Die für mich 15 besten Sach­bü­cher

Ohne Rei­hen­folge. Mit Angabe des Nutzen, der aus dem Buch gezogen werden kann. (Stand der Liste: 19.02.2018)

Stephen R. Covey – Die 7 Wege zur Effek­ti­vi­tät: Prin­zi­pien für per­sön­li­chen und beruf­li­chen Erfolg (*)

Stephen R Covey - Die 7 Wege zur EffektivitätDie meisten Men­schen sind von anderen Men­schen abhän­gig und wären gerne unab­hän­gig. Stephen Covey ist der Meinung, dass es noch etwas Bes­se­res als Unab­hän­gig­keit gibt: „Inter­de­pen­denz“.

In zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen, die das Kri­te­rium der Inter­de­pen­denz erfül­len, gilt: 1 + 1 > 2. Das Gesamte ist mehr als die Summe der ein­zel­nen Teile.

Diesen erstre­bens­wer­ten Zustand erreicht man, indem man sich die 7 Denk­wei­sen zu eigen macht, die Covey in seinem Welt­best­sel­ler (über 25 Mil­lio­nen ver­kaufte Exem­plare) beschreibt. Anders, als der deut­sche Titel des Buches sug­ge­riert, gibt es nicht 7 (ver­schie­dene) Wege zur Effek­ti­vi­tät, sondern bloß einen ein­zi­gen Weg aus 7 Bestand­tei­len.

Eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Ich wünschte, ich hätte es 10 bis 15 Jahre früher gelesen.

Das Buch bietet: Mehr Erfolg als Mensch, Freund, Partner und im Beruf bei gleich­zei­ti­ger Ver­ein­fa­chung des Lebens.


Daniel Lie­ber­man – Unser Körper (*)

Daniel Lieberman - Unser KörperDie Geschichte des mensch­li­chen Körpers von dem Zeit­punkt, zu dem wir als Affen von den Bäumen gestie­gen sind, bis heute. Der Anthro­po­loge Daniel Lie­ber­man erzählt in diesem Buch aber nicht nur unsere Geschichte. Das Haupt­thema des Buches sind Zivi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten, unter denen so viele von uns leiden müssen, weil wir ein Leben leben, an das wir nicht ange­passt sind.

Wenn mehr Leute dieses Buch lesen würden, würde es in Zukunft mög­li­cher­weise sehr viel weniger Men­schen mit gesund­heit­li­chen Pro­ble­men aller Art geben. Gemeint sind ins­be­son­dere nicht anste­ckende Krank­hei­ten wie Dia­be­tes Typ2, All­er­gien, Asthma, Osteo­po­rose, Karies, Zahn­fehl­stel­lun­gen, Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen, Blut­hoch­druck und viele viele mehr.

Das Buch sollte Pflicht­lek­türe (z.B. im Bio­lo­gie­un­ter­richt) in der Schule sein.


Frie­de­mann Schulz von Thun – Mit­ein­an­der reden Teil 1 (*)

Friedemann Schulz von Thun - Miteinander reden Teil 1Ein großer Teil aller zwi­schen­mensch­li­chen Pro­bleme hängt damit zusam­men, dass bei unserem Gegen­über nicht die Bot­schaft ange­kom­men ist, die wir glauben gesen­det zu haben.

Frie­de­mann Schulz von Thun stellt in diesem Buch ein Modell der Kom­mu­ni­ka­tion vor, welches das Poten­tial hat, fast jede Zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hung augen­blick­lich zu ver­bes­sern.

Ich bin davon über­zeugt, dass das soziale Leben fast aller Men­schen signi­fi­kant besser wäre, wenn sie dieses Buch lesen würden.


Nassim Nicho­las Taleb – Anti­fra­gi­li­tät (*)

Nassim Nicholas Taleb - AntifragilitätAnti­fra­gi­li­tät bezeich­net eine Eigen­schaft vieler kom­ple­xer Systeme (zum Bei­spiel des mensch­li­chen Körpers), die wir Men­schen intui­tiv nicht ver­ste­hen. Des­we­gen gab es vor Nassim Taleb auch kein Wort für diese Eigen­schaft.

Im Gegen­satz zu toten Gegen­stän­den, die bereits von der ersten Minute an abge­nutzt werden, haben anti­fra­gile Systeme die Eigen­schaft, dass sie durch Benut­zung und Bean­spru­chung stärker und besser werden können. Das ist Anti­fra­gi­li­tät.

Der Nutzen des Buches besteht unter anderem darin, dass man ein neues Konzept und Wort lernt, welches einem ein kom­plett neues Uni­ver­sum eröff­net. Man kann über Dinge spre­chen und nach­den­ken, die man vorher nicht Worte fassen konnte.


Thomas Schulz – Was Google wirk­lich will (*)

Thomas Schulz - Was Google wirklich willJeder, der wissen möchte, welche neue Tech­no­lo­gie die Welt in den nächs­ten Jahren ver­än­dern wird, sollte dieses span­nende Buch lesen. Zu erfah­ren, was kommen wird, ist aber nicht der einzige Nutzen aus diesem Buch.

Google hat es geschafft, in weniger als 20 Jahren aus dem Nichts zum zweit­wert­volls­ten Unter­neh­men der Welt her­an­zu­wach­sen. Diesen Erfolg hat Google zwei ganz bestimm­ten Denk­wei­sen zu ver­dan­ken: Ersten Prin­zi­pien und großen Zielen. Diese Denk­wei­sen lassen sich einfach auf das eigene Leben über­tra­gen. Erfolg ist kein Zufall!


Ortwin Renn – Das Risi­ko­pa­ra­dox (*)

Ortwin Renn - Das RisikoparadoxViele Men­schen glauben, dass sie in den Nach­rich­ten die­je­ni­gen Themen vor­ge­setzt bekom­men, die „wichtig“ sind. Das stimmt aber nicht. Die Medien berich­ten ein­sei­tig, weil sie aus finan­zi­el­len Gründen dazu gezwun­gen sind. Die Medien bevor­zu­gen die­je­ni­gen Themen, die die meiste Auf­merk­sam­keit erregen. Was keine Auf­merk­sam­keit erregt, zum Bei­spiel weil es zu schwer zu ver­ste­hen ist, wird in den Medien nicht gezeigt.

Diese Ver­zer­rung führt dazu, dass wir vor einigen wirk­lich bedroh­li­chen Gefah­ren keine Angst haben (weil wir sie nicht kennen), während wir die­je­ni­gen Gefah­ren zu sehr fürch­ten, die in den Medien über­re­prä­sen­tiert sind.

Wer wissen möchte, wovor es sich lohnt, Angst zu haben, und was die wirk­li­chen Gefah­ren unserer Zeit sind, sollte dieses Buch lesen. Das Risi­ko­pa­ra­dox ist ein ziem­lich anspruchs­vol­les Buch. Die Lektüre lohnt sich aber (viel­leicht auch gerade weil es anspruchs­voll ist).


