Die für mich 15 besten Sach­bü­cher

Ohne Reihen­folge. Mit Angabe des Nutzen, der aus dem Buch gezogen werden kann. (Stand der Liste: 19.02.2018)

Stephen R. Covey – Die 7 Wege zur Effek­ti­vität: Prin­zi­pien für persön­li­chen und beruf­li­chen Erfolg (*)

Stephen R Covey - Die 7 Wege zur EffektivitätDie meisten Menschen sind von anderen Menschen abhängig und wären gerne unab­hängig. Stephen Covey ist der Meinung, dass es noch etwas Besseres als Unab­hän­gig­keit gibt: «Inter­de­pen­denz».

In zwischen­mensch­li­chen Bezie­hungen, die das Kriterium der Inter­de­pen­denz erfüllen, gilt: 1 + 1 > 2. Das Gesamte ist mehr als die Summe der einzelnen Teile.

Diesen erstre­bens­werten Zustand erreicht man, indem man sich die 7 Denk­weisen zu eigen macht, die Covey in seinem Welt­best­seller (über 25 Millionen verkaufte Exemplare) beschreibt. Anders, als der deutsche Titel des Buches sugge­riert, gibt es nicht 7 (verschie­dene) Wege zur Effek­ti­vität, sondern bloß einen einzigen Weg aus 7 Bestand­teilen.

Eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Ich wünschte, ich hätte es 10 bis 15 Jahre früher gelesen.

Das Buch bietet: Mehr Erfolg als Mensch, Freund, Partner und im Beruf bei gleich­zei­tiger Verein­fa­chung des Lebens.


Daniel Lieberman – Unser Körper (*)

Daniel Lieberman - Unser KörperDie Geschichte des mensch­li­chen Körpers von dem Zeitpunkt, zu dem wir als Affen von den Bäumen gestiegen sind, bis heute. Der Anthro­po­loge Daniel Lieberman erzählt in diesem Buch aber nicht nur unsere Geschichte. Das Haupt­thema des Buches sind Zivi­li­sa­ti­ons­krank­heiten, unter denen so viele von uns leiden müssen, weil wir ein Leben leben, an das wir nicht angepasst sind.

Wenn mehr Leute dieses Buch lesen würden, würde es in Zukunft mögli­cher­weise sehr viel weniger Menschen mit gesund­heit­li­chen Problemen aller Art geben. Gemeint sind insbe­son­dere nicht anste­ckende Krank­heiten wie Diabetes Typ2, Allergien, Asthma, Osteo­po­rose, Karies, Zahn­fehl­stel­lungen, Herz-Kreislauf-Erkran­kungen, Blut­hoch­druck und viele viele mehr.

Das Buch sollte Pflicht­lek­türe (z.B. im Biolo­gie­un­ter­richt) in der Schule sein.


Frie­de­mann Schulz von Thun – Mitein­ander reden Teil 1 (*)

Friedemann Schulz von Thun - Miteinander reden Teil 1Ein großer Teil aller zwischen­mensch­li­chen Probleme hängt damit zusammen, dass bei unserem Gegenüber nicht die Botschaft ange­kommen ist, die wir glauben gesendet zu haben.

Frie­de­mann Schulz von Thun stellt in diesem Buch ein Modell der Kommu­ni­ka­tion vor, welches das Potential hat, fast jede Zwischen­mensch­liche Beziehung augen­blick­lich zu verbes­sern.

Ich bin davon überzeugt, dass das soziale Leben fast aller Menschen signi­fi­kant besser wäre, wenn sie dieses Buch lesen würden.


Nassim Nicholas Taleb – Anti­fra­gi­lität (*)

Nassim Nicholas Taleb - AntifragilitätAnti­fra­gi­lität bezeichnet eine Eigen­schaft vieler komplexer Systeme (zum Beispiel des mensch­li­chen Körpers), die wir Menschen intuitiv nicht verstehen. Deswegen gab es vor Nassim Taleb auch kein Wort für diese Eigen­schaft.

Im Gegensatz zu toten Gegen­ständen, die bereits von der ersten Minute an abgenutzt werden, haben anti­fra­gile Systeme die Eigen­schaft, dass sie durch Benutzung und Bean­spru­chung stärker und besser werden können. Das ist Anti­fra­gi­lität.

Der Nutzen des Buches besteht unter anderem darin, dass man ein neues Konzept und Wort lernt, welches einem ein komplett neues Universum eröffnet. Man kann über Dinge sprechen und nach­denken, die man vorher nicht Worte fassen konnte.


Thomas Schulz – Was Google wirklich will (*)

Thomas Schulz - Was Google wirklich willJeder, der wissen möchte, welche neue Tech­no­logie die Welt in den nächsten Jahren verändern wird, sollte dieses spannende Buch lesen. Zu erfahren, was kommen wird, ist aber nicht der einzige Nutzen aus diesem Buch.

Google hat es geschafft, in weniger als 20 Jahren aus dem Nichts zum zweit­wert­vollsten Unter­nehmen der Welt heran­zu­wachsen. Diesen Erfolg hat Google zwei ganz bestimmten Denk­weisen zu verdanken: Ersten Prin­zi­pien und großen Zielen. Diese Denk­weisen lassen sich einfach auf das eigene Leben über­tragen. Erfolg ist kein Zufall!


Ortwin Renn – Das Risi­ko­pa­radox (*)

Ortwin Renn - Das RisikoparadoxViele Menschen glauben, dass sie in den Nach­richten dieje­nigen Themen vorge­setzt bekommen, die «wichtig» sind. Das stimmt aber nicht. Die Medien berichten einseitig, weil sie aus finan­zi­ellen Gründen dazu gezwungen sind. Die Medien bevor­zugen dieje­nigen Themen, die die meiste Aufmerk­sam­keit erregen. Was keine Aufmerk­sam­keit erregt, zum Beispiel weil es zu schwer zu verstehen ist, wird in den Medien nicht gezeigt.

Diese Verzer­rung führt dazu, dass wir vor einigen wirklich bedroh­li­chen Gefahren keine Angst haben (weil wir sie nicht kennen), während wir dieje­nigen Gefahren zu sehr fürchten, die in den Medien über­re­prä­sen­tiert sind.

Wer wissen möchte, wovor es sich lohnt, Angst zu haben, und was die wirk­li­chen Gefahren unserer Zeit sind, sollte dieses Buch lesen. Das Risi­ko­pa­radox ist ein ziemlich anspruchs­volles Buch. Die Lektüre lohnt sich aber (viel­leicht auch gerade weil es anspruchs­voll ist).


