Lernmethoden: Die 7 Geheim­nisse der besten Schüler und Studenten

22.11.2024 / Dr. Jan Höpker / Kategorie: Lernen

Lernmethoden sind Praktiken, die darauf abzielen, Lerninhalte so im Gedächtnis abzuspeichern, dass sie bei Bedarf leicht abgerufen und/oder angewendet werden können. Verschiedene Lernmethoden sind unterschiedlich effektiv.

Die Mehrheit der Schüler und Studenten lernt mit ineffektiven Methoden. Sie machen sich das Lernen unnötig schwer und bleiben oft weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das muss nicht sein. Denn es ist längst bekannt, wie effektives Lernen funktioniert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die erfolgreichsten Lerner sind unvoreingenommen. Sie lassen sich nicht von Überzeugungen wie „Neue Lernmethoden sind immer besser als alte“ oder „Lernen muss unangenehm sein“ einschränken.
  • Die effektivsten Lerner wissen, wann sie mit welcher Lernmethode lernen sollten. Zum Beispiel gibt es Inhalte, die auswendig gelernt werden müssen, und Inhalte, die geübt werden müssen.
  • Wer nachhaltig lernen möchte, muss genug schlafen. Die gelernten Inhalte werden erst nachts im Schlaf ins Langzeitgedächtnis übertragen. Darum sind Nachtschichten vor Prüfungen kontraproduktiv.
  • Lerntypen sind ein Mythos. Die erfolgreichsten Lerner lernen nicht über ihren bevorzugten Sinneskanal, sondern setzen möglichst viele verschiedene Sinneskanäle ein, um die Verarbeitungstiefe zu erhöhen.
  • Die besten Lernmethoden fördern das aktive Denken. Die erfolgreichsten Lerner setzen auf aktive Lernmethoden, die sie zum Denken zwingen.
  • Nur aktives Wiederholen führt zu langfristigem Behalten. Etwa sechs aktive Wiederholungen in zunehmend größeren Zeitabständen sind optimal, um Inhalte dauerhaft im Langzeitgedächtnis zu speichern.

1. Sie haben keine hinderlichen Überzeugungen

Viele Schüler, Studenten und Eltern haben hinderliche Überzeugungen, die den Lernerfolg sabotieren:

  • Lernen ist immer unangenehm. Wer der Auffassung ist, dass Lernen eine Qual sein muss, wird einen großen Bogen um alle Lernmethoden machen, die angenehm sind oder sogar Spaß machen.
  • Ich muss den Stoff auswendig lernen. Wer glaubt, dass sein Lehrmeister verlangt, dass der Stoff stumpf auswendig gelernt wird, wird sich nicht die Mühe machen, den Stoff zu verstehen.
  • Neu ist gut, alt ist schlecht. Wer glaubt, dass neumodische Lernmethoden wie Apps und Videos immer die beste Wahl sind, wird die effektivsten Methoden als veraltet ablehnen.

Diese und ähnliche Überzeugungen behindern deinen Lernerfolg. Weil sie dazu führen, dass du dich kontraproduktiv verhältst.

Die besten Schüler und Studenten haben keine hinderlichen Überzeugungen, die sie beim Lernen zurückhalten.

Meine Empfehlung:

2. Sie unterscheiden zwischen Lernen und Üben

Es gibt 2 grundverschiedene Arten von Lerninhalten:

  1. Inhalte, die gelernt werden müssen.
  2. Inhalte, die geübt werden müssen.

Viele schlechte Schüler und Studenten machen sich das Lernen unnötig schwer, indem sie versuchen, Inhalte zu lernen, die aber geübt werden müssen.

Wer eine Fremdsprache lernt, indem er einzelne Vokabeln und die Grammatikregeln paukt, wird keinen Spaß haben und keine schnellen Fortschritte erleben.

Fremdsprachen müssen nicht gelernt, sondern geübt werden.