Barry Schwartz – Anlei­tung zur Unzu­frie­den­heit (*)

Barry Schwartz - Anleitung zur UnzufriedenheitBei vielen Kon­sum­gü­tern (Klei­dung, Bücher, Gerichte im Restau­rant, Mar­me­la­den­sor­ten im Super­markt) bevor­zu­gen die meisten Men­schen eine große Auswahl. Die Läden kommen diesem Wunsch nach und werden mit den Jahren immer größer.

Aus Gründen, die man unmög­lich in drei Sätzen erklä­ren kann, gibt es einige Men­schen, die mit der großen Auswahl nicht zurecht­kom­men. Sie fühlen sich nach einer Shop­ping­tour müde, erschöpft und unzu­frie­den … oft ohne sich bewusst zu sein, dass es mit dem Ein­kau­fen zu tun hat.

Barry Schwartz erklärt diese (und andere) Zusam­men­hänge aus­ge­zeich­net und gibt Rat­schläge, mit denen sich das Problem umgehen lässt. So wird das Leben ein­fa­cher und man wird zufrie­de­ner.


Daniel Kah­ne­man – Schnel­les Denken, lang­sa­mes Denken (*)

Daniel Kahneman - Schnelles Denken, langsames DenkenFür seine For­schung über die Irra­tio­na­li­tät mensch­li­cher Ent­schei­dun­gen hat Daniel Kah­ne­man im Jahr 2002 den Nobel­preis für Wirt­schaft erhal­ten. In dem Buch „Schnel­les Denken, lang­sa­mes Denken“ stellt er seine For­schung der breiten Öffent­lich­keit vor.

In vielen Situa­tio­nen denken wir Men­schen auf eine vor­her­seh­bare Weise unlo­gisch. Um diese soge­nann­ten „kogni­ti­ven Ver­zer­run­gen“ geht es in dem Buch.

Warum es nütz­lich ist, die eigenen Denk­feh­ler und die Denk­feh­ler anderer Men­schen zu kennen, ver­steht sich von selbst.


 Gerhard Roth – Wie das Gehirn die Seele macht (*)

Gerhard Roth - Wie das Gehirn die Seele machtDas beste Buch über das Gehirn, welches ich bisher gelesen habe (und ich habe schon einige Bücher über das Gehirn gelesen).  Wer noch nie ein Buch über das Gehirn gelesen hat, wird ver­mut­lich über­for­dert sein, denn dieses Buch ist recht anspruchs­voll.

Ich bin davon über­zeugt, dass es immer wich­ti­ger werden wird, sich auf einem Amateur-Niveau mit dem Gehirn aus­zu­ken­nen. Gemeint ist nicht Wissen à la „Männer denken mit der einen Gehirn­hälfte und Frauen denken mit der anderen Hälfte“ (was übri­gens Blöd­sinn ist), sondern Wissen darüber, wie das Gehirn lernt, wie Gefühle ent­ste­hen und wie Auf­merk­sam­keit funk­tio­niert.


Richard David­son – Warum regst du dich so auf? (*)

Richard Davidson - Warum regst du dich so auf?Men­schen unter­schei­den sich in ihrem Cha­rak­ter: Was eine cho­le­ri­sche Person bereits auf die Palme bringt, lässt einen anderen Men­schen (noch) völlig kalt. Natür­lich hat der Cha­rak­ter noch weitere Dimen­sio­nen (ins­ge­samt 5 wenn es nach David­son geht).

In dem Buch „Warum regst du dich so auf?“ stellt Pro­fes­sor Richard David­son einen Zusam­men­hang zwi­schen unserem Cha­rak­ter und der Akti­vi­tät von ganz bestimm­ten Gehirn­re­gio­nen her. Das Inter­es­sante daran ist, dass die Akti­vi­tät dieser Gehirn­re­gio­nen über längere Zeit­räume mit bestimm­ten Medi­ta­ti­ons­tech­ni­ken ver­än­dert werden kann. Wer sich darauf ein­lässt, kann also seinen Cha­rak­ter ver­än­dern.


Stefan Klein – Der Sinn des Gebens (*)

Stefan Klein - Der Sinn des GebensIn diesem Buch geht es um mensch­li­ches Ver­hal­ten unter dem Gesichts­punkt der Spiel­theo­rie.

Viele der Dinge, die wir täglich tun und die uns selbst so will­kür­lich oder frei ent­schie­den erschei­nen, gehor­chen in Wirk­lich­keit mathe­ma­ti­schen Gesetz­mä­ßig­kei­ten.

Aus der Spiel­theo­rie ergibt sich für Stefan Klein, dass uns koope­ra­ti­ves Ver­hal­ten in fast allen Situa­tio­nen weiter bringt als ego­is­ti­sches Ver­hal­ten.

Ein lesens­wer­tes Buch, nach dem man die Welt mit anderen Augen sieht.


Richard Thaler – Nudge (*)

Richard Thaler - NudgeIn diesem Buch geht es um liber­tä­ren Pater­na­lis­mus (Ent­schei­dungs­ar­chi­tek­tur).

Wir Men­schen unter­schät­zen den Ein­fluss der äußeren Umge­bung auf unser Ver­hal­ten und unsere Ent­schei­dun­gen und über­schät­zen den Ein­fluss des Cha­rak­ter und des „freien Willens“. Tat­säch­lich sind unsere Ent­schei­dun­gen durch eine geschickte Gestal­tung unserer Umge­bung leicht mani­pu­lier­bar.

In dem Buch Nudge (was so viel heißt wie „Schub­ser“) geht es darum, wie Staaten, Städte und Orga­ni­sa­tio­nen mensch­li­ches Ver­hal­ten (im Posi­ti­ven) mani­pu­lie­ren können, um so die Men­schen zu bes­se­ren Ent­schei­dun­gen zu zwingen. Viele Nudges, die in dem Buch bespro­chen werden, sind auch in Deutsch­land heute schon im Einsatz. Nach diesem Buch wird man die Welt mit anderen Augen sehen.


Jonathan Haidt – Die Glücks­hy­po­these (*)

Jonathan Haidt - Die GlückshypotheseIn diesem Buch geht es um Glück und Zufrie­den­heit. Der Glücks­for­scher Jona­than Haidt stellt in seinem Buch „Die Glücks­hy­po­these“ eine inter­es­sante These auf: Glück und Zufrie­den­heit lassen sich mit einer Formel berech­nen!

Unser Glücks­emp­fin­den spielt sich im Gehirn ab und beruht auf Hor­mo­nen wie Dopamin und Oxy­to­cin. Der Level dieser „Glücks­hor­mone“ hängt von inneren und äußeren Fak­to­ren ab. Einige dieser äußeren Fak­to­ren lassen sich bewusst steuern. Dies ver­leiht dem Aus­druck „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ eine völlig neue Bedeu­tung.

Das Buch ist sehr schön geschrie­ben und die von Haidt prä­sen­tierte Glücks­for­mel macht sehr viel Sinn und lässt sich gut prak­tisch umset­zen.