Barry Schwartz – Anleitung zur Unzu­frie­den­heit (*)

Barry Schwartz - Anleitung zur UnzufriedenheitBei vielen Konsum­gü­tern (Kleidung, Bücher, Gerichte im Restau­rant, Marme­la­den­sorten im Super­markt) bevor­zugen die meisten Menschen eine große Auswahl. Die Läden kommen diesem Wunsch nach und werden mit den Jahren immer größer.

Aus Gründen, die man unmöglich in drei Sätzen erklären kann, gibt es einige Menschen, die mit der großen Auswahl nicht zurecht­kommen. Sie fühlen sich nach einer Shop­ping­tour müde, erschöpft und unzu­frieden ... oft ohne sich bewusst zu sein, dass es mit dem Einkaufen zu tun hat.

Barry Schwartz erklärt diese (und andere) Zusam­men­hänge ausge­zeichnet und gibt Ratschläge, mit denen sich das Problem umgehen lässt. So wird das Leben einfacher und man wird zufrie­dener.


Daniel Kahneman – Schnelles Denken, langsames Denken (*)

Daniel Kahneman - Schnelles Denken, langsames DenkenFür seine Forschung über die Irra­tio­na­lität mensch­li­cher Entschei­dungen hat Daniel Kahneman im Jahr 2002 den Nobel­preis für Wirt­schaft erhalten. In dem Buch «Schnelles Denken, langsames Denken» stellt er seine Forschung der breiten Öffent­lich­keit vor.

In vielen Situa­tionen denken wir Menschen auf eine vorher­seh­bare Weise unlogisch. Um diese soge­nannten «kogni­tiven Verzer­rungen» geht es in dem Buch.

Warum es nützlich ist, die eigenen Denk­fehler und die Denk­fehler anderer Menschen zu kennen, versteht sich von selbst.


 Gerhard Roth – Wie das Gehirn die Seele macht (*)

Gerhard Roth - Wie das Gehirn die Seele machtDas beste Buch über das Gehirn, welches ich bisher gelesen habe (und ich habe schon einige Bücher über das Gehirn gelesen).  Wer noch nie ein Buch über das Gehirn gelesen hat, wird vermut­lich über­for­dert sein, denn dieses Buch ist recht anspruchs­voll.

Ich bin davon überzeugt, dass es immer wichtiger werden wird, sich auf einem Amateur-Niveau mit dem Gehirn auszu­kennen. Gemeint ist nicht Wissen à la «Männer denken mit der einen Gehirn­hälfte und Frauen denken mit der anderen Hälfte» (was übrigens Blödsinn ist), sondern Wissen darüber, wie das Gehirn lernt, wie Gefühle entstehen und wie Aufmerk­sam­keit funk­tio­niert.


Richard Davidson – Warum regst du dich so auf? (*)

Richard Davidson - Warum regst du dich so auf?Menschen unter­scheiden sich in ihrem Charakter: Was eine chole­ri­sche Person bereits auf die Palme bringt, lässt einen anderen Menschen (noch) völlig kalt. Natürlich hat der Charakter noch weitere Dimen­sionen (insgesamt 5 wenn es nach Davidson geht).

In dem Buch «Warum regst du dich so auf?» stellt Professor Richard Davidson einen Zusam­men­hang zwischen unserem Charakter und der Aktivität von ganz bestimmten Gehirn­re­gionen her. Das Inter­es­sante daran ist, dass die Aktivität dieser Gehirn­re­gionen über längere Zeiträume mit bestimmten Medi­ta­ti­ons­tech­niken verändert werden kann. Wer sich darauf einlässt, kann also seinen Charakter verändern.


Stefan Klein – Der Sinn des Gebens (*)

Stefan Klein - Der Sinn des GebensIn diesem Buch geht es um mensch­li­ches Verhalten unter dem Gesichts­punkt der Spiel­theorie.

Viele der Dinge, die wir täglich tun und die uns selbst so will­kür­lich oder frei entschieden erscheinen, gehorchen in Wirk­lich­keit mathe­ma­ti­schen Gesetz­mä­ßig­keiten.

Aus der Spiel­theorie ergibt sich für Stefan Klein, dass uns koope­ra­tives Verhalten in fast allen Situa­tionen weiter bringt als egois­ti­sches Verhalten.

Ein lesens­wertes Buch, nach dem man die Welt mit anderen Augen sieht.


Richard Thaler – Nudge (*)

Richard Thaler - NudgeIn diesem Buch geht es um liber­tären Pater­na­lismus (Entschei­dungs­ar­chi­tektur).

Wir Menschen unter­schätzen den Einfluss der äußeren Umgebung auf unser Verhalten und unsere Entschei­dungen und über­schätzen den Einfluss des Charakter und des «freien Willens». Tatsäch­lich sind unsere Entschei­dungen durch eine geschickte Gestal­tung unserer Umgebung leicht mani­pu­lierbar.

In dem Buch Nudge (was so viel heißt wie «Schubser») geht es darum, wie Staaten, Städte und Orga­ni­sa­tionen mensch­li­ches Verhalten (im Positiven) mani­pu­lieren können, um so die Menschen zu besseren Entschei­dungen zu zwingen. Viele Nudges, die in dem Buch bespro­chen werden, sind auch in Deutsch­land heute schon im Einsatz. Nach diesem Buch wird man die Welt mit anderen Augen sehen.


Jonathan Haidt – Die Glücks­hy­po­these (*)

Jonathan Haidt - Die GlückshypotheseIn diesem Buch geht es um Glück und Zufrie­den­heit. Der Glücks­for­scher Jonathan Haidt stellt in seinem Buch «Die Glücks­hy­po­these» eine inter­es­sante These auf: Glück und Zufrie­den­heit lassen sich mit einer Formel berechnen!

Unser Glücks­emp­finden spielt sich im Gehirn ab und beruht auf Hormonen wie Dopamin und Oxytocin. Der Level dieser «Glücks­hor­mone» hängt von inneren und äußeren Faktoren ab. Einige dieser äußeren Faktoren lassen sich bewusst steuern. Dies verleiht dem Ausdruck «Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied» eine völlig neue Bedeutung.

Das Buch ist sehr schön geschrieben und die von Haidt präsen­tierte Glücks­formel macht sehr viel Sinn und lässt sich gut praktisch umsetzen.


