Die 30 produktivsten Tage deines Lebens 

Mit dieser cleveren Umsetzungsstrategie
verwirklichst du dein Projekt schnell und ohne Stress ...

Dr. Jan Höpker

Aktualisiert am 18. Juli 2018


Dass immer mehr Menschen mit dem Lernen überfordert sind, erkennt man an Werbeanzeigen für Lernkurse und Coachings mit bis zu vierstelligen Preisen. Einige Schüler und Studenten leiden so sehr, dass sie bereit sind, hohe Summen zu bezahlen, um das Lernen zu lernen. Dabei ist Lernen im Grunde ganz einfach! Bist du bereit für das große Geheimnis des supererfolgreichen Lernens? 

Lernen

Den Kern der meisten Angebote bilden diese beiden Techniken:

  1. Speed Reading – um den vorgegebenen Stoff schneller lesen zu können.
  2. Gedächtnistechniken – um schneller auswendig lernen zu können.

An diesen Methoden gibt es nichts auszusetzen – sie funktionieren!

Aber.

Werden wir durch diese Methoden nicht bloß zu noch effizienteren Sklaven eines schlechten Systems?

Von Peter Drucker wissen wir, dass nicht Effizienz entscheidend ist, sondern Effektivität. (Peter Drucker war ein bekanntester Management-Experte.)

Effektivität kommt vor Effizienz!

In anderen Branchen wird diese Erkenntnis längst erfolgreich umgesetzt. Im Ernährungscoaching lernt man nicht, schneller zu essen, sondern Nahrung gewissenhafter auszuwählen. Es wird sogar Wert darauf gelegt, weniger zu essen und dafür mehr zu kauen.

Das Ergebnis: eine bessere Gesundheit und eine höhere Lebensqualität. Kurz: ein besseres Leben.

Es wird Zeit, endlich auch beim Lernen mehr auf Effektivität zu achten. Bevor wir lernen, noch schneller zu laufen, sollten wir erst einmal verstehen, wo überhaupt das Ziel ist.

Leider sind die meisten Menschen schon seit dem ersten Schuljahr daran gewöhnt, vorgegebene Lerninhalte zu schlucken und ihre eigenen Interessen hintanzustellen. Sie können sich nicht vorstellen, dass es auch anders laufen könnte.

Wie könnte besseres Lernen aussehen? Zu einer möglichen Lösung kommen wir gleich. Zuvor müssen wir das Problem verstehen.

Wie die Schule in die Irre führt

Die Schule bringt den Schülern bei, den Wert von Menschen an ihrem Wissen zu messen – sie macht es ihnen jahrelang vor: Im Unterricht werden diejenigen Schüler belohnt, die stundenlang auf einem Stuhl sitzen und bestimmte Dinge wissen.

Wir lernen, dass wir unseren Wert durch Strebsamkeit (und Heuchelei) erhöhen können.

Aber.

Das Statussymbol Wissen ist überbewertet

Soziale Spezies, darunter auch der Mensch, brauchen Hierarchien, um funktionieren zu können. In einer Gruppe von Menschen wird sich nach einer bestimmten Zeit immer eine hierarchische Ordnung ausgebildet haben. (Die Rangordnung lässt sich anhand bestimmter Hormonwerte sogar messen.)

Neben der biologischen Rangordnung (Alpha, Beta, usw.), gibt es noch zwei weitere Hierarchien, in die wir uns und unsere Mitmenschen einordnen:

  • Bildung (gemessen an Wissen, Noten, Titeln und Abschlüssen).
  • Erfolg im echten Leben (gemessen an Geld und anderen Ressourcen).

Viele Menschen, die ausschließlich auf das Pferd Bildung gesetzt haben, hassen den Kapitalismus. Warum?

Ihnen wird täglich vor Augen geführt, dass ein Ordnungssystem existiert, in dem sie nicht zur Élite gehören. Auf einer emotionalen Ebene gefällt ihnen nicht, dass ihr Nachbar, der nicht einmal Abitur hat, mehr Geld verdient und außerdem noch eine attraktivere Ehefrau hat.

Ihre Rationalisierung: Es muss am System liegen – Kapitalismus muss schlecht sein. (In der Psyche des Menschen spielt der Schutz des eigenen Selbstwertgefühls eine sehr wichtige Rolle. Logik ist weniger wichtig.)

Das Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern dass wir vom Bildungssystem betrogen werden.

