Die Zerstö­rung der gekauften Rezen­sionen (bei Fake-Ratgebern)

Zuletzt aktua­li­siert am 19. Mai 2020 von Dr. Jan Höpker.

Der Kreis der Schrott­buch-Unter­nehmer, die sich mit Hilfe von gekauften Rezen­sionen bei Amazon die Taschen voll­ma­chen, wird stetig größer. In dieser Ergänzung zu meinem Artikel Die Zerstö­rung der Fake-Ratgeber möchte ich zeigen, welches Ausmaß der Rezen­si­ons­be­trug im Bereich der Sach‑, Koch- und Ratge­ber­bü­cher bereits ange­nommen hat.

Vom Start weg unge­wöhn­lich viele Rezen­sionen

In den ersten Wochen nach der Veröf­fent­li­chung erhalten die Schrott­bü­cher der Fake-Experten typi­scher­weise aber­witzig viele positive Rezen­sionen – und dann kommen ganz plötzlich keine neuen Rezen­sionen mehr dazu. Komi­scher­weise lässt der zeitliche Verlauf des Best­seller-Ranges aber keinen ähnlich drama­ti­schen Rückgang der Verkaufs­zahlen erkennen. Im Gegenteil: Oftmals geht es mit den Verkäufen jetzt erst richtig los. Was geht hier vor sich?

Um diesem seltsamen Phänomen auf den Grund zu gehen, habe ich die Rezen­sionen von neun Büchern aus meiner Nische Fokus und Konzen­tra­tion analy­siert:

  1. Dr. Jan Höpker – Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion (mein Buch)
  2. Martin Krengel – Golden Rules
  3. Cal Newport – Konzen­triert arbeiten
  4. Chris­to­pher Lodge – Erfolg durch Fokus und Konzen­tra­tion
  5. Next Level Academy – Konzen­tra­tion, Acht­sam­keit und Fokus lernen
  6. Stefan Sorger – Konzen­tra­tion
  7. Matthias Brandt – ZEIT & FOKUS
  8. Die Lern­profis – Konzen­triert Arbeiten
  9. Vincent Matt­hiesen – FOKUS & KONZENTRATION

Drei der Bücher stammen von real exis­tie­renden Autoren (einer davon bin ich selbst) und bei den anderen sechs Titeln handelt es sich um Schrott­bü­cher von Fake-Experten (Chris­to­pher Lodge, Next Level Academy, Stefan Sorger, Matthias Brandt, Die Lern­profis und Vincent Matt­hiesen). Zum Zeitpunkt meiner Analyse (Mai 2020) hatten alle neun Bücher zwischen 58 und 213 Rezen­sionen.

Im wievielten Monat nach der Veröf­fent­li­chung gab es wie viele Rezen­sionen?

Abbildung 1 zeigt die ersten 17 Monate.

Abbildung 1: Wann gab es wie viele Rezen­sionen? | Das Diagramm zeigt, wie viele Rezen­sionen die neun Bücher in den ersten 17 Monaten erhalten haben. Die Auszäh­lung erfolgte per Hand. (Stand: 10. Mai 2020)

Wie man Abbildung 1 entnehmen kann, wurden die Bücher der real exis­tie­renden Autoren (grün) von Anfang an nur gele­gent­lich rezen­siert, während die Schrott­bü­cher der Fake-Experten (rot) in den ersten Monaten außer­ge­wöhn­lich oft und später so gut wie gar nicht mehr rezen­siert wurden.

Von wem stammen die Rezen­sionen?

Die aller­meisten Rezen­senten lassen sich einer von zwei Gruppen zuordnen, die ich als Normal-Rezen­senten und Ultraviel-Rezen­senten bezeichnen möchte.

  • Normal-Rezen­senten sind Rezen­senten, deren Verhalten dem entspricht, was man von gewöhn­li­chen Amazon-Kunden erwarten könnte: Gele­gent­lich schreiben sie eine Rezension, aber seit sie Kunde bei Amazon sind, haben sie in Summe nicht mehr als eine zwei­stel­lige Anzahl an Rezen­sionen veröf­fent­licht.
  • Bei den Ultraviel-Rezen­senten handelt es sich um Rezen­senten, die ein Verhalten zeigen, das man von gewöhn­li­chen Amazon-Kunden nicht erwarten würde: In Summe Hunderte oder sogar mehr als tausend Rezen­sionen, zu denen nahezu täglich weitere hinzu­kommen.