Jonah Berger – Conta­gious (*)

Jonah Berger - ContagiousConta­gious bedeutet «anste­ckend». In dem gleich­na­migen Buch geht es aber nicht um Krank­heiten sondern um die Verbrei­tung von (viralen) Infor­ma­tionen wie beispiels­weise YouTube-Videos im Internet. Wie entsteht ein Hype?

Jonah Berger hat insgesamt 6 Faktoren iden­ti­fi­ziert, die dabei eine entschei­dende Rolle spielen. Viralität lässt sich nicht perfekt vorher­sagen oder planen, aber man kann die Wahr­schein­lich­keit maxi­mieren um mit seiner Botschaft im Internet Erfolg zu haben.

Das Buch gibt es bisher nur auf Englisch.


Nate Silver – Die Berech­nung der Zukunft (*)

Nate Silver - Die Berechnung der ZukunftDie Zukunft lässt sich weder exakt berechnen, noch exakt vorher­sagen. Trotzdem ist die Zukunft nicht zufällig. Es gibt nämlich noch etwas zwischen Vorher­sagen und reinem Zufall: Die Prognose.

Eine Prognose sagt nicht etwa «morgen wird es um 17 Uhr regnen» denn das kann niemand mit 100%-iger Genau­ig­keit wissen. Eine zulässige Prognose würde lauten: «Morgen um 17 Uhr haben wir 80% Regen­wahr­schein­lich­keit».  Beim Wetter sind wir das gewöhnt. Es lassen sich aber noch ganz andere Ereig­nisse prognos­ti­zieren: Unfälle, Terror­an­griffe, Akti­en­kurse, und und und.

Wie das funk­tio­niert und was wir durch Prognosen alles über die Zukunft wissen, erklärt uns der Statis­tiker Nate Silver in seinem Buch.


Weitere empfeh­lens­werte Sach­bü­cher nach Kate­go­rien geordnet

Bücher über Gewohn­heiten, Disziplin und Moti­va­tion

  • Chip und Dan Heath – Switch (*) (Wie man mensch­li­ches Verhalten effektiv ändern kann)

    Darum geht es in Switch
    In Switch geht es darum, wie man eigene und fremde Gewohn­heiten effektiv verändern kann.Das Verändern von Gewohn­heiten wird hier an einem Arbeits­mo­dell beschrieben: Ein (mensch­li­cher) Reiter, der auf einem Elefanten sitzt. Um den Elefanten samt Reiter in die gewünschte Richtung zu bewegen, sollten drei Stra­te­gien ange­wendet werden: Erstens muss der Reiter über das Ziel infor­miert werden. Wer eine Gewohn­heit ändern will/soll, muss also wissen was genau zu tun ist. Zweitens muss der Elefant motiviert werden. Der Elefant reprä­sen­tiert das Unter­be­wusste, welches auf Gefühle anspricht, mit Logik aber nicht so viel anfangen kann. Drittens muss der Weg derart geebnet werden, dass es leicht fällt, in die entspre­chende Richtung reiten.Das Modell wird in diesem Buch auf eine Vielzahl von Fall­bei­spielen ange­wendet. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen. Die deutsche Über­set­zung soll leider nicht so toll sein.

  • Charles Duhigg – Die Macht der Gewohn­heiten (*) (Wie man Gewohn­heiten ändert)

    Darum geht es in Die Macht der Gewohn­heiten
    Auch in diesem popu­lär­wis­sen­schaft­li­chen Buch des US-ameri­ka­ni­schen Wissen­schafts­au­tors Charles Duhigg geht es um Gewohn­heiten und wie man sie verändern kann.Es geht sowohl um Gewohn­heiten von Indi­vi­duen, als auch um Gewohn­heiten von Orga­ni­sa­tionen und Gesell­schaften. Diese werden an zahl­rei­chen Beispielen diskutiert.Laut Duhigg lässt sich eine Gewohn­heit durch eine drei­tei­lige Gewohn­heits­schleife beschreiben. Es gibt einen Auslöser, eine Routine (das ist die eigent­liche Gewohn­heit) und eine Belohnung. Wer eine Gewohn­heit ändern möchte, muss wissen­schaft­lich vorgehen und zunächst heraus­finden, was genau der Auslöser und die Belohnung der entspre­chenden Gewohn­heit sind.

  • Nir Eyal – Hooked (*) (Wie man digitale Produkte schafft, die süchtig machen. Oder: Warum wie ständig bei Facebook sind)

    Darum geht es in Hooked
    Bei diesem Buch handelt es sich um ein etwas anderes Buch über Gewohn­heiten. Im Prinzip geht es darum, wie man Produkte, insbe­son­dere Webseites gestalten muss, damit die Besucher süchtig nach der Webseiten werden.Wer sich schon einmal gefragt hat, was ihn/sie dazu treibt, mehrmals pro Stunde diverse Email- und Social Media-Accounts zu checken, in diesem Buch befindet sich die Antwort.

  • Stephen R. Covey – Die 7 Wege zur Effek­ti­vität (*) (Wer diese 7 Gewohn­heiten drauf hat, wird in jeder Hinsicht ein erfolg­rei­cher Mensch sein)
  • Roy Baumeister – Die Macht der Disziplin (*) (Warum wir morgens diszi­pli­nierter sind als abends)
  • Daniel Pink – Drive: Was Sie wirklich motiviert (*) (Was uns Menschen wirklich motiviert)
  • John Strelecky – The Big Five for Life: Was im Leben wirklich zählt (*) (Wie man das Maximum aus seinen Mitar­bei­tern rausholt und sie gleich­zeitig auch noch glücklich macht)
  • Marcus Buck­ingham – Entdecken Sie ihre Stärken jetzt! (*) (Wie man ganz einfach seine eigenen Stärken findet)

Bücher über Gesund­heit

  • Ingo Schy­manski – Im Teufels­kreis der Lust (*) (Über­for­dert unser Lebens­wandel das Beloh­nungs­zen­trum?)

    Darum geht es in Im Teufels­kreis der Lust
    In diesem Buch geht es um das Beloh­nungs­zen­trum im Gehirn.Zunächst gibt der Autor (Ein Arzt aus Deutsch­land) eine allge­meine Einfüh­rung in die Funk­ti­ons­weise dieses wichtigen Teils des Gehirns. Anschlie­ßend fährt er mit seiner Theorie über die Ursache einer ganzen Reihe weit verbrei­teter psychi­scher Krank­heiten fort.Schymanskis These: Die Beloh­nungs­zen­tren vieler Menschen sind chronisch erschöpft weil wir, bedingt durch unsere modernen Lebens­wandel, von Reizen über­flutet werden. Die Folge ist, dass unsere Dopa­min­vor­räte (Dopamin ist das „Glücks­hormon“) sehr schnell erschöpfen und es außerdem zu Dopa­min­re­sis­tenz kommen kann.Von dieser Annahme ausgehend leitet Schy­manski einen «sinn­vollen» Lebens­stil ab.

