) beschäftigen.Im Prinzip ist das die Kombination der 10.000 Stunden-Regel mit dem Paretoprinzip.Außerdem hat das Buch noch eine Reihe weiterer Denkanstöße und Strategien zum Thema Produktivität zu bieten.  Was mir an diesem Buch besonders gefällt ist, dass es von jemandem geschrieben wurde, der diese Regeln selbst mit großem Erfolg anwendet.

  • Timothy Ferriss – Die 4-Stunden Woche (*) (Wie man aus 9-t0-5 aussteigt um für sich selbst zu arbeiten)

    Darum geht es in Die 4-Stunden Woche
    Das Buch enthält einige sinnvolle Tipps, die einem durchaus dabei helfen können, produktiver zu werden.Meiner Meinung sollte man das ganze Buch und insbesondere den Titel nicht zu wörtlich nehmen. Der 4 Stunden pro Woche-Traum enthält mehrere Denkfehler und auch der Autor selbst hat eher eine 80 Stunden Woche als eine 4 Stunden Woche.

  • Peter Drucker – Managing Oneself (*) (Ein kleines aber feines Büchlein über Selbstmanagement)

    Darum geht es in Managing Oneself
    Ein kleines Büchlein mit ganz allgemeinen Ratschlägen des Management-Gurus Peter Drucker.Das Buch lässt sich zwar in ca. 20-30 Minuten von vorne bis hinten durchlesen, aber der Inhalt ist trotzdem gut. Wie der Titel schon sagt geht es um selbst-Management. Zum Beispiel gibt Peter Drucker den Ratschlag, dass man möglichst früh in seinem Leben herausfinden sollte, was die eigenen Stärken sind und was für ein Lerntyp man ist.

  • Holm Friebe – Die Stein Strategie (*) (Wie man Dinge aussitzt – aber nur wenn das wirklich die beste Strategie ist)

    Darum geht es in Die Stein Strategie
    Muss man jedem Problem mit Aktionismus begegnen?Holm Friebe ist der Meinung, dass es durchaus Situationen gibt, in denen keine Reaktion die beste unter allen möglichen Reaktionen ist.Wer nichts tut kann schon nichts kaputt machen.

Bücher über die Zukunft

Schwere Kost

Biografien und sonstige Bücher

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Keine Sorge, dies ist keine Verkaufsseite. Ich empfehle nur Bücher, die ich wirklich gelesen habe und die mich weitergebracht haben.

10 Antworten auf Die für mich 15 besten Sachbücher

  1. Pingback: Eine Liste empfehlenswerter Sachbücher - Autorenexpress

  2. Pingback: Bücher bekommen? Bücher umtauschen? - Autorenexpress

  3. Hallo Jan,

    diese Seite halte ich für ganz gefährlich; nämlich für den Geldbeutel ;-)
    50 Buchempfehlungen, wow da kommt man ja das ganze Jahr hin…

    Ich werde einiges davon auf meiner Literatur Liste ergänzen. Zum Glück kenn ich schon einige davon ;-)

    Beste Grüße

    Denise

    • Jan sagt:

      Hallo Denise,

      Von der Seite aus habe ich das noch nie betrachtet. Du könntest recht haben :)

      Ist aber gut angelegtes Geld.

      Viele Grüße,
      Jan

  4. Römer Coaching sagt:

    Danke für diese tolle Liste. Ich lege dir folgende Bücher and Herz. Dr. Bruce lipton Biology of believe.
    Dr. Maxwell maltz Psycho cybernetics
    Jim rohn egal welches
    Dr. Wayne Dyer change youre thoughts change your Life.
    Think an grow Rich.
    Bob Proctor Born Rich
    T. Harv Eker Millionär mind.
    Viel Spaß und Erkenntnis.

  5. Sascha sagt:

    Richtig gutes Buch über Identitätsarbeit:

    King, Warrior, Magician, Lover: Rediscovering the Archetypes of the Mature Masculine von Robert Moore und Goug Gillette.

    • Jan sagt:

      Hey Sascha,

      King, Worrior, Magician, Lover habe ich vor ein paar Monaten gelesen. Ich stimme dir zu, dass es ein gutes Buch ist.

      Gruß
      Jan

  6. Julia sagt:

    Als Vor-Lektüre zu diesen ganzen guten Büchern empfehle ich das Buch „How to read a Book“ von Mortimer J. Adler und Charles van Doren (deutsche Ausgabe: „Wie man ein Buch liest“).
    Dieses Buch gibt eine sehr gute Anleitung, wie man Bücher lesen kann, um ihr maximales Potenzial zu nutzen.
    Gekauft habe ich das Buch erst nur wegen des absurden Titels. Aber es ist wirklich hilfreich!
    Viele Tipps im Buch erscheinen auf den ersten Blick absurd simpel, aber aus die detaillierten Erläuterungen der Autoren haben sich für mich oft überraschende Einsichten ergeben. Meistens waren es die Kapitel, die ich erst für überflüssig hielt (z.B. „How to use a dictionary“), die am Ende besonders viel neue Erkenntnisse brachten.

    • Jan sagt:

      Hallo Julia

      Danke für deinen Tipp. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man den Nutzen aus Büchern enorm steigern kann wenn man das Lesen selbst optimiert. Ich bin gespannt was ich von „How to read a Book“ lernen kann.

      Gruß Jan

      Hier geht es zum Buch: englisch deutsch

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