Wissen ist nicht der Sinn von Lernen

Wir werden darauf dressiert, ruhig auf einem Stuhl zu sitzen und Wissen als das Endziel des Lernens zu betrachten.

Aber: Wissen kann nicht das Endziel sein, denn der intrinsische Wert von Wissen ist null. Man kann Wissen nicht essen. Wissen schützt weder vor Sonne und Regen, noch wärmt es im Winter.

Wissen ist wie Geld: Seine Macht entfaltet sich erst in dem Moment, in dem man es anwendet.

Nicht was wir wissen ist entscheidend, sondern was wir tun

Leben heißt Probleme zu lösen. Es kommen immer neue Probleme. Es hört nie auf. (Auch dann nicht, wenn man die Probleme in „Herausforderungen“ umbenennt.)

Probleme löst man nicht, indem man auf einem Stuhl sitzt und die Lösung weiß – oder glaubt sie zu wissen. Das Leben ist keine Quizshow! Probleme werden gelöst, indem man vom Stuhl aufsteht und etwas tut.

Fast immer ist es besser unwissend zu handeln, als wissend nichts zu tun.

Menschen kommen mit der richtigen Einstellung auf die Welt. Da wir in Schulen aber viel zu viel auf Stühlen sitzen, verlernen wir das Aktivwerden.

Außerdem:

Wir haben verlernt, Nützliches von Nutzlosem zu unterscheiden

Wie nützlich Wissen ist, wird nicht im Kopf, sondern in der Praxis entschieden.

Wissen ist dann nützlich – und damit wert erworben zu werden – wenn es bei der Lösung eines Problems eingesetzt werden kann. Nach diesem Kriterium gibt es kein nutzloses Wissen, denn immer kann man irgendein Szenario erfinden, in dem das Wissen angewendet werden könnte. (Zum Beispiel in einer Quizshow.)

Worum es mir geht: Wissen ist unterschiedlich nützlich.

Wenn ich das so sage, scheint es trivial. In der Schule haben wir das aber anders gelernt. Dort ist alles in etwa gleich viel wert. Eine Grammatik-Regel der deutschen Sprache erklären zu können, wird mit der gleichen Intensität belohnt wie das korrekte Aufsagen des kleinen Einmaleins. Und Nichtwissen wird in beiden Fällen mit der gleichen Intensität bestraft.

Die schulische Belohnungs- und Bestrafungsstruktur bildet die stark unterschiedliche Nützlichkeit von Wissen nicht ab.

Ein Schüler, der die Aufgabe hat sowohl das kleine Einmaleins als auch eine Regel der deutschen Grammatik zu lernen, dessen Zeit aber nur für eines von beidem reicht, steht vor einer Entscheidung, die sehr viel schwieriger ist, als sie im rechten Leben wäre.

(Hinweis: Auch ohne irgendeine Grammatikregel erklären zu können, lernen Kinder ihre Muttersprache perfekt. Wer das kleine Einmaleins nicht kann, bekommt im rechten Leben ständig Probleme.)

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Nützliches Wissen erkennen

Ich hatte geschrieben, dass Wissen (nur) dann nützlich ist, wenn es beim Lösen eines Problems eingesetzt werden kann.

Wenn wir das Wort „Problem“ hören, dann denken wir in erster Linie an Probleme wie …

  • Ich finde meine Schlüssel nicht.
  • Ich muss zur Arbeit, aber das Auto springt nicht an.
  • Ich brauche Butter, aber der Supermarkt hat geschlossen.

Um Probleme dieser Art lösen zu können, braucht man zwar auch Wissen, aber dies sind nicht die Probleme, um die es mir ging.

Mir ging es um Probleme wie diese hier:

  • Ich bin nachmittags immer so müde.
  • Ich möchte auf ein Auto sparen, aber am Ende des Monats ist immer das Konto leer.
  • Ich verbringe den ganzen Tag im Internet, obwohl ich eigentlich lieber ein Buch lesen würde.
  • Mein Bauch wird immer dicker, dabei esse ich gar nicht so viel.
  • Ich will eine Fremdsprache lernen, kann mir aber keine Vokabeln merken.

Kurz, es geht um Probleme, die einer strategischen Lösung bedürfen.

Außerdem geht es um unbefriedigte Bedürfnisse. Diese stehen immer im Hintergrund.

