Die 6 Säulen des Lebens – Worauf es im Leben wirklich ankommt

Die sechs Säulen des Lebens stehen für sechs wichtige Lebens­be­reiche. Bei vielen Menschen sind einige Säulen einsturz­ge­fährdet oder bereits einge­stürzt. Mit fatalen Folgen, denn die Stabi­lität jeder einzelnen Säule ist eine Grund­vor­aus­set­zung für ein dauerhaft glück­li­ches und erfolg­rei­ches Leben.

Die 6 Säulen des Guten Lebens

Die Stabi­lität der sechs Säulen des Lebens ist heute besonders wichtig

Wir besitzen mehr Geld und Gegen­stände als jemals zuvor in der Geschichte der Mensch­heit. Trotzdem sind immer mehr Menschen mit sich und ihrem Leben unzu­frieden.

Weitere Miss­stände sind leicht zu erkennen:

  • Knapp die Hälfte der deutschen Erwach­senen ist über­ge­wichtig
  • Der Durch­schnitts­deut­sche verbringt seine Freizeit am liebsten passiv vor dem Fernseher
  • Vielen Menschen empfinden weder Freude noch Sinn bei der Arbeit

In diesem Artikel möchte ich Möglich­keiten aufzeigen, wie die sechs Säulen des Lebens renoviert werden können, denn mir einsturz­ge­fähr­deten Säulen sollte man sich nicht abfinden.

Zunächst müssen wir uns anschauen, welche Faktoren wir überhaupt beein­flussen können.

Welche Faktoren haben einen Einfluss auf das Leben eines Menschen?

Alles, was das Leben eines Menschen beein­flusst, kann in zwei Kate­go­rien einge­teilt werden:

  1. Innere Faktoren (Gene)
  2. Äußere Faktoren (Umwelt)

Gene oder Umwelt, welcher Einfluss ist größer?

Diese Frage lässt sich nicht so leicht beant­worten, denn die Einflüsse von Genen und Umwelt sind auf kompli­zierte Art und Weise mitein­ander verflochten: Unsere Gene beein­flussen unsere Umwelt, und umgekehrt kann die Umwelt auch unsere Gene beein­flussen.

Beispiels­weise sind einige Menschen genetisch bedingt fröh­li­cher als andere Menschen. Ihre Fröh­lich­keit verschafft ihnen leichter Zugang zu anderen Menschen, und deswegen werden sie wahr­schein­lich auch häufiger mit anderen Menschen in Kontakt sein.

Einige Menschen sind genetisch bedingt besonders gut für Sport geeignet und führen daher wahr­schein­lich auch ein aktiveres Leben als andere Menschen.

Dass wir Menschen unsere Umwelt ständig aktiv verändern, ist offen­sicht­lich. Dass die Umwelt auch einen Einfluss auf unsere Gene hat, ist noch gar nicht so lange bekannt.

Zwar kann die Umwelt den gene­ti­schen Code nicht gezielt verändern, aber sie kann beein­flussen, wie der gene­ti­sche Code inter­pre­tiert wird (Epige­netik).

Wissen­schaftler, die trotz all dieser Schwie­rig­keiten versucht haben, eine Antwort zu geben, kommen meist zu folgendem Schluss: Gene und Umwelt haben in etwa den gleichen Einfluss darauf, wie sich Menschen entwi­ckeln.

Wer seine Lebens­qua­lität und seine Gesund­heit aktiv verbes­sern möchte, sollte sich auf die äußeren Faktoren konzen­trieren, denn nur die äußeren Faktoren können über das eigene Verhalten gezielt und vergleichs­weise einfach gestaltet werden.

Die Gene und deren Inter­pre­ta­tion gezielt zu verändern ist Science-Fiction.

Die Säulen des Lebens – Welches sind die wich­tigsten äußeren Faktoren?

Wenn Experten diese Frage beant­worten, dann tauchen die folgenden sechs Einfluss­fak­toren regel­mäßig auf:

  • Ernährung
  • Körper­liche Fitness
  • Soziale Bezie­hungen
  • Schlaf­qua­lität
  • Bildung (prak­ti­sches Wissen)
  • Finan­zi­elle Unab­hän­gig­keit (Abwe­sen­heit von finan­zi­ellen Sorgen)

Diese sechs Faktoren können ohne Über­trei­bung als die sechs Säulen des Lebens bezeichnet werden.

Die sechs Säulen des Lebens beein­flussen sich gegen­seitig. Diese Beein­flus­sung gilt natürlich sowohl im Positiven, als auch im Negativen: Wer zu viele Defizite in einem Bereich hat, zieht damit auch die anderen Bereiche nach unten, gelangt also in eine Abwärts­spi­rale (auch bekannt als Teufels­kreis).

Auf der anderen Seite kann die Verbes­se­rung eines einzelnen Bereiches positive Auswir­kungen auf alle anderen Bereiche haben (Aufwärts­spi­rale).

Was das bedeutet ist klar:  Wer sein Leben zum positiven verändern möchte, sollte darauf achten, möglichst keine  der sechs Säulen des Lebens dauerhaft zu vernach­läs­sigen.

Es ist nicht ohne weiteres möglich, die sechs Säulen des Lebens ihrer Wich­tig­keit nach zu ordnen. Die Reihen­folge, in der die einzelnen Bereiche unten ange­spro­chen werden, spiegelt nicht deren Wich­tig­keit wieder.

