Ein­schlaf­pro­bleme – Machst du diese 2 Fehler beim Ein­schla­fen?

Einschlafprobleme - 2 fatale FehlerEin­schlaf­pro­bleme sind furcht­bar! Ich kenne das von früher. Seit einer gefühl­ten Ewig­keit liegst du wach im Bett und drehst dich immer wieder von links nach rechts, während die Uhr schon dem Son­nen­auf­gang ent­ge­gen tickt.

Doch von Müdig­keit keine Spur. Das Ein­schla­fen will einfach nicht klappen. Schön ist das nicht.

Rund 20 Mil­lio­nen Deut­sche, dar­un­ter viele ältere Frauen, leiden Umfra­gen zufolge unter Ein­schlaf­pro­ble­men.

Junge Men­schen sind aber auch betrof­fen. Ich selbst litt bis zu meinem 30sten Lebens­jahr unter mas­si­ven Ein­schlaf­pro­ble­men.

Heute schlafe ich völlig ohne Pro­bleme ein. Wie ich das hin­be­kom­men habe, erkläre ich in diesem Artikel.

Wichtig: Wenn du etwas aus diesem Artikel mit­neh­men möch­test, soll­test du ihn unbe­dingt bis zum Ende lesen – sonst funk­tio­niert er nicht und deine Ein­schlaf­pro­bleme bleiben wahr­schein­lich bestehen.

Warum ich den hun­derts­ten Artikel über Ein­schlaf­pro­bleme schreibe

Es exis­tie­ren bereits hun­derte Artikel mit 3, 5, 8 oder sogar 20 Tipps zum Ein­schla­fen und zum Los­wer­den von Ein­schlaf­pro­ble­men.

Fast immer sind das zusam­men­hang­lose Samm­lun­gen irgend­wel­cher belie­bi­ger Rat­schläge.

Ich halte gar nichts von dieser Art der Pro­blem­lö­sung

Meine Ein­schlaf­pro­bleme wären durch all diese Tipps niemals gelöst worden.

90 % der Tipps aus dem Inter­net funk­tio­nie­ren nicht, weil nur an den Sym­pto­men her­um­ge­dok­tert wird, ohne die Ursa­chen der Ein­schlaf­pro­bleme zu bekämp­fen.

Stelle dir einmal vor, du möch­test ein Haus bauen und findest im Inter­net einen Artikel mit 10 Tipps für den Hausbau:

Tipp 1: Baue ein Dach.

Tipp 2: Lege einen Garten an.

Tipp 3: Verlege Strom­lei­tun­gen.

Tipp 4: Hebe eine Grube für den Keller aus.

Und so weiter.

Du hast es ver­mut­lich schon selbst bemerkt: Es macht keinen Sinn, mit dem Dach anzu­fan­gen.

Mit dem Lösen von Ein­schlaf­pro­ble­men ist es genau das gleiche: Einige Maß­nah­men oder Tipps zum Ein­schla­fen machen erst Sinn, wenn das Fun­da­ment bereits steht.

Und wenn man das Fun­da­ment außer Acht lässt, kann man die rest­li­chen Tipps getrost in die Tonne treten. Sie werden den Ein­schlaf­pro­ble­men nichts anhaben können.

Um zu ver­ste­hen, welche Tipps in welcher Rei­hen­folge Sinn ergeben, müssen wir uns anschauen, wie der Ein­schlaf­vor­gang funk­tio­niert.

Was du über den Ein­schlaf­vor­gang wissen soll­test

Ein­schla­fen ist ein aktiver Vorgang, der in 3 Phasen abläuft:

  • Phase 1: Der Körper stellt fest, dass Schla­fens­zeit ist.
  • Phase 2: Der Körper prüft, ob irgend­eine akute Gefahr dagegen spricht, die Augen zu schlie­ßen, um für die nächs­ten Stunden bewusst­los dazu­lie­gen.
  • Phase 3: Nur wenn keine akute Gefahr besteht, schüt­tet die Zir­bel­drüse das Schlaf­hor­mon Mela­to­nin aus, um den Ein­schlaf­vor­gang ein­zu­lei­ten.

