Lebens­pla­nung – 6 Dinge, die ich mit 20 gerne gewusst hätte

Zuletzt aktua­li­siert am 25. Juni 2019 von Dr. Jan Höpker.

Lebens­pla­nung? Kann und sollte man das Leben planen? Wie kann ein Lebens­plan aussehen? Das Leben ist viel zu komplex, als dass man starre Pläne formu­lieren könnte. Pläne für ein besseres Leben dürfen nicht starr sein. Brauch­bare Lebens­pläne sind einfache Faust­for­meln ... Konzepte ... Metaphern ... Geschichten. Dieser Artikel stellt 6 nützliche Konzepte vor.

1.) Die vier Jahres­zeiten des Lebens

Lebensplanung Teil 1 Titel klein

Eine sehr gute Lebens­plan-Metapher stammt von Jim Rohn und diese möchte ich dir nun vorstellen.

Jim Rohn war ein beliebter US-ameri­ka­ni­scher Moti­va­ti­ons­trainer, der von 1930 bis 2009 gelebt hat.

Seine Vorträge, die man übrigens auch auf YouTube findet, sind lehrreich und ziemlich unter­haltsam.

In einem seiner Vorträge vergleicht Rohn den Ablauf eines Menschen­le­bens mit den Jahres­zeiten:

Life is like the seasons

Diese Analogie ist besonders inter­es­sant, wenn man die Jahres­zeiten nicht aus der Sicht eines Stadt­men­schen, sondern aus der Perspek­tive eines Bauern betrachtet:

  • Das Jahr beginnt im Winter, der Planungs- und Orien­tie­rungs­phase.
  • Im Frühjahr wird ausgesät.
  • Im Sommer hat der Bauer besonders viel zu tun, aber es gibt auch schon die ersten kleinen Beloh­nungen in Form von reifen Früchten.
  • Der größte Teil der Ernte fällt aber erst im Herbst an.

Geerntet werden kann nur, weil im Winter geplant, im Frühjahr gesät und im Sommer bewässert wurde!

Die Dauer der Jahres­zeiten ist variabel

Im Erdenjahr sind alle vier Jahres­zeiten in etwa gleich lang – zumindest in unseren Breiten.

Wenn die echten Bauern im Herbst die Ernte einfahren, ist das Jahr schon fast vorbei.

In einem Menschen­leben können die Propor­tionen durchaus ganz anders sein

Manch einer kann schon in seinen 20ern oder 30ern in einem Herbst sein und eine Ernte einfahren.

Ein anderer ist in seinen 40ern noch in einem Frühjahr und sät aus.

Ein Menschen­leben muss nicht auf einen Jahres­zei­ten­zy­klus beschränkt sein

Extrem erfolg­reiche Menschen, wie zum Beispiel Arnold Schwar­zen­egger, haben viele Zyklen hinter­ein­ander durch­laufen (erst Sportler, dann Schau­spieler und schließ­lich Politiker).

Warum das Jahres­zei­ten­mo­dell bei der Lebens­pla­nung so hilfreich ist

Die Sicht­weise mit den Jahres­zeiten ist insofern hilfreich, als dass sie zeigt, dass man nicht ernten kann, wenn man nicht vorher ausgesät und sich um die Saat gekümmert hat.

In den Zeiten von Social Media und YouTube kann man das schnell vergessen.

Dass es scheinbar auch Ausnahmen von dieser Regel gibt, sollte einen nicht darüber hinweg­täu­schen, dass diese Ausnahmen statis­tisch betrachtet unglaub­lich selten sind.

Das Jahres­zei­ten­mo­dell macht außerdem deutlich, dass es keinen Sinn macht, sich mit Menschen zu verglei­chen, die sich nicht in derselben Jahres­zeit befinden.

Wenn die Lebens­pla­nung dem Jahres­zei­ten­mo­dell wider­spricht

Wenn man sich verschie­dene, heut­zu­tage verbrei­tete Lebens­mo­delle anschaut, wird man fest­stellen, dass sich einige dieser Modelle nicht mehr mit dem Jahres­zei­ten­mo­dell verglei­chen lassen.

Viele Menschen haben die beste Zeit ihres Lebens in der Jugend

Danach geht es sprich­wört­lich nur noch bergab.

Die große Ernte im Herbst fällt aus, weil diese Menschen nicht für sich selbst gesät, sondern auf fremden Feldern gear­beitet haben.

Sofern sich diese Menschen frei­willig für dieses Modell entschieden haben, ist daran natürlich nichts verwerf­lich. Falls sie aber ursprüng­lich etwas anderes für ihr Leben geplant hatten, ist das bedau­er­lich.

