121 mäch­tige Lebens­weis­hei­ten (von den klügs­ten Köpfe unserer Zeit)

Lebensweisheiten zum Nachdenken über Glück und ErfolgDiese Lebens­weis­hei­ten inspi­rie­ren und regen zum Nach­den­ken an.

Diese Lebens­weis­hei­ten lehren die großen Zusam­men­hänge über Glück, Erfolg und das Leben.

Lebens­weis­hei­ten zum Nach­den­ken

Suche nicht nach dem Sinn des Lebens!

Suche nicht den Sinn des Lebens – gib deinem Leben selbst einen Sinn!

Gehe los, bevor du dir sicher bist, wohin du gehen willst!

Der Weg ent­steht, indem man ihn geht.

„Man wählt im Leben nicht den rich­ti­gen Weg. Man wählt einen Weg und dann macht man den gewähl­ten Weg zum rich­ti­gen Weg.” – Elliott Hulse.

Beher­zige die Jah­res­zei­ten des Lebens!

Im Leben eines Men­schen gibt es Jah­res­zei­ten. Im Herbst können die Früchte der Arbeit nur dann geern­tet werden, wenn man im Früh­jahr aus­ge­sät und das Feld im Sommer bewäs­sert hat.

Alles kommt zu seiner Zeit.

Es macht keinen Sinn, sich mit Men­schen zu ver­glei­chen, die sich in einer anderen Jah­res­zeit befin­den.

Beher­zige Feed­back und Kritik, denn andere Men­schen sehen dich objek­ti­ver als du dich selbst siehst!

Werde dir über deine Werte klar!

Werte sind im Leben wie ein Magnet oder Leucht­turm. Nur wer seine Werte kennt, weiß, wo es ihn im Leben hin­treibt und hin­zieht.

Die kom­plett freie Berufs­wahl ist eine Illu­sion.

Wenn du in deinem Beruf wirk­lich gut werden und etwas bewegen möch­test, musst du dich auf deine Stärken und Werte kon­zen­trie­ren.

„Die Men­schen sollen nicht so viel nach­den­ken, was sie tun sollen, sie sollen viel­mehr beden­ken, was sie sind.” – Meister Eckhart.

Das Leben ist kurz, aber die meisten Men­schen tun so, als ob sie ewig Zeit hätten.

Dieses kurze Video setzt diese Lebens­weis­heit sehr schön emo­tio­nal um (auf Eng­lisch):

Mache so viele Fehler wie möglich, um aus ihnen zu lernen!

Fehler sind gut sofern sie nicht offen­sicht­lich ver­meid­bar waren und wenn man sie nur einmal macht.

Ver­lasse dich nicht zu sehr auf die Politik und deine Mit­men­schen!

Niemand, außer dir selbst ist daran inter­es­siert, dass es dir über das durch­schnitt­li­che Maß hinaus gut geht.

Sabo­tiere dich nicht selbst!

„Es ist gut zu wissen, ob man das Streben nach mate­ri­el­lem Reich­tum ablehnt, weil man es wirk­lich ablehnt, oder weil man ledig­lich die eigene Unfä­hig­keit, erfolg­reich zu sein, ratio­na­li­siert“ – Nassim Taleb

Nur ein müh­sa­mer Weg, der den meisten anderen Men­schen zu anstren­gend ist, führt zu etwas wirk­lich wert­vol­lem!

Die Extra-Meile lohnt sich!

Beachte die Gesetze der Natur!

„Der Natur kann man nur befeh­len, indem man ihr gehorcht.“ – Francis Bacon

Lerne die Pla­cke­rei zu lieben!

Was nicht tötet, härtet ab und macht dich stärker.

„Über­mut­tis arbei­ten dar­auf­hin, aus dem Leben ihrer Kinder das Versuch-und-Irrtum Moment, die Anti­fra­gi­li­tät zu eli­mi­nie­ren, sie bewegen sie vom öko­lo­gi­schen, von der realen Welt weg und ver­wan­deln sie in Nerds, die in vor­ge­fer­tigte Rea­li­täts­ent­würfe passen.“ – Nassim Nicho­las Taleb

Du bist nicht geschei­tert wenn du besiegt wurdest, sondern wenn du auf­gibst!

Habe keine Angst vor Nie­der­la­gen!

Lebensweisheiten zum Nachdenken (Bibliothek 1)

Ver­meide großen Stress, denn Stress wirkt sich dras­tisch auf deine Feh­ler­quote aus!

Bevor man ein Problem lösen kann, muss man ver­ste­hen, wie das Problem ent­stan­den ist.

Ver­bringe viel Zeit damit, dir über Ursache-Wir­kungs-Prin­zi­pien klar zu werden.

“Will man Pro­bleme nach­hal­tig besei­ti­gen, müssen sie oft auf der Ebene ange­gan­gen werden, die sich unter dem offen­sicht­li­chen befin­den.” – John Whit­more

“Ich bestehe darauf, jeden Tag viel Zeit damit zu ver­brin­gen, nur dazu­sit­zen und nach­zu­den­ken. … Ich sitze da und denke. Letzt­lich lese und denke ich mehr, und dadurch treffe ich weniger impul­sive Ent­schei­dun­gen als die meisten anderen in der Wirt­schaft.” – Warren Buffet

Denke öfters an die Null!

Nichts zu tun ist oft eine gute Option. Von den meisten Men­schen wird das Aus­sit­zen gar als Option erkannt.

“Infor­ma­tion besteht aus Nullen und Einsen. Die meisten Men­schen beschäf­ti­gen sich nur mit den Einsen.” – Nate Silver

Raus aus der Opfer­rolle und Schluss mit den Ablen­kungs­ma­nö­vern!

Akzep­tiere nicht auto­ma­tisch die erst­beste Lösung!

Im Heu­hau­fen gibt es noch  bessere Nadeln.

“Die meisten Men­schen, die nach einer Nadel im Heu­hau­fen suchen, hören auf, sobald sie sie gefun­den haben. Das Geheim­nis besteht darin, weiter zu suchen, bis man noch bessere Nadeln gefun­den hat.” – Albert Ein­stein

Übe dich in Geduld, denn jeder Erfolg braucht Geduld!

Und mit Fokus und Kon­zen­tra­tion klappt Geduld beson­ders gut!

Die meisten Men­schen machen sich die fal­schen Sorgen und haben keine Angst vor den tat­säch­li­chen Bedro­hun­gen.


Hin­ter­grund­wis­sen zu dieser Lebens­weis­heit

Die meisten Men­schen machen sich die fal­schen Sorgen. Die Ursache davon ist komplex und teil­weise bei den Medien zu suchen. Es gibt Sorgen, die von den Medien lieber ver­brei­tet werden, als andere Sorgen. Das Resul­tat ist, dass die Men­schen ein unrea­lis­ti­sches Port­fo­lio an Sorgen haben.

Die Men­schen haben zum Bei­spiel Angst davor, dass das Öl knapp wird, aber kaum jemand weiß, dass Phos­phor eben­falls knapp werden wird und, dass unsere Land­wirt­schaft so sehr davon abhängt. Die Men­schen haben also mehr Angst davor, nicht mehr mit ihrem Auto fahren zu können, als zu ver­hun­gern.

Jeder weiß, dass der Mee­res­spie­gel anstei­gen könnte, aber kaum jemand weiß, dass der frucht­bare Mut­ter­bo­den an vielen Stellen auf der Welt immer dünner wird und nicht ohne wei­te­res ersetze werden kann.

Ent­ge­gen ver­brei­te­ter Vor­stel­lun­gen, besteht die Aufgabe der Medien nicht darin, dafür zu sorgen, dass die Men­schen objek­tiv und all­um­fas­send infor­miert werden. In erster Linie geht es den Medien darum, kon­su­miert zu werden. Die Quoten, Auf­la­gen und Besu­cher­zah­len sind umso höher, je besser die Medien den Nerv der Kunden treffen. Wenn die Men­schen nicht an der Wahr­heit inter­es­siert sind, wird auch nicht über die Wahr­heit berich­tet. Ob die Men­schen an der Wahr­heit inter­es­siert sind oder nicht, ent­schei­det sich nicht daran, ob sie behaup­ten, an der Wahr­heit inter­es­siert zu sein. Die Ent­schei­dung wird letzt­lich nur mit dem Porte­mon­naie gefällt (oder mit dem Maus­zei­ger, wenn es sich bei den Medien um Online­an­ge­bote handelt). Wer behaup­tet, an der Wahr­heit inter­es­siert zu sein, in Wahr­heit aber die Bild­zei­tung kauft – auch wenn es ihm nur darum geht, zu erfah­ren,  was die “Idioten” so schrei­ben – ist tech­nisch gesehen nicht an der Wahr­heit, sondern an der Ver­brei­tung von Blöd­sinn inter­es­siert.

(Eine sehr gute Lektüre zu diesem Thema ist das Buch Das Risi­ko­pa­ra­dox (*) von Ortwin Renn.)


Mache dir die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht ein­fa­cher!

Men­schen neigen dazu, einfach Dinge zu kom­pli­ziert und kom­pli­zierte Dinge zu einfach zu machen.

“Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht ein­fa­cher.” – Albert Ein­stein

Beachte die Effekte 2ter und höherer Ordnung, also die Folgen der Folgen deiner Taten!

Gewöhne dir an, Oppor­tu­ni­täts­kos­ten zu beach­ten!

Miss deine Optio­nen immer an den alter­na­ti­ven Optio­nen!

Ver­meide extreme Sicht­wei­sen!

Extreme Sicht­wei­sen sind in kom­ple­xen Zusam­men­hän­gen fast immer unan­ge­bracht und deuten darauf hin, dass die Anhän­ger dieser Ideo­lo­gie kein gutes Ver­ständ­nis für die kom­ple­xen Zusam­men­hänge der Rea­li­tät haben.

Sei weder Opti­mist, Pes­si­mist oder Realist, sondern je nach Situa­tion das eine oder andere!


Hin­ter­grund­wis­sen zu dieser Lebens­weis­heit

Das Erwar­ten von Schei­tern kann selbst ein wich­ti­ger Ver­ur­sa­cher von Schei­tern sein. Trotz­dem sollte man den Kopf nicht in den Sand stecken und zumin­dest grob wissen, was bei einem Vor­ha­ben schief gehen könnte. Zu wissen, was schief gehen kann, ist nicht das gleiche, wie das Schei­tern zu erwar­ten. Zu wissen, was schief gehen kann, ist natür­lich nur dann hilf­reich, wenn dieses Wissen auch genutzt wird, um Vor­keh­run­gen für den Fall zu treffen, dass man auf eines dieser abseh­ba­ren Hin­der­nisse stößt.

Eine Mög­lich­keit, sich gegen Aus­fälle abzu­si­chern ist Red­un­danz. Nicht selten hört man von Men­schen, die es sich nicht leisten können, krank zu sein, weil sie es geschafft haben, sich selbst uner­setz­bar zu machen. Krank­heit ist eines der abseh­bars­ten Ereig­nisse über­haupt. Man sollte niemals alles auf eine Karte setzen.

Selbst­er­fül­lende Pro­phe­zei­un­gen gibt es auch in die posi­tive Rich­tung. So kann sich Opti­mis­mus positiv auf die Gescheh­nisse aus­wir­ken, denen gegen­über man opti­mis­tisch ist. Es kann also durch­aus optimal sein, die Dinge etwas zu opti­mis­tisch zu sehen. In dem Buch Wie wir auf­blü­hen (*) schreibt Martin Selig­man, der Begrün­der der posi­ti­ven Psy­cho­lo­gie, dass Ehen dann am glück­lichs­ten sind, wenn beide Partner über­trie­ben opti­mis­ti­sche Vor­stel­lun­gen von­ein­an­der haben. Wahr­schein­lich würden diese Vor­stel­lun­gen dafür sorgen, dass die Ehe­part­ner ver­su­chen, den Vor­stel­lun­gen gerecht zu werden. Die Folge ist eine glück­li­che Eher, die nicht so glück­lich sein könnte, wenn sich die Ehe­part­ner rea­lis­tisch betrach­ten würden. Rea­lis­mus, so Selig­man, sei nur gegen­über unver­rück­ba­ren Wahr­hei­ten ange­bracht, die sich nicht von Opti­mis­mus beein­flus­sen lassen.

“Es ist nur dann sinn­voll, Realist zu sein, wenn es eine objek­tive Wahr­heit gibt. Wenn (über­trie­be­ner) Opti­mis­mus positiv auf die Rea­li­tät rück­wirkt, dann ist es besser, Opti­mist zu sein, auch wenn man die Dinge nicht Objek­tiv sieht. ” – Martin Selig­man.


Du stehst auf den Schul­tern von Riesen – mache dir deine Posi­tion zunutze!

Kopiere funk­tio­nie­rende Stra­te­gien von anderen. Du kannst nicht selbst auf alles kommen.

In einem kom­ple­xen System ist es oft mühsam und lang­wie­rig, selbst auf gute Stra­te­gien und Lösun­gen zu kommen. Da das Leben kurz ist, hat man meis­tens nicht so viel Zeit. Anstatt zu ver­su­chen, das Rad selbst neu zu erfin­den, lohnt es sich, nach bereits exis­tie­ren­den Lösun­gen und Stra­te­gien zu suchen und diese zu über­neh­men. Das zu tun ist kein Zeichen schon Schwä­che sondern ein Zeichen von Stärke.