Jonah Berger – Con­ta­gious (*)

Jonah Berger - ContagiousCon­ta­gious bedeu­tet „anste­ckend“. In dem gleich­na­mi­gen Buch geht es aber nicht um Krank­hei­ten sondern um die Ver­brei­tung von (viralen) Infor­ma­tio­nen wie bei­spiels­weise YouTube-Videos im Inter­net. Wie ent­steht ein Hype?

Jonah Berger hat ins­ge­samt 6 Fak­to­ren iden­ti­fi­ziert, die dabei eine ent­schei­dende Rolle spielen. Vira­li­tät lässt sich nicht perfekt vor­her­sa­gen oder planen, aber man kann die Wahr­schein­lich­keit maxi­mie­ren um mit seiner Bot­schaft im Inter­net Erfolg zu haben.

Das Buch gibt es bisher nur auf Eng­lisch.


Nate Silver – Die Berech­nung der Zukunft (*)

Nate Silver - Die Berechnung der ZukunftDie Zukunft lässt sich weder exakt berech­nen, noch exakt vor­her­sa­gen. Trotz­dem ist die Zukunft nicht zufäl­lig. Es gibt nämlich noch etwas zwi­schen Vor­her­sa­gen und reinem Zufall: Die Pro­gnose.

Eine Pro­gnose sagt nicht etwa „morgen wird es um 17 Uhr regnen“ denn das kann niemand mit 100%-iger Genau­ig­keit wissen. Eine zuläs­sige Pro­gnose würde lauten: „Morgen um 17 Uhr haben wir 80% Regen­wahr­schein­lich­keit“.  Beim Wetter sind wir das gewöhnt. Es lassen sich aber noch ganz andere Ereig­nisse pro­gnos­ti­zie­ren: Unfälle, Ter­ror­an­griffe, Akti­en­kurse, und und und.

Wie das funk­tio­niert und was wir durch Pro­gno­sen alles über die Zukunft wissen, erklärt uns der Sta­tis­ti­ker Nate Silver in seinem Buch.


Weitere emp­feh­lens­werte Sach­bü­cher nach Kate­go­rien geord­net

Bücher über Gewohn­hei­ten, Dis­zi­plin und Moti­va­tion

  • Chip und Dan Heath – Switch (*) (Wie man mensch­li­ches Ver­hal­ten effek­tiv ändern kann)

    Darum geht es in Switch
    In Switch geht es darum, wie man eigene und fremde Gewohn­hei­ten effek­tiv ver­än­dern kann.Das Ver­än­dern von Gewohn­hei­ten wird hier an einem Arbeits­mo­dell beschrie­ben: Ein (mensch­li­cher) Reiter, der auf einem Ele­fan­ten sitzt. Um den Ele­fan­ten samt Reiter in die gewünschte Rich­tung zu bewegen, sollten drei Stra­te­gien ange­wen­det werden: Erstens muss der Reiter über das Ziel infor­miert werden. Wer eine Gewohn­heit ändern will/soll, muss also wissen was genau zu tun ist. Zwei­tens muss der Elefant moti­viert werden. Der Elefant reprä­sen­tiert das Unter­be­wusste, welches auf Gefühle anspricht, mit Logik aber nicht so viel anfan­gen kann. Drit­tens muss der Weg derart geebnet werden, dass es leicht fällt, in die ent­spre­chende Rich­tung reiten.Das Modell wird in diesem Buch auf eine Viel­zahl von Fall­bei­spie­len ange­wen­det. Ich habe das Buch auf Eng­lisch gelesen. Die deut­sche Über­set­zung soll leider nicht so toll sein.

  • Charles Duhigg – Die Macht der Gewohn­hei­ten (*) (Wie man Gewohn­hei­ten ändert)

    Darum geht es in Die Macht der Gewohn­hei­ten
    Auch in diesem popu­lär­wis­sen­schaft­li­chen Buch des US-ame­ri­ka­ni­schen Wis­sen­schafts­au­tors Charles Duhigg geht es um Gewohn­hei­ten und wie man sie ver­än­dern kann.Es geht sowohl um Gewohn­hei­ten von Indi­vi­duen, als auch um Gewohn­hei­ten von Orga­ni­sa­tio­nen und Gesell­schaf­ten. Diese werden an zahl­rei­chen Bei­spie­len diskutiert.Laut Duhigg lässt sich eine Gewohn­heit durch eine drei­tei­lige Gewohn­heits­schleife beschrei­ben. Es gibt einen Aus­lö­ser, eine Routine (das ist die eigent­li­che Gewohn­heit) und eine Beloh­nung. Wer eine Gewohn­heit ändern möchte, muss wis­sen­schaft­lich vor­ge­hen und zunächst her­aus­fin­den, was genau der Aus­lö­ser und die Beloh­nung der ent­spre­chen­den Gewohn­heit sind.

  • Nir Eyal – Hooked (*) (Wie man digi­tale Pro­dukte schafft, die süchtig machen. Oder: Warum wie ständig bei Face­book sind)

    Darum geht es in Hooked
    Bei diesem Buch handelt es sich um ein etwas anderes Buch über Gewohn­hei­ten. Im Prinzip geht es darum, wie man Pro­dukte, ins­be­son­dere Web­sei­tes gestal­ten muss, damit die Besu­cher süchtig nach der Web­sei­ten werden.Wer sich schon einmal gefragt hat, was ihn/sie dazu treibt, mehr­mals pro Stunde diverse Email- und Social Media-Accounts zu checken, in diesem Buch befin­det sich die Antwort.

  • Stephen R. Covey – Die 7 Wege zur Effek­ti­vi­tät (*) (Wer diese 7 Gewohn­hei­ten drauf hat, wird in jeder Hin­sicht ein erfolg­rei­cher Mensch sein)
  • Roy Bau­meis­ter – Die Macht der Dis­zi­plin (*) (Warum wir morgens dis­zi­pli­nier­ter sind als abends)
  • Daniel Pink – Drive: Was Sie wirk­lich moti­viert (*) (Was uns Men­schen wirk­lich moti­viert)
  • John Strelecky – The Big Five for Life: Was im Leben wirk­lich zählt (*) (Wie man das Maximum aus seinen Mit­ar­bei­tern raus­holt und sie gleich­zei­tig auch noch glück­lich macht)
  • Marcus Buck­ing­ham – Ent­de­cken Sie ihre Stärken jetzt! (*) (Wie man ganz einfach seine eigenen Stärken findet)

Bücher über Gesund­heit

  • Ingo Schy­man­ski – Im Teu­fels­kreis der Lust (*) (Über­for­dert unser Lebens­wan­del das Beloh­nungs­zen­trum?)

    Darum geht es in Im Teu­fels­kreis der Lust
    In diesem Buch geht es um das Beloh­nungs­zen­trum im Gehirn.Zunächst gibt der Autor (Ein Arzt aus Deutsch­land) eine all­ge­meine Ein­füh­rung in die Funk­ti­ons­weise dieses wich­ti­gen Teils des Gehirns. Anschlie­ßend fährt er mit seiner Theorie über die Ursache einer ganzen Reihe weit ver­brei­te­ter psy­chi­scher Krank­hei­ten fort.Schymanskis These: Die Beloh­nungs­zen­tren vieler Men­schen sind chro­nisch erschöpft weil wir, bedingt durch unsere moder­nen Lebens­wan­del, von Reizen über­flu­tet werden. Die Folge ist, dass unsere Dopa­min­vor­räte (Dopamin ist das „Glücks­hor­mon“) sehr schnell erschöp­fen und es außer­dem zu Dopa­min­re­sis­tenz kommen kann.Von dieser Annahme aus­ge­hend leitet Schy­man­ski einen „sinn­vol­len“ Lebens­stil ab.