Die Lösung des Problems lautet: bewusste Persön­lich­keits­ent­wick­lung.

P.S.: Die wohl schlimmste Art, sein Leben zu vergeuden, ist sich für andere Menschen aufzu­op­fern, die das aber nicht brauchen und auch nicht zu schätzen wissen.

Im schlimmsten Fall schadet man sich selbst und den anderen.


2.) Erforsche deine Stärken und Schwächen

Lebensplanung Teil 2 Titel klein

In diesem Teil der Arti­kel­serie über Lebens­pla­nung geht es um die Erfor­schung der eigenen Stärken und Schwächen.

Einige Gurus vertreten die Meinung, jeder Mensch könne in seinem Leben alles erreichen.

Man muss es nur wollen (und ihre Produkte kaufen).

Hinter dieser Aussage verbirgt sich ein Denk­fehler, denn ...

Hinter jeder Stärke steckt harte Arbeit

Psycho­logen wie K. Anders Ericsson hatten heraus­ge­funden, dass es keine ange­bo­renen Talente gibt. Talen­tierte Menschen kommen nicht mit ihren Talenten auf die Welt.

Auch dieje­nigen Menschen, die wir für äußerst talen­tiert halten, wie zum Beispiel Mozart, haben in Wahrheit hart an ihren Fähig­keiten gear­beitet.

Die 10.000-Stunden-Regel

Ericsson fand heraus, dass jeder Experte – egal auf welchem Gebiet – mindes­tens 10.000 Stunden bewusst geübt hatte (siehe dazu mein Artikel über die 10.000 Stunden Regel).

Einige Gurus drehen die Kausa­lität nun einfach um und behaupten, dass jeder Mensch zu einem Experten auf jedem belie­bigen Gebiet werden kann.

Ericssons Entde­ckung hat die Existenz von Talent nicht widerlegt, sondern bloß an eine andere Stelle verschoben: Ein Schach­groß­meister ist zwar nicht als solcher auf die Welt gekommen, aber er hatte das Talent, sich viele Tausend Stunden auf produk­tive Art und Weise mit der Materie Schach beschäf­tigen zu können.

Ich glaube einfach nicht, dass jeder Mensch in der Lage wäre, diese Geduld und Hingabe für jedes beliebige Gebiet aufzu­bringen.

Auch wenn man nur rund 10.000 Stunden (unter Berück­sich­ti­gung von Pausen sind das immerhin gut 10 Jahre) bewusst üben müsste, um auf einem bestimmten Gebiet zu einem Experten zu werden, haben wir Menschen doch ganz bestimmte Neigungen, Stärken und Inter­essen.

Und genau diese Neigungen, Stärken und Inter­essen müssen berück­sich­tigt werden, denn von ihnen hängt ab, ob wir überhaupt dazu in der Lage sind, uns 10.000 Stunden lang frei­willig mit einer bestimmten Materie zu beschäf­tigen.

Unsere Stärken und Schwächen müssen bei der Lebens­pla­nung berück­sich­tigt werden

Nur an Tätig­keiten, bei denen unsere persön­li­chen Stärken zur Geltung kommen, können wir uns lange genug fest­beißen, um aus der Masse heraus­zu­ste­chen zu können.

Ein Leben in Einklang mit den eigenen Stärken leben

Viele Menschen wissen heut­zu­tage sehr genau, wo ihre (vermeint­li­chen) Schwächen liegen, aber ihre Stärken können sie gar nicht oder nur sehr vage benennen.

Viele Menschen halten ihre Stärken außerdem für selbst­ver­ständ­lich und sind sich nicht bewusst, dass sie gegenüber anderen Menschen deutlich bessere Fähig­keiten auf diesen Gebieten haben.

Kein Wunder, denn unser Schul­system ist auf dem Ausmerzen von Schwächen und nicht auf dem Ausbau von Stärken aufgebaut.

Viele von uns haben einfach kein Bewusst­sein für die eigenen Stärken entwi­ckelt.

Hinzu kommt, dass es in der Mensch­heits­ge­schichte nie von großem Vorteil war, die eigenen Stärken zu kennen, denn bis vor wenigen Jahr­zehnten hatte man sowieso kaum eine Wahl, was den zu erler­nenden Beruf anging.

Heute ist die Situation eine andere: Um wirklich erfolg­reich und glücklich werden zu können, muss man auf seine Stärken aufbauen.

Dazu muss man seine Stärken aber kennen. Aufgrund unter­schied­lichster kogni­tiver Verzer­rungen sind wir Menschen leider nicht dazu in der Lage, uns selbst objektiv zu sehen.

