Die Maslow­sche Bedürf­nis­py­ra­mide – ein Überblick mit Grafiken

Zuletzt aktua­li­siert am 9. Juli 2019 von Dr. Jan Höpker.

Die Maslow­sche Bedürf­nis­py­ra­mide ist eine der bekann­testen sozi­al­psy­cho­lo­gi­schen Theorien – leider auch eine der am meisten miss­ver­stan­denen. Dennoch kann Maslows Theorie von großem Nutzen sein, zum Beispiel für denje­nigen, der sie als Grundlage für die Analyse seiner eigenen Bedürf­nisse verwendet.

Die Maslowsche Bedürfnispyramide -Warum wir wollen was wir wollen

Warum will ich, was ich will?

Was will ich überhaupt?

Warum bin ich unzu­frieden?

Die Maslow­sche Bedürf­nis­py­ra­mide ist das geeignete Werkzeug, um diese Fragen anzugehen.

Die Maslow­sche Bedürf­nis­pyramide

In der ersten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts gingen die Psycho­logen mehr­heit­lich von einem pessi­mis­ti­schen Menschen­bild aus: Die Beha­vio­risten betrach­teten den Menschen als eine seelen­lose Maschine, und die Sicht­weise der Psycho­ana­ly­tiker um Sigmund Freud, dem wohl einfluss­reichsten Psycho­logen überhaupt, war auch nicht gerade positiv.

Abraham Maslow (1908–1970) hatte ein anderes Bild von der Natur des Menschen, und so blieb ihm nichts anderes übrig, als eine neue Schule der Psycho­logie zu gründen: die Huma­nis­ti­sche Psycho­logie.

Das Menschen­bild der Huma­nis­ti­schen Psycho­logie

Die Huma­nis­ti­sche Psycho­logie geht davon aus, dass Menschen von Natur aus (eher) gut sind und persön­lich wachsen möchten. Alles Böse und Schlechte, so die Vorstel­lung, sei nicht auf die Natur des Menschen zurück­zu­führen, sondern auf eine nicht-artge­rechte Behand­lung. Wenn man die Menschen in ihrer Entwick­lung nicht behindert, werden sie von ihren Bedürf­nissen ange­trieben, sich positiv zu entwi­ckeln.

Welche konkreten Bedürf­nisse die Menschen haben und wie sich diese zeitlich entwi­ckeln, beschrieb Maslow in seiner Theory of Human Moti­va­tion, die als Maslow­sche Bedürf­nis­hier­ar­chie weltweit bekannt wurde. Die Darstel­lung als Pyramide (Bedürf­nis­py­ra­mide) stammt nicht von Maslow selbst, auch wenn sie ihm häufig zuge­spro­chen wird.

Maslow unter­schied zwischen soge­nannten Defi­zit­be­dürf­nissen und Wachs­tums­be­dürf­nissen. Letztere gibt es nur bei uns Menschen, d. h. sie unter­scheiden uns von den Tieren.

Defi­zit­be­dürf­nisse sind an negative Empfin­dungen gekoppelt

Der Orga­nismus ist bestrebt, einen Gleich­ge­wichts­zu­stand (Homöo­stase) aufrecht­zu­er­halten. Jede Abwei­chung ruft ein Defi­zit­be­dürfnis oder auch Mangel­be­dürfnis hervor, um uns für Hand­lungen zu moti­vieren, die zur Befrie­di­gung des entspre­chenden Bedürf­nisses und damit zur Wieder­her­stel­lung des Gleich­ge­wichts­zu­standes führen. Defi­zit­be­dürf­nisse äußern sich in Form von Empfin­dungen wie zum Beispiel Hunger, Durst, Müdigkeit oder Unzu­frie­den­heit. Die Stärke der entspre­chenden Empfin­dung hängt von der Differenz zwischen dem Istzu­stand und einem von unserer Biologie vorge­ge­benen Sollwert ab.

Es ist wichtig, dass wir uns rasch um unsere unbe­frie­digten Defi­zit­be­dürf­nisse kümmern, denn davon hängt unsere körper­liche und geistige Gesund­heit ab. Erst wenn alle Defi­zit­be­dürf­nisse befrie­digt sind, können wir zufrieden sein. Welche Defi­zit­be­dürf­nisse es gibt, schauen wir uns in Kürze an.

