Lern­me­tho­den – 7 Geheim­nisse der besten Schüler & Stu­den­ten

Lernmethoden - Die 7 Geheimnisse der erfolgreichsten Schüler und StudentenDie Noten der meisten Schüler und Stu­den­ten hängen nicht von ihrem Fleiß und Talent ab, sondern davon, wie gut die Lern­me­tho­den sind, die sie sich zufäl­lig ange­wöhnt haben.

Mil­lio­nen Schüler und Stu­den­ten ver­schwen­den ihre beste Zeit, weil sie mit Lern­me­tho­den lernen, die nicht funk­tio­nie­ren.

Ist es nicht erstaun­lich, dass wir im ersten Lebens­drit­tel quasi nichts anderes tun, als Unmen­gen an Wissen auf­zu­neh­men, ohne jemals zu lernen, wie man über­haupt richtig lernt?

Kein Wunder, dass das Lernen unter Schü­lern und Stu­den­ten eine der am meisten miss­ver­stan­den Tätig­kei­ten ist.

Lern- und Gedächt­nis­for­scher wissen längst, worauf es beim Lernen wirk­lich ankommt. Dieser Artikel fasst die wich­tigs­ten Punkte zusam­men.

Inhalt dieses Arti­kels

Worauf es beim Lernen wirk­lich ankommt

Etwas zu lernen heißt, es im Gedächt­nis abzu­le­gen, sodass es bei Bedarf wieder abge­ru­fen werden kann.

Dieser Prozess kann in drei Schritte unter­teilt werden:

Lernmethoden für Schüler und Studenten - Worauf es beim Lernen wirklich ankommt

Das Ziel beim Lernen ist simpel: Den Stoff im Gedächt­nis spei­chern, behal­ten und ihn anschlie­ßend bei Bedarf wieder erin­nern. Jeder ein­zelne der 3 Schritte kann opti­miert werden.

  1. Ein­spei­chern – Der Stoff muss im Gedächt­nis gespei­chert werden
  2. Behal­ten – Das Gelernte muss so lange wie möglich im Gedächt­nis gespei­chert bleiben
  3. Erin­nern – Der Gedächt­nis­in­halt muss bei Bedarf wieder aus dem Gedächt­nis abge­ru­fen werden können

Jeder Schritt lässt sich opti­mie­ren

Wie das fol­gende Rechen­bei­spiel (in dem grauen Kasten) zeigt, führt schon eine geringe Stei­ge­rung auf jeder ein­zel­nen der drei Stufen zu einer ins­ge­samt deut­li­chen Ver­bes­se­rung.

Kleine Stei­ge­rung, große Ver­bes­se­rung

Warum schon eine kleine Stei­ge­rung auf jeder ein­zel­nen Stufe zu einer ins­ge­samt deut­li­chen Ver­bes­se­rung führt:

50 % Erfolg auf jeder ein­zel­nen Stufe bedeu­tet, dass der Gesamt­er­folg 12,5 % ist. (0,5 * 0,5 * 0,5 = 0,125)

60 % Erfolg auf jeder ein­zel­nen Stufe bedeu­ten 21,6 % Gesamt­er­folg. (0,6 * 0,6 * 0,6 = 0,216)

Eine Stei­ge­rung um nur 20 % auf jeder ein­zel­nen Stufe führt hier also zu einer beacht­li­chen Gesamt­stei­ge­rung von 73 %.

Worin genau unter­schei­den sich die Lern­me­tho­den der bes­se­ren Schüler von den Lern­me­tho­den der weniger guten Schüler?

Es folgen die 7 Geheim­nisse der besten Schüler und Stu­den­ten.

#1 | Sie haben keine limi­tierenden Glaubens­sätze über das Lernen

Viele der weniger guten Schüler und Stu­den­ten haben sich Glau­bens­sätze zu eigen gemacht, die sie in ihrem Lern­er­folg behin­dern. Sie sabo­tie­ren sich selbst.