  • Giulia Enders – Darm mit Charme (*) (Ein sehr amüsantes Buch über das Verdau­ungs­system)

    Darum geht es in Darm mit Charme
    Dieses Buch ist nicht nur infor­mativ, sondern vor allem auch noch sehr unter­haltsam. Diese Kombi­na­tion ist bei Sach­bü­chern leider extrem selten. Tatsäch­lich fällt mir kein einziges Sachbuch ein, welches auch nur annähernd so lustig war wie „Darm mit Charme“.Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es um die Verdauung und insbe­son­dere um den Darm und das mensch­liche Mikrobiom (die Darmbakterien).Insbesondere die Darm­bak­te­rien (wir haben mehrere hundert verschie­dene Sorten und insgesamt zwischen 1 und 2 kg Bakterien im Dickdarm) sind noch weit­ge­hend uner­forscht. Unsere Bakterien spielen bei der Verdauung eine sehr große Rolle.

  • Richard Wiseman – Super­schlaf (*) (Wie man zum Super­schläfer wird und damit nicht nur seiner Gesund­heit Gutes tut)
  • Gerd Gige­renzer – Risiko (*) (Warum manche ärzt­li­chen Unter­su­chungen schlecht sind, obwohl sie gut sind)
  • Manfred Spitzer – Digitale Demenz (*) (Leidet das Gehirn lang­fristig unter TV und Computer?)

    Darum geht es in Digitale Demenz
    Manfred Spitzer, einer der bekann­testen Hirn­for­scher Deutsch­lands disku­tiert unter anderem die Frage, ob es sinnvoll ist, wenn Kinder mithilfe von Computern zu unterrichten.Ich persön­lich fand das Buch vor allem deswegen inter­es­sant, weil Spitzer eine Menge über die Erkennt­nisse der Hirn­for­schung zu den Themen „Lernen“ und „Gehirn­ent­wick­lung“ schreibt. Man muss nicht seine generelle Über­zeu­gung (Computer sind schlecht für unsere Kinder) teilen um aus diesem Buch einen Gewinn ziehen zu können.

Bücher über Geld und finan­zi­elle Freiheit

Bücher über Kommu­ni­ka­tion und mensch­li­ches (Sozial-)Verhalten

  • Frie­de­mann Schulz von Thun – Mitein­ander reden Teil 1 (*) (Miss­ver­ständ­nisse und daraus resul­tie­rende Streits sind vorher­sehbar und vermeidbar)
  • Chip und Dan Heath – Made to Stick (*) (Wie man etwas sagen muss, damit die Leute sich morgen noch daran erinnern)
  • Robert Cialdini – Influence (*) (Wie soziale Faktoren unsere Kauf­ent­schei­dungen beein­flussen)

    Darum geht es in Influence
    Wie können Verkaufs­ta­lente (zum Beispiel Staub­sauger­ver­treter oder Auto­händler) ihre Kunden beein­flussen bezie­hungs­weise mani­pu­lieren? Um diese Frage geht es in dem Buch „Influence“ von Professor Robert Cialdini.Das Buch tut zwar so, als ob es darum ginge, den poten­ti­ellen Opfern zu zeigen, wie sich gegen Verkaufs­tak­tiken zu Wehr setzen können, aber tatsäch­lich dürfte dieses Buch vor allem von Verkäu­fern gelesen werden, die eben diese Tricks lernen wollen.Ich halte das Buch vor allem deswegen für lesens­wert, weil man anhand zahl­rei­cher Beispiele eine Menge über die unter­be­wussten Verhal­tens­re­geln von Menschen lernt.

Bücher über Psycho­logie und Glücks­for­schung

  • Erich Fromm – Haben oder Sein (*) (Dieses Buch hat mich in meinen frühen 20ern sehr geprägt)

    Darum geht es in Haben oder Sein
    Eines der bekann­testen Werke des bekannten Psycho­ana­ly­ti­kers Erich Fromm aus dem Jahre 1976​.In diesem Buch unter­sucht Fromm zwei gegen­sätz­liche Lebens­ein­stel­lungen: Haben und Sein.Ich habe das Buch zum ersten Mal mit Anfang 20 gelesen und war ziemlich beein­druckt. Ich würde es dringend jedem empfehlen, der jung ist noch nicht so recht weiß was er mit seinem Leben anstellen soll.

  • Mihaly Csiks­zent­mi­halyi – Flow (*) (Flow ist wenn man in eine Tätigkeit eintaucht und dabei die Zeit vergisst. Wie kann man das aktiv herbei­führen?)

    Darum geht es in Flow
    Jeder hat schon den Flow-Zustand erlebt, aber die wenigsten sind sich bewusst, dass dieser Zustand einer ganz bestimmten Gesetz­mä­ßig­keit folgt und man ihn mehr oder weniger gezielt herbei­führen kann.Der Psycho­loge mit dem unaus­sprech­li­chen Namen (wenn man weiß wie man ihn ausspre­chen muss, ist es aber recht einfach) war der erste Forscher, der den Flow-Zustand syste­ma­tisch unter­sucht hat. In diesem Buch beschreibt er, unter welchen Bedin­gungen es zu Flow-Erleb­nissen kommt​.Mit Flow ist übrigens der sehr angenehme Zustand gemeint, in dem man völlig in einer Tätigkeit aufgeht und dabei jedes Zeit­ge­fühl verliert.

  • Walter Mischel – Der Marsh­mallow Test (*) (Die Fähigkeit zum Beloh­nungs­auf­schub macht uns erfolg­rei­cher)

    Darum geht es in Der Marsh­mallow Test
    Die berühmten Marsh­mallow Tests wurden von Walter Mischel in den 1960er und 1970er Jahren an Kindern in den USA durch­ge­führt. Es ging darum, heraus­zu­finden, wie sich die Fähigkeit zum Beloh­nungs­auf­schub im Kindes­alter auf den Erfolg im Leben auswirkt.Dabei zeigte sich, dass dieje­nigen Menschen, die es im Kindes­alter geschafft hatten, einer Süßigkeit zu wider­stehen, später im Leben mehr Erfolg hatten.Dabei wurde auch unter­sucht, wie es den entspre­chenden Kindern gelungen war, der Versu­chung zu wider­stehen. Inter­es­san­ter­weise war nicht die Willens­kraft ausschlag­ge­bend. Vielmehr gelang es den Kindern mit verschie­denen Stra­te­gien, ihre Gedanken an die Süßigkeit zu mani­pu­lieren.