“Wenn ich weiter geblickt habe, so deshalb, weil ich auf den Schul­tern von Riesen stehe.” – Isaac Newton.

Nutze beschleu­nig­tes Wachs­tum, wann immer du die Mög­lich­keit dazu hast!


Hin­ter­grund­wis­sen zu dieser Lebens­weis­heit

Wir Men­schen können lineare Ent­wick­lun­gen eini­ger­ma­ßen gut im Kopf simu­lie­ren. Wenn ich in einem Jahr 50.000 Euro ver­diene, dann werde ich in 20 Jahren eine Million Euro ver­dient haben. Das ist nicht schwer zu ver­ste­hen. Expo­nen­ti­el­les Wachs­tum ist hin­ge­gen nicht so intui­tiv.

Beson­ders anschau­lich wird das in der als Wei­zen­korn­le­gende bekann­ten Geschichte, die sich im vierten Jahr­hun­dert in Indien zuge­tra­gen haben soll: Der Erfin­der des Schach­spiels bekam von seinem König als Beloh­nun­gen einen Wunsch frei. Er wünschte sich, dass sein Schach­brett fol­gen­der­ma­ßen mit Wei­zen­kör­nern belegt werden sollte: Ein Korn auf dem ersten Feld und dann jeweils die dop­pelte Anzahl von Körnern auf den nächs­ten Feldern: 2, 4, 8, 16, usw. Der König empfand diesen Wunsch zunächst als äußerst beschei­den und befahl seinen Leuten, ihn zu erfül­len. Dies war aber nicht möglich. Auf dem letzten Feld des Schach­bret­tes müsste sich ein Viel­fa­ches der welt­wei­ten jähr­li­chen Wei­zen­ernte befin­den. Es dürfte wohl kaum jeman­den geben, der die Anzahl der Wei­zen­kör­ner intui­tiv über­schätzt hätte. Das Gehirn ist linea­res Extra­po­lie­ren gewöhnt, kommt mit expo­nen­ti­el­lem Extra­po­lie­ren aber nicht so gut klar.

Zum Teil kann das sicher­lich damit erklärt werden, dass der Mensch bis zur Erfin­dung von Geld nie wirk­lich mit expo­nen­ti­el­lem Wachs­tum zu tun hatte. Heute spielt expo­nen­ti­el­les Wachs­tum in einigen Lebens­be­rei­chen eine wich­tige Rolle. Wer sich hier auf seine Intui­tion ver­lässt, begeht einen großen Fehler.

Gary Kellers Buch The One Thing (*) handelt im Prinzip davon, wie man sich expo­nen­ti­el­les Wachs­tum zunutze machen kann. Die Basis bilden das Pareto Prinzip (80/20-Regel) und die Tat­sa­che, dass man in einer bestimm­ten Dis­zi­plin durch Übung mit der Zeit immer besser wird. Zunächst wendet Keller das Pare­to­prin­zip mehr­mals hin­ter­ein­an­der auf die im Job regel­mä­ßig durch­zu­füh­ren­den Tätig­kei­ten an, bis am Ende nur eine einzige Tätig­keit übrig bleibt: The One Thing. Mit dieser Tätig­keit solle man sich am Vor­mit­tag etwa 4 Stunden lang beschäf­ti­gen, ohne dabei unter­bro­chen oder gestört zu werden. Auf diese Weise wird man in dieser Tätig­keit mit der Zeit immer besser. Andere Tätig­kei­ten werden ent­we­der am Nach­mit­tag erle­digt oder sie werden dele­giert. Keller hält es für beson­ders wichtig, dass man das One Thing zu einer Art Hei­lig­tum erklärt und die ent­spre­chende Zeit in seinem Ter­min­ka­len­der kon­se­quent frei hält. Die meisten Leute, so Keller, machen genau das Gegen­teil der One Thing Methode: Sie sprin­gen von Tätig­keit zu Tätig­keit, lassen sich dabei ständig ablen­ken und errei­chen damit nur mit­tel­mä­ßige Ergeb­nisse.

Dass die One Thing Methode ziem­lich extrem und nicht unein­ge­schränkt pra­xis­taug­lich ist, sollte klar sein. Sich die dahin­ter ste­hende Phi­lo­so­phie anzu­eig­nen, schadet aber bestimmt nicht!


Lerne, Haupt- und Neben­fä­cher zu unter­schei­den!

„Lernen Sie, Haupt- und Neben­fä­cher zu unter­schei­den. Viele Leute haben einfach des­we­gen keinen Erfolg, weil sie unwich­tige Dinge zu ihrem Haupt­fach machen.“ – Jim Rohn.

Erobe­rung ist leich­ter als Ver­tei­di­gung – handle pro­ak­tiv, nicht reaktiv!

Lebensweisheiten ueber Glück (Bibliothek 2)

Effek­ti­vi­tät kommt vor Effi­zi­enz – ver­su­che nicht effi­zi­ent zu sein, sondern effek­tiv!

Den Unter­schied zwi­schen Effi­zi­enz und Effek­ti­vi­tät erkläre ich in diesem Artikel.

Work-Life-Balance ist nicht die Lösung deiner Pro­bleme!


Hin­ter­grund­wis­sen zu dieser Lebens­weis­heit

Die Work-Life-Balance wird oft als Prä­ven­ti­ons­stra­te­gie gegen Burnout ins Spiel gebracht. Ein aus­ge­gli­che­nes Lebens­mo­dell mit kräf­te­zeh­ren­der (und oft als sinnlos emp­fun­de­ner) Arbeit in der einen Waag­schale und rege­ne­rie­ren­den Akti­vi­tä­ten wie Frei­zeit und Urlaub in der anderen Waag­schale.

Für jeman­den, der einen kräf­te­zeh­ren­den Job hat, den er aus irgend­wel­chen Gründen nicht kün­di­gen kann, ist die Work-Life-Balance wahr­schein­lich eine gute Lösung. Für jeman­den, der noch alle Frei­hei­ten hat, ist die Work-Life-Balance aber nicht erstre­bens­wert. In dem Fall gilt es, eine bessere Lösung. Diese bessere Lösung besteht darin, das Leben nicht in Arbeit, Frei­zeit und Urlaub zu kom­par­ti­men­ta­li­sie­ren. Eine Kom­par­ti­men­ta­li­sie­rung des Lebens kann nicht optimal sein. Nur für den Fei­er­abend und für das Wochen­ende zu leben, macht auf Dauer keinen Sinn.

Work-Life-Balance ist eine Form von Mul­ti­tas­king. Beim Mul­ti­tas­king kann man sich nicht fokus­sie­ren. Man ist ständig abge­lenkt. In der Frei­zeit denkt man an die Arbeit und während der Arbeit denkt man an Urlaub und Frei­zeit. Burnout tritt nicht auf weil man zu viel arbei­tet. Zu Burnout kommt es, wenn Stress und emp­fun­dene Sinn­lo­sig­keit auf­ein­an­der treffen. Wer einer Tätig­keit nach­geht, bei der die Sinn­frage beant­wor­tet ist, wird gar keinen Erho­lungs­ur­laub brau­chen und auch keinen Erho­lungs­ur­laub haben wollen. Keinen Erho­lungs­ur­laub zu brau­chen heißt nicht, dass man nicht ver­reist. Man ver­reist durch­aus, aber nicht weil man auf dem Zahn­fleisch geht und den Akku bei Cock­tails und Bingo am Pool wieder auf­la­den muss, sondern weil man an unbe­kann­ten Orten aktiv sein und Neues ent­de­cken möchte.

„Wenn Du für Wochen­en­den und Urlaube lebst, stimmt etwas nicht.“ – Gary Vay­ner­chuck.


Triff Vor­be­rei­tun­gen für schlechte Zeiten solange es dir gut geht!

Man sollte Wissen ansam­meln, bevor man es braucht, Muskeln auf­bauen, bevor man sie braucht und Geld sparen, bevor man es braucht. Die meisten Leute machen das falsch. Sie fangen erst damit an, Vor­keh­run­gen zu treffen und bei­spiels­weise gesund zu leben, wenn sie ihren Körper schon fast zer­stört haben. Es ist aber wichtig, sich schon im Vorfeld Gedan­ken zu machen.

Wenn die Kata­stro­phe schon ein­ge­tre­ten ist, wird man im Eifer des Gefechts keine Zeit und Ruhe für klare Gedan­ken haben. Sobald unver­meid­li­che Emo­tio­nen (vor allem Angst und Stress) betei­ligt sind, wird unser Ver­hal­ten von Teilen des Gehirns gesteu­ert, auf die wir bewusst wenig Ein­fluss haben.

Für wahr­schein­lich ein­tre­tende Ereig­nisse mit poten­ti­ell großen Aus­wir­kun­gen gilt: Es ist besser, Vor­sorge zu treffen, die sich hin­ter­her als unnötig erwei­sen, als große Pro­bleme zu bekom­men, weil man auf ein abseh­ba­res Ereig­nis nicht vor­be­rei­tet war. Viele Men­schen scheuen es, nega­tive Ereig­nisse in Betracht zu ziehen, weil sie nega­ti­ven Gedan­ken aus dem Weg gehen wollen. Es ist jedoch eine Illu­sion, dass man durch das in Betracht ziehen nega­ti­ver Ereig­nisse unglück­li­cher wird. (Siehe dazu auch meinen kri­ti­schen Artikel über das posi­tive Denken.)

„Ich habe jeden Tag meines Lebens mit ver­bracht, mich auf das Schlimmste vor­zu­be­rei­ten und die Arbeit hat mich nicht unglück­li­cher, sondern glück­li­cher gemacht.” – Charles Munger.

Du kannst nicht wissen, was die Zukunft bringt. Ver­lasse dich nicht zu sehr auf die Kris­tall­ku­gel in deinem Kopf. Kenne den Unter­schied zwi­schen Vor­her­sa­gen und Pro­gno­sen!

Es gibt einen großen Unter­schied zwi­schen Vor­her­sa­gen und Pro­gno­sen. Wenn jemand sagt, dass die Welt im Jahre 2242 unter­ge­hen wird, dann ist das eine Vor­her­sage. Wenn jemand aber sagt, dass es in San Fran­cisco mit einer Wahr­schein­lich­keit von 80 % inner­halb der nächs­ten 100 Jahre zu einem Erd­be­ben der Stärke 7 kommen wird, dann ist das eine Pro­gnose (die Zahlen sind frei erfun­den und dienen nur dazu, den Sach­ver­halt zu erläu­tern).

Zu sagen, dass es morgen zu 70 % regnen wird, ist eine Pro­gnose. Zu behaup­ten, dass es morgen auf jeden Fall regnen wird, ist eine Vor­her­sage. Eine Pro­gnose hat den Anspruch, mög­lichst immer richtig zu sein. Eine Vor­her­sage gleicht eher einem Glücks­spiel und ist ein Zeichen von Unse­rio­si­tät.

Bestimme den Moment des Schei­terns selbst. Wenn das Pferd tot ist, steige ab!

Ins­be­son­dere im Inter­net kann man häufig den moti­vie­ren­den Spruch “Gib niemals auf!” lesen. Manch­mal werden in diesem Zusam­men­hang auch Geschichte über hart­nä­ckige Men­schen, wie zum Bei­spiel Thomas Edison erzählt, der erst nach einer vier­stel­li­gen Anzahl von geschei­ter­ten Ver­su­chen ein brauch­ba­res Mate­rial für einen Glüh­fa­den fand. Man sollte sich von solchen Sprü­chen und Geschich­ten nicht in die Irre führen lassen. Niemals auf­zu­ge­ben ist ver­mut­lich fast nie die beste Stra­te­gie. Wahr­schein­lich gibt es bei jedem Vor­ha­ben einen opti­ma­len Zeit­punkt zum Auf­zu­ge­ben. Da Men­schen aber ten­den­zi­ell eher zu früh, als zu spät auf­ge­ben, machen diese Sprüche und Geschich­ten zumin­dest teil­weise Sinn. Hart­nä­ckig­keit kann zum Erfolg führen. Neben

“Gibt niemals auf!”

braucht man aber noch einen zweiten Spruch:

„Wenn das Pferd tot ist, steige ab!“

Ver­mut­lich macht es manch­mal Sinn, den Zeit­punkt, um auf­zu­ge­ben, schon im Voraus fest­zu­le­gen. Wenn der theo­re­tisch rich­tige Zeit­punkt zum Auf­ge­ben gekom­men ist, wird man wahr­schein­lich von Stress und Angst geplagt sein. Stress und Angst stören bekannt­lich das ratio­nale Denken. Dass man den rich­ti­gen Zeit­punkt zum Auf­ge­ben in genau dem Moment als solchen erkennt, ist daher eher unwahr­schein­lich.

Setze dir per­sön­li­che Ziele im Leben!

Ziele lenken deinen Fokus und bestim­men, was dir im Leben wider­fah­ren wird.