  • Giulia Enders – Darm mit Charme (*) (Ein sehr amü­san­tes Buch über das Ver­dau­ungs­sys­tem)

    Darum geht es in Darm mit Charme
    Dieses Buch ist nicht nur infor­ma­tiv, sondern vor allem auch noch sehr unter­halt­sam. Diese Kom­bi­na­tion ist bei Sach­bü­chern leider extrem selten. Tat­säch­lich fällt mir kein ein­zi­ges Sach­buch ein, welches auch nur annä­hernd so lustig war wie „Darm mit Charme“.Wie der Titel schon ver­mu­ten lässt, geht es um die Ver­dau­ung und ins­be­son­dere um den Darm und das mensch­li­che Mikro­biom (die Darmbakterien).Insbesondere die Darm­bak­te­rien (wir haben mehrere hundert ver­schie­dene Sorten und ins­ge­samt zwi­schen 1 und 2 kg Bak­te­rien im Dick­darm) sind noch weit­ge­hend uner­forscht. Unsere Bak­te­rien spielen bei der Ver­dau­ung eine sehr große Rolle.

  • Richard Wiseman – Super­schlaf (*) (Wie man zum Super­schlä­fer wird und damit nicht nur seiner Gesund­heit Gutes tut)
  • Gerd Gige­ren­zer – Risiko (*) (Warum manche ärzt­li­chen Unter­su­chun­gen schlecht sind, obwohl sie gut sind)
  • Manfred Spitzer – Digi­tale Demenz (*) (Leidet das Gehirn lang­fris­tig unter TV und Com­pu­ter?)

    Darum geht es in Digi­tale Demenz
    Manfred Spitzer, einer der bekann­tes­ten Hirn­for­scher Deutsch­lands dis­ku­tiert unter anderem die Frage, ob es sinn­voll ist, wenn Kinder mit­hilfe von Com­pu­tern zu unterrichten.Ich per­sön­lich fand das Buch vor allem des­we­gen inter­es­sant, weil Spitzer eine Menge über die Erkennt­nisse der Hirn­for­schung zu den Themen „Lernen“ und „Gehirn­ent­wick­lung“ schreibt. Man muss nicht seine gene­relle Über­zeu­gung (Com­pu­ter sind schlecht für unsere Kinder) teilen um aus diesem Buch einen Gewinn ziehen zu können.

Bücher über Geld und finan­zi­elle Frei­heit

Bücher über Kom­mu­ni­ka­tion und mensch­li­ches (Sozial-)Verhalten

  • Frie­de­mann Schulz von Thun – Mit­ein­an­der reden Teil 1 (*) (Miss­ver­ständ­nisse und daraus resul­tie­rende Streits sind vor­her­seh­bar und ver­meid­bar)
  • Chip und Dan Heath – Made to Stick (*) (Wie man etwas sagen muss, damit die Leute sich morgen noch daran erin­nern)
  • Robert Cial­dini – Influ­ence (*) (Wie soziale Fak­to­ren unsere Kauf­ent­schei­dun­gen beein­flus­sen)

    Darum geht es in Influ­ence
    Wie können Ver­kaufs­ta­lente (zum Bei­spiel Staub­sauger­ver­tre­ter oder Auto­händ­ler) ihre Kunden beein­flus­sen bezie­hungs­weise mani­pu­lie­ren? Um diese Frage geht es in dem Buch „Influ­ence“ von Pro­fes­sor Robert Cialdini.Das Buch tut zwar so, als ob es darum ginge, den poten­ti­el­len Opfern zu zeigen, wie sich gegen Ver­kaufs­tak­ti­ken zu Wehr setzen können, aber tat­säch­lich dürfte dieses Buch vor allem von Ver­käu­fern gelesen werden, die eben diese Tricks lernen wollen.Ich halte das Buch vor allem des­we­gen für lesens­wert, weil man anhand zahl­rei­cher Bei­spiele eine Menge über die unter­be­wuss­ten Ver­hal­tens­re­geln von Men­schen lernt.

Bücher über Psy­cho­lo­gie und Glücks­for­schung

  • Erich Fromm – Haben oder Sein (*) (Dieses Buch hat mich in meinen frühen 20ern sehr geprägt)

    Darum geht es in Haben oder Sein
    Eines der bekann­tes­ten Werke des bekann­ten Psy­cho­ana­ly­ti­kers Erich Fromm aus dem Jahre 1976.In diesem Buch unter­sucht Fromm zwei gegen­sätz­li­che Lebens­ein­stel­lun­gen: Haben und Sein.Ich habe das Buch zum ersten Mal mit Anfang 20 gelesen und war ziem­lich beein­druckt. Ich würde es drin­gend jedem emp­feh­len, der jung ist noch nicht so recht weiß was er mit seinem Leben anstel­len soll.

  • Mihaly Csiks­zent­mi­ha­lyi – Flow (*) (Flow ist wenn man in eine Tätig­keit ein­taucht und dabei die Zeit ver­gisst. Wie kann man das aktiv her­bei­füh­ren?)

    Darum geht es in Flow
    Jeder hat schon den Flow-Zustand erlebt, aber die wenigs­ten sind sich bewusst, dass dieser Zustand einer ganz bestimm­ten Gesetz­mä­ßig­keit folgt und man ihn mehr oder weniger gezielt her­bei­füh­ren kann.Der Psy­cho­loge mit dem unaus­sprech­li­chen Namen (wenn man weiß wie man ihn aus­spre­chen muss, ist es aber recht einfach) war der erste For­scher, der den Flow-Zustand sys­te­ma­tisch unter­sucht hat. In diesem Buch beschreibt er, unter welchen Bedin­gun­gen es zu Flow-Erleb­nis­sen kommt.Mit Flow ist übri­gens der sehr ange­nehme Zustand gemeint, in dem man völlig in einer Tätig­keit aufgeht und dabei jedes Zeit­ge­fühl ver­liert.