  • Daniel Goleman – Konzen­triert euch! (*) (Warum wie uns besser konzen­trieren sollten und wie man das hinbe­kommt)

    Darum geht es in Konzen­triert euch!
    Sich auf eine bestimmte Sache fokus­sieren bezie­hungs­weise konzen­trieren zu können ist nach Daniel Goleman eine äußerst wichtige Fähigkeit, die man unbedingt beherr­schen sollte​.Es gibt drei Empfänger von Aufmerk­sam­keit: Andere Menschen, Dinge und das eigene Ich. Insbe­son­dere die nach innen gerich­tete Aufmerk­sam­keit scheint eine groß­ar­tige, aber bei vielen Menschen leider verküm­merte Fähigkeit zu sein.Neben bewusstem logischem Denken besitzen wir Menschen eine äußerst clevere Entschei­dungs­hilfe: Das Bauch­ge­fühl. Um die eigenen Bauch­ge­fühle sinnvoll nutzen zu können, muss man erst einmal lernen sie zu regis­trieren. Die Fähigkeit, seine Konzen­tra­tion nach innen richten zu können ist eine wichtige Voraus­set­zung.

  • Gerd Gige­renzer – Bauch­ent­schei­dungen (*) (Wie gut sind unsere Bauch­ent­schei­dungen?)

    Darum geht es in Bauch­ent­schei­dungen
    Gerd Gige­renzer ist Professor für Psycho­logie am Max-Planck-Institut für Bildungs­for­schung in Berlin.Seine These: Es gibt Entschei­dungen bei, in denen wir uns lieber auf unser Bauch­ge­fühl, als auf unseren analy­ti­schen Verstand verlassen sollten. Unser Bauch weiß nämlich besser als unser Verstand, welche Variablen bei der Entschei­dung berück­sichtig werden sollten.

  • Robert Trivers – Betrug und Selbst­be­trug (*) (Betrügen wir uns manchmal selbst um andere Menschen glaub­hafter betrügen zu können?)

    Darum geht es in Betrug und Selbst­be­trug
    Menschen haben die Eigen­schaft, sich auf verschie­denste Weise selbst (unbewusst) zu betrügen. Die These des US-ameri­ka­ni­schen Evolu­ti­ons­bio­logen Robert Trivers: Wir betrügen uns unter anderem deswegen selbst, damit wir glaub­hafter sind wenn wir andere Menschen betrügen.Auf fast 500 Seiten erfährt man in diesem Buch eine Menge inter­es­santer Dinge über mensch­li­ches Verhalten in ganz unter­schied­li­chen Situationen.Aus biolo­gi­scher Sicht ist Betrug nicht unbedingt „böse“ oder „schlecht“ sondern manchmal einfach nur die beste Lösung für eine Situation. Angeblich lügt der Durch­schnitts­mensch ja rund 200-mal pro Tag.

  • Dan Ariely – Denken hilft zwar, nützt aber nichts (*) (Unser soge­nannter freier Wille ist um einiges unfreier als wir glauben)

    Darum geht es in Denken hilft zwar, nützt aber nichts
    Dan Ariely ist Professor für Psycho­logie und Verhal­tens­öko­nomik und forscht zum Thema Irrationalität.In diesem Buch beschreibt er vor allem Expe­ri­mente, die gezeigt haben, dass sich Menschen nicht so verhalten, wie die Wirt­schafts­wis­sen­schaften annehmen.Das Verhalten der Menschen ist zwar statis­tisch vorher­sagbar, basiert aber auf komple­xeren Zusam­men­hängen als nur dem Maxi­mieren von finan­zi­ellem Nutzen.

Bücher über das Gehirn und Bewusst­sein

  • Stanislas Dehaene – Denken (*) (Wie funk­tio­niert das Bewusst­sein? Was bekommen wir mit und was nicht?)

    Darum geht es in Denken
    Der Psycho­loge und Mathe­ma­tiker Stanislas Dehaene hat dieses groß­ar­tige Buch über den aktuellen Stand der Bewusst­seins­for­schung geschrieben.Das mensch­liche Gehirn wird von mehrere Millionen Nerven­fa­sern mit Infor­ma­tionen versorgt. Auch das Gehirn selbst produ­ziert Infor­ma­tionen. Nur ein Bruchteil all dieser Infor­ma­tionen wird uns tatsäch­lich bewusst​.Es gibt eine Art Filter, der entscheidet, welche Infor­ma­tionen uns bewusst werden und welche Infor­ma­tionen unbewusst bleiben.

  • Dick Swaab – Wir sind unser Gehirn (*) (Das Gehirn aus der Sicht von Hormonen)

    Darum geht es in Wir sind unser Gehirn
    Laut Dick Swaab wird bereits vor unserer Geburt im Mutter­leib weit­ge­hend darüber entschieden, wie sich unser Gehirn im Verlauf unseres Lebens entwi­ckeln wird. Die Einflüsse, denen wir nach unserer Geburt ausge­setzt sind spielen natürlich auch eine Rolle, aber diese sind eben geringer als von den meisten Menschen ange­nommen wird.Das Buch besteht aus sehr vielen kurzen Kapiteln und behandelt eine große Anzahl von Themen auf gut verständ­liche Weise: Gehirn­ent­wick­lung, Sucht­mittel, Bewusst­sein, Moral, Gedächtnis, Spiri­tua­lität und viele weitere.