In dem Buch Kon­zen­triert euch! (*) erklärt Daniel Goleman, dass Ziele dafür sorgen, dass sich unsere Kon­zen­tra­tion auf all das richtet, was für die Ziel­er­rei­chung wichtig ist und “Nein” zu den Dingen sagt, die für die Ziel­er­rei­chung falsch sind. Ziele “pro­gram­mie­ren” also die selek­tive Wahr­neh­mung. Sie führen dazu, dass wir Chancen, die zu unseren Zielen führen, mit erhöh­ter Wahr­schein­lich­keit wahr­neh­men. Es gibt noch einen ganz anderen wich­ti­gen Grund sich Ziele zu setzen: Wer keine eigenen Ziele hat, wird für die Ziele anderer Men­schen ein­ge­spannt werden. Selbst­be­stim­mung ist also nur mit eigenen Zielen möglich.

Man ist selbst nicht so stand­haft, wie man oft glaubt. Man denkt oft, nichts könne einem etwas anhaben, aber in Wirk­lich­keit sind wir eher wie eine Nuss­schale auf dem weiten Ozean. Es gibt kaum etwas, was keinen Ein­fluss auf uns ausübt. Wenn wir keinen eigenen Antrieb in Form von eigenen Zielen haben, sind wir dem Wind und den Wellen schutz­los aus­ge­lie­fert.

Wie du dir mit Hilfe deines Fokus wahre Super­kräfte aneig­nen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Wisse, warum du etwas tust und hin­ter­frage deine Taten!

Warum hin­ter­fra­gen manche Men­schen ihr Leben nicht? Mög­li­cher­weise haben sie Angst davor, her­aus­zu­fin­den, dass sie keine Ant­wor­ten haben. Man sollte es sich abge­wöh­nen (oder gar nicht erst ange­wöh­nen), so sehr damit beschäf­tigt zu sein, Auf­ga­ben zu erle­di­gen, dass man nicht mehr weiß, warum man das alles über­haupt tut.

Ver­diene dir Selbst­ver­trauen!

Viele Men­schen haben kein beson­ders starkes Selbst­ver­trauen. Die glei­chen Men­schen glauben gerne, dass die meisten anderen Men­schen ein starkes Selbst­ver­trauen haben. Tat­säch­lich sind die aller­meis­ten Men­schen aber gar nicht so selbst­be­wusst, wie sie erschei­nen. Den anderen geht es meist auch nicht anders als einem selbst. Men­schen sind manch­mal einfach nur gute Schau­spie­ler.

Ver­mut­lich haben die meisten Men­schen heut­zu­tage ein irre­füh­ren­des Ver­ständ­nis von Selbst­ver­trauen. Der Punkt ist: Selbst­ver­trauen geht Hand in Hand mit den Fähig­kei­ten, die man hat. Je besser die eigenen Fähig­kei­ten sind, umso größer ist auch das Selbst­ver­trauen. Selbst­ver­trauen sollte also nicht in Iso­la­tion betrach­tet werden. Es wäre gar nicht wün­schens­wert, das Selbst­ver­trauen zu erhöhen, ohne gleich­zei­tig die Fähig­kei­ten zu ver­bes­sern. Ein unfä­hi­ger, aber selbst­be­wuss­ter Mensch fühlt sich zwar etwas besser, hat auf der anderen Seite aber unter den nega­ti­ven Aspek­ten zu leiden, die mit einem unan­ge­bracht hohen Selbst­be­wusst­sein ver­bun­den sind. Ein höheres Selbst­be­wusst­sein ist mit einer nied­ri­ge­ren Auf­merk­sam­keit ver­bun­den. Damit einher geht eine hohe Feh­ler­quote bei Tätig­kei­ten, die man noch nicht sehr gut beherrscht. Sein Selbst­be­wusst­sein kann man nur durch das Ver­bes­sern seiner Fähig­kei­ten auf sinn­volle Art und Weise ver­bes­sern.

„Der erste Schritt, um neues Selbst-Ver­trauen zu gewin­nen, ist deshalb die Erkennt­nis, dass wir die Person von ihrem Ver­hal­ten unter­schei­den müssen – denn unser Ver­hal­ten können wir steuern, unser Wesen nicht.“

„Selbst­ver­trauen bauen wir nach meiner Erfah­rung am wir­kungs­volls­ten auf, indem wir uns Dinge vor­neh­men, die wir dann auch wirk­lich aus­füh­ren (Com­mit­ments).“ – Jens Corssen.

Es gibt keinen Still­stand!

Was man heute tut, wird einen morgen ent­we­der unter­stüt­zen oder behin­dern. Eine dritte Mög­lich­keit gibt es nicht.

Wenn du etwas haben oder errei­chen möch­test, musst du es dir durch dein Handeln ver­die­nen!


Hin­ter­grund­wis­sen zu dieser Lebens­weis­heit

Wer unter­sucht, was Men­schen tun um ihre Wünsche zu ver­wirk­li­chen, wird fest­stel­len, dass es etwa drei unter­schied­li­che Ansätze gibt. Zwei dieser Ansätze sind passiv und einer ist aktiv. Der erste Ansatz ist der Lot­te­rie-Ansatz, bei dem man einfach hofft, dass man eines Tages zufäl­lig ans Ziel kommen wird ohne sich nen­nens­wert anstren­gen zu müssen. Es ereig­nen sich ja sowieso manch­mal uner­war­tet Dinge, warum also sollte sich nicht auch mal der Zufall ereig­nen, dass ich genau das bekomme, was ich haben will? In finan­zi­el­ler Hin­sicht kann dieser Ansatz in sehr sel­te­nen Fällen tat­säch­lich funk­tio­nie­ren. Man erbt oder gewinnt in der Lot­te­rie. In allen anderen Lebens­be­rei­chen ist es aber aus­ge­schlos­sen, mit diesem Ansatz ein erstre­bens­wer­tes Ziel zu errei­chen.

Der zweite Ansatz ist, zu glauben, dass einem Dinge zuste­hen, nur weil man sich selbst für etwas Beson­de­res oder sogar für aus­er­wählt hält. Men­schen über­schät­zen gene­rell ihre Fähig­kei­ten und ent­spre­chend glauben sie auch, dass ihnen mehr zusteht, als sie tat­säch­lich erhal­ten.

Im dritten Ansatz über­nimmt man selbst die Ver­ant­wor­tung für das Errei­chen seiner Wünsche und Ziele. Der Mil­li­ar­där und Geschäfts­part­ner von Warren Buffett, Charles Munger drückt es so aus: „To get what you want, you have to deserve what you want. The world is not yet a crazy enough place to reward a whole bunch of unde­ser­ving people.”

Alles was man haben möchte, muss man sich durch ziel­ge­rich­te­tes Handeln ver­die­nen. Ziel­ge­rich­te­tes Handeln ist eine not­wen­dige, aber keine hin­rei­chende Vor­aus­set­zung für den Erfolg. Es gibt keine Garan­tie dafür, dass man bekommt, worauf man hin­ar­bei­tet. Auf ein Ziel hin­zu­ar­bei­ten ist aber mit der höchs­ten Wahr­schein­lich­keit ver­knüpft, dieses Ziel auch zu errei­chen. Dieser Ansatz ist der beste Ansatz, den es gibt. Auf lange Sicht glei­chen sich Glück und Pech aus. Was übrig bleibt ist der Lohn für die Mühe, die man sich gemacht hat. Wenn man sich unter den Leuten umschaut, die man kennt, wird man eine Regel­mä­ßig­keit fest­stel­len: Die­je­ni­gen, die Erfolg haben, haben es in der Regel auch mehr ver­dient, als die­je­ni­gen, die keinen Erfolg haben. Die Welt ist gerech­ter als sie von den Medien und den erfolg­lo­sen Mit­men­schen oft dar­ge­stellt wird.

Wenn man mit durch­schnitt­li­chen Ergeb­nis­sen nicht zufrie­den ist, darf man sich nicht so ver­hal­ten wie die durch­schnitt­li­chen Men­schen sich ver­hal­ten.

“Die Defi­ni­tion von Wahn­sinn ist immer wieder das gleiche zu tun und andere Ergeb­nisse zu erwar­ten.“ – Albert Ein­stein


Erfolg erfor­dert Auf­merk­sam­keit. Wenn du wachsen möch­test, musst du deine Auf­merk­sam­keit erhöhen!

Erfolg ist auch von schein­bar zufäl­li­gen Bege­ben­hei­ten abhän­gig, die einem neue Mög­lich­kei­ten auf­zei­gen. Man muss aber dafür sorgen, dass man diese Chancen auch bemer­ken kann. Wer bild­lich gespro­chen regel­mä­ßig mit dem Smart­phone in der Hand und Kopf­hö­rern auf den Ohren her­um­läuft, ver­hin­dert, auf Chancen auf­merk­sam zu werden.

Dass die selek­tive Auf­merk­sam­keit durch das For­mu­lie­ren von Zielen erhöht wird, haben wir schon bespro­chen. Es gibt noch eine Reihe anderer Fak­to­ren, die bestim­men, wie auf­merk­sam wir sind.

Man kann aktiv nach Chancen suchen, indem man sprich­wört­lich Steine umdreht und unbe­kannte Knöpfe drückt und Hebel umlegt, um zu sehen was pas­siert.

Laut Daniel Goleman gibt es drei Emp­fän­ger von Auf­merk­sam­keit: Das eigene Innere selbst (Intro­spek­tion), andere Men­schen und das Äußere bezie­hungs­weise die Umwelt oder Umge­bung.

„Kon­zen­tra­tion nach innen, auf andere und nach außen. Unser Leben können wir nur dann gut führen, wenn wir alle drei beherr­schen. Die Kon­zen­tra­tion nach innen stimmt uns auf unsere Intui­tio­nen, Wert­vor­stel­lun­gen und bessere Ent­schei­dun­gen ein. Die Kon­zen­tra­tion auf andere sorgt für rei­bungs­lose Ver­bin­dun­gen zu den Men­schen in unserem Leben. Und mit der Kon­zen­tra­tion nach außen finden wir uns in unserer Umwelt zurecht.“ – Daniel Goleman

„Der Lehrer kommt, wenn der Schüle bereit ist.“ – Chi­ne­si­sches Sprich­wort

(Wie du kon­zen­trier­ter und auf­merk­sa­mer werden kannst, erfährst du in meinem Buch Erfolg durch Fokus und Kon­zen­tra­tion.)

Kon­zen­triere dich zur Moti­va­tion auf Beloh­nun­gen, nicht auf die Ziele!

Es sind nicht die Ziele selbst, die einen Men­schen moti­vie­ren, sondern die mit den Zielen ver­knüpf­ten Beloh­nun­gen. Wer ein Ziel errei­chen möchte, sollte sich daher nicht auf das Ziel kon­zen­trie­ren, sondern auf die mit dem Ziel ver­knüpf­ten Beloh­nun­gen und auf die kon­kre­ten Schritte, die zu diesem Ziel führen. Gewicht zu ver­lie­ren ist das Ziel, aber schlank und begehrt zu sein, ist die ent­spre­chende Beloh­nung. Wenn ein Ziel nicht auf natür­li­che Weise mit einer Beloh­nung ver­knüpft ist, kann es Sinn machen, sich selbst extrin­sisch für die Ziel­er­rei­chung zu beloh­nen.

Ver­su­che nicht immer alles perfekt zu machen!

Per­fek­tio­nis­mus ist der größte Feind der Ziel­er­rei­chung!

Wie du mit dem Pareto Prinzip Zeit, Geld und andere Res­sour­cen sparen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Falle nicht auf das (zufäl­lige) Rau­schen herein!

In Die Berech­nung der Zukunft (*) bringt Nate Silver das Problem klar auf den Punkt:

„Unter tau­sen­den von Finanz­ex­per­ten wird es immer einige geben, die mit ihren Vor­her­sa­gen richtig liegen. Selbst eine kaputte Uhr zeigt zweimal am Tag die rich­tige Uhrzeit an.“ – Nate Silver

Ver­wechsle Kor­re­la­tion nicht mit Kau­sa­li­tät!

Lebensweisheiten ueber Liebe

Gib nicht zuviel auf Geschich­ten!

Ver­trau­ens­wür­dige sta­tis­ti­sche Daten belegen einen Sach­ver­halt grund­sätz­lich besser, als per­sön­li­che Beweise in Form von Geschich­ten. Trotz­dem schen­ken die Men­schen den Geschich­ten in den meisten Fällen deut­lich mehr Auf­merk­sam­keit und glauben ihnen viel eher, als einer Sta­tis­tik. Eine sym­pa­thisch erschei­nende Person, die im Fern­se­hen etwas sagt, kann unsere Meinung in vielen Fällen eher ändern, als eine Sta­tis­tik.

Die Indus­trie hat längst reagiert und setzt zu Mar­ke­ting­zwe­cken auf soge­nann­tes Sto­ry­tel­ling: Geschich­ten werden emo­tio­nal auf­ge­la­den prä­sen­tiert, um poten­ti­el­len Kunden einen bestimm­ten Gedan­ken ein­zu­pflan­zen. Wann immer man gewillt ist, seine Meinung zu einem Sach­ver­halt zu ändern, sollte man sich fragen, ob dies gerecht­fer­tigt ist, oder ob man einem per­sön­li­chen Beweis gerade zu viel Gewicht bei­misst.