Wachs­tums­be­dürf­nisse machen glücklich

Wachs­tums­be­dürf­nisse unter­scheiden sich insofern von den Defi­zit­be­dürf­nissen, als dass Wachs­tums­ziele, im Gegensatz zur Homöo­stase, niemals endgültig erreicht werden können. Ein Hunger nach Kalorien ist irgend­wann gestillt, aber die Selbst­ver­wirk­li­chung ist eine ewige Baustelle.

Bei den Wachs­tums­be­dürf­nissen kann daher nicht die Befrie­di­gung des entspre­chenden Bedürf­nisses belohnt werden – statt­dessen wird der Weg dorthin belohnt; das Gehirn belohnt die Arbeit an Wachs­tums­zielen mit Glücks­ge­fühlen. (Siehe dazu auch meinen Artikel über das Glück­lich­sein.)

Die Hier­ar­chie der Bedürf­nisse

Zunächst unter­schied Maslow fünf verschie­dene Bedürf­nisse. Erst einige Jahre später kam noch ein sechstes Bedürfnis hinzu: die Tran­szen­denz. Das folgende Schaubild zeigt die Hier­ar­chie der Bedürf­nisse in Pyra­mi­den­form. Die Grenze zwischen den Wachstums- und Defi­zit­be­dürf­nissen verläuft irgendwo zwischen Selbst­ver­wirk­li­chung und den Indi­vi­du­al­be­dürf­nissen oder sogar innerhalb der Indi­vi­du­al­be­dürf­nisse.

Die Maslowsche Bedürfnispyramide - Die Hierarchie der Bedürfnisse

Die Maslow­sche Bedürf­nis­hier­ar­chie als Pyramide | Diese Darstel­lung verleitet zu der falschen Vorstel­lung, dass die Pyramide Stufe für Stufe bestiegen wird.

Wie schon gesagt, stammt die Darstel­lung als Pyramide nicht von Maslow selbst. In Wahrheit stand Maslow dieser Darstel­lung sogar kritisch gegenüber, den sie verleitet zu der falschen Vorstel­lung, dass die einzelnen Bedürf­nisse der Reihe nach zum Vorschein kommen – tatsäch­lich ist das aber nicht der Fall.

Bedürf­nisse kommen und gehen dynamisch

Zu jedem Zeitpunkt sind mehrere Bedürf­nisse gleich­zeitig aktiv. Die einzelnen Bedürf­nisse treten aber unter­schied­lich stark in Erschei­nung. Die dyna­mi­sche Darstel­lung der Bedürf­nis­hier­ar­chie (siehe unten) vermit­telt ein realis­ti­scheres Bild:

Bedürfnisse - Dynamische Darstellung der Bedürfnisse

Die dyna­mi­sche Darstel­lung der Maslow­schen Bedürf­nis­hier­ar­chie | Im Rahmen der persön­li­chen Entwick­lung wandert man von links nach rechts. Dabei verändert sich die Inten­sität, mit der bestimmte Bedürf­nisse aktiv sind.

Die 6 Ebenen der Bedürf­nis­py­ra­mide

Ebene #1: Physio­lo­gi­sche Bedürf­nisse

Zu den physio­lo­gi­schen Bedürf­nissen zählen viele verschie­dene Stoffe (Nähr­stoffe, Vitamine, Wasser, Sauer­stoff etc.) und physi­ka­li­sche Rahmen­be­din­gungen (Wärme, Licht etc.), die für unser Überleben zwingend notwendig sind. Wenn unsere physio­lo­gi­schen Bedürf­nisse dauerhaft unbe­frie­digt bleiben, werden wir besten­falls krank und schlimms­ten­falls sterben wir.

Ebene #2: Sicher­heits­be­dürfnis

Alle Menschen haben das Bedürfnis nach Sicher­heit, aber was genau einem Menschen ein Gefühl von Sicher­heit gibt, ist indi­vi­duell verschieden. Das Sicher­heits­be­dürfnis eines Menschen verändert im Laufe seines Lebens – in den meisten Fällen wird es mit zuneh­mendem Lebens­alter stärker.