Dein Gehirn findet viele Regeln selbst heraus

Dein Gehirn ist ein ausgezeichneter Mustererkenner.

Es kann Grammatikregeln aus Beispielsätzen lernen. So hast du damals deine Muttersprache gelernt. Schon als kleines Kind konntest du die Grammatikregeln korrekt anwenden, hättest sie aber nicht explizit erklären können. Es war ein unbewusster Lernvorgang, der zu einer unbewussten Kompetenz geführt hat.

Wenn du von unbewussten Lernvorgängen profitieren willst, musst du mit Übungsaufgaben arbeiten. Das gilt für Sprachen und die MINT-Fächer.

Erfolglose Schüler und Studenten lernen die Regeln auswendig und/oder befassen sich mit Musterlösungen, indem sie sie passiv nachvollziehen. Erfolgreiche Schüler und Studenten lösen Übungsaufgaben, bis ihr Gehirn die Regeln durchschaut und verinnerlicht hat.

3. Sie vertrauen dem Prozess und ihrem Gedächtnis

Am Abend vor einer Klausur oder Prüfungen haben Schüler und Studenten häufig das Gefühl, dass sie im Grunde gar nichts wissen. Obwohl sie fleißig gelernt haben, scheint der Stoff nicht in ihrem Gedächtnis angekommen zu sein.

Panik!

Einige lernen dann bis tief in die Nacht, andere stellen sich einen extrem frühen Wecker, um in letzter Minute noch etwas zu lernen.

Wer so handelt, weiß nicht, wie sein Gedächtnis funktioniert.

Das Langzeitgedächtnis wird erst im Schlaf befüllt

Vereinfacht gesprochen hast du 2 Gedächtnisse:

  1. Ein Kurzzeitgedächtnis mit geringer Kapazität und kurzer Speicherdauer.
  2. Ein Langzeitgedächtnis mit großer Kapazität und langer Speicherdauer.

Dein Ziel ist es, den Stoff in dein Langzeitgedächtnis zu bekommen.

Dorthin gelangen die gelernten Inhalte aber erst im Schlaf. Bis dahin bewahrt dein Gehirn sie in einem Zwischenspeicher auf, auf den du nicht zugreifen kannst. Die Inhalte sind dann nicht mehr im Kurzzeitgedächtnis und noch nicht im Langzeitgedächtnis.

Darum ist es völlig normal und kein Grund zu Panik, wenn es sich abends so anfühlt, als ob die gelernten Inhalte nicht im Langzeitgedächtnis angekommen sind. Denn das sind sie tatsächlich nicht. Noch nicht!

Empfohlene Lektüre: Konsolidierung des Gedächtnisses: Wie wir im Schlaf lernen.

Die erfolgreichen Schüler und Studenten vertrauen ihrem Gehirn und können ihm das, was es braucht, um die gelernten Inhalte aus dem Zwischenspeicher ins Langzeitgedächtnis zu übertragen: erholsamen Schlaf.

Raus aus dem Teufelskreis

Viele schlechte Schüler und Studenten stecken in einem Teufelskreis:

Sie verbringen sehr viel Zeit mit Lernen und vernachlässigen ihren Schlaf. Wenn ihre Ergebnisse dann schlecht sind, folgern sie, dass sie zu wenig gelernt haben. Obwohl sie in Wahrheit nur zu wenig geschlafen haben.

Beim nächsten Mal lernen sie noch mehr und schlafen noch weniger.

4. Sie haben Glück und ein gutes Timing

Wenn du mit guten Lernmethoden lernst, hast du gute Aussichten auf gute Noten.

Glück und Zufall spielen aber auch eine Rolle.

Das Vertrauen in den Lehrmeister

In seinem Buch Bildung braucht Persönlichkeit* erklärt der bekannte Biologe und Gehirnforscher Gerhard Roth, dass es einer Grundvoraussetzung bedarf, um von einem Lehrer oder Dozenten effektiv lernen zu können: Vertrauen.