Die häufigsten Probleme: unbefriedigte Bedürfnisse

Wir Menschen haben von Natur aus bestimmte Bedürfnisse. Sind sie befriedigt, sind wir zufrieden und es geht uns gut.

Menschen, die nicht in der Lage sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, leiden unter Stress und chronischer Unzufriedenheit. Je länger dieser Zustand anhält, umso größer ist die Gefahr, ernsthaft krank zu werden und sogar frühzeitig zu sterben.

Soweit muss es nicht kommen, aber die Lage ist ernst. Immer mehr Menschen versagen bei der Bedürfnisbefriedigung.

Welche Bedürfnisse hat der Mensch?

Obwohl Menschen scheinbar sehr unterschiedlich sind, unterschieden sich ihre Bedürfnisse kaum voneinander.

In meinem Artikel über die Maslowsche Bedürfnispyramide erfährst du genaueres.

Es wäre klug, dasjenige Wissen, das der praktischen Bedürfnisbefriedigung dient, demjenigen Wissen vorzuziehen, das einfach nur interessant, lustig oder sonderbar ist.

Die meisten Menschen lernen genau umgekehrt. Sie wissen viel – aber es sind die falschen Dinge! Warum? Weil sie die Verantwortung abgegeben haben. Sie lernen nur das, was sie von anderen vorgesetzt bekommen.

Die Lösung lautet:

Selbstbestimmt Lernen

Wer nicht nur gute Noten, sondern ein gutes Leben anstrebt (tun wir das nicht alle?), muss die Verantwortung für die eigene Entwicklung übernehmen und lernen, das Richtige zu lernen (effektiv Lernen).

Die Fähigkeit zum selbstbestimmten Lernen ist eine Grundvoraussetzung für das gute Leben.

Anders geht es nicht!

Selbstbestimmt zu lernen bedeutet selbst zu entscheiden…

  • Was man lernt
  • Wann man lernt
  • Wo man lernt
  • Wie man lernt
  • Von wem man lernt
  • Mit wem man gemeinsam lernt

Ich glaube nicht, dass das selbstbestimmte Lernen für jeden Menschen das richtige ist. Aber ich glaube, dass Jim Rohn mit der folgenden Aussage genau ins Schwarze getroffen hat:

„Du brauchst einen eigenen Plan, sonst wirst du ganz schnell Teil des Plans von Anderen. Und raten mal, was die Anderen für dich geplant haben. Nicht viel!“

Wer im Leben erfolgreich sein möchte, muss lernen, in die richtige Richtung zu laufen. In diesem Fall ist die Geschwindigkeit gar nicht so wichtig, denn wer gemütlich in die richtige Richtung trabt, kommt immer noch schneller ans Ziel, als jemand, der rastlos in die falsche Richtung rennt.

Selbst entscheiden zu können, setzt voraus, dass man seine Ziele und die Ursache-Wirkungs-Prinzipien des Lernens kennt.

Meiner Meinung nach kann es keine konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung zum selbstbestimmten Lernen geben, denn in diesem Fall würde man nichts selbst bestimmen, sondern die Anleitung beziehungsweise derjenige, der die Anleitung erstellt hat.

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Woher die Zeit nehmen?

Das Leben der meisten Menschen ist bereits bis oben hin vollgepackt. Wenn sie ihren Verpflichtungen endlich nachgekommen sind, ist schon Abend und sie haben keine Energie mehr.

Die Vorstellung, keine Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu haben, ist nur ein weiteres Symptom des eigentlichen Problems: Keine Verantwortung übernehmen zu wollen.

Kennst du die Geschichte des Sägers aus dem Buch Die 7 Wege zur Effektivität* von Stephen Covey?

Die Geschichte vom Säger

An einem schönen Tag wie heute, kommt ein Spaziergänger an einem Mann vorbei, der gerade dabei ist, einen Baum zu zersägen.

Der Säger sägt und sägt und sägt und der Spaziergänger sieht sofort, dass die Säge stumpf ist.

Er spricht den Säger an: „Ihre Säge ist ja total stumpf!“

Daraufhin der Säger: „Ja ich weiß, aber ich muss fertig werden und habe deswegen keine Zeit, die Säge zu schärfen!“

Ganz schön dumm, oder?

An anderen Menschen fällt uns dieses dumme Verhalten sehr schnell auf, aber in gewisser Weise sind wir alle dieser Säger.