Mela­to­nin = Ein­schla­fen.

Kein Mela­to­nin = kein Ein­schla­fen.

Die Ursache der Ein­schlaf­pro­bleme ist fast immer eine aktive Behin­de­rung des Ein­schlaf­vor­gangs

Solange dein Körper nachts im Bett glaubt, dass eigent­lich Tag ist, und du dich außer­dem auf der Flucht befin­dest, hält er es für keine gute Idee, dich ein­schla­fen zu lassen

Dein Körper tut im Grunde genau das rich­tige.

Das Problem ist nur, dass er von den fal­schen Tat­sa­chen ausgeht.

Wie er auf diese fal­schen Tat­sa­chen kommt? Er schließt sie aus den Infor­ma­tio­nen, die er aus deinem Lebens­wan­del erhält.

Die meisten Men­schen machen 2 fatale Fehler

  1. Sie hindern ihren Körper daran, zu erken­nen, dass Schla­fens­zeit ist
  2. Sie sug­ge­rie­ren Gefahr, sodass das Ein­schla­fen unter­drückt wird

Solange der Ein­schlaf­me­cha­nis­mus nicht aus­ge­löst wird, weil er aktiv blo­ckiert wird, macht es wenig Sinn, irgend­wel­che Tricks aus dem Inter­net anzu­wen­den, um das Ein­schla­fen zu ver­bes­sern.

Laven­del­duft und Kirsch­saft sind schön und gut, aber er wird deinen Körper nicht davon über­zeu­gen, dich während der Flucht und dazu noch am hell­lich­ten Tag schla­fen zu lassen.

Wie der Körper erkennt, dass Schla­fens­zeit ist

Wir hätten garan­tiert keine Ein­schlaf­pro­bleme, wenn wir unserem Körper einfach über unsere Gedan­ken mit­tei­len könnten, dass genau jetzt der rich­tige Zeit­punkt zum Ein­schla­fen ist.

Ein­schla­fen auf Kom­mando funk­tio­niert leider nicht. Unser Unter­be­wusst­sein muss selbst merken, dass Schla­fen­zeit ist. Unsere Meinung inter­es­siert da nicht.

Die Regu­la­tion des Schlaf-Wach-Rhyth­mus

Unser Schlaf-Wach-Rhyth­mus ist an eine innere Uhr gekop­pelt. Diese Maschi­ne­rie ist schon Mil­lio­nen Jahre alt und wurde zu einer Zeit erfun­den, als es den Men­schen noch gar nicht gab.

Nach Son­nen­un­ter­gang zeigte die innere Uhr unserer Vor­fah­ren Schla­fens­zeit an und ver­an­lasste die Aus­schüt­tung des Schlaf­hor­mons Mela­to­nin. Ein­schlaf­pro­bleme kannten unsere Vor­fah­ren ver­mut­lich nicht.

Die innere Uhr muss regel­mä­ßig geeicht werden

Unsere innere Uhr läuft nicht mit dem 24-Stunden Rhyth­mus unsere Pla­ne­ten syn­chron, sondern folgt einem 25-Stunden Rhyth­mus.

Damit wir trotz­dem jeden Tag zur glei­chen Zeit müde werden, muss unsere innere Uhr regel­mä­ßig an die 24-Stunden Taktung unseres Pla­ne­ten ange­passt werden.

Das Eichen der inneren Uhr funk­tio­niert mit Licht

Genauer: mit dem blauen Licht­an­teil des Son­nen­lichts.

Einschlafprobleme - blaues Licht ist der Schlüssel

Weißes Licht wird von einem Prisma in seine Bestand­teile zerlegt | In weißem Licht sind alle Farben des Regen­bo­gens ent­hal­ten. Der blaue Licht­an­teil spielt beim Schlaf-Wach-Rhyth­mus eine wich­tige Rolle

  • Wenn das Licht einen kleinen Detek­tor in unseren Augen erreicht, erhält unser Körper die Infor­ma­tion, dass die Sonne scheint und wir wach sein sollten.
  • Wenn der Detek­tor kein blaues Licht erkennt, ver­mu­tet der Körper, dass die Sonne bereits unter­ge­gan­gen ist. Jetzt macht es Sinn,  müde zu werden, um bald ein­zu­schla­fen.