Und Vertrauen ist keine willentliche Entscheidung.

Schüler und Studenten haben feine Antennen, die die Vertrauenswürdigkeit ihrer Lehrmeister prüfen. Wer das Pech hat, an einen Lehrer oder Dozenten zu geraten, der bei diesem Test durchfällt, wird hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben.

Manchmal liegt es eben doch am Lehrer.

Das Gehirn hat manchmal keinen Hunger

Auch das Timing spielt eine Rolle.

Es gibt Zeitfenster, in denen wir bestimmte Dinge besonders gut lernen können. Unser Gehirn hat dann sozusagen großen Hunger auf genau diese Inhalte, was sich in einem besonders starken Interesse ausdrückt.

Auch das ist keine willentliche Entscheidung.

Schüler und Studenten mit geöffneten Zeitfenstern haben einen großen Vorteil gegenüber ihren Mitschülern und Kommilitonen: Das Lernen fällt ihnen leichter.

5. Sie wissen, dass es keine Lerntypen gibt

Nach der Lerntypentheorie hat jeder Mensch einen bevorzugten Sinneskanal, über den er am effektivsten lernt.

Zumeist werden diese 4 Lerntypen unterschieden:

  • Der auditive Typ lernt am besten über das Hören.
  • Der visuelle Typ lernt am besten über das Sehen.
  • Der kommunikative Typ lernt am besten im Austausch mit anderen.
  • Der motorische Typ lernt am besten durch Ausprobieren.

Obwohl die Lerntypentheorie populär ist und auf unzähligen Websites gefeiert wird, gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für ihre Existenz.

Empfohlene Lektüre: Was Schüler und Studenten über Lerntypen wissen sollten.

Es mag schon sein, dass du den Lernstoff lieber liest oder hörst. Das bedeutet aber nicht, dass du einen Vorteil hast, wenn du nur noch über deinen bevorzugten Sinneskanal lernst.

Wie wir gleich sehen werden, wäre das sogar kontraproduktiv.

Jeder sollte möglichst viele Kanäle gleichzeitig nutzen

Denn die Verarbeitungstiefe ist wichtiger als dein Lerntyp.

Und die Verarbeitungstiefe ist größer, wenn du mehrere Sinneskanäle parallel nutzt. Wir haben nämlich nicht nur ein Langzeitgedächtnis, sondern eines für jeden Sinneskanal:

  • Wir haben ein auditives Gedächtnis für Gehörtes,
  • ein visuelles Gedächtnis für Gesehenes,
  • ein kinästhetisches Gedächtnis für Körperbewegungen
  • und so weiter.

Lernmethoden für Schüler und Studenten - Die verschiedenen Gedächtnisse

Wenn du mehrere Sinneskanäle parallel nutzt, wird der gelernte Inhalt nicht nur in einem Langzeitgedächtnis gespeichert, sondern in mehreren. Die Wahrscheinlichkeit, dass du ihn wieder vergisst, ist dann geringer. Und die Wahrscheinlichkeit, dass du ihn bei Bedarf wiedergeben und anwenden kannst, ist größer.

Denn du hast mehr Möglichkeiten, auf den Inhalt zuzugreifen.

Nur aktives Lernen ist effektives Lernen

Das Arbeitsgedächtnis ist Teil des Kurzzeitgedächtnisses. Dort können die Inhalte nicht nur gespeichert, sondern bewusst bearbeitet werden. Diese Funktion nutzen wir zum Beispiel beim Kopfrechnen und logischen Denken.

Ich hatte ja schon erklärt, dass das Gehirn die gelernten Inhalte erst im Schlaf ins Langzeitgedächtnis überträgt. Das tut es aber nur mit den Inhalten, mit denen du dich in deinem Arbeitsgedächtnis beschäftigt hast. Mit anderen Worten: Der Weg ins Langzeitgedächtnis führt durch das Arbeitsgedächtnis.