Hier zwei der am meisten ver­brei­te­ten limi­tie­ren­den Glau­bens­sätze über das Lernen:

Lernen muss unan­ge­nehm sein

Viele Schüler und Stu­den­ten glauben, dass Lernen nur dann zählt, wenn das Lernen eine Qual ist. (Und später denken sie das gleiche über das Arbei­ten.)

Das führt dazu, dass sie einen großen Bogen um sämt­li­che Lern­me­tho­den machen, die ange­nehm sind.

Der Lehrer/Dozent will, dass ich den Stoff aus­wen­dig lerne

Ein weit ver­brei­te­ter Glau­bens­satz ist, dass der Lehrer oder Dozen­ten ver­langt, dass der Stoff einfach nur stumpf­sin­nig aus­wen­dig gelernt wird.

Und da viele Schüler und Stu­den­ten sich ein­bil­den, nicht aus­wen­dig lernen zu können, lernen sie einfach gar nicht.

Die erfolg­reichs­ten Schüler und Stu­den­ten haben keine solche Opfer­hal­tung.

#2 | Sie kennen den Unter­schied zwi­schen Lernen und Üben

Es gibt Schul­fä­cher, in denen man den Stoff lernen muss, und es gibt Schul­fä­cher, in denen der Stoff geübt werden muss.

Wer nur eine einzige Lern­me­thode beherrscht und diese auf sämt­li­che Fächer anwen­det, macht logi­scher­weise min­des­tens einen Fehler.

Warum man einige Dinge üben muss

Das Kon­ju­gie­ren von Verben und das Zusam­men­bas­teln von Sätzen in einer Fremd­spra­che folgen zwar bestimm­ten gram­ma­ti­ka­li­schen Regeln, aber man lernt Fremd­spra­che nicht, indem man zuerst die Regeln lernt, um sie dann in einem zweiten Schritt bewusst anzu­wen­den.

Fremd­spra­chen werden in der Schule nicht optimal unter­rich­tet

Trotz­dem werden Fremd­spra­chen in der Schule häufig noch auf diese Weise unter­rich­tet.

Es ist schon schlimm genug, dass man uns in der Schule nicht bei­bringt, wie man richtig lernt. Hier trai­niert man uns sogar noch falsche Lern­me­tho­den an.

Das Gehirn findet die Regeln selbst heraus

Das Gehirn lernt eine Sprache, indem es aus kor­rek­ten Bei­spie­len selbst­stän­dig die Regeln und Gesetz­mä­ßig­kei­ten extra­hiert.

Am Bei­spiel der Mut­ter­spra­che kann man das sofort erken­nen: Wir können intui­tiv gram­ma­ti­ka­lisch kor­rekte Sätze bilden und gram­ma­ti­ka­lisch falsche Sätze als falsch erken­nen.

Aber wir können in den meisten Fällen nicht erklä­ren, warum der eine Satz richtig und der andere Satz falsch ist. Man spricht von einer unbe­wuss­ten Kom­pe­tenz.

Auf die gleiche Weise, wie man eine Fremd­spra­che lernen sollte, sollte man auch das Rechnen lernen: So lang üben, bis das Gehirn die Regeln extra­hiert hat. Dann kann man rechnen.

Mathe kann man nicht ver­ste­hen

Ich erin­nere mich noch gut daran, dass es in meiner Schul­klasse immer einige Mit­schü­ler gab, die sagten, Mathe nicht zu ver­ste­hen.

An dieser Aussage lässt sich ablesen, dass sie damals auf dem völlig fal­schen Dampfer waren.

Am Rechnen gibt es genauso wenig zu ver­ste­hen wie am Laufen. Man übt es einfach bis man es kann.

#3 | Sie ver­ste­hen wie das para­doxe Gedächt­nis funk­tio­niert

Am Abend vor einer Prüfung oder Klausur haben viele Schüler und Stu­den­ten das Gefühl, dass sie sich über­haupt nichts merken können. Der Stoff will einfach nicht in ihren Kopf.