Natürlich gibt es auch einen Grau­be­reich, aber der ist so dünn besiedelt, dass man ihn vernach­läs­sigen kann.

Wie Abbildung 2 beispiel­haft zeigt, wurden die Bücher der real exis­tie­renden Autoren (grün) mehr­heit­lich von Normal-Rezen­senten rezen­siert, während die Rezen­sionen der Schrott­bü­cher (rot) mehr­heit­lich von Ultraviel-Rezen­senten stammten.

Abbildung 2: Aufschlüs­se­lung der Rezen­senten von zwei Fake-Ratgebern (rot) und zwei Büchern real exis­tie­render Autoren (grün)  | Gemäß der Anzahl an Rezen­sionen (Rezis), die sie laut ihrem Profil in Summe bereits veröf­fent­licht haben, wurden die Rezen­senten je einer von vier Gruppen zugeteilt: 1–10 Rezis, 11–50 Rezis, 51–250 Rezis und >250 Rezis. Das Diagramm zeigt, wie die Rezen­senten der vier Bücher auf die vier Gruppen verteilt sind. Die Auszäh­lung erfolgte per Hand. (Stand: 10. Mai 2020)

Wie in Abbildung 3 zu sehen ist, sind die Rezen­sen­ten­pro­file der Schrott­buch-Rezen­senten (rot) häufig auf privat gestellt, d. h. man will sich nicht in die Karten bzw. Rezen­sionen schauen lassen. Bei den Rezen­senten der real exis­tie­renden Autoren (grün) gibt es hingegen kaum Geheim­nis­tuerei: Bei nur zwei Prozent von ihnen war das Profil auf privat gestellt – und in der Mehrheit dieser wenigen Fälle handelte es sich zudem noch um diffa­mie­rende negative Rezen­sionen, die vermut­lich nicht von ehrlichen Lesern, sondern von Konkur­renten stammten.

Abbildung 3: Was haben die Rezen­senten der Schrott­bü­cher zu verbergen? | Auf privat gestellte Rezen­sen­ten­pro­file findet man so gut wie nur bei den Rezen­senten der Schrott­bü­cher (rot). Die Auszäh­lung erfolgte per Hand. (Stand: 10. Mai 2020)

Einer­seits wollen diese Rezen­senten, dass ihre Rezen­sionen öffent­lich sichtbar sind, sonst würden sie keine Rezen­sionen veröf­fent­li­chen. Gleich­zeitig wollen sie, dass ihre Rezen­sionen nicht sichtbar sind, sonst hätten sie ihre Profile nicht auf privat gestellt. Diese Rezen­senten wollen gleich­zeitig bremsen und gasgeben. Was macht das für einen Sinn?

Was haben diese Rezen­senten zu verbergen?

Nehmen wir einmal an (rein hypo­the­tisch), die frag­wür­digen Ultraviel-Rezen­senten der Schrott­bü­cher würden, verbo­te­ner­weise, für ihre Rezen­sionen bezahlt werden. Könnte es aus Sicht der Auftrag­geber Sinn machen, ein privates Profil zu verlangen? Ich denke schon. Wenn ich ein Schrott­buch-Unter­nehmer wäre und Rezen­sionen kaufen würde, dann würde ich auch nicht wollen, dass meine poten­zi­ellen Kunden merken, dass die Rezen­sionen zum Beispiel von Rezen­senten stammen, die im Durch­schnitt 3,7 Bücher pro Tag rezen­sieren – und zwar nicht irgend­welche Bücher, sondern ausschließ­lich mutmaß­liche Schrott­bü­cher.

Wie plausibel ist diese Hypothese?

Schauen wir doch einfach nach! Mithilfe des kosten­losen Tools review­meta können wir den Rezen­senten in die Karten schauen. Das Tool verrät, welche Produkte von der Gesamt­heit der Rezen­senten eines bestimmten Produktes ebenfalls rezen­siert wurden. Es werden bis zu neun Produkte mit der höchsten Über­ein­stim­mung angezeigt.

