Löwen­mähne (Lion’s Mane)

Der essbare »Lion’s Mane« Pilz (Hericulum erinaceus) ist auch unter den Namen Igel-Stachel­bart, Affen­kopf­pilz, Yama­bu­s­hi­take oder Löwen­mähne insbe­son­dere in China und Japan bekannt.

An einer place­bo­kon­trol­lierten Doppel­blind­studie nahmen 50- bis 80-jährige Japaner mit leichter kogni­tiver Beein­träch­ti­gung teil. Die Probanden erhielten 16 Wochen lang dreimal täglich je 1000 mg getrock­netes Lion’s Mane-Pulver in Kapsel­form. Im Vergleich zur Kontroll­gruppe, verbes­serten sich die Leis­tungen in den Kogni­ti­ons­tests signi­fi­kant (Quelle).

Die positive Wirkung des Pilzes wird auf die Substanzen Hericenon und Erinacin zurück­ge­führt, die die Produk­tion des Nerven­wachs­tums­fak­tors NGF (nerve growth factor) stimu­lieren. NGF stabi­li­siert bereits bestehende synap­ti­sche Verbin­dungen. Der Entzug von NGF ist mit vermehrtem Auftreten von Apoptose (program­mierter Zelltod) verbunden. (Für ihre Forschungs­ar­beit an Nerven­wachs­tums­fak­toren erhielten Rita Levi-Montal­cini und Stanley Cohen im Jahr 1996 gemeinsam den Nobel­preis für Medizin.)

Gesund­heits­be­zo­gene Aussagen sind derzeit (Stand 2019) nicht zuge­lassen.

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