Robert T. Kiyosaki – Rich Dad Poor Dad

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Wer ist Robert T. Kiyosaki?

Robert T. Kiyosaki (Jahrgang 1947) ist ein US-ameri­ka­ni­scher Geschäfts­mann und Autor mehrerer Best­seller. Rich Dad Poor Dad ist sein bekann­testes Werk.

Zusam­men­fas­sung Rich Dad Poor Dad

Was die Reichen – im Gegensatz zur Mittel­schicht und den Armen – ihren Kindern über Geld beibringen.

Unsere Eltern sind unsere ersten und wich­tigsten Lehrer. Persön­liche Finanzen ist ein Thema, das nicht in Schulen unter­richtet wird, sodass unsere Eltern oft unsere einzigen Lehrer sind. Reiche Eltern geben ihr ganzes Know-how an ihren Nachwuchs weiter, während die Armen leider häufig nur schlechte Ange­wohn­heiten und hinder­liche Glau­bens­sätze in Bezug auf Geld vererben.

Kiyosaki war in der seltenen Situation, zwei Väter gehabt zu haben – einen armen Vater (sein leib­li­cher Vater) und einen reichen Vater (der Vater von seinem besten Freund Mike, der zu Roberts Mentor wurde). So war Kiyosaki in der Lage, den Kontrast von arm und reich besonders deutlich zu erkennen.

Gleich auf den ersten Seiten macht Kiyosaki deutlich, dass beruf­liche Bildung und finan­zi­elle Bildung zwei Paar Schuhe sind. Sein armer Vater war sogar promo­viert, während sein reicher Vater die Schule schon sehr früh und nur mit einem Haupt­schul­ab­schluss verlassen hatte. Der arme Vater verdiente sogar gutes Geld als Lehrer, aber trotzdem war er ständig in finan­zi­ellen Schwie­rig­keiten. Obwohl es nicht besonders gut für ihn lief, hielt er sich mit Ratschlägen finan­zi­eller Art jedoch nicht zurück.

Da sich die Ratschläge der beiden Väter in den meisten Fällen deutlich unter­schieden, war Kiyosaki zunächst verun­si­chert und wusste nicht, wem er Glauben schenken sollte. Im Alter von neun Jahren entschied er sich, auf seinen reichen Vater zu hören, der damals – zumindest von außen betrachtet – noch gar nicht besonders reich zu sein schien.

Arme und reiche Menschen denken anders über Geld

Kiyosakis reicher Vater dachte häufig über Geld nach, zum Beispiel, indem er sich selbst Fragen stellte. Kiyosaki armer Vater hingegen pflegte Glau­bens­sätze, die ein Nach­denken über Geld regel­recht im Keim erstickten. Dieses Muster ist univer­sell: Die armen Menschen vermeiden es, über Geld nach­zu­denken, während die reichen Menschen häufig über Geld nach­denken. Auf diese Weise gelangen sie zu Erkennt­nissen, die ihr Handeln bestimmen, was lang­fristig den Unter­schied zwischen arm und reich ausmacht.

Laut Kiyosaki gibt es einen Unter­schied zwischen arm sein und pleite sein. Pleite sein ist ein vorüber­ge­hender Zustand, während arm sein eine geistige Haltung ist. Man ist erst dann arm, wenn man aufge­geben hat.

Es stimmt, dass Geld Macht ist, aber finan­zi­elle Bildung ist noch mächtiger!

Reiche Menschen arbeiten nicht (mehr) für Geld

Nur die Armen und die Ange­hö­rigen der Mittel­schicht arbeiten für Geld. Reiche Menschen lassen Geld für sich arbeiten.

Kiyosakis reicher Vater war der Ansicht, dass Menschen, die zu wenig Geld verdienten, zu billig waren. Ihr geringer Verdienst war ihre eigene Schuld und nicht etwa die Schuld eines Arbeit­ge­bers, der zu wenig zahlte.