Künst­li­ches Licht bringt die innere Uhr durch­ein­an­der

Unsere innere Uhr war Mil­lio­nen Jahre lang zuver­läs­sig. Bis Thomas Alva Edison die Glüh­birne erfand.

Das elek­tri­sche Licht, dem der moderne Mensch heut­zu­tage per­ma­nent aus­ge­setzt ist, bringt seine innere Uhr und damit auch seinen Schlaf-Wach-Rhyth­mus durch­ein­an­der.

Unser Körper ver­passt den rich­ti­gen Zeit­punkt, um uns müde zu machen.

Abends zu viel Licht – tags­über zu wenig Licht

Men­schen, die unter freiem Himmel arbei­ten, leiden selten unter Ein­schlaf­pro­ble­men.

Tags­über bekom­men die meisten Men­schen zu wenig blaues Licht ab …

In den geschlos­se­nen Räumen, in denen sich die meisten von uns tags­über auf­hal­ten, bekom­men wir sehr viel weniger Licht ab, als unter freiem Himmel.

… und abends zu viel

Nach Son­nen­un­ter­gang wären wir unter freiem Himmel über­haupt keinem blauen Licht mehr aus­ge­setzt.

In unseren geschlos­se­nen Räumen mit dem elek­tri­schen Decken­licht und den all­ge­gen­wär­ti­gen Bild­schir­men (TV, Com­pu­ter, Smart­phone) werden wir jedoch per­ma­nent mit Licht bestrahlt.

Unre­gel­mä­ßi­ger Schlaf bringt die innere Uhr noch mehr aus dem Takt

Neben dem blauen Licht spielt auch die Regel­mä­ßig­keit unseres Schla­fes eine Rolle.

Viele Men­schen schla­fen am Wochen­ende zu anderen Zeiten, als unter der Woche. Auch dieses Ver­hal­ten bringt die innere Uhr aus dem Takt.

Auch Koffein bringt die innere Uhr aus dem Takt

Eine weitere Sache, die die innere Uhr aus dem Takt bringt, ist Koffein, wenn dieses nur wenige Stunden vor dem Zubett­ge­hen ein­ge­nom­men wird.

Was man gegen Ein­schlaf­pro­bleme tun kann

Abends blaues Licht zu meiden hilft gegen Ein­schlaf­pro­bleme

Für die meisten Men­schen lässt sich elek­tri­sches Licht nach Son­nen­un­ter­gang natür­lich nicht gänz­lich ver­mei­den. Das ist auch gar nicht zwin­gend nötig.

Bei vielen moder­nen Fern­seh­ge­rä­ten und Com­pu­tern, lässt sich der blaue Licht­an­teil ent­we­der direkt in den Gerä­te­ein­stel­lun­gen oder mit spe­zi­el­len Apps selek­tiv redu­zie­ren.

Das Bild sieht dann zwar leicht ver­färbt aus, aber dafür bleibt die innere Uhr im Takt. So manches Ein­schlaf­pro­blem kann auf diese Weise gelöst werden.

Abends von den Bild­schir­men auf andere Akti­vi­tä­ten umstei­gen

Seit einigen Jahren ver­zichte ich in den Stunden vor dem Zubett­ge­hen auf Bild­schirme und lese statt­des­sen bei leicht gedimm­tem Licht meine Bücher.

Schon diese eine Ver­än­de­rung meines Lebens­wan­dels hat mir das Ein­schla­fen extrem erleich­tert. Statt gefühlt stun­den­lang wach zu liegen, schlafe ich teil­weise sofort ein.

Spa­zier­gänge vor dem Zubett­ge­hen, mit denen ich eine Weile lang expe­ri­men­tiert habe, hatten den glei­chen Effekt.

Regel­mä­ßi­ger zu schla­fen hilft gegen Ein­schlaf­pro­bleme

Dass so viele Men­schen am Wochen­ende länger schla­fen, als unter der Woche, liegt haupt­säch­lich daran, dass diese Men­schen unter der Woche nicht aus­rei­chend schla­fen, sodass sie am Wochen­ende Schlaf nach­ho­len müssen.