Häufig führt das dazu, dass noch bis spät in die Nacht hinein gelernt wird.

Oder man steht am nächs­ten Morgen ganz früh auf, um vor der Klausur noch zu lernen.

So zu lernen ist dumm

Wer ver­stan­den hat, wie das Gedächt­nis funk­tio­niert, würde niemals auf diese dumme Ideen kommen.

Wer das Gedächt­nis ver­stan­den hat, würde am Abend einfach ent­span­nen, recht­zei­tig ins Bett gehen und am nächs­ten Morgen aus­schla­fen.

Das Gelernte wird erst im Schlaf im Lang­zeit­ge­dächt­nis gespei­chert

Wir haben ein Kurz­zeit­ge­dächt­nis und ein Lang­zeit­ge­dächt­nis. Wenn wir etwas lernen, dann besteht unser Ziel immer darin, den Stoff ins Lang­zeit­ge­dächt­nis zu bekom­men.

Was leider kaum ein Schüler oder Student wirk­lich weiß ist, dass das Gelernte erst im Schlaf in das Lang­zeit­ge­dächt­nis geschrie­ben wird. Das ist einer der Gründe, warum wir schla­fen müssen.

Bis wir schla­fen, befin­det sich das Gelernte an einem Ort im Gehirn, auf den wir nicht zugrei­fen können.

Am Vor­abend zu fühlen, dass man nichts kann, bedeu­tet gar nichts

Es ist völlig normal, am Abend nach einem Lerntag das Gefühl zu haben, dass man sich den Stoff über­haupt nicht merken kann.

Tech­nisch betrach­tet hat man sich den Stoff tat­säch­lich nicht gemerkt, weil man dafür erst noch schla­fen muss.

Schlechte Schüler stecken oft in einem Teu­fels­kreis

Sie lernen wie ver­rückt und ver­nach­läs­si­gen das Schla­fen.

Dann schrei­ben sie schlechte Noten und glauben, sie hätten nicht genug gelernt, wobei sie in Wahr­heit eher zu viel gelernt haben.

Vor der nächs­ten Klausur lernen sie dann noch mehr und schla­fen noch weniger, was alles nur noch schlim­mer macht.

#4 | Sie haben ein gutes Timing und Glück

Über die Wahl der rich­ti­gen Lern­me­thode hat jeder Schüler und Student seinen Lern­er­folg zu einem großen Teil selbst in der Hand.

Wer aber glaubt, dass man den Erfolg zu 100 % selbst bestim­men kann, irrt gewal­tig.

Die Bezie­hung zum Lehrer spielt eine wich­tige Rolle

Um von einem Lehrer oder Dozen­ten lernen zu können, muss man ihm ver­trauen und ihn als Per­sön­lich­keit akzep­tie­ren.

Wir haben feine Anten­nen, welche die Ver­trau­ens­wür­dig­keit unserer Lehrer genau prüfen. Einen Lehrer zu akzep­tie­ren ist keine bewusste Ent­schei­dung.

Wer das Pech hat, an einen Lehrer oder Dozen­ten geraten zu sein, den das Unter­be­wusst­sein nicht akzep­tiert, wird natür­lich nicht die Ergeb­nisse errei­chen können, die bei einem ver­trau­ens­wür­di­ge­ren Lehrer möglich gewesen wären.

Manch­mal liegt das Problem also wirk­lich beim Lehrer.

Das Gehirn hat manch­mal einfach keinen Hunger

Was ver­mut­lich außer­dem noch eine große Rolle spielt, ist Timing.

Für viele zu ler­nende Dinge gibt es Zeit­fens­ter in denen wir für den Stoff beson­ders emp­fäng­lich sind.

Unser Gehirn hat dann sozu­sa­gen großen Hunger nach genau diesem Stoff. Auch das ist keine bewusste Ent­schei­dung.

Ein Schüler, bei dem dieses Zeit­fens­ter für ein bestimm­tes Schul­fach gerade geöff­net ist, wird mit deut­lich weniger Aufwand Erfolg haben können, als ein Mit­schü­ler, bei dem das Zeit­fens­ter gerade nicht geöff­net ist.