Wer die Schuld bei anderen und nicht bei sich selbst sucht, wird niemals reich!

Die Armen und die Ange­hö­rigen der Mittel­schicht werden nicht ausge­nutzt, sondern sie nutzen sich selbst aus. Ein höherer Lohn würde ihre Probleme nicht lösen. Sie haben Angst etwas zu riskieren und deswegen geben sie sich damit zufrieden, ihre Zeit zu verkaufen. Doch leider erkennen sie nicht die Falle, in der sie sich befinden.

Wie man der Falle entkommt

Die Armen und die Ange­hö­rigen der Mittel­schicht befinden sich in einem Hams­terrad. Sie versuchen, ihre Gefühle mit Jobs und unnötigem Konsum zu regu­lieren, aber es klappt nicht. Ihr Job befreit sie nicht von ihrer Angst vor ihrer Zukunft, und der Konsum verschafft ihnen nicht die dauer­haften positiven Gefühle, die sie sich verspro­chen haben.

Es ist wichtig, Klarheit über die eigenen Gefühle zu haben. Man muss sich der eigenen Gefühle bewusst sein und sie rational verstehen, anstatt bloß auf sie zu reagieren. Die meisten armen Menschen und die Ange­hö­rigen der Mittel­schicht belügen sich selbst. Sie behaupten, Geld würde sie nicht inter­es­sieren, aber ihre Hand­lungen sprechen eine andere Sprache: Die meiste Zeit des Tages arbeiten sie für Geld – in einem Job, der sie nicht begeis­tert.

Ein Job ist nur eine kurz­fris­tige Lösung für ein Lang­zeit­pro­blem!

Wer reich werden möchte, sollte schauen, wie er – mittel- bis lang­fristig – zu einem Meister von Geld werden kann, anstatt für immer dessen Sklave zu bleiben. Schnell reich zu werden, funk­tio­niert aber nicht!

Es geht nicht darum, wie viel Geld man verdient, sondern wie viel Geld man behält

Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Lotto­ge­winner bald nach ihrem Gewinn schon wieder arm oder sogar verschuldet sind. Es gelingt ihnen nicht, das Geld zu behalten, weil es ihnen an Selbst­dis­zi­plin und an finan­zi­eller Intel­li­genz mangelt. Häufig sind sie außerdem ignorant: Sie glauben, dass das Wissen, über das sie nicht verfügen, unwichtig sei.

Reiche Menschen sind nicht etwa durch einen plötz­li­chen Geldsegen reich geworden, sondern weil sie wenig Geld ausge­geben und das Ersparte gewinn­brin­gend inves­tiert haben. Ihr Vermögen ist über einen längeren Zeitraum gewachsen, manchmal über mehrere Genera­tionen.

Der Unter­schied zwischen Vermö­gens­werten (Assets) und Verbind­lich­keiten (Liabi­li­ties)

Viele arme Menschen und Ange­hö­rige der Mittel­schicht – so Kiyosaki – kennen nicht den Unter­schied zwischen einem Vermö­gens­wert und einer Verbind­lich­keit. Zum Beispiel glauben sie, dass ihr Eigenheim, das sie mit einem Kredit finan­zieren, einen Vermö­gens­wert darstellt, aber in Wahrheit ist es eine Verbind­lich­keit. (Damit will Kiyosaki keines­falls sagen, dass man sich kein Haus kaufen sollte – man sollte aber wissen, dass man sich keinen Vermö­gens­wert kauft.)

Eine Verbind­lich­keit kostet zusätz­li­ches Geld, während ein Vermö­gens­wert zusätz­li­ches Geld (passiv) erwirt­schaftet. Arme Menschen und Ange­hö­rige der Mittel­schicht geben ihr Geld (oft Geld, das sie gar nicht haben) für Verbind­lich­keiten aus, während reiche Menschen Vermö­gens­werte kaufen. Es ist der Cashflow, der den Unter­schied ausmacht.