Wenn du dich wei­ter­ent­wi­ckeln möch­test, ver­su­che regel­mä­ßig, dich selbst zu wider­le­gen, anstatt Bestä­ti­gung für deine Ansich­ten zu erhal­ten!

„Wann immer wir (nämlich) glauben, die Lösung eines Pro­blems gefun­den zu haben, sollten wir unsere Lösung nicht ver­tei­di­gen, sondern mit allen Mitteln ver­su­chen, sie selbst umzu­sto­ßen.“ – Karl Popper

Denke vom Gegen­teil her, wenn du dir nicht sicher bist, was du tun sollst!

Viele Rätsel lassen sich ganz einfach lösen, wenn man von den Extre­men oder vom Gegen­teil her denkt. Anstatt sich also zu fragen, wie man sein Ziel am besten erreicht, kann man sich auch fragen, wie man sein Ziel am besten sabo­tie­ren könnte. Men­schen die ein Ziel ver­fol­gen denken zu oft nur darüber nach, was sie aktiv tun sollten, um dieses Ziel zu errei­chen. Oft lässt sich ein Ziel aber auch dadurch errei­chen, dass man bestimmte Hand­lun­gen einfach nur unter­lässt.

Gute Fragen sind oft besser als gute Ant­wor­ten!

Es wird immer wich­ti­ger werden, gute Fragen zu stellen, denn in Zukunft wird es immer mehr künst­li­che Intel­li­gen­zen, wie zum Bei­spiel Such­ma­schi­nen geben, denen man Fragen stellen kann. Den Part des Ant­wor­tens wird die Technik über­neh­men. Die Qua­li­tät einer Antwort hängt aber maß­geb­lich davon ab, wie gut die Frage gestellt wurde.

Fragen zu haben ist wichtig. Wenn der bewusste Ver­stand eine wich­tige Frage for­mu­liert, besteht eine gute Chance, dass das Unter­be­wusst­sein an einer Antwort arbei­tet. Diese Art von Fragen an das Unter­be­wusst­sein zu stellen funk­tio­niert am besten, wenn man abge­lenkt ist, bei­spiels­weise beim Spa­zier­gang oder im Schlaf. Ray Kurz­weil (der Ent­wick­lungs­chef von Google) geht kurz vor dem Schla­fen­ge­hen noch einmal alle rele­van­ten Punkte eines Pro­blems durch. Am nächs­ten Morgen bekommt er oft die Antwort ser­viert.

Fragen sind ein Werk­zeug, mit dem Gedan­ken gesteu­ert oder gelenkt werden. Dabei kommt es auch auf den Ton oder das Framing der Frage an. Gut ist z.B. sich zu fragen „Wie kann ich …“ … „was wäre wenn…?“

Frag bei anderen Men­schen nach, anstatt ihre Gedan­ken zu lesen!

Lege binäres Denken ab und übe dich in pro­ba­bi­lis­ti­schem Denken!

„Der Vorzug pro­ba­bi­lis­ti­schen Denkens ist, dass es einen ständig zum Inne­hal­ten ani­miert und die Infor­ma­tio­nen in Frage stellt. Es erfor­dert eine Ent­schleu­ni­gung, um über die Unvoll­kom­men­heit des Denkens zu medi­tie­ren. Im Laufe der Zeit führt dies zur Ver­bes­se­rung der eigenen Ent­schei­dun­gen.“ – Nate Silver

„Erfah­rene Poker­spie­ler können wahr­schein­lich besser als 99,9 % der Bevöl­ke­rung halb­wegs gute pro­ba­bi­lis­ti­sche Urteile unter unsi­che­ren Ver­hält­nis­sen abgeben. Ich kenne kein Spiel und keine Übung mit der sich diese Fähig­keit besser trai­nie­ren ließe.“ – Nate Silver.

Eigne dir Risi­ko­kom­pe­tenz an – Kenne den Unter­schied zwi­schen Risiko und Unge­wiss­heit!

Risiko: Einem Risiko kann eine Wahr­schein­lich­keit zuge­ord­net werden. Die beste Option ist bere­chen­bar.

Unge­wiss­heit: Die beste Option ist nicht bere­chen­bar.

Es gibt keine abso­lute Sicher­heit, außer Mathe­ma­tik – Triff wich­tige Ent­schei­dun­gen nach Mög­lich­keit auf Basis von Zahlen und nicht nur auf Basis von Emo­tio­nen!

Das einzige, was absolut sicher ist, ist die Mathe­ma­tik. Alles andere ist mit Unsi­cher­heit behaf­tet. Je kom­ple­xer ein Thema ist, umso größer sind die Unsi­cher­hei­ten. Es gibt oft den Schein großer Sicher­heit, was daran liegt, dass wir bestimmte Dinge als gegeben hin­neh­men und sie nicht hin­ter­fra­gen weiter (Glau­bens­sätze oder Para­dig­men). Glau­bens­sätze und Para­dig­men können sich immer als falsch her­aus­stel­len.

Ent­wickle ein Ver­ständ­nis für kom­plexe Systeme!

Ein Kenn­zei­chen von Kom­ple­xi­tät sind Nicht­li­nea­ri­tä­ten und Rück­kopp­lungs­schlei­fen. Kom­plexe Systeme sind aber nicht zufäl­lig sondern durch­aus deter­mi­nis­tisch. Die Systeme sind aber zu komplex, um in der Praxis vor­her­ge­sagt werden zu können.

„Sein klas­si­sches Lehr­buch über die Anwen­dung des sys­tem­ori­en­tier­ten Denkens in Unter­neh­men und anderen kom­ple­xen Ein­rich­tun­gen enthält eine grund­le­gende Aussage: Soge­nannte Neben­wir­kun­gen sind keine. In einem System gibt es keine Neben­wir­kun­gen, sondern nur vor­her­ge­se­hene und unvor­her­ge­se­hene Wir­kun­gen. Wenn wir sie für Neben­wir­kun­gen halten, spie­gelt sich darin einfach nur unser feh­ler­haf­tes Ver­ständ­nis des Systems wieder. In einem kom­ple­xen System, so seine Aussage, können Ursache und Wirkung räum­lich und zeit­lich weiter von­ein­an­der ent­fernt sein, als uns klar ist.“ – Daniel Goleman

„Wer behaup­tet, unfehl­ba­res und detail­lier­tes Vor­aus­wis­sen über ein kom­ple­xes System zu besit­zen, hat keine Ahnung.“ – Jaron Lanier

Ver­meide erlernte Hilf­lo­sig­keit!

Viele Men­schen sind in bestimm­ten Berei­chen darauf kon­di­tio­niert, hilflos zu sein. Sie haben ver­lernt, Dinge selbst in Angriff zu nehmen. Statt­des­sen lässt man sich lieber vom Arzt eine Pille ver­schrei­ben oder schiebt sein Unglück auf einen äußeren Faktor, den man nicht beein­flus­sen kann. Auf diese Weise lässt sich die eigene Hilf­lo­sig­keit vor sich selbst recht­fer­ti­gen.

Wenn wir ein gutes Leben wollen, müssen wir aus dieser Kon­di­tio­nie­rung aus­bre­chen.

„Erlernte Hilf­lo­sig­keit kann die künf­tige Moti­va­tion beein­träch­ti­gen, über­haupt einen Versuch zur Ver­än­de­rung zu machen. Sie kann uns daran hindern, in künf­ti­gen Situa­tio­nen zu ent­de­cken, dass wir Ein­fluss nehmen können. Sie kann das Immun­sys­tem unseres Körpers schwä­chen und damit den hilf­lo­sen Orga­nis­mus einer Viel­zahl von Krank­hei­ten aus­lie­fern. … daher lässt sich ohne Über­trei­bung sagen, dass unser Wohl­be­fin­den in ganz grund­sätz­li­chem Sinne von unserer Fähig­keit abhängt, unsere Umge­bung zu kon­trol­lie­ren und schließ­lich zu erken­nen, dass wir es tun.“ – Barry Schwartz.

Lege dir nütz­li­che Gewohn­hei­ten zu und fange damit so bald wie möglich damit an!

Theo­re­tisch würde es ver­mut­lich reichen, erst später im Leben mit einer gesun­den Lebens­füh­rung zu begin­nen. Prak­tisch ist es aber unwahr­schein­lich, dass das funk­tio­nie­ren wird, weil die Gewohn­hei­ten dann umso stärker sind und schwie­ri­ger geän­dert werden können. Außer­dem hat man dann weniger Zeit/Energie, die opti­male neue Gewohn­heit in stress­freiem Zustand zu finden. Wer als junger Mensch nicht damit anfängt, gesund zu leben, wird das als älterer Mensch auch nicht in Angriff nehmen (Aus­nahme: die Gesund­heit ist schon kaputt und eine Ände­rung ist über­le­bens­wich­tig). Der Prä­fron­tale Cortex ist mit unge­fähr 25 Jahren voll ent­wi­ckelt. Das ist der beste Zeit­punkt, um anzu­fan­gen.

„Men­schen wählen nicht ihre Zukunft. Sie wählen ihre Gewohn­hei­ten und die Gewohn­hei­ten ent­schei­den dann über die Zukunft.“ – F. M. Alex­an­der

„Wähle das Beste, Gewohn­heit wird es ange­nehm und leicht machen. Denn Gewohn­heit ist die höchste Obrig­keit im mensch­li­chen Leben.“ – Francis Bacon

Lasse dir nicht von der moder­nen Technik deine Gewohn­hei­ten dik­tie­ren!

Eine Gewohn­heit ist eine auto­ma­ti­sche Ver­hal­tens­weise, die durch einen situa­ti­ons­be­ding­ten Reiz aus­ge­löst wird. Bestimmte Pro­dukte, wie zum Bei­spiel Web­sei­ten und elek­tro­ni­sche Geräte, können Gewohn­hei­ten erzeu­gen und sie werden tat­säch­lich dahin­ge­hend erstellt, designt und opti­miert. Damit ver­su­chen die Unter­neh­men, unterm Strich mehr Geld zu ver­die­nen, als mit her­kömm­li­chen Pro­duk­ten.

„Wir sehen einer Zukunft ent­ge­gen, in der alles poten­ti­ell stärker Gewohn­heits­prä­gend sein wird. Wie der berühmte Silicon-Valley-Inves­tor Paul Graham schreibt: „Wenn diese Form des tech­no­lo­gi­schen Fort­schritts, die solche Dinge her­vor­ge­bracht haben, nicht anderen Geset­zen unter­wor­fen sind als der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt im All­ge­mei­nen, wird die Welt in den kom­men­den 40 Jahren stär­kere Abhän­gig­kei­ten unter­lie­gen als in den letzten 40 Jahren.“ – Nir Eyal.

Lerne Dis­zi­plin!

Wil­lens­stärke ist begrenzt. Sie hängt vom Blut­zu­cker­spie­gel ab und ermüdet wie ein Muskel. Man muss sich Gewohn­hei­ten aneig­nen, die einem dabei helfen, die Dinge zu tun, die getan werden müssen, ohne dass man viel Dis­zi­plin braucht.

„Es ist besser, seine vor­han­dene Dis­zi­plin besser zu managen, als auf mehr Dis­zi­plin zu hoffen.“ – Gary Keller.

„Die Fähig­keit, unsere Kon­zen­tra­tion auf einen Gegen­stand zu richten und anderes zu igno­rie­ren, ist das Kern­stück der Wil­lens­kraft.“ – Daniel Goleman.

Wie du dis­zi­pli­nier­ter werden kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Eigne dir die Fähig­keit an, anderen kon­struk­ti­ves Feed­back zu geben!

Das beste Feed­back kommt in Form von Fragen, sodass der­je­nige, der das Feed­back erhält, selbst auf die wich­tigs­ten Punkte stößt.

Lebensweisheiten ueber Erfolg

Eigne dir ein dyna­mi­sches Selbst­bild an!

Ein dyna­mi­sches Selbst­bild hat man, wenn man davon ausgeht, dass man sich selbst im Laufe der Zeit – zum Guten wie auch zum Schlech­ten – ver­än­dern kann. Das Gegen­teil ist ein sta­ti­sches Selbst­bild. Das dyna­mi­sche Selbst­bild ent­spricht der Rea­li­tät während das sta­ti­sche Selbst­bild ein hin­der­li­cher Denk­feh­ler ist.

Wer ein sta­ti­sches Selbst­bild hat, neigt dazu, Fehler (und damit Lernen und Wachs­tum) aus dem Weg zu gehen. Fehler werden als end­gül­tige Nie­der­lage gesehen. Wer einen Fehler macht, erhält Lebens­lang einen Stempel „Ver­sa­ger“.

Ein Dyna­mi­sches Selbst­bild unter­stützt man bei anderen Men­schen, indem man deren Anstren­gun­gen und Taten lobt, aber nicht die (oft zufäl­li­gen) Ergeb­nisse oder Ist-Zustände.

Mehr über das Thema „Selbstbild“erfährst du in diesem Artikel.

Ver­ab­schiede dich von deinen limi­tie­ren­den Glau­bens­sät­zen!