Wer darauf achtet, sich in den Abend­stun­den grund­sätz­lich nicht zu viel blauem Licht aus­zu­set­zen, löst dieses zweite Problem gleich mit.

Wer abends nämlich früher müde wird und besser ein­schla­fen kann, erhält auch unter der Woche aus­rei­chend Schlaf, so dass er am Wochen­ende nicht zwangs­weise länger schla­fen muss.

Damit haben wir die erste der beiden häu­fi­gen Ursa­chen von Ein­schlaf­pro­ble­men besei­tigt.

Kommen wir zur zweiten Ursache.

Wenn der Körper das Ein­schla­fen unter­drückt, weil er Gefahr wittert

Du wirst mir wahr­schein­lich zustim­men, dass es nicht beson­ders klug wäre, zu schla­fen, wenn im Gebüsch direkt nebenan ein hung­ri­ger Säbel­zahn­ti­ger lauert.

In die Sprache unseres Körpers über­setzt heißt das: Kein Ein­schla­fen, solange der Körper unter Stress steht.

Stress ist durch das Vor­han­den­sein von Stress­hor­mo­nen in der Blut­bahn gekenn­zeich­net

Stress­hor­mone (die wich­tigs­ten sind Adre­na­lin und Cor­ti­sol) werden von unserem Körper in Gefah­ren­si­tua­tio­nen in die Blut­bahn aus­ge­schüt­tet, um den Körper kurz­zei­tig leis­tungs­fä­hi­ger zu machen, damit die Kampf-oder-Flucht-Reak­tion besser funk­tio­niert.

Unsere Sorgen und Ängste lösen Stress aus

Das Problem ist, dass Stress nicht nur bei tat­säch­lich vor­han­de­ner Gefahr aus­ge­löst wird, sondern auch durch bloße Gedan­ken an eine Gefahr.

Schuld daran ist unser Kopf­kino und die Tat­sa­che, dass unser Unter­be­wusst­sein, welches für die Aus­schüt­tung der Stress­hor­mone ver­ant­wort­lich ist, nicht zwi­schen Kopf­kino und Rea­li­tät unter­schei­den kann (etwas ver­ein­facht aus­ge­drückt).

Unser Kopf­kino löst also Stress aus. Unsere Fan­ta­sie wird nicht zuletzt von den all­täg­li­chen Schre­ckens­mel­dun­gen in den Nach­rich­ten und durch unseren Medi­en­kon­sum im All­ge­mei­nen ange­regt.

Was man selbst gegen Stress und damit auch gegen stress­be­dingte Ein­schlaf­pro­bleme tun kann

Das wohl größte Problem vieler Men­schen ist, dass sie keine Ver­hal­tens­wei­sen in ihren Alltag inte­griert haben, die ihren Körper dazu ver­an­las­sen, die Stress­hor­mone wieder aus ihrer Blut­bahn zu ent­fer­nen.

Der Stress wird chro­nisch, was zu dau­er­haf­ten Ein­schlaf­pro­ble­men führt.

Ein­schlaf­pro­bleme ver­stär­ken sich selbst

Da auch der Schlaf­man­gel selbst zu einer ver­stärk­ten Aus­schüt­tung von Stress­hor­mo­nen führt, ent­steht schnell ein Teu­fels­kreis.

Es ist daher ratsam, nachts im Bett nicht ständig auf die Uhr sehen, um zu prüfen, wie lang man schon wieder wach liegt und nicht ein­schla­fen kann.

Auch diese Ange­wohn­heit löst nämlich noch zusätz­li­chen Stress aus.

Wie man bei akuter Schlaf­lo­sig­keit sofort ent­spann­ter ist

Mein Tipp: Mache dir bewusst, dass sich leich­ter Schlaf wie Wach­sein anfüh­len kann.

Du könn­test dir – wenn du mal wieder wach im Bett liegst – einfach vor­stel­len, dass du bereits leicht schläfst, es aber nicht merkst, weil es sich ja gleich anfühlt.