Wie kann man die eigenen Stärken erkennen?

Eine Möglich­keit dazu wird von dem Manage­ment-Guru Peter Drucker (1909 – 2005) in dem Büchlein Managing Oneself* beschrieben:

Feedback-Analyse

Man führt Buch über die wich­tigsten Entschei­dungen und notiert sich, mit welchen Ergeb­nissen man rechnet.

Nach einigen Monaten vergleicht man die tatsäch­lich einge­tre­tenen mit den erwar­teten Ergeb­nissen.

Wer sich dieses Vorgehen zur Gewohn­heit macht, wird Bereiche finden, in denen er regel­mäßig gute Ergeb­nisse erzielt. Das sind die Stärken.

Die Alter­na­tive: Persön­lich­keits­tests

Eine andere, etwas einfa­chere und modernere Möglich­keit, die eigenen Stärken zu entdecken, bieten speziell zu diesem Zweck entwi­ckelte Persön­lich­keits­tests.

Einen Test, den ich selbst vor einiger Zeit durch­ge­führt habe, ist der Strengths­finder Test von Gallup. Der Test kostet ein paar Euro, die sind aber sehr gut inves­tiert.

An ausge­wählten Schwächen arbeiten

Sollte man auch an seinen Schwächen arbeiten?

Die Meinungen gehen hier teilweise weit ausein­ander. Dass man sich nicht einig ist, liegt aber nicht nur daran, dass man zu diesem Thema verschie­dene Meinungen haben kann.

Es gibt noch einen anderen Grund: Die Frage ist viel zu allgemein formu­liert. Der Teufel steckt aber im Detail.

Jeder, der die Frage, ob man Schwächen korri­gieren oder igno­rieren sollte, allgemein und eindeutig mit ja oder nein beant­wortet, sollte mit Vorsicht genossen werden.

Es hängt vom Einzel­fall ab

Es kommt darauf an, um welche Schwäche es geht und wie relevant diese für das eigene Leben ist.

Das schwächste Glied einer Kette bestimmt die Stärke der gesamten Kette

Wenn es sich bei einer persön­li­chen Schwäche um das schwächste Glied einer wichtigen Kette handelt, dann sollte man sehr wohl daran inter­es­siert sein, diese Schwäche zu stärken.

Wenn ein Triathlet zwar Rad fahren und laufen, aber nicht schwimmen kann, dann sollte er sich dringend um diese Schwäche kümmern.

Ein Buch­halter, der nicht schwimmen kann, darf diese Schwäche hingegen igno­rieren.

Auch die Perspek­tive spielt eine Rolle

Die Antwort auf die Frage, ob eine Schwäche gestärkt werden sollte, hängt nicht nur von der konkreten Schwäche, sondern auch davon ab, wer diese Frage stellt.

Nur weil der Arbeit­geber der Meinung ist, dass soziale Kompetenz für den Job nicht so wichtig ist, heißt nicht, dass die Schwäche auch für das Privat­leben unwichtig ist.

Für manche Arbeit­geber ist es aus unter­schied­li­chen Gründen wünschens­wert, wenn die Mitar­beiter einseitig quali­fi­zierte Fach­idioten sind.

Als Privat­person fährt man außerhalb des Jobs jedoch besser, wenn man möglichst breit gestreute Fähig­keiten und Kennt­nisse hat.

Die Entschei­dung, ob eine Schwäche gestärkt werden muss, sollte man als Besitzer der Schwäche also immer selbst treffen.


3.) Werte sind wie ein Leucht­turm

Lebensplanung Teil 3 Titel klein

Im dritten Teil der Arti­kel­serie über Lebens­pla­nung geht weiterhin um Selbst­er­kenntnis.

Das Thema sind die persön­li­chen Werte.

Was sind Werte?

Warum sollte man die eigenen Werte kennen?

Wie kann man die eigenen Werte finden?

Werte sind, was einem Menschen wichtig ist

Ein paar Beispiele für Werte:

  • Wahrheit
  • Tugend
  • Stärke
  • Wachstum
  • Sicher­heit
  • Ruhe
  • Mut
  • Neugier
  • Humor
  • Gelas­sen­heit
  •  ...

Woher kommen die Werte?

Werte entstehen im Laufe des Lebens durch Erziehung und Erfah­rungen

Jeder Mensch hat Werte

Wer glaubt, keine Werte zu haben, ist sich seiner Werte nur nicht bewusst ... und befindet sich damit in guter Gesell­schaft.