  • Walter Mischel – Der Mar­sh­mal­low Test (*) (Die Fähig­keit zum Beloh­nungs­auf­schub macht uns erfolg­rei­cher)

    Darum geht es in Der Mar­sh­mal­low Test
    Die berühm­ten Mar­sh­mal­low Tests wurden von Walter Mischel in den 1960er und 1970er Jahren an Kindern in den USA durch­ge­führt. Es ging darum, her­aus­zu­fin­den, wie sich die Fähig­keit zum Beloh­nungs­auf­schub im Kin­des­al­ter auf den Erfolg im Leben aus­wirkt.Dabei zeigte sich, dass die­je­ni­gen Men­schen, die es im Kin­des­al­ter geschafft hatten, einer Süßig­keit zu wider­ste­hen, später im Leben mehr Erfolg hatten.Dabei wurde auch unter­sucht, wie es den ent­spre­chen­den Kindern gelun­gen war, der Ver­su­chung zu wider­ste­hen. Inter­es­san­ter­weise war nicht die Wil­lens­kraft aus­schlag­ge­bend. Viel­mehr gelang es den Kindern mit ver­schie­de­nen Stra­te­gien, ihre Gedan­ken an die Süßig­keit zu mani­pu­lie­ren.

  • Daniel Goleman – Kon­zen­triert euch! (*) (Warum wie uns besser kon­zen­trie­ren sollten und wie man das hin­be­kommt)

    Darum geht es in Kon­zen­triert euch!
    Sich auf eine bestimmte Sache fokus­sie­ren bezie­hungs­weise kon­zen­trie­ren zu können ist nach Daniel Goleman eine äußerst wich­tige Fähig­keit, die man unbe­dingt beherr­schen sollte.Es gibt drei Emp­fän­ger von Auf­merk­sam­keit: Andere Men­schen, Dinge und das eigene Ich. Ins­be­son­dere die nach innen gerich­tete Auf­merk­sam­keit scheint eine groß­ar­tige, aber bei vielen Men­schen leider ver­küm­merte Fähig­keit zu sein.Neben bewuss­tem logi­schem Denken besit­zen wir Men­schen eine äußerst clevere Ent­schei­dungs­hilfe: Das Bauch­ge­fühl. Um die eigenen Bauch­ge­fühle sinn­voll nutzen zu können, muss man erst einmal lernen sie zu regis­trie­ren. Die Fähig­keit, seine Kon­zen­tra­tion nach innen richten zu können ist eine wich­tige Vor­aus­set­zung.

  • Gerd Gige­ren­zer – Bauch­ent­schei­dun­gen (*) (Wie gut sind unsere Bauch­ent­schei­dun­gen?)

    Darum geht es in Bauch­ent­schei­dun­gen
    Gerd Gige­ren­zer ist Pro­fes­sor für Psy­cho­lo­gie am Max-Planck-Insti­tut für Bil­dungs­for­schung in Berlin.Seine These: Es gibt Ent­schei­dun­gen bei, in denen wir uns lieber auf unser Bauch­ge­fühl, als auf unseren ana­ly­ti­schen Ver­stand ver­las­sen sollten. Unser Bauch weiß nämlich besser als unser Ver­stand, welche Varia­blen bei der Ent­schei­dung berück­sich­tig werden sollten.

  • Robert Trivers – Betrug und Selbst­be­trug (*) (Betrü­gen wir uns manch­mal selbst um andere Men­schen glaub­haf­ter betrü­gen zu können?)

    Darum geht es in Betrug und Selbst­be­trug
    Men­schen haben die Eigen­schaft, sich auf ver­schie­denste Weise selbst (unbe­wusst) zu betrü­gen. Die These des US-ame­ri­ka­ni­schen Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gen Robert Trivers: Wir betrü­gen uns unter anderem des­we­gen selbst, damit wir glaub­haf­ter sind wenn wir andere Men­schen betrü­gen.Auf fast 500 Seiten erfährt man in diesem Buch eine Menge inter­es­san­ter Dinge über mensch­li­ches Ver­hal­ten in ganz unter­schied­li­chen Situationen.Aus bio­lo­gi­scher Sicht ist Betrug nicht unbe­dingt „böse“ oder „schlecht“ sondern manch­mal einfach nur die beste Lösung für eine Situa­tion. Angeb­lich lügt der Durch­schnitts­mensch ja rund 200-mal pro Tag.

  • Dan Ariely – Denken hilft zwar, nützt aber nichts (*) (Unser soge­nann­ter freier Wille ist um einiges unfreier als wir glauben)

    Darum geht es in Denken hilft zwar, nützt aber nichts
    Dan Ariely ist Pro­fes­sor für Psy­cho­lo­gie und Ver­hal­tens­öko­no­mik und forscht zum Thema Irrationalität.In diesem Buch beschreibt er vor allem Expe­ri­mente, die gezeigt haben, dass sich Men­schen nicht so ver­hal­ten, wie die Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten anneh­men.Das Ver­hal­ten der Men­schen ist zwar sta­tis­tisch vor­her­sag­bar, basiert aber auf kom­ple­xe­ren Zusam­men­hän­gen als nur dem Maxi­mie­ren von finan­zi­el­lem Nutzen.

Bücher über das Gehirn und Bewusst­sein

  • Sta­nis­las Dehaene – Denken (*) (Wie funk­tio­niert das Bewusst­sein? Was bekom­men wir mit und was nicht?)

    Darum geht es in Denken
    Der Psy­cho­loge und Mathe­ma­ti­ker Sta­nis­las Dehaene hat dieses groß­ar­tige Buch über den aktu­el­len Stand der Bewusst­seins­for­schung geschrieben.Das mensch­li­che Gehirn wird von mehrere Mil­lio­nen Ner­ven­fa­sern mit Infor­ma­tio­nen ver­sorgt. Auch das Gehirn selbst pro­du­ziert Infor­ma­tio­nen. Nur ein Bruch­teil all dieser Infor­ma­tio­nen wird uns tat­säch­lich bewusst.Es gibt eine Art Filter, der ent­schei­det, welche Infor­ma­tio­nen uns bewusst werden und welche Infor­ma­tio­nen unbe­wusst bleiben.

  • Dick Swaab – Wir sind unser Gehirn (*) (Das Gehirn aus der Sicht von Hor­mo­nen)

    Darum geht es in Wir sind unser Gehirn
    Laut Dick Swaab wird bereits vor unserer Geburt im Mut­ter­leib weit­ge­hend darüber ent­schie­den, wie sich unser Gehirn im Verlauf unseres Lebens ent­wi­ckeln wird. Die Ein­flüsse, denen wir nach unserer Geburt aus­ge­setzt sind spielen natür­lich auch eine Rolle, aber diese sind eben gerin­ger als von den meisten Men­schen ange­nom­men wird.Das Buch besteht aus sehr vielen kurzen Kapi­teln und behan­delt eine große Anzahl von Themen auf gut ver­ständ­li­che Weise: Gehirn­ent­wick­lung, Sucht­mit­tel, Bewusst­sein, Moral, Gedächt­nis, Spi­ri­tua­li­tät und viele weitere.