Glau­bens­sätze sind Regeln, die wir in unserer Ver­gan­gen­heit gelernt haben und die wir nun als gegeben hin­neh­men und nicht weiter infrage stellen. Viele unserer Glau­bens­sätze behin­dern uns, weil sie unsere Optio­nen ein­schrän­ken. Ein typi­sches Bei­spiel für einen Glau­bens­satz ist, dass man im Restau­rant von der Karte bestel­len muss.

Je erfolg­rei­cher Men­schen sind, umso weniger Glau­bens­sätze haben sie. Bei Jeff Bezos (der CEO von Amazon) steht mit Aus­nahme von phy­si­ka­li­schen Geset­zen alles zur Debatte. Man muss Amazon nicht gut finden, um diese Ansicht über­neh­men zu können.

Um seinen eigenen Glau­bens­sät­zen auf die Spur zu kommen, muss man seine eigenen Gedan­ken eine Weile lang beob­ach­ten.

„Glau­bens­sätze ändern: Es ist leich­ter, sich in eine neue Art zu denken „hin­ein­zu­han­deln“, als in eine neue Art zu handeln „hin­ein­zu­den­ken“. – Millard Fuller.

„Ich bin mir ziem­lich sicher, dass viele der Selbst­dia­gno­sen – ich bin sport­lich, ich bin intro­ver­tiert, ich bin faul, ich kann nicht vor Leuten reden – zu einer selbst­er­fül­len­den Pro­phe­zei­ung werden und damit unsere Selbst-Ent­wick­lung blo­ckie­ren.“ – Jens Corssen.

„Die Fak­to­ren, die am häu­figs­ten unsere krea­ti­ven Ideen ver­hin­dern, sind impli­zite Annah­men, die uns meist nicht bewusst sind.“ – Jens Corssen.

Ver­meide (bewuss­tes) Mul­ti­tas­king!

Wir können durch­aus mehrere Dinge gleich­zei­tig tun, aber wir können uns nicht effek­tiv auf zwei Dinge gleich­zei­tig fokus­sie­ren. Mul­ti­tas­king ist dann schlecht, wenn man ver­sucht, mehrere Dinge gleich­zei­tig zu tun, die Auf­merk­sam­keit erfor­dern.

Mul­ti­tas­king hat nega­tive Aus­wir­kun­gen: Die Feh­ler­quote beider Tätig­kei­ten wird größer und man wird schlecht darin, die Dauer von Tätig­kei­ten richtig ein­zu­schät­zen. Mul­ti­tas­king führt außer­dem zu Stress, was in hoher Dosie­rung schlecht für die Gesund­heit ist.

Wer mul­ti­taskt, schafft weniger, als jemand, der die Dinge der Reihe nach erle­digt. Es gibt kein echtes Mul­ti­tas­king: In Wirk­lich­keit machen wir auch beim mul­ti­tas­ken eines nach dem anderen. Wir wech­seln nur schnell zwi­schen den Tätig­kei­ten hin und her. Bei jedem Wechsel ver­lie­ren wird Zeit.

„Mul­ti­tas­king bedeu­tet in Wirk­lich­keit, dass wir zwi­schen zwei ver­schie­de­nen Inhal­ten, welche die Kapa­zi­tät des Kurz­zeit­ge­dächt­nis­ses aus­las­ten, umschal­ten – und die häufige Unter­bre­chung der Kon­zen­tra­tion auf eine bestimmte Tätig­keit kann bedeu­ten, dass Zeit für die ursprüng­li­che Aufgabe ver­lo­ren geht. Unter Umstän­den dauert es 10 bis 15 Minuten, bis die volle Kon­zen­tra­tion wie­der­her­ge­stellt ist. “ – Daniel Goleman.

Ver­meide Ver­schwö­rungs­theo­rien!

Ver­schwö­rungs­theo­rien sind ein unwi­der­steh­li­ches Mittel zur Arbeits­er­spar­nis, wenn man mit einem kom­ple­xen Problem kon­fron­tiert wird. Ver­zichte auf diese Art der Arbeits­er­spar­nis!

Ver­lasse dich nicht auf deinen gesun­den Men­schen­ver­stand!

“Der gesunde Men­schen­ver­stand ist nichts anderes als eine Samm­lung irriger Annah­men, zu denen man im Alter von 18 Jahren gelangt ist.” – Albert Ein­stein

Sei kein Hater!

Wir Men­schen haben die Tendenz, uns Leuten, die hoch hinaus wollen, in den Weg zu stellen. Wir machen das, um zu ver­hin­dern, dass wir selbst nicht mehr so gut daste­hen. Diese Ange­wohn­heit fällt letzten Endes nur auf uns selbst zurück. Wir sollten keine Hater sein.

Viele Men­schen sind Hater, weil es ein­fa­cher ist, Ideen zu kri­ti­sie­ren, als selbst welche zu haben. Es gibt also immer mehr Kri­ti­ker als Inno­va­to­ren.

Lerne von den besten Lehrern und aus mög­lichst ver­läss­li­chen Quellen!

Der Grund: Kogni­tive Rigi­di­tät. Wenn unser Bewusst­sein eine plau­si­ble Erklä­rung für etwas gefun­den hat, wird diese Erklä­rung zum Rahmen, in den alle nach­fol­gen­den Infor­ma­tio­nen ein­ge­ord­net werden. Wir neigen unbe­wusst dazu, alle fol­gen­den Erkennt­nisse so zu ver­dre­hen und zu ver­zer­ren, bis sie in den Rahmen passen, ob das der Wirk­lich­keit ent­spricht oder nicht. Die Fakten, die zum Auf­stel­len einer Prä­misse führen, können sich längst in Luft auf­ge­löst haben, die Schluss­fol­ge­rung daraus bleibt – unsere eta­blierte Meinung schwebt sozu­sa­gen frei über dem zusam­men­ge­bro­che­nen Fun­da­ment, das zu ihrer Bildung geführt hat. (Quelle: Ope­ra­tion Shit­s­torm (*)).

Aus dem glei­chen Grund ist es so wichtig, bei anderen Men­schen einen guten ersten Ein­druck zu hin­ter­las­sen.

Warum ein Buch eines Fach­man­nes immer einem Buch eines Jour­na­lis­ten vor­zu­zie­hen ist: Ein Jour­na­list wird in seiner Aus­drucks­weise geschult, nicht darin, Themen tief­sin­nig zu ergrün­den. Der Selek­ti­ons­pro­zess begüns­tigt die kom­mu­ni­ka­tivs­ten Ver­tre­ter dieser Zunft, nicht not­wen­di­ger­weise die Kennt­nis­reichs­ten. Es ist besser, von den­je­ni­gen zu lernen, die sich mit einem Thema am besten aus­ken­nen, d.h. es wirk­lich ver­stan­den haben.

Ver­su­chen nicht, um jeden Preis Recht zu haben!

Willst du Recht haben, oder willst du erfolg­reich sein? Die meisten Men­schen wollen lieber Recht haben. Nimm dir den Erfolg und gibt den anderen Recht!

Kümmere dich weniger darum, was andere Men­schen von dir denken könnten!

Hin­ter­grund: Der Spot­light-Effekt: Wir über­schät­zen das Maß in dem andere Men­schen uns beach­ten, beob­ach­ten und Auf­merk­sam­keit schen­ken.

„Ihre Mit­men­schen widmen Ihnen nicht annä­hernd so viel Auf­merk­sam­keit wie sie denken.“ – Richard Thaler

Umgib dich mit Men­schen, die so sind, wie du werden möch­test!

In einer „Herde“ macht man eher was die anderen auch machen. In einer Studie mit über zwölf­tau­send Teil­neh­mern wurde her­aus­ge­fun­den, dass wenn jemand fett­lei­big wurde, dessen gute Freunde auch dreimal so häufig fett­lei­big wurden. Man vari­iert seine Vor­stel­lung davon, wie ein akzep­ta­bler Körper aus­sieht in Abhän­gig­keit davon, wie die Leute um einen herum aus­se­hen.

Wenn wir viel pro­kras­ti­nie­ren oder den Arsch nicht hoch kriegen, dann liegt das oft an unserer sozia­len Umge­bung. Man möchte eigent­lich nicht Leute um sich herum haben, die einen für das akzep­tie­ren, was man ist, sondern man möchte Leute um sich herum haben, die einen auch antrei­ben. Gebauch­pin­selt zu werden ist nur kurz­fris­tig för­der­lich.

Auch Glück ist anste­ckend. Wer glück­li­che Nach­barn hat, ist mit höherer Wahr­schein­lich­keit selbst glück­lich. Wer sich in ein glück­li­ches Umfeld begibt, oder sich ein glück­li­ches Umfeld schafft, wird selbst auch glück­lich werden.

Auf­grund des nega­ti­vity bias kann eine ein­zelne nega­tive Person eine ganze Gruppe posi­ti­ver Per­so­nen her­un­ter­zie­hen. Man sollte nega­tive Leute so gut es geht ver­mei­den.

Ver­meide die Aus­lö­ser von nega­ti­vem Stress!

Es gibt einige Dinge, die jeden Men­schen stres­sen und auch immer stres­sen werden. Es handelt sich dabei um einen ganz natür­li­chen Vorgang und nicht etwa um eine Cha­rak­ter­schwä­che, die man mit Wil­lens­kraft oder durch Gewöh­nung über­win­den kann. Bei­spiele sind weite Anfahrts­wege zur Arbeits­stelle, Stra­ßen­lärm, unge­klärte Kon­flikte mit nahe­ste­hen­den Per­so­nen, chro­ni­scher Schlaf­man­gel oder auch eine schlechte Ernäh­rungs­weise. All diese Stress­fak­to­ren führen zu einer ver­mehr­ten Aus­schüt­tung des Stress­hor­mons Cor­ti­sol. Ein dau­er­haft erhöh­ter Level an Cor­ti­sol gilt als Ursache vieler schwe­rer Krank­hei­ten und mindert außer­dem die Leis­tungs­fä­hig­keit eines Men­schen. Der Leis­tungs­wille eines Men­schen hängt nämlich davon ab, wieviel Stress er aus­ge­setzt ist bzw. wie hoch sein Grund­le­vel an Stress ist.

Das tücki­sche an Stress ist, dass ein Teu­fels­kreis ent­ste­hen kann: Die aus­ge­schüt­te­ten Stress­hor­mone helfen dem Körper kurz­fris­tig, besser mit dem Stress klar zu kommen. Diese Energie ist aber nur geborgt, denn im Anschluss an den Ener­gie­schub erfolgt ein Ener­gie­loch, welches viele Men­schen zu Sti­mu­lan­zien wie Koffein greifen lässt. Diese Sti­mu­lan­zen lösen aber wei­te­ren Stress für den Körper aus. Die Folge ist ein Teu­fels­kreis, der zu immer mehr Stress führt. Da es nur sehr langsam (aber stetig) bergab geht, merkt man davon bewusst nichts.

„Stress lässt ver­mut­lich Hirn­zel­len (im Hip­po­cam­pus) abster­ben“ – Manfred Spitzer.

Nutze die rezi­proke Ver­knüp­fung zwi­schen deinem Körper und deinen Emo­tio­nen, um dich in Stim­mung zu bringen!

Kör­per­hal­tung und emo­tio­na­les Emp­fin­den beein­flus­sen sich gegen­sei­tig. Je nachdem ob man einen Stift mit den Zähnen oder mit den Lippen fest­hält, hebt oder selbst sich die Stim­mung.

Falle nicht auf den Schein von Sicher­heit herein!

Zum Thema Ernäh­rung sind längst nicht alle Fragen geklärt. Wenn man Exper­ten reden hört, erwe­cken diese trotz­dem immer den Ein­druck, als wäre alles son­nen­klar.

„In Frank­reich, Deutsch­land, Italien, Groß­bri­tan­nien und den USA haben die Über­zeu­gun­gen von Ärzten über Ernäh­rung und Gesund­heit – etwa über die Ein­nahme von Vit­amin­zu­sät­zen und die Aus­übung von Sport – mehr Ähn­lich­keit mit der öffent­li­chen Meinung in ihrem eigenen Land als mit denen ihrer Kol­le­gen in anderen Ländern.“ – Gerd Gige­ren­zer.

Prak­ti­ka­bi­li­tät ist wich­ti­ger als Per­fek­tion!

Nicht das, was man einmal pro Woche isst macht einen Unter­schied, sondern das, was man täglich isst.

Ver­traue dir selbst nicht zu sehr!

Lebensweisheiten Zitate

Iss nicht unter kogni­ti­ver Über­for­de­rung wenn du weniger oder gesün­der essen möch­test!

„Wis­sen­schaft­lern zufolge, stieg die Häu­fig­keit der Fett­lei­big­keit in den USA  während der letzten 30 Jahre par­al­lel zur explo­si­ons­ar­ti­gen Ver­meh­rung von Com­pu­tern und anderen tech­ni­schen Geräten im Leben der Men­schen. Es besteht der Ver­dacht, dass diese Kor­re­la­tion kein Zufall ist. Ein Leben voller (digi­ta­ler) Ablen­kun­gen ist mit einer nahezu stän­di­gen kogni­ti­ven Über­for­de­rung ver­bun­den. Und durch eine solche Über­for­de­rung nutzt sich die Selbst­be­herr­schung ab. Den Ent­schluss, eine Diät zu machen, kann man dann ver­ges­sen. In die digi­tale Welt ver­tieft, greifen wir gedan­ken­los nach den Kar­tof­fel­chips.“ – Unbe­kannt.