Es reicht also nicht, die zu lernenden Inhalte passiv zu hören oder zu lesen. Du musst aktiv über sie nachgedacht haben.

Erfolgreiche Schüler und Studenten wissen, dass Lernen aktives Denken erfordert und möglichst viele Sinneskanäle involvieren sollte.

6. Sie wiederholen (und wiederholen)

Das Gedächtnis ist keine Festplatte.

Dein Gehirn ist ständig damit beschäftigt, nicht mehr benötigte Inhalte aus deinem Langzeitgedächtnis zu entfernen. Das ist völlig normal und sinnvoll. Aber wenn du etwas Wichtiges mühsam gelernt hast, willst du natürlich nicht, dass es wieder gelöscht wird.

Ob ein Gedächtnisinhalt vergessen wird, hängt von diesen Faktoren ab:

  • Verarbeitungstiefe: Je intensiver du dich beim Lernen mit den Inhalten auseinandergesetzt hast, umso länger bleiben sie in deinem Langzeitgedächtnis erhalten.
  • Gefühle: Wenn beim Lernen der Inhalte Gefühle im Spiel waren, bleiben sie länger in deinem Gedächtnis erhalten.
  • Wiederholung: Je häufiger du einen Gedächtnisinhalt nutzt, umso länger bleibt er in deinem Gedächtnis erhalten. Aktive Wiederholung zeigt dem Gehirn, dass ein Inhalt noch gebraucht wird.

Die Amerikaner sagen:

Wiederholung ist die Mutter des Lernens!

Wenn die Wiederholungen im richtigen zeitlichen Abstand erfolgen, reichen etwa 6 Wiederholungen aus, um einen Inhalt dauerhaft zu speichern.

In welchen Abständen sollte wiederholt werden?

Wenn du einen Inhalt mit möglichst wenigen Wiederholungen möglichst lange in deinem Gedächtnis speichern möchtest, dann müssen die Zeitabstände zwischen den Wiederholungen immer länger werden.

Du kannst dich an dieser Faustformel orientieren:

  • In einer Minute
  • In einer Stunde
  • Am nächsten Tag
  • In der nächsten Woche
  • Im nächsten Monat
  • Im nächsten Jahr

Es zählen aber nur aktive Wiederholungen, bei denen der entsprechende Inhalt aus deinem Gedächtnis heraus aktiviert wird. Wenn du den Inhalt nur irgendwo liest oder hörst, dann zählt das nicht als Wiederholung.

Empfohlene Lektüre: Die Vergessenskurve nach Ebbinghaus.

Erfolgreiche Schüler und Studenten wiederholen die zu lernenden Inhalte in den richtigen Zeitabständen.

Meine Empfehlung:

7. Sie lernen mit Fokus und Konzentration

Ich hatte bereits erklärt, dass der Weg ins Langzeitgedächtnis durch das Arbeitsgedächtnis führt.

Doch wie kommt der Stoff ins Arbeitsgedächtnis?

Ganz einfach: Du musst dich konzentrieren. Alles, worauf du deine bewusste Aufmerksamkeit richtest, gelangt in dein Arbeitsgedächtnis. Das können Lerninhalte, Gedächtnisinhalte oder spontane Gedanken sein.

Ohne Konzentration kein Lernen

Deine Lernfähigkeit hängt von deiner Konzentrationsfähigkeit ab.

Empfohlene Lektüre: Mein Buch Erfolg durch Fokus & Konzentration.

Empfohlener Online-Videokurs für Wissensarbeiter: Ab jetzt konzentriert und fokussiert arbeiten!

Die 3 Stellschrauben für effektiveres Lernen

Darauf kommt es beim nachhaltigen Lernen an:

  1. Abspeichern: Die Inhalte werden im Gedächtnis gespeichert.
  2. Konservieren: Die Inhalte trotzen dem Vergessen.
  3. Erinnern: Die Inhalte können bei Bedarf erinnert werden.