Stress­be­dingte Ein­schlaf­pro­bleme lassen sich mit Sport lösen

Stress kann durch Sport oder durch bestimmte Ent­span­nungs­übun­gen wie zum Bei­spiel Yoga, Medi­ta­tion oder auto­ge­nes Trai­ning abge­baut werden.

Auch das so genannte Wald­ba­den (so nennen die Japaner einen Spa­zier­gang in einem Wald) führt nach­weis­lich zu einem Abbau der Stress­hor­mone.

Durch die Anstren­gung beim Sport wird dem Körper sug­ge­riert, dass er sich in einem Kampf oder auf der Flucht befin­det.

Nach dem Sport denkt der Körper, dass die Gefahr vorüber ist und er die Stress­hor­mone wieder aus der Blut­bahn ent­fer­nen kann.

Alkohol ist keine Lösung

Man sollte lieber keinen Alkohol trinken, um besser ein­zu­schla­fen, auch wenn viele Men­schen diese Methode zum schnel­le­ren Ein­schla­fen nutzen.

Alkohol beschleu­nigt das Ein­schla­fen – Alkohol wirkt sich aber negativ auf die Schlaf­qua­li­tät aus.

Der abend­li­che Genuss von Rotwein hat einen ver­min­der­ten Blut­zu­cker­spie­gel zur Folge, wodurch es zur Aus­schüt­tung des Stress­hor­mons Adre­na­lin kommt.

Mit Alkohol füttern wir also den Teu­fels­kreis, aus dem wir eigent­lich ent­kom­men wollen.

Man sollte schon tags­über ein Ventil für Ängste und Sorgen öffnen

In den Kopf­ki­nos vieler Men­schen begin­nen die Hor­ror­filme aus­ge­rech­net abends im Bett.

Sie waren tags­über die meiste Zeit abge­lenkt, sodass ihre Sorgen und Ängste keine Chance hatten, wahr­ge­nom­men zu werden.

Erst nachts im Bett, wenn alle Ablen­kun­gen weg sind, haben die Ängste und Sorgen eine Chance.

Ängste und Sorgen ver­schwin­den, nachdem man sich mit ihnen beschäf­tigt hat

Es macht daher Sinn, sich tags­über mehr Zeit für die unan­ge­neh­men Dinge zu nehmen.

Geeig­net sind ins­be­son­dere Gesprä­che und das Auf­schrei­ben der Gedan­ken in einem Tage­buch.

Was mir per­sön­lich sehr gegen meine Ein­schlaf­pro­bleme gehol­fen hat

Meine per­sön­li­chen Ein­schlaf­pro­bleme haben sich förm­lich in Luft auf­ge­löst, nachdem ich mein Leben ent­rüm­pelt hatte. Mit anderen Worten: mehr Fokus und Kon­zen­tra­tion.

Wenn du auch fokus­sier­ter und kon­zen­trier­ter werden möch­test, dann könnte mein gratis eBook-Bundle ein guter Ein­stieg für dich sein.

Wenn der Stress nachts im Bett zuschlägt

Wie schon gesagt, ent­steht Stress nachts im Bett, sobald das Kopf­kino mit der Vor­stel­lung der Ängste und Sorgen beginnt.

In diesem Fall hilft eine mentale Übung, die das Grübeln und den durch das Grübeln aus­ge­lös­ten Stress ver­hin­dert: Zähle von 400 in 4er Schrit­ten rück­wärts.

400 … 396 … 392 …usw.

Diese Übung ist deut­lich effek­ti­ver als nor­ma­les Schäf­chen zählen.

Einschlafprobleme - schnell einschlafen Trick

Das Schäf­chen-Zählen hilft beim Ein­schla­fen wenn der Kopf voller Ängste, Sorgen und Pro­bleme ist

Ich per­sön­lich habe diese Übung schon etliche Male durch­ge­führt und war fast immer ein­ge­schla­fen, bevor ich die Null erreicht hatte.

Das Rechnen ver­hin­dert, dass man über andere Dinge nach­den­ken kann.