Zunächst möchte ich zwei Bücher von real exis­tie­renden Autoren analy­sieren, um zu zeigen, wie ein sauberes Ergebnis aussieht. Abbildung 4 zeigt die Analyse der Rezen­senten meines Buches Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion. Wie man sieht, beträgt die Über­ein­stim­mung mit anderen Produkten nur ein bis drei Prozent.

Abbildung 4: Analyse der Rezen­senten mit review­meta (Screen­shot) | Die Rezen­senten, die mein Buch Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion rezen­siert haben, haben auch diese Produkte rezen­siert. Über­ein­stim­mungen im kleinen einstel­ligen Prozent­be­reich können als Grund­rau­schen betrachtet werden. (Stand: 10. Mai 2020)

Bei dem Buch Golden Rules des real exis­tie­renden Autors Martin Krengel sieht es ähnlich aus (Abbildung 5).

Abbildung 5: Analyse der Rezen­senten mit review­meta (Screen­shot) | Die Rezen­senten, die das Buch Golden Rules von Martin Krengel rezen­siert haben, haben auch diese Produkte rezen­siert. (Stand: 10. Mai 2020)

Schauen wir uns nun die Schrott­bü­cher der beiden Fake-Experten an! Abbildung 6 zeigt die Auswer­tung des Schrott­bu­ches ZEIT & FOKUS von Matthias Brandt. Mit über 60 Prozent sind die Über­ein­stim­mungen mit anderen Titeln unge­wöhn­lich hoch.

Abbildung 6: Analyse der Rezen­senten mit review­meta (Screen­shot) | Die Rezen­senten, die das Schrott­buch ZEIT & FOKUS des Fake-Experten Matthias Brandt rezen­siert haben, haben auch diese Produkte rezen­siert. (Stand: 10. Mai 2020)

Bei dem Schrott­buch FOKUS & KONZENTRATION des Fake-Experten Vincent Matt­hiesen sieht die Auswer­tung ähnlich aus (siehe Abbildung 7): mehr als 60 Prozent Über­ein­stim­mung mit anderen Titeln.

Abbildung 7: Analyse der Rezen­senten mit review­meta (Screen­shot) | Die Rezen­senten, die das Schrott­buch FOKUS & KONZENTRATION des Fake-Experten Vincent Matt­hiesen rezen­siert haben, haben auch diese Produkte rezen­siert. (Stand: 10. Mai 2020)

In Worten: 65 der 85 Rezen­senten, die FOKUS & KONZENTRATION von Vincent Matt­hiesen rezen­siert haben, haben auch BARF – Artge­rechte Rohfüt­te­rung für Hunde von Theodor Roswell rezen­siert. Nur 20 der 85 Rezen­senten des Buches von Matt­hiesen haben das Buch von Roswell nicht rezen­siert.

Hinter fast allen Büchern, die in Abbildung 6 und 7 zu sehen sind, steckt ein und derselbe Schrott­buch-Unter­nehmer: Stefan Mähleke aus Barsing­hausen bei Hannover. Ebenfalls mit von der Partie: Jan Sergienko und Noah Malik bzw. deren Loewen­stein Bücher&Medien GmbH aus Hamburg. In meinem Artikel Die Zerstö­rung der Fake-Ratgeber hatte ich bereits gezeigt, dass die drei eng zusam­men­ar­beiten. Scheinbar teilen sie sich auch eine Armada an Rezen­senten. Welches ihrer Schrott­bü­cher man auch immer von review­meta analy­sieren lässt, das Tool findet immer eine absurd hohe Über­ein­stim­mung der Rezen­senten mit den Rezen­senten von anderen Schrott­bü­chern des Trios.

Bis zu diesem Punkt hatte ich das Rätsel schon im Januar gelöst. Leider konnte ich aber nicht beweisen, dass die Rezen­senten für das Rezen­sieren mit Geld oder Gegen­re­zen­sionen (soge­nannter »Rezi-Tausch«) bezahlt werden. Zumindest theo­re­tisch könnten alle diese Rezen­senten fana­ti­sche Schrott­buch-Fans sein.