Man muss keinen Sport treiben, um Gewicht zu ver­lie­ren!

Stehe beim Arbei­ten – Sitzen ist das neue Rauchen!

Wer gerade viel lernt, braucht aus­rei­chend gesun­den Schlaf!

Im Schlaf werden neue Gedächt­nis­in­halte in bereits exis­tie­ren­des Wissen inte­griert. Wer gerade viel lernt, braucht mehr Schlaf.

Ver­meide Schlaf­man­gel wenn du Über­ge­wicht los­wer­den willst!

„Kli­ni­sche Studien und Labo­rana­ly­sen ergaben, dass Schlaf­man­gel und Schlaf­qua­li­tät prak­tisch jedes kör­per­li­che System beein­flus­sen, beson­ders das Gehirn. Nach­weis­lich schreibt uns der Schlaf vor, wir viel wir essen, wie schnell der Stoff­wech­sel arbei­tet, wie dick oder dünn wir werden, ob wir Infek­tio­nen abweh­ren können, wie kreativ und ein­fühl­sam wir sind, wie gut wir mit Stress fer­tig­wer­den, wie schnell wir Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­ten und Neues lernen und wie gut wir Erin­ne­run­gen orga­ni­sie­ren und spei­chern können.“ – David Perl­mut­ter.

Eine gute Abend­rou­tine kann deinen Schlaf deut­lich ver­bes­sern!

„Manch einer wird über­rascht sein, wie schnell ihn im Bett – nach dem abend­li­chen Ver­zicht auf Sti­mu­lan­zien und die damit ver­bun­dene Ener­gie­auf­nah­men – der Schlaf über­mannt, und wie fit und leicht er am nächs­ten Morgen erwacht.“ – Ingo Schy­man­ski.

Lebens­weis­hei­ten für Klar­heit

Triff weniger Annah­men darüber, was dir Spaß machen wird und pro­biere mehr aus!


Hin­ter­grund­wis­sen zu dieser Lebens­weis­heit

Men­schen sind nicht dazu in der Lage dazu, ihre zukünf­ti­gen Gefühle akkurat ein­zu­schät­zen. Um künf­tige Gefühle akkurat ein­schät­zen zu können, müsste man wissen, welche Gefühle man in der Ver­gan­gen­heit hatte und diese Gefühle müsste man dann in die Zukunft pro­ji­zie­ren. Wis­sen­schaft­ler konnte zeigen, dass wir Men­schen nicht einmal dazu in der Lage sind, uns korrekt an die Gefühle in unserer Ver­gan­gen­heit zu erin­nern. Diese hat damit zu tun, wie ver­gan­ge­nes Emp­fin­den im Gehirn gespei­chert wird: Wir merken uns nur den stärks­ten Aus­schlag bei der Inten­si­tät eines Gefühls, sowieso die Inten­si­tät ganz am Ende der Erfah­rung. Die Dauer, sowie irgend­wel­che Zwi­schen­stände werden von unserem Gehirn nicht gespei­chert.

Viele Men­schen neigen dazu, zu denken, dass ihr Leben endlich gut werden wird, wenn sie eine bestimmte Sache errei­chen: Partner finden, Job an Land ziehen, Gehalts­er­hö­hung, Lot­to­ge­winne etc. Diese Denk­weise ist nicht klug, denn zukünf­tige Gefühle sind fast immer weniger extrem, als wir im Vorfeld glauben. Des­we­gen haben wir zuviel Angst vor nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen und ver­fol­gen außer­dem Ziele, die wir ver­mut­lich nicht ver­fol­gen würden, wenn wir wüssten, wie minimal die Aus­wir­kun­gen auf unser Gefühls­le­ben in Wirk­lich­keit sind.

Durch gewisse Medien wird diese Denk­weise leider ver­stärkt. Oft ent­hal­ten diese Medien auch noch Werbung für Pro­dukte, von denen die Men­schen glauben, dass sie ihr Leben „heilen“ können.


Nichts im Leben ist so wichtig, wie man glaubt, während man darüber nach­denkt!

(Die Fokus­sie­rungs­il­lu­sion)

Lerne, deine Intui­tion richtig zu nutzen!

Abge­se­hen von den Berei­chen, in denen der „evo­lu­tio­nary mis­match“ eine Rolle spielt, haben wir Men­schen eine gute und äußerst nütz­li­che Intui­tion. Leider wird die Intui­tion heut­zu­tage zu wenig wert­ge­schätzt. Unter anderem hat dies damit zu tun, dass man ständig und überall über seine Hand­lun­gen und Ent­schei­dun­gen Rechen­schaft ablegen muss.

Eine gute Methode, die eigene Intui­tion zu Rate zu ziehen, besteht darin, sich zunächst mit Argu­men­ten für sämt­li­che Optio­nen aus­ein­an­der zu setzen, dann aber doch auf das Bauch­ge­fühl zu hören. Sein Bauch­ge­fühl zu inter­pre­tie­ren klappt mit der Zeit immer besser.

Trick: Eine Münze werfen und zwar so, dass sie lange kreist. Man wird dann ein Gefühl haben, welches einem sagt, welche Seite der Münze man oben liegen sehen möchte.

„Lassen Sie nicht zu, dass ihre innere Stimme in den Stimmen anderer unter­geht. Und was am wich­tigste ist: Haben sie den Mut, ihrem Herzen und ihrer Intui­tion zu folgen. Irgend­wie wissen sie schon, was sie wirk­lich werden wollen.“ – Steve Jobs.

Ver­traue keiner Sta­tis­tik die du nicht selbst gefälscht hast!

Die besten Lebensweisheiten

Achte, worauf du deine Auf­merk­sam­keit und Energie fokus­sierst!

„Eines Abends erzählte ein alter Che­ro­kee seinem Enkel von dem See­len­kampf, der im Inneren der meisten Men­schen tobt. Er sagte: ‚Mein Kind, dieser Kampf findet zwi­schen den beiden Wölfen statt, die uns allen inne­woh­nen. Der eine Wolf ist böse. Er ist Zorn, Neid, Eifer­sucht, Leid, Bedau­ern, Gier, Arro­ganz, Selbst­mit­leid, Schuld­ge­fühl, Groll, Unter­le­gen­heit, Lügen, fal­scher Stolz, Über­le­gen­heit und Ego. Der andere Wolf ist gut. Er ist Freude, Frieden, Liebe, Hoff­nung, Hei­ter­keit, Demut, Freund­lich­keit, Wohl­wol­len, Ein­füh­lungs­ver­mö­gen, Groß­her­zig­keit, Wahr­heit, Mit­ge­fühl und Glauben.‘ Der Enkel dachte eine Weile darüber nach. Dann fragt er seinen Groß­va­ter: ‚Und welcher Wolf gewinnt? Der alte Che­ro­kee aber ant­wor­tet nur: ‚Der­je­nige, den Du füt­terst.“

(Quelle)

Nutze kon­sis­tente Hand­lun­gen, um dich selbst ins Handeln zu bringen!

Das Gehirn stört sich an Wider­sprü­chen im Denken und Handeln und kor­ri­giert diese ent­spre­chend. Wenn man bei­spiels­weise damit anfängt, Sport zu treiben um all­ge­mein gesün­der zu werden, dann wird man oft auch auto­ma­tisch weniger Süßig­kei­ten essen oder rauchen.

„Man kann sich (und andere) in neue Denk­wei­sen hin­ein­han­deln. “ – Chip & Dan Heath.

Schaffe Momen­tum – Kreiere kleine Gewinne!

Eine unan­ge­nehme Sache zu begin­nen ist immer schwie­ri­ger, als diese Sache fort­zu­füh­ren. Es ist ratsam, mög­lichst früh Erfolge zu haben. Das schafft Hoff­nung und treibt den wei­te­ren Prozess an.

„Kleine Gewinne defi­nie­ren die Größe des Pro­blems neu, sodass es leich­ter wird, aktiv zu werden oder zu bleiben.“ – Chip & Dan Heath.

Erfinde ein­präg­same Namen für deine neuen Ideen!

Begrün­dung: Fluency Heu­ris­tic: Eine Sache erscheint wich­ti­ger und ist leich­ter aus­zu­spre­chen und zu denken, wenn sie einen ein­präg­sa­men Namen hat. Es macht daher Sinn, neues Voka­bu­lar für  wich­tige Kon­zepte zu erfin­den.

Stelle dir von Zeit zu Zeit wert­schät­zende Fragen!

Worüber bin ich froh? Worüber bin ich dankbar?

Beob­achte mehr und urteile weniger!

„Was uns belas­tet ist dieses stän­dige Beur­tei­len … es ist die Beur­tei­lung der Situa­tion, die uns in Rage bringt, nicht die Situa­tion selbst.“ – Jens Corssen.

Übe dich in Meta­ko­gni­tion – beob­achte dich selbst beim Denken!

„Erst wenn wir uns selbst beim Denken und Handeln beob­ach­ten, also Zeugen sind, haben wir eine Chance, […] zu ändern.“ – Jens Corssen.

Trai­niere deine emo­tio­nale Intel­li­genz!

„Zur Acht­sam­keit für uns selbst, so Sachs, gehört auch, dass wir genau wahr­neh­men, was uns wirk­lich glück­lich macht. Die glo­ba­len Wirt­schafts­da­ten zeigen es ganz deut­lich: Sobald in einem Land ein beschei­de­nes Ein­kom­mens­ni­veau erreicht ist – das aus­reicht, um grund­le­gende Bedürf­nisse zu befrie­di­gen -, besteht zwi­schen Glück und Wohl­stand kei­ner­lei Zusam­men­hang mehr. Imma­te­ri­elle Dinge wie enge Bezie­hun­gen zu gelieb­ten Men­schen und sinn­volle Tätig­kei­ten machen die Men­schen weitaus glück­li­cher als bei­spiels­weise Ein­kau­fen oder die Berufs­tä­tig­keit. Aber wenn es um die Frage geht, unter welchen Vor­aus­set­zun­gen wir uns wohl­füh­len, sind wir selbst unter Umstän­den schlechte Schieds­rich­ter. Wenn wir mehr Acht­sam­keit darauf ver­wen­den, wie wir unser Geld aus­ge­ben, werden wir nach Sachs‘ Ansicht sel­te­ner ver­füh­re­ri­scher Werbung für Pro­dukte nach­ge­ben, die uns kein biss­chen glück­li­cher machen.“ – Daniel Goleman.

Ent­wickle Stra­te­gien um nega­tive Stim­mun­gen [so früh wie möglich] abzu­wen­den!

„Nega­tive Emo­tio­nen lenken ab, so dass wir uns nicht mehr auf die Ent­schei­dung, sondern auf die Emotion kon­zen­trie­ren.“ – Barry Schwartz.

„Nega­ti­ves Denken kon­zen­triert sich auf einen schma­len Bereich: auf das, was uns ärgert. Eine Faust­re­gel aus der Kogni­ti­ons­the­ra­pie besagt, dass die Kon­zen­tra­tion auf die nega­ti­ven Seiten eines Erleb­nis­ses ein Rezept für Depres­sio­nen dar­stellt.“ – Daniel Goleman.

Sei dir bewusst, wie sich deine Zufrie­den­heit berech­net!

Eine Bewer­tung erfolgt immer relativ zu einem Bezugs­punkt. Die Zufrie­den­heit eines Men­schen berech­net sich aus drei Dif­fe­ren­zen:

  1. Lücke zwi­schen dem was wir haben und dem was wir wün­schen
  2. Lücke zwi­schen dem was man hat und dem was man glaubt was ver­gleich­bare andere haben
  3. Lücke zwi­schen dem was man hat und dem besten was man in der Ver­gan­gen­heit hatte

Das Beste, was man in der Ver­gan­gen­heit hatte, ist der soge­nannte hedo­nis­ti­sche Null­punkt. Dieser kann nur steigen, niemals fallen. Mit dem hedo­nis­ti­schen Null­punkt steigen die Erwar­tun­gen.

„Ein wahres Lust­erleb­nis stellt sich nur ein, wenn die Erfah­rung die Erwar­tung über­trifft. … wahr­schein­lich können wir unsere Lebens­qua­li­tät durch die Kon­trolle unserer Erwar­tun­gen nach­hal­ti­ger beein­flus­sen als durch irgend­wel­che anderen Maß­nah­men.“ – Barry Schwartz.

Schränke unwich­tige Wahl­mög­lich­kei­ten bewusst ein, um nicht zu viele Ent­schei­dun­gen treffen zu müssen!

Unsere emo­tio­nale Energie wird durch die Ent­schei­dun­gen ver­braucht, die wir täglich zu treffen haben. Nach einer bestimm­ten Anzahl von Ent­schei­dun­gen ist die Energie für den Tag auf­ge­braucht.

Medi­tiere regel­mä­ßig!