Da das Rechnen aber lang­wei­lig ist, schläft man schnell darüber ein.

Damit hätten wir die zweite große Ursache von Ein­schlaf­pro­ble­men besei­tigt.

Jetzt widmen wir uns noch ein paar weniger rele­van­ten Themen, die mit dem Ein­schla­fen zusam­men­hän­gen.

Wenn der Körper nicht genug Mela­to­nin her­stel­len kann

Falls der Körper das Schlaf­hor­mon Mela­to­nin nicht in aus­rei­chen­den Mengen her­stel­len kann, etwa weil ihm die Aus­gangs­sub­stanz Tryp­tophan fehlt, kann es Sinn machen, Nah­rungs­mit­tel zu sich zu nehmen, die viel Tryp­tophan, aber wenige andere Ami­no­säu­ren ent­hal­ten.

In Frage kommen:

  • Hafer
  • Cas­hew­nüsse
  • Kakao

Mela­to­nin kann auch über die Nahrung zuge­führt werden

Sauer­kirsch­saft und Him­beer­saft ent­hal­ten Mela­to­nin.

Falls du auf diese Nah­rungs­mit­tel zurück­grei­fen möch­test, soll­test du beden­ken, dass das Mela­to­nin direkt nach dem Trinken der Säfte in den Körper gelangt und nicht erst dann, wenn der Körper der Meinung ist, dass jetzt Zeit zum Ein­schla­fen ist.

 

Einschlafprobleme - Schnell einschlafen Trick (Einschlafen in 60 Sekunden)

Weitere Tipps gegen Ein­schlaf­pro­bleme

Sub­stan­zen zum Ein­neh­men

Es gibt einige Sub­stan­zen, die sich nach­weis­lich positiv auf das Ein­schla­fen aus­wir­ken. Bal­drian und Laven­del zum Bei­spiel.

Magne­sium lässt einen spürbar besser ein­schla­fen

Ich per­sön­lich hatte vor einer Weile Magne­sium ein­ge­kom­men, weil meine Rücken­mus­ku­la­tur ver­krampft war und schmerzte.

Eine Neben­wir­kung des Magne­si­ums war das schnel­lere Ein­schla­fen. Leider führte das Magne­sium aber auch dazu, dass ich am nächs­ten Morgen immer noch sehr müde war und ziem­lich schlech­ter aus dem Bett kam.

Ich habe mich den ganzen Tag über müde gefühlt und würde Magne­sium daher nicht als Ein­schlaf­hilfe emp­feh­len.

Ein Tipp zum beson­ders schnel­len Ein­schla­fen in 60 Sekun­den (Atem­übung)

Ich habe bereits einen Artikel über das schnelle Ein­schla­fen geschrie­ben.

Er handelt von einer spe­zi­el­len Atem­übung, mit der es Men­schen gelingt, in nur 60 Sekun­den ein­zu­schla­fen.

Keine Schlaf­ta­blet­ten nehmen

Von Schlaf­ta­blet­ten ist eher abzu­ra­ten.

Wer Schlaf­ta­blet­ten ein­nimmt, doktert nur an den Sym­pto­men seiner Ein­schlaf­pro­bleme herum, während er die Ursa­chen der Ein­schlaf­pro­bleme unbe­rührt lässt. Das Problem bleibt bestehen.

Es kann zu einer Abhän­gig­keit kommen, weil man sich daran gewöhnt mit Tablet­ten zu schla­fen.

Je weiter die Nacht bereits fort­ge­schrit­ten ist, umso schlech­ter sind Schlaf­ta­blet­ten, weil man dann am Morgen nicht aus dem Bett kommt.

Wenn alles nicht hilft

Ab zum Arzt, denn hinter uner­klär­li­chen Ein­schlaf­pro­ble­men können auch psy­chi­sche oder orga­ni­sche Krank­hei­ten stecken.

Und falls du jeman­den kennst, der unter Ein­schlaf­pro­ble­men leidet (bei 20 Mil­lio­nen Betrof­fe­nen allein in Deutsch­land, wäre es eher ein Wunder, wenn du nie­man­den kennst, der unter Ein­schlaf­pro­ble­men leidet), würde sich diese Person viel­leicht freuen, wenn du ihr diesen Artikel zukom­men lässt.