#5 | Sie inter­es­sie­ren sich nicht für Lern­typen sondern für die Ver­arbeitungs­tiefe

Das Konzept der Lern­ty­pen besagt, dass jeder Mensch über einen bestimm­ten Sin­nes­ka­nal am effek­tivs­ten lernt.

Dabei werden meist diese vier Lern­ty­pen unter­schie­den:

  • Audi­tiver Lerntyp – er lernt am besten über das Hören
  • Visu­el­ler Lerntyp – er lernt am besten über das Sehen
  • Kom­mu­ni­ka­ti­ver Lerntyp – er lernt durch den Aus­tausch mit anderen
  • Moto­ri­scher Lerntyp – er lernt durch Aus­pro­bie­ren

Das Konzept der Lern­ty­pen ist irre­füh­rend

Es mag schon sein, dass der Eine über das Hören etwas besser lernt, als über das Sehen, während es bei einer anderen Person genau umge­kehrt ist.

Diese Erkennt­nis führt uns aber leider in eine völlig falsche Rich­tung, denn sie bringt uns auf die Idee, dass wir unseres Lern­typs ent­spre­chend lernen sollten.

Sollte nicht der audi­tive Typ den Stoff hören und der visu­elle Typ den Stoff sehen?

Jeder Lerntyp sollte mög­lichst alle Kanäle nutzen

Bei den meisten Men­schen ist der rechte Arm auch etwas stärker als der linke Arm, aber trotz­dem kommt niemand auf die Idee, schwere Gegen­stände immer nur mit dem starken rechten Arm anzu­he­ben. Man nimmt beide Arme.

Auf die Ver­ar­bei­tungs­tiefe kommt es an

Dass man mög­lichst viele Kanäle gleich­zei­tig nutzen sollte, ergibt sich direkt aus dem Aufbau und der Funk­ti­ons­weise des Gedächt­nis.

Wir haben in unserem Gehirn nicht etwa ein ein­zi­ges Lang­zeit­ge­dächt­nis, in dem alles gespei­chert wird, sondern wir haben mehrere Gedächt­nisse.

Ver­ein­facht gespro­chen, kann man sagen, dass wir ein audi­tives Gedächt­nis haben, in dem wir das Gehörte abspei­chern und ein visu­el­les Gedächt­nis, in dem wir das Gese­hene abspei­chern, und schließ­lich noch ein kin­äs­the­ti­sches Gedächt­nis, in dem wir Kör­per­be­we­gun­gen abspei­chern.

Lernmethoden für Schüler und Studenten - Die verschiedenen Gedächtnisse

Das mensch­li­che Gehirn hat mehrere Gedächt­nisse, die mit den ein­zel­nen Sinnen zusam­men­hän­gen. Um etwas tief und fest im Gedäch­nis zu ver­an­kern, sollten mehrere Gedächt­nisse gleich­zei­tig genutzt werden.

Wenn ich etwas nur höre, dann wird die Sache nur in meinem audi­tiven Gedächt­nis gespei­chert. Die Sache wird also genau einmal gespei­chert.

Wenn ich diese Sache aber höre und gleich­zei­tig sehe, dann wird sie doppelt abge­spei­chert. Und doppelt hält bekannt­lich besser.

Je mehr Sinne gleich­zei­tig benutzt werden, umso größer ist die Ver­ar­bei­tungs­tiefe

Je höher die Ver­ar­bei­tungs­tiefe, umso zuver­läs­si­ger wird das Wissen abge­spei­chert und umso größer ist die Wahr­schein­lich­keit, dass man das gespei­cherte Wissen bei Bedarf wie­der­fin­det.

(Wie man die Ver­ar­bei­tungs­tiefe in der Praxis effek­tiv nutzt, um sich Dinge min­des­tens 10mal besser und schnel­ler zu merken, beschreibe ich in meinem Artikel über Gedächt­nis­trai­ning.)