  • Gerhard Roth – Bildung braucht Per­sön­lich­keit (*) (Wie das Gehirn lernt und warum Schule so nicht funk­tio­nie­ren kann)
  • Daniel Goleman – Soziale Intel­li­genz (*) (Wie unser Gehirn bewusst und unbe­wusst den Umgang mit anderen Men­schen „regelt“)

Bücher über Ernäh­rung

  • Michael Moss – Das Salz-Zucker-Fett-Kom­plott (*) (Wie die Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie min­der­wer­ti­ges Essen schönt)

    Darum geht es in Das Salz-Zucker-Fett-Kom­plott
    In diesem Buch klärt der US-ame­ri­ka­ni­sche Pulit­zer-Preis­trä­ger Michael Moss über die Denk- und Arbeits­weise der Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie auf.Das Buch liest sich außer­or­dent­lich gut und ist neben der eng­li­schen Ori­gi­nal­aus­gabe auch in einer deut­schen Über­set­zung erhält­lich. Das Buch ist in drei große Abschnitte unter­teilt. Jeder Abschnitt widmet sich einer der drei für die Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie bedeu­ten­den Zutaten: Salz, Zucker und Fett.Mit Hilfe von Salz können geschmack­lose Speisen schmack­haft gemacht werden. Zucker lässt Men­schen buch­stäb­lich süchtig nach den ent­spre­chen­den zucker­hal­ti­gen Nah­rungs­mit­teln werden. Fett hat eher keinen cha­rak­te­ris­ti­schen Geschmack, sorgt in der rich­ti­gen Menge aber für ein beson­ders ange­neh­mes Mund­ge­fühl. Geschickt kom­bi­niert werden Salz, Zucker und Fett zur abso­lu­ten Geheim­waffe mit der sich auch das min­der­wer­tigste Essen ver­kau­fen lässt.An vielen Stellen in dem Buch geht Michael Moss auch auf die raf­fi­nier­ten Mar­ke­ting­me­tho­den der Lebens­mit­tel­kon­zerne ein.

  • Gary Taubes – Why We Get Fat (*) (Wie schnelle Koh­len­hy­drate im Körper zu Fett werden)

    Warum geht es in Why We Get Fat
    Der US-ame­ri­ka­ni­sche Wis­sen­schafts­au­tor Gary Taubes widmet sich der Frage, warum in den Indus­trie­län­dern immer mehr Men­schen fett­lei­big werden und unter Dia­be­tes leiden.Natür­lich wird in dem Buch auch erklärt, was man selbst tun kann, um die Wahr­schein­lich­keit für Fett­lei­big­keit und Dia­be­tes zu reduzieren.Die Ursache dieses Pro­blems sieht Taubes haupt­säch­lich darin, dass Ärzte, Ernäh­rungs­be­ra­ter und die für Auf­klä­rung zustän­di­gen staat­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen, fälsch­li­cher­weise eine fett­arme Ernäh­rungs­weise emp­feh­len. Diese Ansicht beruhe auf über­hol­ten Daten.Der eigent­li­che Fett­ma­cher sind die Koh­len­hy­drate. Wer sich fettarm ernährt, nimmt auto­ma­tisch sehr viele Koh­len­hy­drate zu sich und ris­kiert damit auf Dauer eine Insu­lin­re­sis­tenz die schließ­lich zu Dia­be­tes führt. Taubes unter­mau­ert seine Sicht­weise nicht nur mit Kor­re­la­ti­ons­stu­dien, sondern mit detail­lier­ten bio­che­mi­schen Erklä­run­gen.Das Buch ist bisher leider nur in eng­li­scher Sprache erhält­lich. (Die deutsch­spra­chige Ausgabe erscheint am 25. Mai 2018)

  • Sally Beare – 50 Secrets of the Word’s Longest Living People (*) (Wie sich Men­schen ernäh­ren, die im hohen Alter noch fit und gesund sind)

    Darum geht es in 50 Secrets ...
    Es gibt auf diesem Pla­ne­ten mehrere Orte, an denen die Men­schen beson­ders alt werden und dabei außer­dem noch bis ins hohe Alter in einer guten kör­per­li­chen und geis­ti­gen Ver­fas­sung sind.Sally Beare hat die Lebens- und Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten dieser Men­schen stu­diert und dabei 50 Geheim­nisse extra­hiert, die in dem Buch „50 Secrets of the World’s Longest Living People beschrie­ben werden. Dabei geht es natür­lich nicht nur um die Dinge, die diese Men­schen tun, sondern auch um die Dinge, die sie nicht tun.Am Ende des Buches, welches leider nur in eng­li­scher Sprache erhält­lich ist, gibt es auch einige Rezepte zum Nach­ko­chen.

  • Jona­than Bailor – The Calorie Myth (*) (Es gibt gute Kalo­rien und schlechte Kalo­rien)

    Darum geht es in The Calorie Myth
    Wer Fett ver­lie­ren möchte ohne zu hungern oder sich beim Sport über­mä­ßig zu ver­aus­ga­ben, sollte dieses Buch lesen.Viele Men­schen sind der Ansicht, eine Kalorie sei eine Kalorie, egal ob es sich um eine Kalorie aus Fetten, aus Pro­te­inen oder aus Koh­len­hy­dra­ten handelt. Jona­than Bailor hält das für einen Mythos. In seinem Buch „The Calorie Myth“ stellt er ein Ernäh­rungs- und Trai­nings­pro­gramm vor, mit dem sich hin­sicht­lich Mus­kel­masse und Kör­per­fett mit wenig Aufwand viel errei­chen lässt.Leider ist das Buch bisher nur auf Eng­lisch erhält­lich.

  • William Davis – Wei­zen­wampe (*) (Was es an Weizen aus­zu­set­zen gibt)

    Darum geht es in Wei­zen­wampe
    Wie der Titel „Wei­zen­wampe“ schon ver­mu­ten lässt, geht es in diesem Buch um Getreide.Der Weizen, den wir heute zu uns nehmen, hat mit dem tra­di­tio­nel­len Urwei­zen, der noch vor einigen Jahr­zehn­ten auf unseren Feldern wuchs, nicht mehr viel zu tun. Es handelt es um eine Züch­tung, die auf maxi­ma­len Ertrag hin opti­miert wurde.Was in guter Absicht erfolgt ist, hat laut Dr. William Davis leider dazu geführt, dass auch einige Pro­te­ine (Gluten) in ihrer Struk­tur ver­än­dert wurden. Diese neuen Pro­te­ine stehen unter Ver­dacht die Men­schen auf ver­schie­denste Weise krank zu machen.

  • David Perl­mut­ter – Dumm wie Brot (*) (Mög­li­cher­weise ist Gluten sehr schlecht für das Gehirn)

    Darum geht es in Dumm wie Brot
    Laut eigenen Angaben ist der US-Ame­ri­ka­ner David Perl­mut­ter der einzige Arzt in den USA mit einer Dop­pel­qua­li­fi­ka­tion als Neu­ro­loge und Ernährungsmedizin.Wie schon bei „Wei­zen­wampe“ von William Davis geht es um Weizen und zwar ins­be­son­dere um den gen­tech­nisch ver­än­der­ten und auf maxi­ma­len Ertrag opti­mier­ten Weizen, der seit einigen Jahr­zen­ten auf unseren Feldern wächst.Dieser Weizen steht unter Ver­dacht, für diverse Hirn­er­kran­kun­gen ver­ant­wort­lich zu sein. Ent­spre­chende Zusam­men­hänge werden von Perl­mut­ter in diesem Buch anhand aktu­el­ler wis­sen­schaft­li­cher Daten dis­ku­tiert.