In den Medien werden reiche Menschen fast immer völlig falsch darge­stellt!

Warum die Mittel­klasse nicht vom Fleck kommt

Aus psycho­lo­gi­schen Gründen neigen ihre Ausgaben dazu, parallel zu ihren Einnahmen anzu­steigen. Wer mehr Geld verdient, gibt auch mehr Geld aus, weshalb das Geld am Monats­ende trotz des höheren Einkom­mens aufge­braucht ist.

Die meisten Ange­hö­rigen der Mittel­schicht versäumen es, in ihre finan­zi­elle Bildung zu inves­tieren. Anstatt sich das nötige Wissen selbst anzu­eignen, verlassen sie sich auf soge­nannte Anla­ge­be­rater und andere Finanz­ex­perten, die in Wahrheit bloß Verkäufer sind und selbst über kaum Wissen verfügen.

Sie geben Geld für über­teu­erte Güter mit Signal­wir­kung aus, um andere Menschen zu beein­dru­cken.

Vermögen, Wohlstand, Reichtum – was ist das überhaupt?

Wir neigen dazu, uns vom Netto­ver­mögen (net worth) reicher Menschen beein­dru­cken zu lassen. Sehr oft vermit­telt das Netto­ver­mögen aber ein falsches Bild: Beim Netto­ver­mögen reicher Menschen handelt es sich häufig um Firmen­an­teile, die nicht einfach verkauft werden können oder bei deren Verkauf Steuern anfallen würden.

Nach Kiyosakis Defi­ni­tion ist reich, wer Vermö­gens­werte besitzt, die ein regel­mä­ßiges passives Einkommen erzeugen, das die regel­mä­ßigen Ausgaben inklusive Lebens­hal­tungs­kosten über­trifft. Eine solche Person ist finan­ziell frei, sie muss nicht mehr für Geld arbeiten. Kiyosaki selbst hatte diesen Zustand im Alter von 47 Jahren erreicht.

Reiche Menschen kaufen Vermö­gens­werte

Reiche Menschen geben möglichst wenig Geld aus – zumindest so lange, bis sie Luxus­güter aus ihrem passiven Einkommen bezahlen können, das sie aus ihren Vermö­gens­werten gene­rieren.

Kiyosaki empfiehlt, nur solche Vermö­gens­werte zu kaufen, für die man ein natür­li­ches Interesse hat. Nur dann kann man die dafür nötige Energie aufbringen. In seinem Fall sind das insbe­son­dere Immo­bi­lien. Alter­na­tiven sind: Unter­nehmen, Aktion, Patente, Lizenzen, etc.

Reiche Menschen zahlen weniger Steuern

Auch die Reichen halten sich an Steu­er­ge­setze, aber sie kennen sich bestens aus und wissen daher, wie sie ihre Steu­er­last auf legalem Wege senken können. Auf lange Sicht kann das einen enormen Unter­schied machen.

Reiche Menschen sind mutiger

Die eigene Zukunft hängt mehr von Mut als von guten Schul­noten ab. Die meisten Menschen wissen ohnehin bereits, was sie tun müssten, um in Zukunft besser­ge­stellt zu sein, aber sie haben nicht den Mut ihr Wissen in die Tat umzu­setzen.

Kiyosaki betont, dass der mäch­tigste von allen Vermö­gens­werten die finan­zi­elle Bildung ist. Zwar kann jeder, der Geld hat, Invest­ments auch von der Stange kaufen, aber die lukra­tivsten Invest­ments muss man selbst finden oder sogar selbst gene­rieren. Dazu braucht man Wissen.

Reiche Menschen arbeiten, um zu lernen, nicht für Geld

Kiyosaki empfiehlt, verschie­dene Jobs anzu­nehmen, um möglichst breit­flä­chig zu lernen und Erfah­rungen zu sammeln. Insbe­son­dere wenn man noch jung ist, haben Wissen und Erfah­rungen einen höheren Wert als ein hohes Gehalt. Er selbst habe vier Jahre lang als Vertreter für Xerox gear­beitet, um seine Schüch­tern­heit zu über­winden.