Auch das innere Auge ist ein Kanal

Man muss die Dinge nicht mit den eigenen Augen sehen, um das visu­elle Gedächt­nis benut­zen zu können.

Sich die Bilder vor dem geis­ti­gen Auge vor­zu­stel­len funk­tio­niert auch.

Der Stoff muss durchs Arbeits­ge­dächt­nis

Das so genannte Arbeits­ge­dächt­nis ist ein Teil des Kurz­zeit­ge­dächt­nis, in dem wir die Gedächt­nis­in­halte nicht nur zwi­schen­spei­chern, sondern auch bewusst bear­bei­ten können.

Wenn wir kopf­rech­nen, dann tun wir das im Arbeits­ge­dächt­nis. Auch wenn wir über etwas nach­den­ken, ist das Arbeits­ge­dächt­nis im Spiel.

Dinge werden nur dann im Lang­zeit­ge­dächt­nis gespei­chert, wenn sie zuvor im Arbeits­ge­dächt­nis waren

Um sich etwas merken zu können, muss man über diese Sache nach­ge­dacht haben. Es genügt nicht, der Sache einfach nur aus­ge­setzt gewesen zu sein.

Der Beweis

Hast du ein Smart­phone? Beant­worte diese Frage ohne nach­zu­se­hen: Welches Icon befin­det sich auf der Start­seite ganz unten rechts in der Ecke?

Sta­tis­ti­ken zufolge schaut der Durch­schnitts­deut­sche pro Tag 92mal auf sein Smart­phone. Trotz­dem führt diese hohe Anzahl an Wie­der­ho­lun­gen nicht dazu, dass wir uns die Icons auf dem Start­bild­schirm merken.

Wir merken uns nur Dinge, über die wir nach­ge­dacht haben!

Lernen ist immer eine aktive Hand­lung

Wer sich mit dem Stoff einfach nur passiv berie­seln lässt, wird sich nichts merken können.

#6 | Sie wie­der­ho­len

Das Gedächt­nis ist ständig damit beschäf­tigt, alte Erin­ne­run­gen wieder zu löschen. Das ist völlig normal und sinn­voll.

Die Wahr­schein­lich­keit, mit der eine bestimmte Erin­ne­rung nicht gelöscht wird, hängt von ganz bestimm­ten Fak­to­ren ab:

  • Ver­ar­bei­tungs­tiefe – Je höher die Ver­ar­bei­tungs­tiefe, umso eher bleibt der Stoff im Gedächt­nis
  • Wie­der­ho­lung – Je öfters der Stoff wie­der­holt wurde, umso eher bleibt er im Gedächt­nis (hier kommt es auch auf den zeit­li­chen Abstand zwi­schen den Wie­der­ho­lun­gen an. Ideal ist, wenn man den Stoff inner­halb des Lern­zeit­raums 5 bis 10mal in etwa glei­chen Abstän­den wie­der­holt.)
  • Gefühle – Wenn beim Lernen Gefühle im Spiel waren, bleibt der Stoff eher im Gedächt­nis

#7 | Sie sorgen für eine opti­male Kon­zen­tration

Wie schon gesagt, muss der zu ler­nende Stoff durch das Arbeits­ge­dächt­nis hin­durch, um seinen Weg ins Lang­zeit­ge­dächt­nis finden zu können.

Um den Stoff in unser Arbeits­ge­dächt­nis zu bekom­men, müssen wir uns auf den Stoff kon­zen­trie­ren.

Kon­zen­tra­tion ist eine Grund­vor­aus­set­zung effek­ti­ven Lernens

Eine starke Kon­zen­tra­tion macht ver­mut­lich min­des­tens die Hälfte des Lern­er­folgs aus.

Die Fähig­keit zur Kon­zen­tra­tion ist bei den meisten Schü­lern und Stu­den­ten heut­zu­tage leider in einem äußerst schlech­ten Zustand, was man schon daran sieht, dass ins­be­son­dere den Schü­lern immer öfters die Dia­gnose AD(H)S gestellt wird.