Ebene #3: Soziale Bedürf­nisse

Soziale Bedürf­nisse treten in verschie­denen Formen auf:

  • Das Bedürfnis nach erfül­lenden soziale Bezie­hungen zu anderen Menschen.
  • Das Bedürfnis, eine bestimmte Rolle in der Gesell­schaft zu erfüllen.
  • Das Bedürfnis, Liebe und zu geben und zu empfangen.

Ebene #4: Indi­vi­du­al­be­dürf­nisse

Zu den Indi­vi­du­al­be­dürf­nissen zählen die Bedürf­nisse nach:

  • Erfolg
  • Freiheit, Unab­hän­gig­keit
  • Ansehen, Aner­ken­nung, Prestige

Ebene #5: Selbst­ver­wirk­li­chung

Das Bedürfnis nach Selbst­ver­wirk­li­chung ist ein Wachs­tums­be­dürfnis, das sich durch den Wunsch ausdrückt, das eigene Potenzial möglichst voll auszu­schöpfen. In welcher konkreten Form dies geschieht, ist höchst indi­vi­duell. Im Jahre 1943 ging Maslow davon aus, dass zum damaligen Zeitpunkt nur etwas 2 % der Bevöl­ke­rung so weit in der Bedürf­nis­hier­ar­chie aufge­stiegen waren, dass das Bedürfnis nach Selbst­ver­wirk­li­chung im Vorder­grund stand.

Ebene #6: Tran­szen­denz

Das Bedürfnis nach Tran­szen­denz ist ein Wachs­tums­be­dürfnis, bei dem es letztlich darum geht, über sich hinaus­zu­wachsen und Teil von etwas Größerem zu werden.

Kritik an der Bedürfnis­pyramide

Schon zu Maslows Lebzeiten wurde die Pyramide bzw. Hier­ar­chie der Bedürf­nisse von verschie­denen Seiten ange­griffen. Schauen wir uns die häufigsten Kritik­punkte einmal genauer an.

Maslow war nicht objektiv

Für seine Unter­su­chungen hat Maslow nicht rando­mi­siert, sondern gezielt nur solche Personen ausge­wählt, die eine gute persön­liche Entwick­lung hinter sich hatten. Ihm war durchaus bewusst, dass diese Vorge­hens­weise wissen­schaft­lich betrachtet höchst frag­würdig ist, aber anders, so seine Befürch­tung, wäre er wohl nie zu einer brauch­baren Theorie gekommen.

Echte Menschen sind anders

Kritiker wenden häufig ein, dass ihnen haufen­weise real exis­tie­rende Personen in den Sinn kommen, deren Verhalten den Prio­ri­täten der Bedürf­nis­hier­ar­chie vehement wider­spre­chen. Maslow selbst hat dem entgegnet, dass sein Modell lang­fris­tiges Verhalten erkläre. Eine kurz­zei­tige Abwei­chung sei kein Wider­spruch.

Kollek­ti­vis­ti­sche Gesell­schaften sind anders

Ein weiteres Argument, das von Kritikern häufig ins Feld geführt wird, ist, dass die realen Verhal­tens­weisen von Indi­vi­duen aus kollek­ti­vis­ti­schen Gesell­schaften zum Teil völlig andere seien.

Die Bedürf­nis­py­ra­mide ist unwis­sen­schaft­lich

Maslows Modell kann alles erklären, aber nichts vorher­sagen. Da sich mensch­liche Bedürf­nisse nicht messen lassen, sei das Modell unwi­der­legbar und damit unwis­sen­schaft­lich.

Die Psycho­logen Ed Diener und Louis Tay von der Univer­sity of Illinois haben Maslows Theorie einer empi­ri­schen Über­prü­fung unter­zogen. Sie werteten Daten aus 123 Ländern aus, die zwischen 2005 und 2010 gesammelt worden waren. Ed Diener fasst die Ergeb­nisse die so zusammen:

»Unsere Ergeb­nisse deuten darauf hin, dass Maslows Theorie weit­ge­hend korrekt ist.«

Im einzelnen sind die Wissen­schaftler zu folgenden Ergeb­nisse gekommen:

  • Die Erfüllung einer Vielzahl von Bedürf­nissen, wie sie von Maslow definiert wurden, ist univer­sell wichtig für das indi­vi­du­elle Glücks­emp­finden.
  • Die Reihen­folge, in der die Bedürf­nisse befrie­digt werden, habe jedoch wenig Einfluss auf die Zufrie­den­heit (siehe dazu die dyna­mi­sche Darstel­lung der Bedürf­nis­hier­ar­chie weiter oben).
  • Die indi­vi­du­elle Lebens­zu­frie­den­heit hängt auch davon ab, ob die Bedürf­nisse der anderen Menschen in der (gleichen) Gesell­schaft befrie­digt sind.