  • Timothy Ferriss – Der 4-Stunden Körper (*) (Was man mit seinem Körper so alles anstel­len kann, wenn man sich traut)

    Darum geht es in Der 4-Stunden Körper
    Bei diesem Buch handelt es sich um weit mehr als nur ein Buch über Ernäh­rung. Der Autor, der vor allem für das Buch „Die 4-Stunden Woche“ („The 4 Hour Work Week“) bekannt ist, hat jah­re­lang damit expe­ri­men­tiert, den mensch­li­chen Körper (seinen eigenen Körper sowie die Körper von zahl­rei­chen anderen Men­schen)  zu optimieren.Neben der Ernäh­rung geht es auch um  Mus­kel­auf­bau, Leis­tung im Sport, Schlaf, Sex und vieles mehr.Ich bin nicht der Meinung, dass man unbe­dingt alles nach­ma­chen sollte, was in dem Buch steht. Dennoch kann man meiner Meinung nach eine Menge aus der Denk- und Her­an­ge­hens­weise lernen.

  • Brendan Brazier – Vegan in Topform (*) (Wie ernährt sich eigent­lich ein veganer pro­fes­sio­nel­ler Tri­ath­let, der außer­dem kein Soja und keine Erd­nüsse isst)

    Darum geht es in Vegan in Topform
    Brendan Brazier ist ein ehe­ma­li­ger pro­fes­sio­nel­ler Ironman-Tri­ath­let aus Kanada. Schon während seiner sport­li­chen Kar­riere hat er sich kom­plett vegan ernährt, was die meisten Leute im Vorfeld für unmög­lich gehal­ten hatten.Die in dem Buch beschrie­be­nen Gerichte sind leider ziem­lich zeit­auf­wän­dig und oft benö­tigt man beson­dere Zutaten. Der Grund aus dem ich das Buch gelesen habe und auch wei­ter­emp­fehle, ist die im Theo­rie­teil des Buches beschrie­bene Her­an­ge­hens­weise an Ernäh­rung.Brazier über­lässt nichts an seiner Ernäh­rung dem Zufall. Jede Zutat seiner Speisen erfüllt einen bestimm­ten Zweck. Auch wenn man die Gerichte nicht nach­ko­chen möchte, kann man doch eine Menge über das Ent­wi­ckeln einer auf die per­sön­li­chen Bedürf­nisse zuge­schnit­te­nen Ernäh­rungs­weise lernen.

Bücher über Bio­lo­gie, Spiel­theo­rie und Evo­lu­tion

  • Richard Dawkins – Das ego­is­ti­sche Gen (*) (Men­schen sind ego­is­tisch)

    Darum geht es in Das ego­is­ti­sche Gen
    Der Klas­si­ker des Bio­lo­gen Richard Dawkins aus dem Jahre 1976.In den Augen von Richard Dawkins sind Lebe­we­sen, und damit auch wir Men­schen, nichts weiter als Maschi­nen, deren ein­zi­ger Zweck es ist unseren Genen dabei zu helfen sich zu erhal­ten und zu ver­brei­ten. Die­je­ni­gen Gene, welche die Über­le­bens­ma­schi­nen mit der höchs­ten Über­le­bens­wahr­schein­lich­keit kon­stru­ie­ren, setzen sich gegen ihre Kon­kur­ren­ten durch.

  • E.O. Wilson – Die soziale Erobe­rung der Erde (*) (Men­schen sind nicht ego­is­tisch)

    Darum geht es in Die soziale Erobe­rung der Erde
    In diesem Buch wider­spricht der berühmte Biologe und Amei­sen­for­scher E.O. Wilson Richard Dawkins’s Hypo­these des ego­is­ti­schen Gens – zumin­dest was einige Spezies, dar­un­ter auch den Men­schen betrifft.In den Augen von Wilson spielte Grup­pen­se­lek­tion bei der Ent­ste­hung des heu­ti­gen Men­schen eine große Rolle. Die Folge ist, dass wir sowohl ego­is­ti­sche, als auch altru­is­ti­sche Gene in uns tragen. Diese Theorie kann unter anderem erklä­ren, warum es bei uns Men­schen gele­gent­lich zu Situa­tio­nen kommt, in denen es uns schwer fällt, uns zwi­schen der ego­is­ti­schen und der altru­is­ti­schen Hand­lung zu ent­schei­den.

  • Jim Al-Khalili und Johnjoe McF­ad­den – Der Quan­ten­beat des Lebens (*) (Welche Rolle quan­ten­me­cha­ni­sche Effekte in der Bio­lo­gie spielen)
  • Andreas Wagner – Arrival of the Fittest (*) (Sind Muta­tio­nen viel­leicht doch nicht so zufäl­lig, wie man lange geglaubt hat?)

Bücher über das Erler­nen von Fähig­kei­ten

  • Daniel Coyle – The Talent Coyle (*) (Was üben üben üben mit dem Gehirn macht)

    Darum geht es in The Talent Code
    Bei diesem Buch handelt es sich um ein popu­lär­wis­sen­schaft­li­ches Buch, welches an das Buch „The Road to Excel­lence“ von K. Anders Erics­son anknüpft.Es geht um den bio­che­mi­schen Hin­ter­grund der 10.000 Stunden Regel: Myelin. Es handelt sich hier um ein Fett, welches sich an häufig benutzte Ner­ven­bah­nen anla­gert. Diese Ner­ven­bah­nen sind dadurch in der Lage, Impulse um ein Viel­fa­ches schnel­ler zu über­tra­gen als ohne diese Sub­stanz. Wer eine Tätig­keit immer wieder übt, lagert dabei immer mehr Myelin an.

  • K. Anders Erics­son – The Road to Excel­lence (*) (Was die 10.000-Stunden Regel wirk­lich besagt. Man muss schon etwas mehr tun, als sich „nur“ 10.000 Stunden mit einer bestimm­ten Sachen zu beschäf­ti­gen)

    Darum geht es in The Road to Excel­lence
    Gleich vor ab: Das Buch ist schon etwas älter (aus den 90er Jahren) und mit über €50 für ein Taschen­buch auch leicht über­teu­ert. Trotz­dem ist das Buch meiner Meinung nach auch heute noch lesens­wert, vor­aus­ge­setzt man möchte ganz genau wissen wie Men­schen in den ver­schie­dens­ten Dis­zi­pli­nen (Schach, Sport, Musik, Lesen etc.) extrem starke Fähig­kei­ten erlan­gen können.Die in diesem Buch prä­sen­tier­ten Daten zeigen sehr deut­lich, dass es so etwas wie Talent nicht wirk­lich gibt. Jeder hat ver­mut­lich schon von der 10.000 Stunden „Regel“ gehört, nach der man sich 10.000 Stunden mit einem Thema befas­sen muss um Experte darin zu werden. Diese Erkennt­nis stammt aus diesem Buch, wobei die Sache in Wirk­lich­keit nicht so einfach ist wie es im Inter­net und in anderen popu­lär­wis­sen­schaft­li­chen Büchern oft dar­ge­stellt wird. Es kommt schon sehr darauf, was man in diesen 10.000 Stunden genau macht und auch die Zahl der Stunden ist natür­lich mehr ein Richt­wert.