Warum können sich die Men­schen immer schlech­ter kon­zen­trie­ren?

Unsere Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit hängt von vielen ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab und kann außer­dem von einer Viel­zahl unter­schied­li­cher Fak­to­ren gestört werden.

Ins­be­son­dere die Stör­fak­to­ren nehmen immer weiter zu.

Mit den gut gemein­ten Rat­schlä­gen und Appel­len, die den kon­zen­tra­ti­ons­schwa­chen Schü­lern und Stu­den­ten oft ent­ge­gen­ge­bracht werden, lässt sich die Situa­tion leider nicht ver­bes­sern.

In einem anderen Artikel stelle ich eine ein­fa­che und effek­tive Methode zum Ent­schär­fen eines ver­brei­tets­ten Kon­zen­tra­ti­ons­kil­lers vor. Es geht um das Smart­phone.

So einfach, wie die meisten Men­schen denken, ist das mit dem Smart­phone nämlich nicht. Eine Studie hatte gezeigt, dass Men­schen auch dann noch von ihrem Smart­phone beein­träch­tigt werden, wenn es mucks­mäus­chen­still mit dem Display nach unten auf dem Tisch liegt oder in der Hosen­ta­sche befin­det.

Eine starke Kon­zen­tra­tion ist das Ergeb­nis starker Metho­den und Tak­ti­ken

Mit welchen Tak­ti­ken und Metho­den du dich wirk­lich besser kon­zen­trie­ren kannst, erfährst du in meinem Artikel über die Stei­ge­rung der Kon­zen­tra­tion.

Kon­krete Lern­methoden im Über­blick

Auf der Basis des gewon­ne­nen Wissens, können wir nun einige der belieb­tes­ten Lern­me­tho­den unter die Lupe nehmen.

Achtung: Dies ist keine Rang­liste!

Lern­me­thode #01: Lesen

Lesen ist eine passive Lern­me­thode mit nied­ri­ger Ver­ar­bei­tungs­tiefe und ohne Wie­der­ho­lung.

Die Wahr­schein­lich­keit, dass etwas von dem gele­se­nen Stoff ins Gedächt­nis gelangt und dort bleibt, ist gering.

Lesen ist eine schlechte Lern­me­thode.

Lern­me­thode #02: Lesen und Unter­strei­chen

Lesen und Unter­strei­chen ist schon eine etwas bessere Lern­me­thode als nur zu lesen. Man muss sich Gedan­ken darüber machen, was man unter­strei­chen möchte und anhand der Unter­strei­chun­gen lässt sich der rele­vante Teil des Stoffs später noch einmal wie­der­ho­len.

Trotz­dem ist Lesen und Unter­strei­chen keine beson­ders gute Lern­me­thode.

Lern­me­thode #03: Notizen machen, Schreib­den­ken

Wer sich in eigenen Worten Notizen macht, zwingt sich dadurch selbst zum Nach­den­ken.

Wie gut sich diese Methode als Lern­me­thode eignet, hängt natür­lich stark davon ab, wie gut die Gedan­ken und Notizen sind.

(Mehr über das Schreib­den­ken)

Lern­me­thode #04: Mindmap erstel­len

Um eine Mindmap erstel­len zu können, muss man sich zwangs­läu­fig Gedan­ken über den Stoff machen.

Auch hier gilt wieder, dass die Aus­füh­rung der Übung letzt­lich darüber ent­schei­det, wie effek­tiv diese Lern­me­thode ist.

Lern­me­thode #05: Kar­tei­kar­ten schrei­ben und lernen

Kar­tei­kar­ten erst zu schrei­ben und dann zu lernen, ist eine Lern­me­thode, die darauf beruht, den Stoff mehr­mals zu wie­der­ho­len.

Da die Ver­ar­bei­tungs­tiefe jedoch gering ist und die Methode außer­dem noch auf stump­fes Aus­wen­dig­ler­nen abzielt, anstatt den Stoff mit bereits vor­han­de­nem Wissen zu ver­knüp­fen, ist diese Lern­me­thode nicht beson­ders effek­tiv.