Insbe­son­dere der letzte Punkt ist inter­es­sant, denn wir Menschen neigen dazu, unseren eigenen Entwick­lungs­stand zu über­schätzen, während wir den Entwick­lungs­stand unserer Mitmen­schen häufig unter­schätzen. Motto:

»Ich selbst gehe arbeiten, um mich zu verwirk­li­chen ...

... aber die anderen Menschen arbeiten, um niedere Bedürf­nisse zu befrie­digen.«

Maslowsche Bedürfnispyramide - Wie wir uns selbst sehen und wie wir unsere Mitmenschen sehen

Wie wir uns selbst (links) und andere Menschen (rechts) sehen | Wir neigen dazu, unseren eigenen Entwick­lungs­stand zu über­schätzen und den Entwick­lungs­stand unserer Mitmen­schen zu unter­schätzen.

Der Beweis

Wenn Menschen im Rahmen einer Umfrage gefragt werden, ob sie nach der Einfüh­rung eines bedin­gungs­losen Grund­ein­kom­mens weiterhin arbeiten würden, antwortet die große Mehrheit mit einem entschie­denen Ja. Nach dem voraus­sicht­li­chen Verhalten ihrer Mitmen­schen gefragt, vermutet ein sehr viel größerer Anteil der gleichen Personen, dass die anderen eher Chips essend und Bier trinkend vor dem TV-Gerät verwahr­losen würden. (Quelle)

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Über Dr. Jan Höpker

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13 Antworten auf Die Maslow­sche Bedürf­nis­py­ra­mide – ein Überblick mit Grafiken

  1. AvatarAri sagt:

    Hi Jan,
    schöner Artikel!
    ich würde den Artikel gerne in meiner Bache­lor­ar­beit als Quelle benutzen, deshalb würde ich gerne wissen, wann du ihn das letzte mal aktualisiert/ über­ar­beitet hast.

    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Ari

    • AvatarAdmin sagt:

      Hi Ari,
      Ich habe den Artikel zuletzt heute (11.02.2019) über­ar­beitet. Die erste Veröf­fent­li­chung war am 1. September 2017.
      Liebe Grüße,
      Jan

  2. AvatarMeike sagt:

    Hi Jan. Ich hoffe das klappt mit der Antwort, ich stelle mich gerade doof an. :-D

    Danke für deine Antwort. Inzwi­schen bist du zwar als Quelle doch wieder raus geflogen, aber nur deshalb weil ich schon so viele (Zu viele?) Inter­net­quellen habe.^^ Ich schreibe über Bindungs- und bedürf­nis­ori­en­tierte Pädagogik. Dazu habe ich den guten alten Maslow mit seiner Pyramide heran­ge­zogen.

    Viele Grüße
    Meike

  3. AvatarMeike sagt:

    Hallo Jan,
    wann hast du den Artikel denn veröf­fent­licht? Ich würde ihn gern als eine Quelle für meine Bache­lor­ar­beit benutzen. ;-)

    Viele Grüße
    Meike

    • AvatarJan sagt:

      Hallo Meike,

      Das ist ja cool :) Der Artikel ist vom 1. September 2017 und wurde anschlie­ßend noch mehrmals über­ar­beitet.
      Darf ich fragen, worüber du deine Bache­lor­ar­beit schreibst?