Die meisten talen­tierten Menschen sind nur eine einzige Fähigkeit von großem Wohlstand entfernt: (Sich) verkaufen können.

Leider sind insbe­son­dere hoch spezia­li­sierte Menschen oft viel zu stolz, um noch einmal von Grund auf etwas Neues zu lernen. Sie blicken auf Verkäufer herab, ohne überhaupt zu wissen, was einen guten Verkäufer ausmacht.

Was sonst noch wichtig ist

Reich zu werden ist simpel, aber nicht einfach. Zu über­winden sind insbe­son­dere:

  • Angst
  • Zynismus
  • Faulheit (Prokras­ti­na­tion)
  • Schlechte Ange­wohn­heiten
  • Arroganz

Das größte finan­zi­elle Risiko besteht para­do­xer­weise darin, Risiken vermeiden zu wollen. Es gibt keine reiche Person, die noch nie Geld verloren hat. Viele arme Menschen haben aber tatsäch­lich noch nie Geld verloren. Verluste sind wertvolle Erfah­rungen.

Es ist wichtig, die eigene finan­zi­elle Intel­li­genz regel­mäßig zu trai­nieren, zum Beispiel durch den Austausch mit anderen Menschen, die ebenfalls finan­zi­elle Ziele verfolgen.

Wer nicht über Selbst­dis­zi­plin verfügt – so Kiyosaki – solle gar nicht erst versuchen, reich zu werden, denn das sei garan­tiert zum Scheitern verur­teilt.

»Menschen werden herum­ge­schubst, nicht weil andere Menschen Tyrannen sind, sondern weil es den Opfern an Kontrolle und Selbst­dis­zi­plin mangelt. Dieje­nigen, die keine interne Stärke haben, unter­liegen denen, die mehr Selbst­dis­zi­plin haben.«

Für den schnellen Start empfiehlt Kiyosaki, Vorbilder zu suchen und diese zu kopieren. Auf diesem Wege lernt man nicht nur am schnellste, sondern man gewinnt außerdem Selbst­ver­trauen und Zuver­sicht.

Das wich­tigste zum Schluss: Wer etwas haben möchte, muss zuerst etwas geben. Besonders wichtig sei daher, großzügig zu sein.

Fazit/Schlussfolgerung

Wer sich noch nie zuvor mit diesem Thema befasst hat, wird von Rich Dad Poor Dad mögli­cher­weise enttäuscht sein, weil es im Großen und Ganzen bloß um Philo­so­phie und weniger um konkrete prak­ti­sche Maßnahmen geht. Tatsäch­lich vermit­telt Rich Dad Poor Dad aber genau das richtige: Das richtige Mindset. Und es animiert zum lebens­langen Lernen aus möglichst vielen unter­schied­li­chen Quellen, wie zum Beispiel aktuellen anderen Büchern, Seminaren und Online­kursen.

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Über Dr. Jan Höpker

Eines Tages bin ich aufge­wacht und habe fest­ge­stellt, dass ich über viele spannende Dinge nicht nur nichts wusste, sondern dass ich nicht einmal wusste, dass ich nichts wusste (trotz Studium und Promotion). Seitdem lese ich viele Bücher und mache mir Gedanken, die ich auf dieser Webseite veröf­fent­liche.

Meine Artikel gehen in die Tiefe, weil ich für Ober­fläch­lich­keit keine Zeit habe. Warum die Seite HabitGym heißt? Weil es nicht darum geht, Dinge nur zu wissen, sondern Wissen auch anzu­wenden, was einiger Übung bedarf. Auch Geld ist nur ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger. Zurzeit arbeite ich übrigens an meiner zweiten Million – die erste Million hat leider nicht geklappt ;)

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