In dem Buch Coaching for Perfor­mance* vertritt John Whitmore die These, dass die meisten Menschen wenig Zugang zu ihren Werten haben, weil sie sich auf einem (zu) niedrigen Niveau der persön­li­chen Entwick­lung befinden.

Das ist bedau­er­lich.

Es gibt gute Gründe, die eigenen Werte zu kennen

In dem Buch Selbst­mo­ti­va­tion* schreibt Gerhard Huhn, dass viele Probleme des Lebens eigent­lich Werte­pro­bleme sind.

Wer seine Werte kennt und in Einklang mit ihnen handelt, ist ganz auf Weiter­ent­wick­lung und nicht, wie viele andere Menschen, auf Schmerz­ver­mei­dung ausge­richtet.

Huhn sagt, dass solche Menschen kaum oder überhaupt nicht mani­pu­lierbar sind und, dass sie sehr genau wissen, wo sie im Leben hin wollen.

(Ihre) Werte sind wie ein Leucht­turm.

Ohne Werte können sich Probleme ergeben

Whitmore schreibt, dass ein Großteil aller psycho­lo­gi­schen Störungen auf Frus­tra­tion oder sogar Verzweif­lung über die Sinn­lo­sig­keit des Lebens zurück­ge­führt werden können.

Persön­lich würde ich mich nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnen. Bei meiner Recherche bin ich auf ganz unter­schied­liche Theorien über die angeb­li­chen (allei­nigen) Ursachen psycho­lo­gi­scher Störungen gestoßen. Die Sache scheint nicht so einfach zu sein, wie sie oft darge­stellt wird.

An dieser Stelle kann uns das aber egal sein. Einigen wir uns darauf, dass es hilfreich ist, die eigenen Werte zu kennen.

Wie kann man seine Werte entdecken?

In dem Buch Konzen­triert Euch!* erklärt Daniel Goleman, dass sich unsere Werte zuerst in Form eines Gefühls für Richtig und Falsch bemerkbar machen.

Erst nach einiger Zeit schaffen wir es, diesen Gefühlen einen Namen zu geben.

Auf der Webseite von Steve Pavlina gibt es eine Liste mit über 300 Werten. Ich würde vorschlagen, dass jeder, der seine Werte erfahren möchte, diese Liste langsam durchgeht und darauf achtet, was sein Bauch­ge­fühl zu den einzelnen Punkten sagt.


4.) Die Illusion der freien Berufs­wahl

Lebensplanung Teil 4 Titel klein

Der vierte Teil der Arti­kel­serie über Lebens­pla­nung befasst sich mit der Berufs­wahl.

Im Internet stoße ich regel­mäßig auf Webseiten von Menschen, die mir dabei helfen wollen, meine Passion zu finden, um endlich aus dem soge­nannten Hams­terrad aussteigen zu können.

Dass Geld im Leben nicht alles ist, haben die meisten Menschen mitt­ler­weile verstanden. Anstelle des Geldes ist die Passion getreten.

Ist Passion wirklich das, worauf es bei der Berufs­wahl ankommt?

Bevor wir fort­fahren, sollten wir den Begriff Passion defi­nieren, denn Passion ist einer dieser vagen Begriffe, die – ähnlich wie Horoskope – sehr weit dehnbar sind.

Was ist Passion?

Bei Wikipedia wird man von Passion zu Leiden­schaft weiter­ge­leitet, und dort findet man gleich mehrere Defi­ni­tionen.

Leiden­schaft ist eine Emotion, die das Gemüt völlig ergreift

In der ursprüng­li­chen Bedeutung von Leiden­schaft kann diese Emotion sowohl positiver als auch negativer Natur sein.

Auch die intensive Verfol­gung von Zielen fällt unter die Defi­ni­tion von Leiden­schaft.

Leiden­schaft­lich ist man also dann, wenn man intensiv Ziele verfolgt und dabei starke (positive) Emotionen verspürt.

Das hört sich zwar toll an, ist als prak­ti­scher Ratschlag aber nur bedingt geeignet, denn eine Tätigkeit, die heute noch Spaß macht, kann morgen schon lang­weilig sein.

Emotionen verändern sich mit der Zeit.

Wie schon Albert Einstein sagte:

Man muss die Dinge einfach machen, aber nicht zu einfach

Einfach zu tun, was man gerade liebt, ist zu einfach gedacht!

Dass man das, was man mit seinem Leben anstellt, mögen sollte, ist klar

Passion kann aber nicht das einzige, sondern nur eines unter vielen Auswahl­kri­te­rien sein.

