Die Zerstö­rung der Fake-Ratgeber (auf Amazon)

Zuletzt aktua­li­siert am 9. Februar 2021 von Dr. Jan Höpker.

Nun wird auch Amazon Deutsch­land mit Schrott­bü­chern von Fake-Experten über­flutet. Dahinter stecken Schrott­buch-Unter­nehmer, die am Fließband produ­zieren und nicht einmal vor ernsten Themen wie Krank­heiten zurückschrecken.

Inhalt­lich sind diese Ratge­ber­bü­cher unter­ir­disch schlecht, aber dank unfairer Tricks verkaufen sie sich irre gut. Einige Themen­be­reiche werden bereits von Fake-Experten dominiert. Wie Johannes Haupt in einem ähnlichen Artikel erklärt, wird allen Lesern, Verlagen und ehrlichen Autoren großer Schaden zugefügt.

Dass das Problem existiert, ist Amazon offen­sicht­lich bekannt. Jeff Bezos‘ eigene Zeitung, The Washington Post, hatte schon 2015 in einem ausführ­li­chen Artikel auf das Problem der Fake-Experten aufmerksam gemacht.

Was sind Schrottbücher?

Schrott­bü­cher sind Ratge­ber­bü­cher, die von Billig-Ghost­wri­tern ohne fachliche Expertise geschrieben werden. Da bei ihrer Vermark­tung gekaufte Rezen­sionen sowie Pseud­onyme mit erfun­denen Quali­fi­ka­tionen und andere Lügen zum Einsatz kommen, entsteht der falsche Eindruck, es handele sich um hoch­wer­tige Bücher echter Experten, von denen Tausende Leser hellauf begeis­tert seien.

Wo kommen die Schrott­bü­cher her?

Das Geschäfts­mo­dell ist simpel:

Zuerst wählt man eine Nische, in der eine Nach­fragen nach Ratge­ber­bü­chern besteht. Dann rekru­tiert man einen Ghost­writer, der sich einen Text aus den Fingern saugt und/oder diesen aus dem Internet zusammenkopiert.

Und damit das Werk gekauft wird, erfindet man einen Experten, der es angeblich geschrieben haben soll.

Da die Schrott­buch-Unter­nehmer an allem, außer an verkaufs­starken Covern und Fake-Rezen­sionen sparen, erreichen sie hohe Margen. Und wenn sie ihre Gewinne in neuen Schrott reinves­tieren, wächst ihr Business exponentiell.

Im Folgenden beschreibe ich die Entste­hung der Schrott­bü­cher noch einmal im Detail. Wer mag, kann diesen Teil über­springen, um weiter unten zu erfahren, woran man die Schrott­bü­cher (und Fake-Experten) leicht erkennen kann.

Schritt 1: Nischenrecherche

Da die Schrott­buch-Unter­nehmer nicht an guten Büchern, sondern nur am schnellen und bequemen Geld inter­es­siert sind, greifen sie nur solche Nischen an, bei denen sie glauben, die bereits exis­tie­renden Bücher schlagen zu können.

Daten­kraken wie Helium10 stellen ihnen alle erdenk­li­chen Markt­daten und Infor­ma­tionen über die Konkur­renz zur Verfügung.

Schritt 2: Einen Ghost­writer rekrutieren

Die Schrott­buch-Unter­nehmer schreiben nicht selbst – sie lassen schreiben. Preis­güns­tige Texter finden sie auf Markt­plätzen wie content​.de oder text­broker. Oder sie schalten selbst Anzeigen bei Jobbörsen oder eBay Kleinanzeigen.

Die Honorare der Billigg­host­writer fangen bei etwa einem Cent pro Wort an. Aller­dings hat sich in der Szene herum­ge­spro­chen, dass man in dieser Preis­ka­te­gorie (wir sprechen von ca. 200 € für ein komplettes Buch) keine »Qualität« bekommt.