„Acht­sam­keits­trai­ning stärkt die Ver­knüp­fung zwi­schen den prä­fron­ta­len exe­ku­ti­ven Arealen und der Amyg­dala; ins­be­son­dere beein­flusst es die Schalt­kreise, die zu Impul­sen Nein sagen können.“ – Daniel Goleman.

„Durch Acht­sam­keits­trai­ning ver­min­dert sich die Akti­vi­tät in den ich­be­zo­ge­nen Schalt­krei­sen, deren Mit­tel­punkt der mediale prä­fron­tale Cortex ist – und je weniger Selbst­ge­sprä­che wir führen, desto stärker können wir den Augen­blick erleben.“ – Daniel Goleman.

„Durch Acht­sam­keits­trai­ning ent­wi­ckelt sich unsere Fähig­keit, von Augen­blick zu Augen­blick unser eigenes Erleben unpar­tei­ische und lei­den­schafts­los zu beob­ach­ten.“ – Daniel Goleman.

Erzähle anderen von deinen Plänen und Vor­ha­ben!

„Wenn man Men­schen fragt, was sie vor­ha­ben, dann erhöht sich die Wahr­schein­lich­keit, dass sie so handeln werden, wie sie geant­wor­tet haben.“ – Richard Thaler.

Ver­zichte auf Sudoku und anderes Gehirn­jog­ging – mach Sport!

„Jeg­li­che Form von Bewe­gung tut Ihrem Gehirn besser, als alle Rätsel, Mathe­auf­ga­ben oder Krimis.“ – David Perl­mut­ter.

„… dass ältere Men­schen, die 24 Wochen lang regel­mä­ßig kör­per­lich trai­nie­ren, bei Tests zu Gedächt­nis­leis­tung, Sprach­be­herr­schung, Auf­merk­sam­keit und anderen wich­ti­gen Kogni­ti­ven Funk­tio­nen um fast das 20-fache besser abschnit­ten als eine Kon­troll­gruppe. …Diese Ver­bes­se­rung scheint auf eine bessere Durch­blu­tung, dem Wachs­tum neue Blut­ge­fäße, dem Wachs­tum neuer Hirn­zel­len und einer ver­bes­ser­ten Hirn­plas­ti­zi­tät zu beruhen.“ – David Perl­mut­ter.

Sei dir bewusst, dass deine Wahr­heit nur eine von meh­re­ren mög­li­chen Wahr­hei­ten ist!


Hin­ter­grund­wis­sen zu dieser Lebens­weis­heit

Die kogni­ti­ven Fähig­kei­ten eines Men­schen reichen grund­sätz­lich nicht aus um ein kom­ple­xes Thema in seiner Gesamt­heit zu erfas­sen. Es gelingt einfach nicht, das kom­plette Gebilde vor dem geis­ti­gen Auge zu plat­zie­ren. Bei­spiele für kom­plexe Themen sind Aus­ein­an­der­set­zun­gen auf indi­vi­du­el­ler, regio­na­ler, natio­na­ler oder inter­na­tio­na­ler Ebene. Andere Bei­spiele sind gesell­schaft­li­che Systeme, das Öko- und Kli­ma­sys­tem, oder die Funk­ti­ons­weise des mensch­li­chen Körpers oder Geistes. In der Praxis nähern wir uns einem solchen kom­ple­xen Thema durch Ver­ein­fa­chung und Abs­trak­tion. Wir erzeu­gen ein men­ta­les Modell in unseren Köpfen, welches einfach genug ist um von unserem Gehirn ver­ar­bei­tet zu werden. Je stärker dieses Modell ver­ein­facht bezie­hungs­weise abs­tra­hiert ist, umso weniger deckt es sich aber mit dem ursprüng­li­chen kom­ple­xen Thema und umso weniger ist das Modell in der Lage, zutref­fende Erklä­run­gen zu liefern oder Ereig­nisse vor­her­zu­sa­gen.

Die men­ta­len Modelle ver­schie­de­ner Per­so­nen zu ein und dem­sel­ben Thema werden sich immer mehr oder weniger stark von­ein­an­der unter­schei­den. Abhän­gig von ihrer per­sön­li­chen Geschichte und ihres Hin­ter­grun­des, hat jede Person eine ganz indi­vi­du­elle Sicht­weise. Diese Sicht­weise bestimmt maß­geb­lich die men­ta­len Modelle jeder Person.

In Dis­kus­sio­nen und Streit­ge­sprä­chen, bei­spiels­weise im Fern­se­hen spre­chen ver­schie­dene Per­so­nen nur schein­bar über das gleiche Thema bezie­hungs­weise über die gleiche Rea­li­tät. In Wirk­lich­keit geht jede Person von ihrem eigenen men­ta­len Modell aus und über­prüft die Argu­mente der anderen Per­so­nen nicht an deren Modell oder an der Rea­li­tät, sondern am eigenen Modell. Die Leute reden also die meiste Zeit anein­an­der vorbei, ver­ste­hen sich nicht und werden oft auch keinen Konsens finden.

In solchen Situa­tio­nen ist es hilf­reich, sich klar zu machen, dass wir mentale Modelle ver­wen­den. Wenn man sich mit einer anderen Person nicht einig werden kann, dann liegt das oft nicht daran, dass diese Person keine Ahnung hat oder dumm ist, sondern der Grund ist, dass nicht über das gleiche Modell gespro­chen wird. Wer sich dessen bewusst ist, kann das Gespräch ent­spre­chend lenken und in vielen Fällen etwas Inter­es­san­tes über das mentale Modell seines Gegen­übers her­aus­fin­den.

Die meisten Men­schen ver­hal­ten sich aber leider anders: Sie drehen sich mit ihrer Dis­kus­sion ewig im Kreis und jeder hört dem anderen nicht wirk­lich zu weil er still­schwei­gend davon aus­ge­hen, dass er selbst recht hat und der andere nicht.

„Systeme sind auf den ersten Blick für unser Gehirn unsicht­bar – keines der vielen Systeme, die über unsere Lebens­rea­li­tät bestim­men, nehmen wir unmit­tel­bar wahr. Wir können sie nur indi­rekt durch mentale Modelle ver­ste­hen und auf ihrer Grund­lage handeln. Je stärker sich solche Modelle auf Daten stützen, desto wirk­sa­mer werden unsere Ein­griffe (bei­spiels­weise wenn wir Raketen zu Aste­ro­iden schi­cken). Je schwä­cher die Daten­grund­lage ist, desto gerin­ger fällt auch die Wirkung aus (wie in großen Teilen der Bil­dungs­po­li­tik).“ – Daniel Goleman.


Lasse es dir nicht zu gut gehen!

Der Grund: Die so genannte Hedo­nis­ti­sche Anpas­sung bezeich­net die Anpas­sung der Lust oder des Ver­gnü­gens an das, was man über die Zeit bereits hatte.

Daraus resul­tiert die Hedo­nis­ti­sche Tret­mühle: Man braucht immer mehr, um die gewohnte Lust zu erzeu­gen, da man sich an einen bestimm­ten Level von Lust gewöhnt.

Sammle Daten über dich selbst!

Es macht Sinn, regel­mä­ßig Daten über den eigenen Körper zu sammeln. Dabei geht es in erster Linie gar nicht um die Daten selbst, sondern um Neben­ef­fekte, die mit dem Sammeln ver­bun­den sind. Wer Daten trackt, lenkt dadurch seine Auf­merk­sam­keit und ver­hin­dert böse Über­ra­schun­gen. Wer bei­spiels­weise Kör­per­ge­wicht und Bauch­um­fang regel­mä­ßig misst, wird niemals plötz­lich 10 kg zuge­nom­men haben. Wer seine Finan­zen im Auge hat, wird nicht plötz­lich uner­war­tet Pleite gehen. Daten zu tracken kann lang­fris­tig auch bei der Moti­va­tion zum Sport helfen.

Bestimmte Daten können uns süchtig nach der Tätig­keit machen, durch die die ent­spre­chen­den Daten erzeugt werden. Wenn man sich bisher stark dazu über­win­den musste, laufen zu gehen, kann es helfen, die Läufe m einer einer GPS-Uhr zu tracken. Irgend­wann wird man allein der Daten wegen laufen gehen.

Nutze Trainer, Coaches und Men­to­ren!

Coaches sollten nicht Ant­wor­ten geben, sondern einem dabei helfen, die Pro­bleme aus einem anderen Blick­win­kel zu sehen.

Selbst­coa­ching: „Was würde ein optimistischer/erfolgreicher/… Mensch in dieser Situa­tion tun?“ „Was würde ich ver­su­chen, wenn ich nicht schei­tern könnte?“ besser: „Was würde denn schlimms­ten­falls pas­sie­ren, wenn ich tat­säch­lich schei­tere? Wäre das so schlimm?“

„Der größte Unter­schied zwi­schen Ama­teu­ren und Elite Per­for­mern ist, dass sich letz­tere Trainer und Coaches nehmen. “ – K. Anders Erics­son.

Schaffe äußere Ordnung für innere Ordnung!

„Es gab eine Prince­ton-Studie, die gezeigt hat, dass sich Men­schen in Gegen­wart von sicht­ba­rem Durch­ein­an­der schlech­ter kon­zen­trie­ren und Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­ten konnten.“ – Gret­chen Rubin.

Strebe Authen­ti­zi­tät an!

„Um Authen­ti­zi­tät zu errei­chen, bedarf es eines langen Pro­zes­ses. Es geht darum, uns von fal­schen Annah­men und Über­zeu­gun­gen, die wir im Laufe unseres Lebens ange­nom­men haben, zu trennen. Ebenso geht es darum, Angst abzu­bauen: Ver­sa­gens­angst, Angst anders als die anderen zu sein, dumm dazu­ste­hen, davor, was die anderen denken, abge­lehnt zu werden und andere ego­zen­tri­sche Befürch­tun­gen.“ – John Whit­more.

gute Lebensweisheiten

Lebens­weis­hei­ten über Geld und Finan­zen

Sei miss­trau­isch bei unnötig kom­pli­zier­ten Spiel­re­geln!


Hin­ter­grund­wis­sen zu dieser Lebens­weis­heit

Die Wirt­schaft ist wie ein Spiel: Die Teil­neh­mer schie­ben sich gegen­sei­tig Geld hin und her. Wer darauf aus ist, mög­lichst viel Geld bei sich selbst anzu­sam­meln, muss das Spiel besser spielen, als die anderen Teil­neh­mer. Eine Mög­lich­keit, dieses Spiel besser spielen zu können als weniger erfah­rene Teil­neh­mer, besteht darin, die Spiel­re­geln mög­lichst kom­pli­ziert zu gestal­ten.

Beim Ein­kau­fen im Super­markt lassen sich die Leute nicht so leicht übers Ohr hauen, denn sie sind im Ein­kau­fen sehr geübt und können zu hohe Preise leicht erken­nen. Ent­spre­chend niedrig sind die Margen, die ein Super­markt hat. Wer seine Marge erhöhen möchte, muss das Spiel kom­ple­xer gestal­ten. Ein extre­mes Bei­spiel sind Kredite mit mög­lichst kom­ple­xen Kon­di­tio­nen: Varia­ble Lauf­zeit, varia­bler Zins­satz etc. All das soll den wahren Preis des Pro­duk­tes ver­schlei­ern. Für den Kre­dit­neh­mer macht das alles in der Regel keinen Sinn. Es ist nur ein Instru­ment, um die wahren Kosten zu ver­schlei­ern. Je kom­ple­xer die Spiel­re­geln, umso mehr pro­fi­tiert der­je­nige, der sich am besten mit der Materie aus­kennt, bzw. der­je­nige, der die meisten Erfah­rung hat. Im Auto­haus ist es das gleiche.

„Je kom­pli­zier­ter die Vor­schrif­ten sind, desto ein­fa­cher können sie von Insi­dern aus­ge­nutzt werden.“ – Nassim Taleb.

„Wenn Ihnen jemand etwas ver­kau­fen möchte das Sie nicht begrei­fen … sollten sie davon aus­ge­hen, dass es sich um eine „Zitrone“, eine min­der­wer­tige Ware handelt.“ George Akerlof (Nobel­preis­trä­ger) ver­fasste einen berühm­ten Aufsatz zu dem Thema: „The Market of Lemmons“: Die Waren­qua­li­tät in einem von Infor­ma­ti­ons­asym­me­trie gebeu­tel­ten Markt nimmt stetig ab, bis betrü­ge­ri­sche Ver­käu­fer und gut­gläu­bige Käufer oder Käufer, die keine Wahl haben, den Markt beherr­schen.“ – Nate Silver.


Vor­sicht bei ange­bo­te­nen Anla­ge­mög­lich­kei­ten!

„Bei der Beur­tei­lung einer Anla­ge­mög­lich­keit, die einem ange­bo­ten wird, muss man stren­gere Stan­dards anlegen, als bei Anlagen, die man aktiv sucht.“ – Nassim Taleb.

Der Grund ist, dass einem nur Anla­ge­mög­lich­kei­ten ange­bo­ten werden, die den Markt eher nicht schla­gen (sonst würde der­je­nige, der die Emp­feh­lung aus­spricht selbst anlegen), aber in der Ver­gan­gen­heit auf­grund von Varianz über­durch­schnitt­lich gut abge­schnit­ten haben (dies dient als Ver­kaufs­ar­gu­ment).