  • Gerhard Roth – Bildung braucht Persön­lich­keit (*) (Wie das Gehirn lernt und warum Schule so nicht funk­tio­nieren kann)
  • Daniel Goleman – Soziale Intel­li­genz (*) (Wie unser Gehirn bewusst und unbewusst den Umgang mit anderen Menschen «regelt»)

Bücher über Ernährung

  • Michael Moss – Das Salz-Zucker-Fett-Komplott (*) (Wie die Nahrungs­mit­tel­in­dus­trie minder­wer­tiges Essen schönt)

    Darum geht es in Das Salz-Zucker-Fett-Komplott
    In diesem Buch klärt der US-ameri­ka­ni­sche Pulitzer-Preis­träger Michael Moss über die Denk- und Arbeits­weise der Nahrungs­mit­tel­in­dus­trie auf.Das Buch liest sich außer­or­dent­lich gut und ist neben der engli­schen Origi­nal­aus­gabe auch in einer deutschen Über­set­zung erhält­lich. Das Buch ist in drei große Abschnitte unter­teilt. Jeder Abschnitt widmet sich einer der drei für die Nahrungs­mit­tel­in­dus­trie bedeu­tenden Zutaten: Salz, Zucker und Fett​.Mit Hilfe von Salz können geschmack­lose Speisen schmack­haft gemacht werden. Zucker lässt Menschen buch­stäb­lich süchtig nach den entspre­chenden zucker­hal­tigen Nahrungs­mit­teln werden. Fett hat eher keinen charak­te­ris­ti­schen Geschmack, sorgt in der richtigen Menge aber für ein besonders ange­nehmes Mund­ge­fühl. Geschickt kombi­niert werden Salz, Zucker und Fett zur absoluten Geheim­waffe mit der sich auch das minder­wer­tigste Essen verkaufen lässt.An vielen Stellen in dem Buch geht Michael Moss auch auf die raffi­nierten Marke­ting­me­thoden der Lebens­mit­tel­kon­zerne ein.

  • Gary Taubes – Why We Get Fat (*) (Wie schnelle Kohlen­hy­drate im Körper zu Fett werden)

    Warum geht es in Why We Get Fat
    Der US-ameri­ka­ni­sche Wissen­schafts­autor Gary Taubes widmet sich der Frage, warum in den Indus­trie­län­dern immer mehr Menschen fett­leibig werden und unter Diabetes leiden.Natürlich wird in dem Buch auch erklärt, was man selbst tun kann, um die Wahr­schein­lich­keit für Fett­lei­big­keit und Diabetes zu reduzieren.Die Ursache dieses Problems sieht Taubes haupt­säch­lich darin, dass Ärzte, Ernäh­rungs­be­rater und die für Aufklä­rung zustän­digen staat­li­chen Orga­ni­sa­tionen, fälsch­li­cher­weise eine fettarme Ernäh­rungs­weise empfehlen. Diese Ansicht beruhe auf über­holten Daten.Der eigent­liche Fett­ma­cher sind die Kohlen­hy­drate. Wer sich fettarm ernährt, nimmt auto­ma­tisch sehr viele Kohlen­hy­drate zu sich und riskiert damit auf Dauer eine Insu­lin­re­sis­tenz die schließ­lich zu Diabetes führt. Taubes unter­mauert seine Sicht­weise nicht nur mit Korre­la­ti­ons­stu­dien, sondern mit detail­lierten bioche­mi­schen Erklä­rungen.Das Buch ist bisher leider nur in engli­scher Sprache erhält­lich. (Die deutsch­spra­chige Ausgabe erscheint am 25. Mai 2018)

  • Sally Beare – 50 Secrets of the Word’s Longest Living People (*) (Wie sich Menschen ernähren, die im hohen Alter noch fit und gesund sind)

    Darum geht es in 50 Secrets ...
    Es gibt auf diesem Planeten mehrere Orte, an denen die Menschen besonders alt werden und dabei außerdem noch bis ins hohe Alter in einer guten körper­li­chen und geistigen Verfas­sung sind.Sally Beare hat die Lebens- und Ernäh­rungs­ge­wohn­heiten dieser Menschen studiert und dabei 50 Geheim­nisse extra­hiert, die in dem Buch „50 Secrets of the World’s Longest Living People beschrieben werden. Dabei geht es natürlich nicht nur um die Dinge, die diese Menschen tun, sondern auch um die Dinge, die sie nicht tun​.Am Ende des Buches, welches leider nur in engli­scher Sprache erhält­lich ist, gibt es auch einige Rezepte zum Nach­ko­chen.

  • Jonathan Bailor – The Calorie Myth (*) (Es gibt gute Kalorien und schlechte Kalorien)

    Darum geht es in The Calorie Myth
    Wer Fett verlieren möchte ohne zu hungern oder sich beim Sport übermäßig zu veraus­gaben, sollte dieses Buch lesen.Viele Menschen sind der Ansicht, eine Kalorie sei eine Kalorie, egal ob es sich um eine Kalorie aus Fetten, aus Proteinen oder aus Kohlen­hy­draten handelt. Jonathan Bailor hält das für einen Mythos. In seinem Buch „The Calorie Myth“ stellt er ein Ernäh­rungs- und Trai­nings­pro­gramm vor, mit dem sich hinsicht­lich Muskel­masse und Körper­fett mit wenig Aufwand viel erreichen lässt.Leider ist das Buch bisher nur auf Englisch erhält­lich.

  • William Davis – Weizen­wampe (*) (Was es an Weizen auszu­setzen gibt)

    Darum geht es in Weizen­wampe
    Wie der Titel „Weizen­wampe“ schon vermuten lässt, geht es in diesem Buch um Getreide.Der Weizen, den wir heute zu uns nehmen, hat mit dem tradi­tio­nellen Urweizen, der noch vor einigen Jahr­zehnten auf unseren Feldern wuchs, nicht mehr viel zu tun. Es handelt es um eine Züchtung, die auf maximalen Ertrag hin optimiert wurde.Was in guter Absicht erfolgt ist, hat laut Dr. William Davis leider dazu geführt, dass auch einige Proteine (Gluten) in ihrer Struktur verändert wurden. Diese neuen Proteine stehen unter Verdacht die Menschen auf verschie­denste Weise krank zu machen.

  • David Perl­mutter – Dumm wie Brot (*) (Mögli­cher­weise ist Gluten sehr schlecht für das Gehirn)

    Darum geht es in Dumm wie Brot
    Laut eigenen Angaben ist der US-Ameri­kaner David Perl­mutter der einzige Arzt in den USA mit einer Doppel­qua­li­fi­ka­tion als Neurologe und Ernährungsmedizin.Wie schon bei „Weizen­wampe“ von William Davis geht es um Weizen und zwar insbe­son­dere um den gentech­nisch verän­derten und auf maximalen Ertrag opti­mierten Weizen, der seit einigen Jahr­zenten auf unseren Feldern wächst.Dieser Weizen steht unter Verdacht, für diverse Hirn­er­kran­kungen verant­wort­lich zu sein. Entspre­chende Zusam­men­hänge werden von Perl­mutter in diesem Buch anhand aktueller wissen­schaft­li­cher Daten disku­tiert.