Nachtrag vom 05.02.2016: Mitt­ler­weile gibt es Hinweise darauf, dass die Säule der »erfül­lenden soziale Bezie­hungen« wichtiger ist, als die anderen fünf Säulen.

Ernährung

Über die Nahrung gelangen Nähr­stoffe und Schad­stoffe in unseren Körper. Unsere Ernährung hat somit einen Einfluss auf unsere körper­liche und geistige Leis­tungs­fä­hig­keit und damit natürlich auch auf unsere Fähigkeit zu körper­li­cher Fitness und zum Lernen (von prak­ti­schem Wissen).

Auch die finan­zi­elle Unab­hän­gig­keit hängt von der geistigen und körper­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit ab.

Die Ernährung zu perfek­tio­nieren ist weder notwendig noch machbar. Bereits ein paar wenige Ände­rungen können eine Menge verbes­sern: Das Weglassen von Soft­drinks, Fertig­essen und Süßig­keiten genügt meist schon für den Anfang.

Körper­liche Fitness

Die Bedeutung von körper­li­cher Bewegung geht weit über das Verbrennen von über­schüs­sigen Kalorien hinaus. Körper­liche Bewegung stößt auch eine Vielzahl von Prozessen in unserem Körper (und Geist) an, die sich insgesamt positiv auf unsere Gesund­heit und unser Wohl­be­finden auswirken.

Davon profi­tieren am Ende auch unsere sozialen Bindungen, sowie unsere geistige Leis­tungs­fä­hig­keit (Erwerb von prak­ti­schem Wissen) und damit auch unsere Chancen auf finan­zi­elle Unab­hän­gig­keit.

Außerdem zeigt sich immer wieder, dass Menschen, die Sport treiben häufig ganz nebenbei auch ihre Ernährung verbes­sern.

Finan­zi­elle Unab­hän­gig­keit

Das finan­zi­elle Ziel einiger Menschen ist Reichtum. Aus gesund­heit­li­cher Sicht ist die finan­zi­elle Unab­hän­gig­keit aber schon ausrei­chend. Wer sich keine finan­zi­ellen Sorgen machen muss, leidet weniger unter unge­sundem Stress und kann klarer denken.

Dies wirkt sich positiv auf alle anderen der 6 Säulen des Lebens aus: Ernährung, Schlaf, Bildung, soziale Bindungen und poten­tiell auch die körper­liche Fitness.

Bildung (Erwerb von prak­ti­schem Wissen)

Bildung hilft uns dabei, Sach­ver­halte besser einzu­schätzen und weniger Fehler zu machen.

Bildung kann aber auch einen direkten Einfluss auf unsere Gesund­heit haben: Bei Menschen, die ihr Gehirn regel­mäßig benutzten, treten beispiels­weise Symptome von Demenz­er­kran­kungen erst Jahre später auf als bei Menschen, die ihr Gehirn die meiste Zeit vernach­läs­sigen.

Eine entspre­chende Bildung hat somit einen positiven Einfluss auf alle anderen der sechs Säulen des Lebens: Ernährung, Schlaf, soziale Bindungen, körper­liche Fitness und finan­zi­elle Unab­hän­gig­keit. Bildung wirkt auch auto­ka­ta­ly­tisch. Wer bereits Bildung hat, kann deutlich einfach noch mehr Bildung erreichen.

Schlaf

Schlafen müssen wir alle. Worauf es ankommt ist gesunder Schlaf.

Im Schlaf erholt und rege­ne­riert sich der Körper. Nur ein rege­ne­rierter Körper kann dauerhaft optimal funk­tio­nieren. Unsere Schlaf­qua­lität wird von externen Faktoren beein­flusst: Vor allem (Straßen)-Lärm und Licht stören den Schlaf und wirken sich negativ auf unsere Gesund­heit aus.

Ein gesunder Schlaf steigert die geistige Leis­tungs­fä­hig­keit und wirkt sich damit positiv auf die Bildung und die finan­zi­elle Unab­hän­gig­keit aus. Wer gut schläft hat auto­ma­tisch mehr Energie für körper­liche Fitness und soziale Inter­ak­tionen.

Soziale Bindungen

Unsere sozialen Inter­ak­tionen können Stress erzeugen oder dabei helfen, Stress zu redu­zieren. Außerdem zwingen uns unsere sozialen Bindungen bestimmte Verhal­tens- und Denk­weisen auf.

Dieser Einfluss, der positiv oder negativ sein kann, ist größer als die meisten Leute glauben.

Unsere sozialen Inter­ak­tionen haben das Potential, jede andere der sechs Säulen des Lebens positiv zu beein­flussen: Ernährung, Schlaf, Bildung, körper­liche Fitness und finan­zi­elle Unab­hän­gig­keit.

Aufgrund des Netz­werk­ef­fekts können auch soziale Inter­ak­tionen auto­ka­ta­ly­tisch wirken: Wer gute soziale Kontakte hat, bekommt schnell weitere Kontakte.

Fazit

Dauer­hafte Gesund­heit und lang­fris­tiger Erfolg hängen maßgeb­lich von der Stabi­lität der sechs Säulen des Lebens ab.

Dieser Artikel kann dir nur einen ersten Überblick über die einzelnen Themen verschaffen. Wenn du mehr über das Thema und die sechs Säulen des Lebens erfahren möchtest, bist du herzlich einge­laden, weitere Artikel auf dieser Webseite zu lesen.

Ich wünsche viel Erfolg!
Jan

Dr. Jan Höpker - Foto Autorenbox

Dr. Jan Höpker

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