Wir arbeiten mit stumpfen Werkzeugen und kommen deshalb nicht voran, doch anstatt die Säge zu schärfen, machen wir immer weiter.

Warum handeln wir so? Ich glaube, dass es an drei Dingen liegt:

  1. Unter Stress bekommen wir einen Tunnelblick und können nicht mehr klar denken.
  2. Wir tun einfach das, was die anderen Menschen in der gleichen Situation auch tun.
  3. Wir trauen uns nicht, die Verantwortung zu übernehmen.

Im Kern geht es darum, wichtige (aber nicht dringende) Dinge vor den dringenden (aber nicht wichtigen) Dingen zu erledigen. Das wichtigste Werkzeug in diesem Zusammenhang ist das Wort Nein! („Nein!“ ist sogar ein vollständiger Satz, d. h. es ist okay, nein zu sagen ohne das Nein zu erklären.)

Wie man die Säge schärft

Da du diesen Artikel liest, bist du vermutlich Schüler oder Student und musst lernen. Schärfe deine Säge, indem du zuerst das effiziente Lernen lernst. So lernst du schneller und gewinnst freie Zeit.

Ich habe bereits einige Artikel geschrieben, in denen ich die wichtigsten Prinzipien erkläre:

  • Es ist wichtig, einen Lernplan zu haben. In diesem Artikel erfährst du, warum ein Lernplan sinnvoll ist und wie du einen effektiven Lernplan erstellst.
  • Die Lerngeschwindigkeit hängt von der Gedächtnisleistung ab. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Lerngeschwindigkeit mit einfachen Merktechniken vervielfachen kannst.
  • In diesem Artikel lüfte ich die 7 Geheimnisse der erfolgreichsten Schüler und Studenten.
  • Und hier gibt es 7 weitere Lerntipps.

Es ist wichtig, zu verstehen, dass wir effektive Lernstrategien nicht in der Schule lernen.

Ebenfalls wichtig zu verstehen ist, dass effektives Lernen nicht zu den Dingen gehört, in denen wir mit der Zeit automatisch besser werden.

Ob wir automatisch lernen, hängt von Feedback ab

Wer ein konkretes Ziel verfolgt und dabei unmittelbar brauchbares Feedback erhält, lernt spielend leicht – auch ohne Lehrer oder Trainer.

Man kann sich leicht selbst beibringen am Computer zu tippen, ohne auf die Tastatur zu schauen. Das Prinzip: Versuch-und-Irrtum.

Unmittelbar nach jedem Anschlag sieht man auf dem Bildschirm, ob man die richtige Taste getroffen hat. Man korrigiert die Fehler und mit der Zeit treten sie immer seltener auf.

Nach einiger Zeit schreiben die Finger wie von selbst, ohne dass man sich Gedanken über einzelne Tasten machen muss. Man denkt in Wörtern oder ganzen Sätzen und die Finger drücken die richtigen Tasten.

Nicht alle Fähigkeiten lassen sich auf dieser Art und Weise selbstständig lernen. Eine Fähigkeit, bei der das nicht möglich ist, ist das Lernen selbst.

Was das Lernen des Lernens („Lernen lernen“) nach dem Prinzip Versuch-und-Irrtum schwierig oder sogar unmöglich macht, ist das Fehlen von brauchbarem Feedback.

Bei den allermeisten Schülern und Studenten verbessert sich die Lernstrategie über die Jahre so gut wie gar nicht. Bildlich gesprochen drücken sie zu Beginn ihrer Laufbahn mehr oder weniger zufällig irgendeine Taste, und bei dieser Taste bleiben sie ein Leben lang. Warum?

Weil Menschen Gewohnheitstiere sind, die ihre Strategie erst ändern, wenn sie das Feedback erhalten haben, dass ihre Strategie nicht funktioniert.

Eine Schulnote, die man mit einer Verzögerung von einigen Tagen, Wochen oder gar Monaten erhält, ist kein brauchbares Feedback. Außerdem lesen Schüler und Studenten eine schlechte Note eher so:

„Du bist faul!“

„Du bist dumm!“

„Du hast dich nicht angestrengt!“

Viele haben gar nicht auf dem Schirm, dass ihre Lernstrategie schlecht sein könnte.

Warum wird Lernen nicht in der Schule unterrichtet?