Eine sinnvolle Tätigkeit für das eigene Leben zu suchen, ist schon etwas kompli­zierter.

Um es kurz zu machen:

Die Lebens­auf­gabe sollte nicht nur gemocht werden, sie sollte außerdem den eigenen Stärken und Werten entspre­chen.

Je mehr ein Mensch in Einklang mit seinen Stärken und Werten lebt, als umso sinn­voller wird er sein Leben empfinden

Etwas, was anfäng­lich Spaß macht, aber sinnlos ist, wird einen auf Dauer nicht erfüllen können.

Wer ständig Dinge tun muss, die er nicht kann und auch nicht wichtig findet, wird schnell vom Gefühl der Sinn­lo­sig­keit heim­ge­sucht werden.

Ich glaube, dass das auch dann passiert, wenn man die Sache ursprüng­lich geliebt hat.

Meiner Meinung nach haben die meisten Menschen heut­zu­tage ein großes Problem: Sie kennen ihre Stärken und Schwächen nicht so genau oder liegen mit ihrer Vermutung sogar falsch.

In der Schule haben wir gelernt, still und ruhig sitzen zu bleiben, auch wenn wir ganz offen­sicht­lich im falschen Film sitzen.

Damit meine ich nicht unbedingt, dass wir gezwungen werden, Fran­zö­sisch zu lernen, obwohl wir diese Sprache nicht mögen und lieber Spanisch lernen würden.

Für einige Menschen geht dieses Problem noch viel tiefer: Es gibt Kinder, die es geschafft haben, trotz mehrerer Jahre Schul­un­ter­richt nicht lesen und schreiben zu lernen, ohne, dass es jemandem aufge­fallen ist.

Wenn sogar das unbemerkt bleiben kann, was kann dann noch alles unbemerkt bleiben!?

Erlernte Hilf­lo­sig­keit

Aus Mangel an sicht­baren Alter­na­tiven lernen Menschen, Dinge über sich ergehen zu lassen, ohne etwas dagegen zu unter­nehmen.

Der Psycho­loge Martin Seligman hat diesen Zustand unter­sucht und ihn als erlernte Hilf­lo­sig­keit bezeichnet.

Wer nicht weiß was er kann und außerdem noch gewohnt ist, Dinge einfach über sich ergehen zu lassen, hat ein großes Problem!

Prak­ti­sches Vorgehen

Wie man Stärken, Werte und auch die Passion unter einer Hut bringen kann, damit beschäf­tigt sich die Orga­ni­sa­tion 80.000 hours, deren Vorschlag ich hier bereits vorge­stellt hatte.

Fazit

Es ist eine Illusion, dass wir die komplett freie Wahl haben, was wir mit unserem Leben anfangen wollen.

Aus philo­so­phi­scher Sicht mag diese Aussage viel­leicht falsch sein, aber aus prak­ti­scher Sicht ist sie es nicht.

Die Menschen sollen nicht so viel nach­denken, was sie tun sollen, sie sollen vielmehr bedenken, was sie sind. (Meister Eckhart)


5.) Das Leben ist zu kurz für Inef­fek­ti­vität

Lebensplanung Teil 5 Titel klein

Der fünfte Teil der Arti­kel­serie über Lebens­pla­nung behandelt die Themen Effek­ti­vität und Aktio­nismus.

Das Leben ist kurz!

Der römische Philosoph Seneca soll schon vor 2.000 Jahren fest­ge­stellt haben, dass das Leben kurz sei, die Menschen aber handeln würden, als ob sie ewig Zeit hätten.

Gehen wir davon aus, dass Seneca recht hatte und, dass seine Beob­ach­tung ihre Gültig­keit in der Zwischen­zeit nicht verloren hat ...

... wie können wir unsere Zeit besser nutzen?

Sollten wir länger arbeiten? Sollten wir schneller handeln und in der gleichen Zeit noch mehr tun?

Wie gehen andere Tiere mit ihrer Zeit um?

Die großen Raubtiere in freier Wildbahn sind die meiste Zeit des Tages nicht besonders aktiv.

Sie sitzen oft nur faul auf einem Baum, liegen unter einem Baum oder verkrie­chen sich in einem Erdloch.

Wäre es für diese Lebewesen besser, ständig aktiv zu sein, hätte die Evolution schon dafür gesorgt, dass sie auch ständig aktiv sind.

Da sie es aber nicht sind, ist ständige Aktivität ganz offen­sicht­lich nicht die beste Lösung, zumindest nicht für diese Tiere.

Sind Menschen mit diesen Tieren vergleichbar?