      Viele Grüße,
      Jan

  4. Hi Jan,
    toller Blog-Beitrag. Du hast das Thema Glücklich sein bereits wunderbar beschrieben und ich könnte es nicht besser schreiben. Diese Bemerkung ist für die anderen Lesen, die sich fragen WARUM wir arme Menschen glück­li­cher sind. Ich komme aus Kuba, lebe aber in Bayern seit 20 Jahren und muss dir Recht geben, viele Deutsche sind unzu­frieden, obwohl sie alles haben. Doch viele Menschen in meinem Land sind glücklich, weil sie eben nicht so viel haben (nur das Nötigste) ;-)
    In meinem Blog unter http://​www​.EinKu​baInBa​.de habe ein paar kurze Geschichten über dieses Thema.
    Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend! ;-)

  5. Hey Jan, super Artikel!

    Ich recher­chiere gerade über Bedürf­tig­keit bei Männer und werde dazu ein Video für unseren Youtube-Kanal machen. Darf ich deine Grafiken in diesem Video verwenden? Ich würde natürlich direkt im Video auf diesen Artikel aufmerksam machen ;)

    Viele herzliche Grüße
    Sven

  6. Hallo Jan,

    toller Artikel. Ich habe eine Frage:

    Warum sagt der Volksmund oft, dass die Menschen in ärmen Regionen glück­li­cher sind? Oft stehen diese Völker vor viel grösseren Problemen. teilweise Problemen der ersten Stufe der Pyramide.

    Oder ist es nur eine Lüge, sich Probleme so schön zu reden? ähnlich wie »Geld macht nicht glücklich« ?

    Viele Grüsse,
    Alexander vom vermiet​er​ta​ge​buch​.com

    • AvatarJan sagt:

      Hallo Alexander,

      Danke, Danke :)

      Zu deiner Frage: Glück ist ein kompli­ziertes Konzept, denn wie glücklich man ist, hängt von vielen verschie­denen Faktoren ab, zum Beispiel von der Stimmung, die wiederum vom Wetter abhängt (unter anderem). Wenn Menschen in armen Regionen der Erde glück­li­cher wirken, obwohl sie weniger haben, könnte man das zum Teil sicher­lich damit erklären, dass es in diesen Regionen oft sonniger ist als in den reichen Regionen der Erde. Es spielen aber noch viele weitere Faktoren eine Rolle, und welcher Faktor überwiegt, weiß ich nicht. Ich habe vor einige Zeit einen langen Artikel über Glück und die Glücks­for­schung geschrieben, den du hier findest.

      Zufrie­den­heit ist wieder ein anderes Konzept, das zum Teil aber vermut­lich mit Glück überlappt. Ich glaube, dass viele Bürger der reichen Nationen unnötig unzu­frieden (und damit unglück­lich) sind, weil sie sich selbst unzu­frieden machen, indem sie zu viele Medien konsu­mieren. Viel­leicht müsste man deine Frage daher umfor­mu­lieren und nicht fragen, warum die anderen so gut drauf sind, sondern warum wir es nicht sind. Über Zufrie­den­heit habe ich ebenfalls einen längeren Artikel geschrieben, den du hier findest. (unter anderem erkläre ich dort auch, wie die Zufrie­den­heit von unserer Psyche berechnet wird).

      Viele Grüße,
      Jan

  7. Hi Jan,

    dass die Pyramide sich in der Realität nicht wirklich von unten nach oben füllt ist mir klar – mir war Selbst­ver­wirk­li­chung zum Beispiel schon immer ein wichtiges Bedürfnis. Es war auch immer für mich spür- und greifbar.

    Aller­dings kommen diese Annahmen viel­leicht auch einfach daher, dass Menschen unter Extrem­be­din­gungen, zum Beispiel großem Hunger, andere Bedürf­nisse komplett ausblenden, bis das West­ent­liche wieder auf einem gewissen Stand ist.

    Du hast sehr schön beschrieben, wie es heut­zu­tage zu so viel Verwir­rung über die eigenen Bedürf­nisse und damit so viel Unzu­frie­den­heit kommt – gerade in der west­li­chen Gesell­schaft.

    Danke für diesen Überblick.

    Alles Liebe,
    Tina

    • AvatarJan sagt:

      Hi Tina,

      Gern geschehen :) Was du schreibst, kann ich aus eigener Erfahrung bestä­tigen: Wenn ich so richig Hunger habe oder müde bin, ist mir alles andere oft auch ziemlich egal – natürlich nur vorüber­ge­hend.

      Viele Grüße
      Jan

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