Dafür gibt es mindestens zwei Gründe: Erstens wissen die meisten Lehrer selbst nicht, wie man effektiv lernt und zweitens besteht das Ziel der Schule nicht darin, dass jeder einzelne Schüler optimal lernt.

Zum zweiten Punkt:

Das Hauptziel der Schule besteht in einem funktionierenden Unterricht. Kein Schüler soll sich langweilen und kein Schüler soll nur noch Bahnhof verstehen. In manchen Klassen ist es schon ein kleiner Erfolg, wenn am Ende des Unterrichtes niemand weint und niemand blutet. Würde man den Schülern beibringen, wie man richtig lernt, dann wären die besten Schüler bald besser als der Lehrer und die schlechtesten Schüler wären abgehängt und demotiviert und würden den Unterricht stören.

Zu Punkt eins:

Lehrer waren früher selbst einmal Schüler. Ihre Vorstellung davon, wie Schulbetrieb auszusehen hat, stammt aus ihrer eigenen Schulzeit. Die allermeisten Lehrer gehörten nicht zu den Überfliegern, denn die Überflieger haben andere Karrieren eingeschlagen.

Diese drei Faktoren bestimmen den schulischen Erfolg eines Schülers:

  • Interesse
  • Intelligenz
  • Effiziente Lernstrategie

Wer in allen Kategorien gut oder in zwei Kategorien sehr gut ist, gehört zu den Überfliegern und wählt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht den Beruf des Lehrers.

Einverstanden?

Wer in allen Kategorien schlecht oder in zwei Kategorien sehr schlecht ist … wird auch nicht Lehrer.

Einverstanden?

Wer kein großes Interesse hatte, wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls nicht Lehrer. (Die meisten desinteressierten Lehrer haben das Interesse meiner Ansicht nach erst nach ihrer eigenen Schulzeit verloren.)

Das heißt: Die allermeisten Menschen, die heute Lehrer sind, beherrschten in ihrer eigenen Schulzeit keine effiziente Lernstrategie.

Und da effiziente Lernstrategien auch in der Lehrerausbildung nicht dem Lehrplan stehen – dort geht es eher um Pädagogik und Didaktik – haben die Lehrer diese Strategien auch nicht in der Ausbildung gelernt.

Selbst wenn Lehrer ein Interesse daran hätten, ihren Schülern effiziente Lernstrategien zu unterrichten (was sie nicht haben), könnten sie sehr wahrscheinlich nicht auf persönliche Erfahrungen mit diesen Strategien zurückgreifen.

Das heißt: Von außen ist keine Hilfe zu erwarten. Wer lernen möchte, effektiv zu lernen, muss sich selbst darum kümmern.

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Dr. Jan Höpker ist Wissenschaftler, Autor und Gründer der Websites HabitGym und Der perfekte Ratgeber. Mit seinem Buch Erfolg durch Fokus & Konzentration hat er bis heute mehr als 20.000 Leser erreicht und ihnen dabei geholfen, fokussierter zu leben, zu lernen und zu arbeiten.

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  • Sehr geehrter Herr Höpker,
    vielen Dank für Ihre Tipps zum effektiveren Lernen. Vieles richtet sich ja eher an Studenten und ältere Lerner, aber einige eignen sich auch, um meinen Schülern ein effektiveres Lernen zu ermöglichen.
    Ich schreibe eigentlich so gut wie nie irgendwelche Kommentare, aber ich möchte Ihnen doch nahelegen, Ihre Vorurteile über Lehrer nochmal zu überdenken…anscheinend sind Sie ja während Ihrer Schulzeit nicht gerade den überragendsten Exemplaren begegnet. Es soll durchaus auch Lehrer geben, die sich bewusst für diesen Beruf entschieden haben und das nicht nur, weil sie in der Schule keine Lerntechniken beherrschten oder nach der Uni keine anderen Karrierechancen hatten.
    Vielen Dank nochmal für Ihre Zusammenstellung
    Mir freundlichen Grüßen
    Tina Rauth

    • Sehr geehrte Frau Rauth,
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ging mir nicht darum, alle Lehrer zu (vor)verurteilen, sondern zu zeigen, dass man in der Schule nichts über das Lernen ans sich lernt. Vielleicht ist meine Argumentation irreführend; darüber werde ich nachdenken. Ich selbst hatte übrigens einige sehr gute Lehrer, aber auch von denen habe ich nichts über das Lernen gelernt.
      Viele Grüße, Jan Höpker

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