Jede dieser 3 Stufen kann und sollte optimiert werden. Denn mehrere kleine Verbesserungen hier und da führen zu einer deutlichen Verbesserung des Gesamtergebnisses.

Lernmethoden für Schüler und Studenten - Worauf es beim Lernen wirklich ankommt

Konkrete Lern­methoden (Übersicht)

Als Nächstes sollten wir einige konkrete Lernmethoden unter die Lupe nehmen.

Passives Lesen

Lesen ist eine passive Lernmethode mit geringer Verarbeitungstiefe und ohne Wiederholung. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gelesene ins Langzeitgedächtnis gelangt, ist äußerst gering.

Fazit: Lesen ist eine schlechte Lernmethode.

Lesen und Anstreichen

Lesen und Anstreichen ist besser als passives Lesen. Denn man muss sich überlegen, was man markiert. Außerdem können die relevanten Inhalte anhand der Markierungen leichter wiederholt werden.

Fazit: Lesen und Anstreichen ist besser als passives Lesen. Dennoch ist es keine besonders gute Lernmethode.

Notizen machen (zusammenfassen)

Wer Wichtiges in eigenen Worten festhält, anstatt wörtlich aus dem Lehrbuch abzuschreiben, denkt aktiv mit und nutzt sein Arbeitsgedächtnis.

Fazit: Zusammenfassen kann eine gute Lernmethode sein.

Mindmaps erstellen

Um eine Mindmap zu erstellen, muss man sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und herausfinden, wie die Inhalte zusammenhängen.

Fazit: Das Anfertigen einer Mindmap kann eine gute Lernmethode sein.

Leitner-System (mit Karteikarten lernen)

Das Leitner-System zielt auf eine optimale Wiederholung der Inhalte ab.

Fazit: Das Leitner-System ist eine gute Lernmethode, um Inhalte auswendig zu lernen. Da die Verarbeitungstiefe gering ist, wird aber kein tiefes Verständnis gefördert.

Übungsaufgaben lösen

Übungsaufgaben fördern aktives Nachdenken und regelmäßige Wiederholung.

Fazit: Übungsaufgaben zählen zu den besten Lernmethoden.

Unterrichten und Diskutieren

Die aktive Vermittlung der Lerninhalte und die Diskussion mit anderen fördern das aktive Nachdenken und die Einbeziehung vieler Sinneskanäle.

Fazit: Unterrichten und Diskutieren ist die beste Lernmethode überhaupt.

Was sagt die Wissenschaft?

Ein Team von Wissenschaftlern aus den USA haben die beliebtesten Lerntechniken unter die Lupe genommen. Ihre Metastudie basiert auf mehr als 700 Einzelstudien. Das überraschende Ergebnis: Es gibt nur 2 empfehlenswerte Lerntechniken.

Empfohlene Lektüre: Nur diese 2 Lerntechniken führen zum Erfolg.

Ich wünsche dir viel Erfolg,
Dein Jan Höpker.

Meine Empfehlung:

Dr. Jan Höpker

Hi, hier schreibt Dr. Jan Höpker. Ich bin promovierter Biochemiker und Unternehmer. Ich beschäftige mich seit 2015 intensiv mit den Themen Fokus, Konzentration und Produktivität.

Meine besten Ressourcen:

  1. Die Kunst & Wissenschaft des konzentrierten Arbeitens (kostenloses Webinar).
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  • Vielen Dank für die super Beiträge Jan! Ich habe zwei Schulkinder und versuche ihnen das Lernen so effizient und angenehm wie möglich nahe zu bringen. Ich werde bestimmt immer wieder hier vorbeischauen!