Die Rezen­sionen wurden gekauft

In der Zwischen­zeit habe ich das fehlende Puzzle­teil unter einem Joban­gebot bei machdudas gefunden, einem Portal für Neben‑, Mini- und Heim­ar­beit-Jobs. Wie man dem Screen­shot (Abbildung 8) entnehmen kann, hat Mirella Pfer­de­kämper auf ein Joban­gebot geant­wortet, bei dem es um bezahlte Produkt­be­wer­tungen geht.

Abbildung 8: Bewertung gegen Bezahlung (Screen­shot*) | Auf dem Job-Portal machdudas bringt sich Mirella Pfer­de­kämper als bezahlte Produkt­tes­terin ins Spiel. [*Alle für den Beweis unwich­tigen Postings anderer User habe ich aus dem Screen­shot entfernt. Um alle Postings anzusehen, bitte oben auf den Link klicken.]

Sowohl der Name als auch die Person auf dem Foto kamen mir bekannt vor. Und tatsäch­lich: Die Rezen­sentin M. Pfer­de­kämper verwendet das gleiche Foto bei Amazon (siehe Abbildung 9). Gleicher Name, gleiches Foto. Bingo!

Abbildung 9: M. Pfer­de­kämper bei Amazon (Screen­shot) | Die Rezen­sentin M. Pfer­de­kämper verwendet den gleichen Namen und das gleiche Foto wie der User Nenona bei machdudas (siehe Abbildung 8).

Später habe ich Mirella Pfer­de­kämper außerdem noch in einer einschlä­gigen Gruppe bei Facebook auf zwei ähnliche Joban­ge­bote antworten sehen. In beiden Fällen wurden Personen gesucht, die bereit sind, sich für das Veröf­fent­li­chen von Rezen­sionen mit Geld bezahlen zu lassen (siehe Abbildung 10 und 11).

Abbildung 10: Rezension gegen Bezahlung (Screen­shot) | Mirella Pfer­de­kämper bekundet großes Interesse an einem Job, bei dem E‑Books gegen Bezahlung herun­ter­ge­laden und rezen­siert werden sollen. Der Auftrag­geber wirbt mit einem Arbeits­auf­wand von maximal fünf Minuten am Tag, was vermuten lässt, dass der Job darin besteht, bereits vorfor­mu­lierte Rezen­sionen per Copy & Paste zu veröf­fent­li­chen.

Abbildung 11: Rezension gegen Bezahlung (Screen­shot) | Mirella Pfer­de­kämper möchte sich für das Kaufen und Rezen­sieren von E‑Books bezahlen lassen. Wie man dem Angebot entnehmen kann, hängt die Bezahlung von einem Screen­shot der veröf­fent­lichten Rezension ab. Wer würde unter diesen Bedin­gungen weniger als fünf Sterne vergeben? Vermut­lich niemand, denn eine ehrliche Bewertung könnte nach sich ziehen, dass man keine Folge­auf­träge erhält. Aus dem gleichen Grund ist auch der Tausch von Rezen­sionen (soge­nannter »Rezi-Tausch«) zu Recht verboten.

Damit dürfte ausrei­chend bewiesen sein, dass die Rezen­sentin M. Pfer­de­kämper kein fana­ti­scher Fan von Schrott­bü­chern ist, sondern jemand, der sich für das Rezen­sieren bezahlen lässt.

Zwischen Anfang Februar und Mitte Mai 2020 hat M. Pfer­de­kämper insgesamt 48 der 122 mir bekannten Schrott­bü­cher von Stefan Mähleke und Jan Sergienko bzw. dessen Loewen­stein Bücher&Medien GmbH rezen­siert:

Parallel dazu hat M. Pfer­de­kämper auch noch viele weitere Schrott­bü­cher von anderen Fake-Experten rezen­siert. Am 21. März zeigte der Zähler in ihrem Rezen­sen­ten­profil noch 241 Rezen­sionen an; am 12. Mai waren es schon 435. Im Schnitt schafft sie also sport­liche 3,7 Rezen­sionen pro Tag! Erst seit kurzem ist ihr Profil auf privat gestellt. Bis dahin konnte man noch live mitver­folgen, wie sie am laufenden Band Schrott­bü­cher mit fünf Sternen bewertet hat. (Laut review­meta vergibt sie im Durch­schnitt(!) 5,0 Sterne – sie bewertet also immer(!) mit fünf Sternen.)