Wir sind in vieler Hinsicht einzig­artig und nur bedingt mit all den faulen Tieren vergleichbar.

In dem Buch Die soziale Eroberung der Erde* stellt der berühmte Biologe E. O. Wilson fest, dass wir Menschen sehr viel mit fleißigen Bienen und Ameisen gemeinsam haben.

Wir leben in sehr großen Gemein­schaften und einzelne Menschen sind (hoch) spezia­li­siert

Menschen sind auch in anderer Hinsicht besonders:

Wir haben ein Wirt­schafts­system, das auf Wett­be­werb aufgebaut ist

Unsere Gesell­schaft ist so orga­ni­siert, dass wir in jungen Jahren für das Alter vorsorgen müssen.

Ein Löwe in Afrika muss sich nicht um all diese Dinge kümmern.

Es sieht auf den ersten Blick so aus, als ob wir Menschen viel­leicht doch noch mehr in noch kürzerer Zeit tun sollten.

Die Erfahrung zeigt aber, dass über­trie­bener Aktio­nismus nicht gerade zu den besten Ergeb­nissen führt.

Außerdem wissen wir, dass Pausen sehr wichtig sind: Muskeln wachsen und rege­ne­rieren sich in Trai­nings­pausen und die besten Ideen kommen uns auch nicht, während wir ange­strengt über einem Problem brüten.

Gestei­gerter Aktio­nismus kann nicht die Lösung sein!

Die Lösung lautet: Effek­ti­vität!

Effizienz heißt: die Dinge in gewohnter Art und Weise, aber schneller und/oder unter größerer Anstren­gung tun.

Effek­ti­vität heißt: Die richtigen Dinge tun!

Es gibt eine Geschichte, die das Problem sehr schön auf den Punkt bringt:

Die Geschichte vom Säger

Ein Spazier­gänger begegnet im Wald einem Mann, der unter großer Anstren­gung damit beschäf­tigt ist, einen Baumstamm mit einer Handsäge in kleine Stücke zu zersägen. Dem Spazier­gänger fällt sofort auf, dass die Säge stumpf ist und so fragt er den Mann, warum er die Säge denn nicht schärfen würde. Der Mann antwortet, dass er dafür keine Zeit habe. Er müsse ja noch den ganzen Baumstamm zersägen.

Die meisten Menschen handeln wie der Wald­ar­beiter in dieser Geschichte: Sie versuchen, ihre Probleme mit Effizienz zu lösen statt mit Effek­ti­vität.

Diese Verhal­tens­weise scheint uns entweder anerzogen oder tief in der mensch­li­chen Natur angelegt zu sein.

(Die wohl beste Lösung des Problems lautet: Persön­lich­keits­ent­wick­lung.)

Wir müssen uns regel­mäßig daran erinnern, die Dinge nicht effi­zi­enter, sondern effek­tiver zu machen

Nicht so sehr auf die Quantität unserer Hand­lungen achten, sondern auf deren Qualität. Effek­ti­vität anstelle von Effizienz.

Die Dinge nicht noch schneller tun, sondern schon im Vorfeld aussor­tieren und nur die Dinge tun, die auch wirklich getan werden müssen.

Besser Planen!

Auf diese Weise betrachtet, macht Senecas Ratschlag sehr viel Sinn.

Statt blindem Aktio­nismus, dessen einziger Sinn häufig darin, besteht, für andere Menschen produktiv zu erscheinen, sollten wir mehr Wert darauf legen, dass das, was wir tun auch wirklich getan werden sollte.

In einer Welt mit über sieben Milli­arden Einwohner und immer knapper werdenden Ressourcen, macht das sehr viel Sinn.

Nicht nur die Ressourcen der Erde sind beschränkt, für den einzelnen Menschen gilt das gleiche

Wir haben nicht unendlich lange Zeit. Auch unsere Aufmerk­sam­keit und Energie ist beschränkt.

Wir haben nur zwei Augen und zwei Hände und Füße. Wir sollten uns besser überlegen, wofür wir diese Werkzeuge einsetzen.

Je mehr Möglich­keiten man im Leben hat, und je mehr Ablen­kungen es gibt, umso wichtiger wird es, sich auf das Wesent­liche zu konzen­trieren.


6.) Langsam und mit Rück­schlägen wachsen

Lebensplanung Teil 6 Titel klein

Im sechsten und letzten Teil der Arti­kel­serie über Lebens­pla­nung wird das persön­liche Wachstum behandelt.

Wachstum ist ein Bedürfnis aller Menschen.

Wie schnell sollte man wachsen?

Was ist von Rück­schlägen zu halten?