  • Hallo Jan –
    Ich bin ebenfalls an Deiner Rechnung gescheitert: Du schreibst, dass eine kleine Steigerung auf jeder einzelnen Stufe zu einer beachtlichen Verbesserung des Gesamtergebnisses führen kann. Dein Beispiel weist bei einer 50 %-igen Steigerung auf jeder Stufe aber lediglich eine Steigerung von 12,5 % aus. Eine 73 %-ige Steigerung würde erst eintreten, wenn es eine Steigerung von 90 % auf jeder Stufe gäbe. Das klingt eher nicht motivierend. Hm.
    Noch etwas: Deine Ausführungen zu den Lerntypen sind nachvollziehbar und Kritik ist berechtigt. In der Forschungsliteratur zum Lernen lernen sind die auf Lerntypen basierenden Modelle mittlerweile überholt. Sie sind von Lernstilen-Modellen abgelöst, die eine sicherere wissenschaftliche Begründung haben, als die Lerntypen-Theorie.
    Vielleicht hier auch mal aktualisieren?
    Beste Grüße
    Jochen

  • Hallo Jan,
    schöne Seite, intormativ, gut zusammengefasst und alles drin was man erst mal braucht um loszulegen. Nicht jeder möchte über das Lernen selbst so viel lernen, sondern einfach nur wissen, wie er sich selbst helfen kann. Das genau vermittelt deine Seiten. Spitze.
    Aber ich hab auch eine kleine Anmerkung: Bei deiner Rechnung kommst du bei 20% Steigerung pro Stufe zu einer Gesamtsteigerung um 73%. Nach deinen eigenen Rechenbeispielen kommt aber 8% raus (0,2*0,2*0,2=0,08). Das ist in sofern richtig doof, denn in dem Moment denkt man „Was? Das ist Quatsch! Ist der Artikel es dann überhaupt wert weitergelesen zu werden?“ Ich bin sehr froh, dass ich den Artikel weiter gelesen habe, denn der Rest ist, wie schon erwähnt, sehr gut.
    Vielleicht möchtest du da was ändern ;-)
    Grüße aus Berlin
    Karin

    • Hallo Karin,
      Es freut mich, zu hören, dass dir die Seite gefällt. Danke auch für das Feedback zur Rechnung. Für mich ist die Rechnung nicht falsch, aber vielleicht schlecht erklärt? Die Rechnung besteht aus zwei Schritten. In Schritt 1 rechne ich aus, wie effizient das Lernen mit 50 % und 60 % auf jeder Stufe insgesamt ist, und in Schritt 2 vergleiche ich die beiden Ergebnisse aus Schritt 1 und komme dabei auf einen Unterschied von 73 %. Wer die Effizienz also auf jeder Stufe um 20 % steigert, steigert sich insgesamt um 73 %.
      Viele Grüße,
      Jan

  • Ich beginne mit 38 Jahren nun eine Umschulung und beschäftige mich daher intensiv mit Lernmethoden, Lernmotivatoren und Tipps hierzu.
    Danke für diesen guten Artikel!
    Ich bin schließlich über 22 Jahre aus der Schule raus und möchte einen guten IHK Abschluß erzielen.

  • Hallo Jan,

    Das ist ein wirklich sehr schöner, umfangreicher und informativer Beitrag rund ums Lernen!

    Abschnitt Nr.5 hat mir am besten gefallen und die Augen geöffnet, da ich normalerweise immer gelesen hatte, man solle sich auf einen der 4 Lerntypen konzentrieren, der einem am besten liegt. Aber wie es scheint und macht ja irgendwie auch Sinn, ist das doch nicht die richtige Art zum Lernen.

    Alles Gute und weiter so!

    Dawid

    • Hallo Dawid,
      Danke für die Blumen und fürs Kommentieren :) Bei mir hat es auch lange gedauert, bis mir die Sache mit den Lerntypen klar wurde. Es ist durchaus gut, dem eigenen Lerntyp entsprechend zu lernen, aber es ist noch besser, wenn man mit einer Lernmethode lernt, bei der viele Kanäle genutzt werden.
      Dir auch alles Gute und weiterhin viele Erfolg,
      Jan

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