Alle Rezen­sionen von M. Pfer­de­kämper lesen sich wie eine Zusam­men­fas­sung des Inhalts­ver­zeich­nisses des entspre­chenden Buches. Ob sie die Bücher vor dem Rezen­sieren liest? Wohl kaum!

Mirella Pfer­de­kämper war ein Glücks­treffer, aber ganz bestimmt ist sie kein Einzel­fall.

Wie verbreitet sind gekaufte Rezen­sionen?

Wer bereits viele positive Rezen­sionen auf legalem Wege erhalten hat, wird wohl kaum Rezen­sionen dazu­kaufen. Somit ist davon auszu­gehen, dass alle dubiosen positiven Rezen­sionen, die ein Schrott­buch schon hatte, bevor es von M. Pfer­de­kämper rezen­siert wurde, ebenfalls gekauft worden sind. Und die Rezen­senten, von denen diese mutmaß­lich gekauften Rezen­sionen stammen, werden noch weitere Rezen­sionen an andere Schrott­buch-Unter­nehmer verkauft haben. Nicht immer wird bares Geld geflossen sein, aber der soge­nannte Rezi-Tausch (»ich kaufe und rezen­siere dein Buch, wenn du auch mein Buch kaufst und rezen­sierst«) ist aus guten Gründen ebenfalls verboten.

Wie groß wird die Zahl der Bücher sein, deren positive Rezen­sionen zu großen Anteilen gekauft sind? Und wie viele Rezen­senten der Sorte M. Pfer­de­kämper wird es geben?

Schon im Januar hatte ich gut zwei Wochen meiner Lebens­zeit in die Beant­wor­tung dieser Fragen inves­tiert. Mein Ergebnis: Mehr als die Hälfte von ca. 100.000 positiven Rezen­sionen zu etwas mehr als 1.000* Sach‑, Koch- und Ratge­ber­bü­chern stammten von nur 215 Rezen­senten, die ich im Folgenden als »BlackHat-Rezen­senten« bezeichnen möchte. In der Zwischen­zeit dürften diese Zahlen noch etwas größer geworden sein.

(*Als ich die Tausend voll hatte, habe ich aufgehört weiter­zu­su­chen.)

Im Durch­schnitt hatte jeder BlackHat-Rezensent 232 der rund 1.000 von mir regis­trierten Schrott­bü­cher rezen­siert. Mittlere Durch­schnitts­be­wer­tung: 4,91 Sterne.

Wie nicht anders zu erwarten, stammen fast alle positiven Rezen­sionen der Schrott­bü­cher von Stefan Mähleke und der Loewen­stein Bücher&Medien GmbH von den BlackHat-Rezen­senten. Bei diesen Büchern war der Anteil ganz besonders hoch (Stand: Januar 2020):

Aktuell scheint es bei Amazon nur zwei Sorten von Sach‑, Koch- und Ratge­ber­bü­chern zu geben: (1) Bücher, die von keinem einzigen BlackHat-Rezen­senten rezen­siert wurden, und (2) Bücher, bei denen ein großer Anteil der Rezen­sionen von den BlackHat-Rezen­senten stammt. Mit anderen Worten: Niemand betrügt nur ein bisschen – entweder es wird nach Strich und Faden betrogen oder überhaupt nicht.

Gekaufte Rezen­sionen sind nur eine von vielen Waffen, die von den skru­pel­losen Schrott­buch-Unter­neh­mern einge­setzt werden, um sich auf Kosten von uns allen die Taschen voll­zu­ma­chen. Welche weiteren Waffen sie gegen ihre Konkur­renten und die eigenen Kunden einsetzen, und wie wir uns vertei­digen können, erkläre ich im Haupt­ar­tikel Die Zerstö­rung der Fake-Ratgeber.

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