Welche Fehler sollten vermieden werden?

Das Gehirn kann absolute Größen nicht bewerten

Um zu beur­teilen, ob ein bestimmter Zustand, wie zum Beispiel der Konto­stand gut oder schlecht ist, braucht das Gehirn Vergleichs­werte.

Wenn das Gehirn unser derzei­tiges Vermögen bewertet, nutzt es das Vermögen der Vergan­gen­heit als Vergleichs­wert.

Wenn der neue Wert über dem alten Wert liegt und wenn uns Geld­ver­meh­rung wichtig ist, dann schüttet das Gehirn Beloh­nungs­stoffe aus, die für ein ange­nehmes Gefühl der Zufrie­den­heit sorgen.

Wenn wir hinsicht­lich unseres heutigen Vermögens eine bestimmte Erwartung hatten, dann vergleicht das Gehirn unser Vermögen außerdem mit dieser Erwartung.

Das gleiche gilt für das Vermögen anderer Menschen, mit denen wir uns verglei­chen.

Nicht nur die Bewertung von Vermögen läuft auf diese Weise ab, sondern auch die Bewertung unseres sozialen Status, unseres Äußeren und vieles weitere auch.

Wenn ich nun weiterhin von Vermögen spreche, dann nur aus einem einzigen Grund: Es eignet sich gut als Beispiel. Wer Geld nicht mag, kann Vermögen durch etwas anderes ersetzen.

Unsere Zufrie­den­heit hängt also vom Wachstum unseres Vermögens und von unserer Erwar­tungen ab, während die absolute Höhe des Vermögens keine allzu große Rolle spielt.

Ich würde mich freuen, wenn ich morgen eine Milliarde auf dem Konto hätte, aber für Bill Gates wäre es eine Kata­strophe.

Unter der Voraus­set­zung, dass unser Ziel darin besteht, möglichst oft und lange glücklich zu sein, ergibt sich, dass es mit dem Vermögen (oder was auch immer) im Verlauf des Lebens möglichst konstant bergauf gehen sollte.

Wir gewöhnen uns an konstantes Wachstum

Einige Wissen­schaftler sind der Ansicht, dass wir uns an lineares Wachstum gewöhnen, und nicht mehr mit Glücks­ge­fühlen darauf reagieren.

Es kommt zu einer Anpassung

Verein­facht gespro­chen wird das Wachstum für das Gehirn zu einer Selbst­ver­ständ­lich­keit.

Wenn das stimmt, dann müssten wir dafür sorgen, dass unser Vermögen nicht linear, sondern expo­nen­tiell wächst.

Da das Gehirn nur lineare, aber keine expo­nen­ti­ellen Zukunfts­pro­gnosen erstellen kann, könnte expo­nen­ti­elles Wachstum zu dauer­haftem Glück führen.

Mögli­cher­weise gibt es aber auch hier einen Gewöh­nungs­ef­fekt: Wir gewöhnen uns an das konstante Glücks­ni­veau.

Wir brauchen Rück­schläge

Um dem Problem mit der Gewöhnung zu entgehen, bräuchten wir hin und wieder eine Pause vom Glück: eine Nieder­lage oder einen Rück­schlag.

Immer nur Friede, Freude, Eier­ku­chen macht auf Dauer nicht glücklich.

Die Moral von der Geschichte: Unser Vermögen (oder was auch immer) sollte expo­nen­tiell wachsen, aber das Wachstum sollte hin und wieder von einer Nieder­lage unter­bro­chen werden.

Über einen längeren Zeitraum ist expo­nen­ti­elles Wachstum nur zu erreichen, wenn das Wachstum sehr sehr langsam ist.

Einfluss auf das eigene Wachstum nehmen

Wer als Mensch wachsen möchte, muss selbst die Verant­wor­tung für sein Wachstum über­nehmen.

In dem Buch Der Selbst­ent­wickler* vertritt Jens Corssen die These, dass die meisten Menschen dazu neigen, andere für ihre Ziele einzu­spannen.

Statt sich selbst zu ändern, warten die Menschen lieber darauf, dass sich die anderen Menschen ändern

Da es schwierig ist, sich selbst zu ändern, liegt dieses Verhalten nahe, so Corssen.

Trotzdem sei es keine gute Strategie, denn es kostet fast immer mehr Kraft und Energie, andere Menschen zu mani­pu­lieren, als sich selbst zu ändern.

Manchmal ist es nicht nur schwer, sondern unmöglich, sich selbst zu ändern.

Dann ist das eben so.