Lebens­weis­hei­ten über Liebe und Freund­schaft

Neue Freunde sind gut, aber alte Freunde sind besser!

Man muss mit ihnen zusam­men etwas durch­ge­macht haben.

Es exis­tiert ein starker Zusam­men­hang zwi­schen Glück und starken Bezie­hun­gen.

„Was einst Nach­bar­schaft und Arbeits­platz lie­fer­ten, muss jetzt erwor­ben werden. Die Men­schen sind gezwun­gen, sich ihren Freun­des­kreis zu schaf­fen … und ihre Ver­wandt­schafts­be­zie­hun­gen aktiv zu pflegen. Mit anderen Worten: Unser sozia­les Netz ist kein Geburts­recht mehr, sondern von einer Reihe bewuss­ter und schwie­ri­ger Ent­schei­dun­gen abhän­gig.“ – Barry Schwartz.

Inter­es­siere dich mehr für die Bedürf­nisse deiner Mit­men­schen!

Wer bessere soziale Bezie­hun­gen haben möchte, muss die Bedürf­nisse seiner Mit­men­schen besser ver­ste­hen!

Wenn man bessere Bezie­hun­gen möchte, muss man die Leute besser ver­ste­hen, mit denen man eine bessere Bezie­hung möchte. Wichtig ist, sich gut zu über­le­gen, in wen man inves­tie­ren möchte. Gute Eigen­schaf­ten sind: Energie, Intel­lekt, Inte­gri­tät und Loya­li­tät. Kom­ple­men­ta­ri­tät ist auch wichtig. Man möchte nicht lauter Freunde haben, die genau so sind wie man selbst. Damit schmei­chelt man sich nur selbst, kommt aber nicht voran.

Sei attrak­tiv für Men­schen, die du in deinem Leben wünschst!

Wenn man inter­es­sante Freunde haben möchte, muss man selbst inter­es­sant sein. Wenn man selbst inter­es­san­ter wird, dann wird man auch für andere Leute inter­es­san­ter.

Gemein­sam­kei­ten sind der Schlüs­sel für Ver­bin­dun­gen. Mit jeman­dem eine Gemein­sam­keit zu finden, ist der Schlüs­sel, um eine Ver­bin­dung her­zu­stel­len.

Halte dich nicht für bedin­gungs­los lie­bens­wert!

Wenn man möchte, dass andere Men­schen etwas für einen tun, dann muss man ihnen Anreize geben.

Lebens­weis­hei­ten zum Thema Lernen

Sorge regel­mä­ßig für fri­schen Wind in deinem Leben!

Grund: Grup­pen­den­ken und der Feu­er­wa­chen-Effekt!

Der Feu­er­wa­chen-Effekt: Wenn Feu­er­wehr­leute, wenn sie lange keine Ein­sätze fahren müssen, sich zu viel mit­ein­an­der unter­hal­ten, teilen sie in vielen Dingen Mei­nun­gen, die ein exter­ner, objek­ti­ver Beob­ach­ter absurd fände. Sie alle über­neh­men all­mäh­lich auch sehr ähn­li­che poli­ti­sche Ein­stel­lun­gen.

Grup­pen­den­ken: Das unaus­ge­spro­chene Bedürf­nis, eine geschätzte Meinung zu schüt­zen, lässt gemein­same blinde Flecken ent­ste­hen, die zu schlech­ten Ent­schei­dun­gen führen. … „Tat­sa­chen, die Grund­an­nah­men infrage stellen – und dadurch das Aus­kom­men und die Selbst­ach­tung von Men­schen bedro­hen –, werden einfach aus­ge­blen­det.“ … Um ans Licht zu bringen, was eine Gruppe in einem Grab aus Gleich­gül­tig­keit beer­digt hat, bedarf es der Meta­ko­gni­tion – in diesem Fall des Bewusst­seins für unser feh­len­des Bewusst­sein. Klar­heit beginnt damit, dass wir erken­nen, was wir nicht wahr­neh­men – und dass wir nicht wahr­neh­men, dass wir nicht wahr­neh­men. … Ein anderes Gegen­mit­tel gegen das Grup­pen­den­ken lautet: Erwei­tere deinen Bekann­ten­kreis über die Zone des Ange­neh­men hinaus und schütze dich vor der Abschot­tung der Gruppe, indem du dir einen grö­ße­ren Kreis von außen­ste­hen­den Ver­trau­ten schaffst, die ehrlich mit dir umgehen.

Lies gute Bücher!

Natür­lich ist es noch effek­ti­ver, direkt von anderen Per­so­nen zu lernen. Man hat nor­ma­ler­weise aber nicht die Chance dazu, mehrere Stunden in der Woche Exper­ten um sich zu scharen. Bücher sind daher der ulti­ma­tive Weg zu Weis­heit und Bildung.

Beim Lesen laufen auch viele Dinge unter­be­wusst ab. Man denkt man habe nichts gelernt, aber in Wirk­lich­keit hat man doch etwas gelernt, nur unter­be­wusst.

„Einige Bücher darf man nur kosten, andere muss man ver­schlin­gen und nur wenige sollte man durch­kauen und ver­dauen.“ – Francis Bacon.

„Wenn wir ein Buch, einen Blog oder irgend­eine Erzäh­lung lesen, kon­stru­iert unser Ver­stand ein men­ta­les Modell, mit dessen Hilfe wir den Sinn des Gesche­hens erken­nen, und er ver­bin­det es mit dem Uni­ver­sum anderer Modelle, über die wir bereits ver­fü­gen und die das gleiche Thema betref­fen. Dieses sich ständig erwei­ternde Ver­ständ­nis­netz­werk ist Kern­stück des Lesens.“ – Daniel Goleman.

Ent­ferne regel­mä­ßig Igno­ranz aus deinem Denken!

Man muss nicht nur Dinge lernen, sondern nach und nach auch Teile der eigenen Igno­ranz aus seinem Denken ent­fer­nen. Das gilt vor allem für hin­der­li­che oder falsche Glau­bens­sätze.

Es ist schwie­rig, Dinge zu ent­ler­nen. Besser ist es, schäd­li­ches Wissen oder falsche Glau­bens­sätze gar nicht erst zuzu­las­sen. Aus diesem Grund macht es Sinn, Lek­tü­ren gut aus­zu­su­chen und nicht zufäl­lig irgend­et­was zu lesen, nur weil es ver­füg­bar war (nicht oppor­tu­nis­tisch sein). Das gleiche gilt natür­lich auch für Dinge die man sich im Inter­net oder im Fern­se­hen anguckt.

Man sollte es auch ver­mei­den, in den fal­schen Dingen gut zu werden. Die meisten Leute werden in den fal­schen Dingen gut.

Unter­richte andere Men­schen und du wirst dabei selbst am meisten lernen!

Wenn man anderen etwas bei­bringt, lernt man dabei selbst auch sehr viel.

„Wenn Infor­ma­tion von Men­schen im Dialog oder in einer Dis­kus­sion ver­ar­bei­tet wird, dann ist dies nach allem, was wir wissen die tiefst­mög­li­che Art der Ver­ar­bei­tung.“ – Manfred Spitzer.

Mache dir Notizen und führe Tage­buch!

Das Gedächt­nis ist kein Archiv. Unsere Erin­ne­run­gen werden nach­träg­lich ver­än­dert. Die einzige Mög­lich­keit, wahre Erin­ne­run­gen zu behal­ten, ist das Archi­vie­ren der Erin­ne­run­gen außer­halb des eigenen Kopfes.

Ver­än­dere die Welt, aber beginne dabei immer bei dir selbst!

Wert­schätze die Basics!

Die meisten Leute wollen nur beson­ders raf­fi­nier­tes oder auf­wän­di­ges Wissen auf­stö­bern. Dabei ist es viel wich­ti­ger, die Basics drauf zu haben. Das meiste raf­fi­nierte Wissen kann man sowies­o­kaum anwen­den.

Lerne ein Leben lang!

„Bildung ist der wich­tigste Faktor für die Gesund­heit, und umge­kehrt ist die Gesund­heit der wich­tigste Faktor für geis­tige Leis­tungs­fä­hig­keit.“ – Unbe­kannt.

Infor­ma­tion wird erst dann zu Wissen, wenn sie in einem Kontext aus­ge­wer­tet wird.

„Eine große Gefahr des Infor­ma­ti­ons­zeit­al­ters: Das Wissen in der Welt nimmt zwar zu, aber die Dis­kre­panz zwi­schen dem, was wir wissen, und dem, was wir zu wissen glauben, mög­li­cher­weise eben­falls.“ – Nate Silver.

Setze dich und dein Gehirn nicht zu viel Schrott aus!

Grund: das Gehirn kann nicht nicht lernen. Es saugt den Müll auf, wie ein Staub­sauger und macht ihn zu einem Teil deiner Gedan­ken und Welt­an­schau­un­gen.

„Die Bottom-up-Schalt­kreise lernen begie­rig – und in aller Stille; jeden Tag nehmen sie neue Lek­tio­nen in sich auf. Solche unaus­ge­spro­che­nen Lern­pro­zesse brau­chen nie in unser Bewusst­sein zu dringen und wirken dennoch im Leben – zum Bes­se­ren oder zum schlech­te­ren – als Len­kungs­me­cha­nis­men.“ – Daniel Goleman.

Hüte dich davor, das Rich­tige mit dem Ver­ständ­li­chen zu ver­wech­seln!

„Hüten Sie sich davor, Rich­tig­keit und Ver­ständ­lich­keit eines Argu­ments mit­ein­an­der zu ver­wech­seln. Teil­weise favo­ri­siert die kon­ven­tio­nelle Weis­heit Dinge, die sich kurz und bündig auf den Punkt bringen lassen – in vielen Kreisen wird dies als Gesetz betrach­tet.“ – Nassim Taleb.

Sei demütig und belehr­bar!

Du kannst nicht alles selbst her­aus­fin­den und alleine schaf­fen!

Teile hilf­rei­che Artikel mit deinen Freun­den!

Sie werden dir dafür dankbar sein!

Für Dich zum Wei­ter­le­sen: Meine Bücher zum Thema

Meine Bücher
Dr. Jan Höpker - Foto Autorenbox

Hallo, ich bin Jan Höpker

Ich bin pro­mo­vier­ter Che­mi­ker. Seit 2015 schreibe ich Bücher und Artikel über Themen, die Men­schen in ihrem Leben vor­an­brin­gen.

Habit­Gym hat 30.000 monat­li­che Besu­cher und 1.494 Leser emp­fan­gen meinen News­let­ter.

In meinem Buch Erfolg durch Fokus & Kon­zen­tra­tion beleuchte ich den nach­weis­lich wich­tigs­ten Erfolgs­fak­tor FOKUS tief­grün­dig und pra­xis­nah.

Abon­niere meinen kos­ten­lo­sen News­let­ter, um nütz­li­che Infor­ma­tio­nen, Impulse, Tipps und Tricks zu den Themen Fokus, Selbst­ma­nage­ment und per­sön­li­che Ent­wick­lung per Email zu erhal­ten (Mein Geschenk an neue Abon­nen­ten: 3 nütz­li­che Ebooks).

(*) Die mit Stern­chen gekenn­zeich­ne­ten Links sind soge­nannte Affi­liate-Links. Wenn du auf einen Affi­liate-Link klickst und anschlie­ßend bei Amazon ein­kaufst, erhalte ich eine geringe Pro­vi­sion, die einen Teil meiner Ser­ver­kos­ten deckt. Für dich ver­än­dert sich der Preis natür­lich nicht. Keine Sorge, dies ist keine Ver­kaufs­seite. Ich emp­fehle nur Bücher, die ich wirk­lich gelesen habe und die mich wei­ter­ge­bracht haben.

4.9/5 (10)

Sei so nett und bewerte diesen Beitrag

6 Antworten auf 121 mäch­tige Lebens­weis­hei­ten (von den klügs­ten Köpfe unserer Zeit)

  1. Schöne Weis­hei­ten sind das! Hier noch eine lustige Lebens­weis­heit: „Mit Mädeln sich ver­tra­gen, mit Männern rum­ge­schla­gen, und mehr Kredit als Geld, so kommt man durch die Welt.“ Johann Wolf­gang von Goethe

  2. Die Weis­hei­ten gefal­len mir. Hier noch eine lustige Lebens­weis­heit: „Mit Mädeln sich ver­tra­gen, mit Männern rum­ge­schla­gen, und mehr Kredit als Geld, so kommt man durch die Welt.“ Johann Wolf­gang von Goethe – Schöne Grüsse aus Osna­brück

  3. Nico sagt:

    Schöne Zusam­men­stel­lung, brauch man wirk­lich Zeit um Sie ent­spannt durch­zu­ge­hen & richtig auf sich wirken zu lassen :-)

    „Das Leben ist kurz, aber die meisten Men­schen tun so, als ob sie ewig Zeit hätten.“ – Top.

  4. Tim sagt:

    Klasse Zusam­men­fas­sung mit ein paar echt Span­nen­den Dingern dabei!
    Danke dafür!

    Liebe Grüße

    Tim

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.