Bücher über Pro­duk­ti­vi­tät

  • Gary Keller – The ONE Thing (*) (Warum wir groß­zü­gig Schluss mit Mul­ti­tas­king aller Art machen sollten … wenn wir Erfolg haben wollen)

    Darum geht es in The ONE Thing
    Gary Keller’s Ansatz für mehr Pro­duk­ti­vi­tät: Die­je­nige Tätig­keit aus­fin­dig machen, die einem den meisten Ertrag bringt. Sich dann, zumin­dest vor­mit­tags nur mit dieser einen Sache (the one thing) beschäftigen.Im Prinzip ist das die Kom­bi­na­tion der 10.000 Stunden-Regel mit dem Pare­to­prin­zip.Außer­dem hat das Buch noch eine Reihe wei­te­rer Denk­an­stöße und Stra­te­gien zum Thema Pro­duk­ti­vi­tät zu bieten.  Was mir an diesem Buch beson­ders gefällt ist, dass es von jeman­dem geschrie­ben wurde, der diese Regeln selbst mit großem Erfolg anwen­det.

  • Timothy Ferriss – Die 4-Stunden Woche (*) (Wie man aus 9-t0-5 aus­steigt um für sich selbst zu arbei­ten)

    Darum geht es in Die 4-Stunden Woche
    Das Buch enthält einige sinn­volle Tipps, die einem durch­aus dabei helfen können, pro­duk­ti­ver zu werden.Meiner Meinung sollte man das ganze Buch und ins­be­son­dere den Titel nicht zu wört­lich nehmen. Der 4 Stunden pro Woche-Traum enthält mehrere Denk­feh­ler und auch der Autor selbst hat eher eine 80 Stunden Woche als eine 4 Stunden Woche.

  • Peter Drucker – Mana­ging Oneself (*) (Ein kleines aber feines Büch­lein über Selbst­ma­nage­ment)

    Darum geht es in Mana­ging Oneself
    Ein kleines Büch­lein mit ganz all­ge­mei­nen Rat­schlä­gen des Manage­ment-Gurus Peter Drucker.Das Buch lässt sich zwar in ca. 20-30 Minuten von vorne bis hinten durch­le­sen, aber der Inhalt ist trotz­dem gut. Wie der Titel schon sagt geht es um selbst-Manage­ment. Zum Bei­spiel gibt Peter Drucker den Rat­schlag, dass man mög­lichst früh in seinem Leben her­aus­fin­den sollte, was die eigenen Stärken sind und was für ein Lerntyp man ist.

  • Holm Friebe – Die Stein Stra­te­gie (*) (Wie man Dinge aus­sitzt – aber nur wenn das wirk­lich die beste Stra­te­gie ist)

    Darum geht es in Die Stein Stra­te­gie
    Muss man jedem Problem mit Aktio­nis­mus begeg­nen?Holm Friebe ist der Meinung, dass es durch­aus Situa­tio­nen gibt, in denen keine Reak­tion die beste unter allen mög­li­chen Reak­tio­nen ist.Wer nichts tut kann schon nichts kaputt machen.

Bücher über die Zukunft

Schwere Kost

Bio­gra­fien und sons­tige Bücher

 

(*) Die mit Stern­chen gekenn­zeich­ne­ten Links sind soge­nannte Affi­liate-Links. Wenn du auf einen Affi­liate-Link klickst und anschlie­ßend bei Amazon ein­kaufst, erhalte ich eine geringe Pro­vi­sion, die einen Teil meiner Ser­ver­kos­ten deckt. Für dich ver­än­dert sich der Preis natür­lich nicht. Keine Sorge, dies ist keine Ver­kaufs­seite. Ich emp­fehle nur Bücher, die ich wirk­lich gelesen habe und die mich wei­ter­ge­bracht haben.

10 Antworten auf Die für mich 15 besten Sach­bü­cher

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  3. Hallo Jan,

    diese Seite halte ich für ganz gefähr­lich; nämlich für den Geld­beu­tel ;-)
    50 Buch­emp­feh­lun­gen, wow da kommt man ja das ganze Jahr hin…

    Ich werde einiges davon auf meiner Lite­ra­tur Liste ergän­zen. Zum Glück kenn ich schon einige davon ;-)

    Beste Grüße

    Denise

    • Jan sagt:

      Hallo Denise,

      Von der Seite aus habe ich das noch nie betrach­tet. Du könn­test recht haben :)

      Ist aber gut ange­leg­tes Geld.

      Viele Grüße,
      Jan

  4. Römer Coaching sagt:

    Danke für diese tolle Liste. Ich lege dir fol­gende Bücher and Herz. Dr. Bruce lipton Biology of believe.
    Dr. Maxwell maltz Psycho cyber­ne­tics
    Jim rohn egal welches
    Dr. Wayne Dyer change youre thoughts change your Life.
    Think an grow Rich.
    Bob Proctor Born Rich
    T. Harv Eker Mil­lio­när mind.
    Viel Spaß und Erkennt­nis.

  5. Sascha sagt:

    Richtig gutes Buch über Iden­ti­täts­ar­beit:

    King, Warrior, Magi­cian, Lover: Redis­co­vering the Arche­ty­pes of the Mature Mas­cu­line von Robert Moore und Goug Gil­lette.

    • Jan sagt:

      Hey Sascha,

      King, Worrior, Magi­cian, Lover habe ich vor ein paar Monaten gelesen. Ich stimme dir zu, dass es ein gutes Buch ist.

      Gruß
      Jan

  6. Julia sagt:

    Als Vor-Lektüre zu diesen ganzen guten Büchern emp­fehle ich das Buch „How to read a Book“ von Mor­ti­mer J. Adler und Charles van Doren (deut­sche Ausgabe: „Wie man ein Buch liest“).
    Dieses Buch gibt eine sehr gute Anlei­tung, wie man Bücher lesen kann, um ihr maxi­ma­les Poten­zial zu nutzen.
    Gekauft habe ich das Buch erst nur wegen des absur­den Titels. Aber es ist wirk­lich hilf­reich!
    Viele Tipps im Buch erschei­nen auf den ersten Blick absurd simpel, aber aus die detail­lier­ten Erläu­te­run­gen der Autoren haben sich für mich oft über­ra­schende Ein­sich­ten ergeben. Meis­tens waren es die Kapitel, die ich erst für über­flüs­sig hielt (z.B. „How to use a dic­tionary“), die am Ende beson­ders viel neue Erkennt­nisse brach­ten.

    • Jan sagt:

      Hallo Julia

      Danke für deinen Tipp. Ich kann mir sehr gut vor­stel­len, dass man den Nutzen aus Büchern enorm stei­gern kann wenn man das Lesen selbst opti­miert. Ich bin gespannt was ich von „How to read a Book“ lernen kann.

      Gruß Jan

      Hier geht es zum Buch: eng­lisch deutsch

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