  • Timothy Ferriss – Der 4-Stunden Körper (*) (Was man mit seinem Körper so alles anstellen kann, wenn man sich traut)

    Darum geht es in Der 4-Stunden Körper
    Bei diesem Buch handelt es sich um weit mehr als nur ein Buch über Ernährung. Der Autor, der vor allem für das Buch „Die 4-Stunden Woche“ („The 4 Hour Work Week“) bekannt ist, hat jahrelang damit expe­ri­men­tiert, den mensch­li­chen Körper (seinen eigenen Körper sowie die Körper von zahl­rei­chen anderen Menschen)  zu optimieren.Neben der Ernährung geht es auch um  Muskel­aufbau, Leistung im Sport, Schlaf, Sex und vieles mehr.Ich bin nicht der Meinung, dass man unbedingt alles nach­ma­chen sollte, was in dem Buch steht. Dennoch kann man meiner Meinung nach eine Menge aus der Denk- und Heran­ge­hens­weise lernen.

  • Brendan Brazier – Vegan in Topform (*) (Wie ernährt sich eigent­lich ein veganer profes­sio­neller Triathlet, der außerdem kein Soja und keine Erdnüsse isst)

    Darum geht es in Vegan in Topform
    Brendan Brazier ist ein ehema­liger profes­sio­neller Ironman-Triathlet aus Kanada. Schon während seiner sport­li­chen Karriere hat er sich komplett vegan ernährt, was die meisten Leute im Vorfeld für unmöglich gehalten hatten.Die in dem Buch beschrie­benen Gerichte sind leider ziemlich zeit­auf­wändig und oft benötigt man besondere Zutaten. Der Grund aus dem ich das Buch gelesen habe und auch weiter­emp­fehle, ist die im Theo­rie­teil des Buches beschrie­bene Heran­ge­hens­weise an Ernährung.Brazier überlässt nichts an seiner Ernährung dem Zufall. Jede Zutat seiner Speisen erfüllt einen bestimmten Zweck. Auch wenn man die Gerichte nicht nach­ko­chen möchte, kann man doch eine Menge über das Entwi­ckeln einer auf die persön­li­chen Bedürf­nisse zuge­schnit­tenen Ernäh­rungs­weise lernen.

Bücher über Biologie, Spiel­theorie und Evolution

  • Richard Dawkins – Das egois­ti­sche Gen (*) (Menschen sind egois­tisch)

    Darum geht es in Das egois­ti­sche Gen
    Der Klassiker des Biologen Richard Dawkins aus dem Jahre 1976​.In den Augen von Richard Dawkins sind Lebewesen, und damit auch wir Menschen, nichts weiter als Maschinen, deren einziger Zweck es ist unseren Genen dabei zu helfen sich zu erhalten und zu verbreiten. Dieje­nigen Gene, welche die Über­le­bens­ma­schinen mit der höchsten Über­le­bens­wahr­schein­lich­keit konstru­ieren, setzen sich gegen ihre Konkur­renten durch.

  • E.O. Wilson – Die soziale Eroberung der Erde (*) (Menschen sind nicht egois­tisch)

    Darum geht es in Die soziale Eroberung der Erde
    In diesem Buch wider­spricht der berühmte Biologe und Amei­sen­for­scher E.O. Wilson Richard Dawkins’s Hypothese des egois­ti­schen Gens – zumindest was einige Spezies, darunter auch den Menschen betrifft​.In den Augen von Wilson spielte Grup­pen­se­lek­tion bei der Entste­hung des heutigen Menschen eine große Rolle. Die Folge ist, dass wir sowohl egois­ti­sche, als auch altru­is­ti­sche Gene in uns tragen. Diese Theorie kann unter anderem erklären, warum es bei uns Menschen gele­gent­lich zu Situa­tionen kommt, in denen es uns schwer fällt, uns zwischen der egois­ti­schen und der altru­is­ti­schen Handlung zu entscheiden.

  • Jim Al-Khalili und Johnjoe McFadden – Der Quan­ten­beat des Lebens (*) (Welche Rolle quan­ten­me­cha­ni­sche Effekte in der Biologie spielen)
  • Andreas Wagner – Arrival of the Fittest (*) (Sind Muta­tionen viel­leicht doch nicht so zufällig, wie man lange geglaubt hat?)

Bücher über das Erlernen von Fähig­keiten

  • Daniel Coyle – The Talent Coyle (*) (Was üben üben üben mit dem Gehirn macht)

    Darum geht es in The Talent Code
    Bei diesem Buch handelt es sich um ein popu­lär­wis­sen­schaft­li­ches Buch, welches an das Buch „The Road to Excel­lence“ von K. Anders Ericsson anknüpft.Es geht um den bioche­mi­schen Hinter­grund der 10.000 Stunden Regel: Myelin. Es handelt sich hier um ein Fett, welches sich an häufig benutzte Nerven­bahnen anlagert. Diese Nerven­bahnen sind dadurch in der Lage, Impulse um ein Viel­fa­ches schneller zu über­tragen als ohne diese Substanz. Wer eine Tätigkeit immer wieder übt, lagert dabei immer mehr Myelin an.

  • K. Anders Ericsson – The Road to Excel­lence (*) (Was die 10.000-Stunden Regel wirklich besagt. Man muss schon etwas mehr tun, als sich «nur» 10.000 Stunden mit einer bestimmten Sachen zu beschäf­tigen)

    Darum geht es in The Road to Excel­lence
    Gleich vor ab: Das Buch ist schon etwas älter (aus den 90er Jahren) und mit über €50 für ein Taschen­buch auch leicht über­teuert. Trotzdem ist das Buch meiner Meinung nach auch heute noch lesens­wert, voraus­ge­setzt man möchte ganz genau wissen wie Menschen in den verschie­densten Diszi­plinen (Schach, Sport, Musik, Lesen etc.) extrem starke Fähig­keiten erlangen können.Die in diesem Buch präsen­tierten Daten zeigen sehr deutlich, dass es so etwas wie Talent nicht wirklich gibt. Jeder hat vermut­lich schon von der 10.000 Stunden „Regel“ gehört, nach der man sich 10.000 Stunden mit einem Thema befassen muss um Experte darin zu werden. Diese Erkenntnis stammt aus diesem Buch, wobei die Sache in Wirk­lich­keit nicht so einfach ist wie es im Internet und in anderen popu­lär­wis­sen­schaft­li­chen Büchern oft darge­stellt wird. Es kommt schon sehr darauf, was man in diesen 10.000 Stunden genau macht und auch die Zahl der Stunden ist natürlich mehr ein Richtwert.