Für Dich zum Wei­ter­le­sen: Meine Bücher zum Thema

Meine Bücher
Dr. Jan Höpker - Foto Autorenbox

Hallo, ich bin Jan Höpker

Ich bin pro­mo­vier­ter Che­mi­ker. Seit 2015 schreibe ich Bücher und Artikel über Themen, die Men­schen in ihrem Leben vor­an­brin­gen.

Habit­Gym hat 30.000 monat­li­che Besu­cher und 1.494 Leser emp­fan­gen meinen News­let­ter.

In meinem Buch Erfolg durch Fokus & Kon­zen­tra­tion beleuchte ich den nach­weis­lich wich­tigs­ten Erfolgs­fak­tor FOKUS tief­grün­dig und pra­xis­nah.

Abon­niere meinen kos­ten­lo­sen News­let­ter, um nütz­li­che Infor­ma­tio­nen, Impulse, Tipps und Tricks zu den Themen Fokus, Selbst­ma­nage­ment und per­sön­li­che Ent­wick­lung per Email zu erhal­ten (Mein Geschenk an neue Abon­nen­ten: 3 nütz­li­che Ebooks).
4.76/5 (29)

Sei so nett und bewerte diesen Beitrag

4 Antworten auf Ein­schlaf­pro­bleme – Machst du diese 2 Fehler beim Ein­schla­fen?

  1. Hallo,
    ein lesens­wer­ter, fun­dier­ter Artikel! Nach meiner Erfah­rung denken viele Men­schen – ich ein­ge­schlos­sen – abends im Bett zu viel über Ihre Arbeit nach. Vor 10.000 Jahren wäre unser Orga­nis­mus dann auf „Jagd“ ein­ge­schos­sen gewesen. Und das hat wohl eher wenig mit Zur-Ruhe-kommen zu tun, im Gegen­teil, da werden Hormone frei­ge­setzt, die Angriff oder Flucht begüns­ti­gen. Ein men­ta­les Trai­ning kann hier helfen. Manch­mal reicht es schon, sich einen voll­kom­men stillen Ort (Wald, Kirche etc.), den man einmal besucht hat und wo man die Ruhe genos­sen hat, vor das geis­tige Auge zu rufen und sich an diesen zu ver­set­zen. Auch dass ein Erfah­rungs­wert. :-)
    Viele Grüße
    Gabriele Frings
    Schreib­coach

    • Jan sagt:

      Hallo und Danke für den Kom­men­tar :)

      Sich zum Ein­schla­fen einen ruhigen Ort vor­zu­stel­len funk­tio­niert wirk­lich sehr gut. Früher habe ich mir manch­mal vor­ge­stellt, ich hätte viele Mil­lio­nen im Lotto gewon­nen … so konnte ich sehr gut ein­scha­fen.

      Viele Grüße,
      Jan

  2. Nico sagt:

    Auf­je­den­fall ein schön aus­führ­li­cher Artikel! Habe ich mir mal gespei­chert und werde viele Tipps beher­zen. Vor allem mit dem Koffein (Coke Zero Sucht :D) sowie dem, dass der Körper denkt es bestehe Gefahr, musste hierbei:

    ,,Solange dein Körper nachts im Bett glaubt, dass eigent­lich Tag ist und du dich außer­dem mitten im Krieg befin­dest, hält er es für keine gute Idee, dich ein­schla­fen zu lassen“

    Gut schmun­zeln, da ich die Shoo­ter­spiele vorm Ein­schla­fen viel­leicht lassen sollte.

    • Jan sagt:

      Hi Nico,

      Danke für deinen Kom­men­tar. Jetzt wollte ich doch glatt schrei­ben, dass Coke Zero doch gar kein Koffein hat, aber dann fiel mir doch auf, dass das „Zero“ den Zucker meint und nicht das Koffein. Also ver­mut­lich keine schlechte Idee, darauf zu ver­zich­ten.

      Viele Grüße,
      Jan

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.