Lern­me­thode #06: Übungen machen

Übungen zum Stoff durch­zu­füh­ren, ist eine der besten Lern­me­tho­den über­haupt.

Lern­me­thode #07: Esels­brü­cke bilden

Diese Lern­me­thode eignet sich beson­ders gut, um ein­zelne, schwer zu mer­kende Teile des Stoffs zu lernen. Leider ist es oft schwie­rig und zeit­in­ten­siv, eine geeig­nete Esels­brü­cke zu finden.

Wenn gute Esels­brü­cken vor­ge­ge­ben werden, funk­tio­nie­ren diese meist sehr gut.

Lern­me­thode #08: Spre­chen

Sofern in eigenen Worten gespro­chen wird – was einen dazu zwingt, über den Stoff nach­zu­den­ken – kann Spre­chen eine gute Lern­me­thode sein.

Wie gut das Spre­chen als Lern­me­thode genau abschnei­det, hängt natür­lich maß­geb­lich davon ab, was genau gesagt wird und welche Gedan­ken dem Spre­chen vor­aus­ge­hen.

Lern­me­thode #09: Dik­tie­ren

In vielen Fällen ist das Dik­tie­ren, zum Bei­spiel mit Hilfe der Dik­tier­ge­rät-Funk­tion des Smart­pho­nes, noch besser als das Spre­chen, weil es dazu ani­miert, dabei zu bleiben. Man schweift also nicht so schnell ab.

Lern­me­thode #10: Dis­ku­tie­ren

Mit anderen Men­schen über den zu ler­nen­den Stoff zu dis­ku­tie­ren, ist eine der besten Lern­me­tho­den über­haupt.

Lern­me­thode #11: Unter­rich­ten

Ver­mut­lich die beste aller Lern­me­tho­den.

Welche Lern­me­thode ist die beste?

Die beste Lernmethode für Schueler und StudentenDie ideale Lern­me­thode besteht ver­mut­lich darin, den Stoff selbst zu unter­rich­ten und zwar an Men­schen, die viele gute Fragen stellen.

Eben­falls sehr gute Lern­me­tho­den sind das Bear­bei­ten von Auf­ga­ben und das Dis­ku­tie­ren mit anderen Ler­nen­den.

Kennst du Schü­lern oder Stu­den­ten, die sich mit dem Lernen schwer­tun? Teile doch diesen Artikel mit ihnen, damit sie sich in Zukunft sehr viel Stress sparen können.

Sie werden dir bestimmt dankbar sein.

Genau wie ich! Danke! :)

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Hallo, ich bin Jan Höpker

Ich bin pro­mo­vier­ter Che­mi­ker. Seit 2015 schreibe ich Bücher und Artikel über Themen, die Men­schen in ihrem Leben vor­an­brin­gen.

Habit­Gym hat 30.000 monat­li­che Besu­cher und 1.494 Leser emp­fan­gen meinen News­let­ter.

In meinem Buch Erfolg durch Fokus & Kon­zen­tra­tion beleuchte ich den nach­weis­lich wich­tigs­ten Erfolgs­fak­tor FOKUS tief­grün­dig und pra­xis­nah.

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Eine Antwort auf Lern­me­tho­den – 7 Geheim­nisse der besten Schüler & Stu­den­ten

  1. Hallo Jan,

    Das ist ein wirk­lich sehr schöner, umfang­rei­cher und infor­ma­ti­ver Beitrag rund ums Lernen!

    Abschnitt Nr.5 hat mir am besten gefal­len und die Augen geöff­net, da ich nor­ma­ler­weise immer gelesen hatte, man solle sich auf einen der 4 Lern­ty­pen kon­zen­trie­ren, der einem am besten liegt. Aber wie es scheint und macht ja irgend­wie auch Sinn, ist das doch nicht die rich­tige Art zum Lernen.

    Alles Gute und weiter so!

    Dawid

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