Bücher über Produk­ti­vität

  • Gary Keller – The ONE Thing (*) (Warum wir großzügig Schluss mit Multi­tas­king aller Art machen sollten ... wenn wir Erfolg haben wollen)

    Darum geht es in The ONE Thing
    Gary Keller’s Ansatz für mehr Produk­ti­vität: Diejenige Tätigkeit ausfindig machen, die einem den meisten Ertrag bringt. Sich dann, zumindest vormit­tags nur mit dieser einen Sache (the one thing) beschäftigen.Im Prinzip ist das die Kombi­na­tion der 10.000 Stunden-Regel mit dem Pare­to­prinzip.Außerdem hat das Buch noch eine Reihe weiterer Denk­an­stöße und Stra­te­gien zum Thema Produk­ti­vität zu bieten.  Was mir an diesem Buch besonders gefällt ist, dass es von jemandem geschrieben wurde, der diese Regeln selbst mit großem Erfolg anwendet.

  • Timothy Ferriss – Die 4-Stunden Woche (*) (Wie man aus 9-t0-5 aussteigt um für sich selbst zu arbeiten)

    Darum geht es in Die 4-Stunden Woche
    Das Buch enthält einige sinnvolle Tipps, die einem durchaus dabei helfen können, produk­tiver zu werden.Meiner Meinung sollte man das ganze Buch und insbe­son­dere den Titel nicht zu wörtlich nehmen. Der 4 Stunden pro Woche-Traum enthält mehrere Denk­fehler und auch der Autor selbst hat eher eine 80 Stunden Woche als eine 4 Stunden Woche.

  • Peter Drucker – Managing Oneself (*) (Ein kleines aber feines Büchlein über Selbst­ma­nage­ment)

    Darum geht es in Managing Oneself
    Ein kleines Büchlein mit ganz allge­meinen Ratschlägen des Manage­ment-Gurus Peter Drucker.Das Buch lässt sich zwar in ca. 20–30 Minuten von vorne bis hinten durch­lesen, aber der Inhalt ist trotzdem gut. Wie der Titel schon sagt geht es um selbst-Manage­ment. Zum Beispiel gibt Peter Drucker den Ratschlag, dass man möglichst früh in seinem Leben heraus­finden sollte, was die eigenen Stärken sind und was für ein Lerntyp man ist.

  • Holm Friebe – Die Stein Strategie (*) (Wie man Dinge aussitzt – aber nur wenn das wirklich die beste Strategie ist)

    Darum geht es in Die Stein Strategie
    Muss man jedem Problem mit Aktio­nismus begegnen?Holm Friebe ist der Meinung, dass es durchaus Situa­tionen gibt, in denen keine Reaktion die beste unter allen möglichen Reak­tionen ist.Wer nichts tut kann schon nichts kaputt machen.

Bücher über die Zukunft

Schwere Kost

Biogra­fien und sonstige Bücher

 

(*) Die mit Sternchen gekenn­zeich­neten Links sind soge­nannte Affiliate-Links. Wenn du auf einen Affiliate-Link klickst und anschlie­ßend bei Amazon einkaufst, erhalte ich eine geringe Provision, die einen Teil meiner Server­kosten deckt. Für dich verändert sich der Preis natürlich nicht. Keine Sorge, dies ist keine Verkaufs­seite. Ich empfehle nur Bücher, die ich wirklich gelesen habe und die mich weiter­ge­bracht haben.

10 Antworten auf Die für mich 15 besten Sach­bü­cher

  1. Pingback: Eine Liste empfehlenswerter Sachbücher - Autorenexpress

  2. Pingback: Bücher bekommen? Bücher umtauschen? - Autorenexpress

  3. Hallo Jan,

    diese Seite halte ich für ganz gefähr­lich; nämlich für den Geld­beutel ;-)
    50 Buch­emp­feh­lungen, wow da kommt man ja das ganze Jahr hin...

    Ich werde einiges davon auf meiner Literatur Liste ergänzen. Zum Glück kenn ich schon einige davon ;-)

    Beste Grüße

    Denise

    • Jan sagt:

      Hallo Denise,

      Von der Seite aus habe ich das noch nie betrachtet. Du könntest recht haben :)

      Ist aber gut ange­legtes Geld.

      Viele Grüße,
      Jan

  4. Römer Coaching sagt:

    Danke für diese tolle Liste. Ich lege dir folgende Bücher and Herz. Dr. Bruce lipton Biology of believe.
    Dr. Maxwell maltz Psycho cyber­ne­tics
    Jim rohn egal welches
    Dr. Wayne Dyer change youre thoughts change your Life.
    Think an grow Rich.
    Bob Proctor Born Rich
    T. Harv Eker Millionär mind.
    Viel Spaß und Erkenntnis.

  5. Sascha sagt:

    Richtig gutes Buch über Iden­ti­täts­ar­beit:

    King, Warrior, Magician, Lover: Redis­co­vering the Arche­types of the Mature Masculine von Robert Moore und Goug Gillette.

    • Jan sagt:

      Hey Sascha,

      King, Worrior, Magician, Lover habe ich vor ein paar Monaten gelesen. Ich stimme dir zu, dass es ein gutes Buch ist.

      Gruß
      Jan

  6. Julia sagt:

    Als Vor-Lektüre zu diesen ganzen guten Büchern empfehle ich das Buch «How to read a Book» von Mortimer J. Adler und Charles van Doren (deutsche Ausgabe: «Wie man ein Buch liest»).
    Dieses Buch gibt eine sehr gute Anleitung, wie man Bücher lesen kann, um ihr maximales Potenzial zu nutzen.
    Gekauft habe ich das Buch erst nur wegen des absurden Titels. Aber es ist wirklich hilfreich!
    Viele Tipps im Buch erscheinen auf den ersten Blick absurd simpel, aber aus die detail­lierten Erläu­te­rungen der Autoren haben sich für mich oft über­ra­schende Einsichten ergeben. Meistens waren es die Kapitel, die ich erst für über­flüssig hielt (z.B. «How to use a dictionary»), die am Ende besonders viel neue Erkennt­nisse brachten.

    • Jan sagt:

      Hallo Julia

      Danke für deinen Tipp. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man den Nutzen aus Büchern enorm steigern kann wenn man das Lesen selbst optimiert. Ich bin gespannt was ich von «How to read a Book» lernen kann.

      Gruß Jan

      Hier geht es zum Buch: englisch deutsch

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