Das Gegenteil von Selbst­ver­ant­wor­tung: Selbst­sa­bo­tage

Die meisten erfolg­rei­chen Menschen sind einfach nur deswegen erfolg­reich, weil sie die Dinge tun, von denen fast jeder Mensch im Grunde weiß, dass er sie tun sollte.

Diese Tatsache zuzugeben, würde für die weniger erfolg­rei­chen Menschen aber bedeuten, dass sie nicht gut dastehen. Deswegen erfinden diese Menschen andere Gründe dafür, dass andere erfolg­rei­cher sind.

Alter­nativ wird der Erfolg einfach klein­ge­redet oder als nicht erstre­bens­wert hinge­stellt. Motto:

Wer viel Geld hat, muss doch sehr unglück­lich sein

Einmal las ich den Kommentar:

Ich habe lieber Humor als Erfolg

Als ob nur erfolg­lose Menschen Humor haben könnten. Diese Denkweise sollte unbedingt vermieden werden, denn es handelt sich um Selbst­sa­bo­tage.

Es ist gut, zu wissen, ob man das Streben nach mate­ri­ellem Reichtum ablehnt, weil man es wirklich ablehnt, oder weil man lediglich die eigene Unfä­hig­keit, erfolg­reich zu sein, ratio­na­li­siert (Nassim Taleb)

Es ist gut, wenn es nicht einfach ist

Nirgends bekommt man etwas Wert­volles einfach so geschenkt, und es gibt keine Abkür­zungen, die zu sofor­tigem Erfolg führen.

Alles, was wertvoll ist, ist rar und schwer zu erlangen. Wäre das Wertvolle für jeden zugäng­lich und im Überfluss vorhanden, wäre es ganz schnell nicht mehr wertvoll.

Nur ein mühsamer Weg führt zu etwas Wert­vollem

Diese Faust­regel gilt nicht nur für schnellen Reichtum, sondern auch für das schnelle Erlernen von Fähig­keiten.

Lern- und Wachs­tums­pro­zesse können durch Opti­mie­rung in einem gewissen Rahmen beschleu­nigt werden, aber die ulti­ma­tive Abkürzung existiert nicht.

Wer dieses Konzept verin­ner­licht hat, kann gar nicht zum Opfer von Betrü­ge­reien und Schar­la­tanen werden, die den schnellen Erfolg verspre­chen.

Wie man lernen kann die Plackerei zu lieben

Weder die 4‑Stunden-Arbeits­woche, noch der 8‑Stunden-Arbeitstag mit Work-Life-Balance bringen einen besonders weit.

An lange Arbeits­zeiten gewöhnt man sich nur, wenn man lernt, die Plackerei zu lieben.

Je besser die Plackerei mit den eigenen Stärken und Werten harmo­niert, umso einfacher ist das.

Um die Plackerei lieben zu können, braucht man außerdem eine gewisse körper­liche und geistige Belast­bar­keit. An dieser kann man arbeiten, indem man sich gezielt kleinen Unan­nehm­lich­keiten aussetzt:

  • Sport treiben
  • Kalt duschen
  • Zu Fuß gehen
  • Die Treppe statt den Aufzug nehmen
  • Auf harte Stühle statt in weichen Sesseln sitzen

Bei all dem sollte man natürlich trotzdem weit­ge­hend ausge­gli­chen sein. Ein Work­a­holic ist nicht ausge­gli­chen.

P.S.: Mehr über persön­li­ches Wachstum steht in meinem großen Über­sichts­ar­tikel über Persön­lich­keits­ent­wick­lung.

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Um mich selbst weiter­zu­ent­wi­ckeln, habe ich mir vorge­nommen, die 100 nütz­lichsten Sach- und Ratge­ber­bü­cher erneut zu lesen und zusam­men­zu­fassen. Wenn du Interesse hast, schicke ich dir meine neuen Zusam­men­fas­sungen in Zukunft gerne per Email zu (kostenlos).
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2 Antworten auf Lebens­pla­nung – 6 Dinge, die ich mit 20 gerne gewusst hätte

  1. AvatarTobias sagt:

    Das schwächste Glied einer Kette bestimmt die Stärke der gesamten Kette

    Das stimmt meiner Meinung nach so nicht: Es zieht den Durch­schnitt herunter. Beispiel Mili­tär­marsch: Wenn ein Soldat nicht mehr laufen kann, dann tragen Ihn die anderen, das zieht das Durch­schnitts­marsch­tempo des Trupps herunter, aber deswegen ist der ganze Trupp nicht gleich schwach wie der erschöpfte Soldat, der gar nicht mehr laufen kann...just my 2 cents

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