Die meisten aktuellen Schrott­bü­cher dürften für 2 bis 3 Cent pro Wort geschrieben worden sein, was rund 400 bis 700 € pro Buch entspricht.

Ghostwriter-Gesuch des Loewenstein-Verlags (Loewenstein Bücher&Medien GmbH; Jetzt: J. Loewenstein Media GmbH)

Screen­shot vom Jobportal Young­Ca­pital | Der Loewen­stein Verlag (J. Loewen­stein Media GmbH bzw. Loewen­stein Inter­na­tional GmbH) sucht nach studen­ti­schen Ghost­wri­tern für Ratge­ber­bü­cher. Der Verlag steckt unter anderem hinter dem Pseudonym Matthias Brandt, einem angeb­li­chen Manage­ment-Trainer, der über jahre­lange Erfahrung als Unter­nehmer und Führungs­kraft verfügen soll.

Dass Ghost­writer, die ihre Dienst­leis­tung zu solch niedrigen Preisen anbieten, wahrlich keine Experten auf irgend­einem Gebiet sein können, geschweige denn einen Anreiz haben, gründlich zu recher­chieren, versteht sich von selbst.

Zu Honoraren von lediglich ein paar Hundert Euro für das Schreiben eines kompletten Buches kann man nicht mehr erwarten als sinn­ge­mäßes oder sogar wört­li­ches Abschreiben aus Blog­ar­ti­keln oder Wikipedia – oder dass der Ghost­writer die immer gleichen Klischees, Binsen­weis­heiten und Allge­mein­plätze immer wieder umfor­mu­liert, um die Seiten zu füllen.

Was diese Bücher zu Fake-Ratgebern macht, ist die Zutat, die sie nicht enthalten: Expertenwissen.

Viele Schrott­bü­cher fallen außerdem durch zahl­reiche Formatierungs‑, Recht­schreib- und Satz­bau­fehler auf.

Schritt 3: Ein verkaufs­starkes Cover designen lassen

Cover­de­si­gner lassen sich auf Markt­plätzen wie fiverr​.com finden, wo die Preise schon bei fünf Euro anfangen. Doch am Cover zu sparen, wäre dumm, denn das Cover entscheidet darüber, ob die Ziel­gruppe anbeißt.

Bis 2019 konnte man die Schrott­bü­cher auf den ersten Blick am Cover erkennen. Doch mitt­ler­weile haben zumindest einige Schrott­buch-Unter­nehmer Cover im Einsatz, die sich kaum von denen großer Verlage unterscheiden.

Immer öfters tragen die Fake-Ratgeber sogar Logos frei erfun­dener Verlage.

Schritt 4: Einen Experten-Autor erfinden

Wenn die Ziel­gruppe wüsste, wer das Buch geschrieben hat und wie es entstanden ist, wäre das Interesse nahe null.

Der Schrott­buch-Unter­nehmer erfindet daher ein Pseudonym, damit die Ziel­gruppe glaubt, das Buch sei von einem echten Experten geschrieben worden.

Für das Autoren­foto kauft der Schrott­buch-Unter­nehmer soge­nannte Stock­fotos, die Kompetenz ausstrah­lende Models zeigen. Diese gibt es schon für kleines Geld bei Anbietern wie depo​sit​photos​.com oder sogar kostenlos bei pixabay​.com.

Der zum Foto passende Autoren­name wird genauso frei erfunden wie die Biografie des angeb­li­chen Autors. Letztere wird mit erfun­denen persön­li­chen Erfolgen und Studi­en­ab­schlüssen geschmückt. Um nicht aufzu­fliegen, werden die Stationen vage formu­liert. Zum Beispiel steht in vielen erfun­denen Biogra­fien von Fake-Experten, dass der Autor »im Bereich Psycho­logie« studiert habe.

Der Fake-Experte Konrad Sewell (Screen­shot) | Das Foto zeigt ein Model (Quelle des Stock­fotos) und der Lebens­lauf dürfte ebenso frei erfunden sein wie der Doktor­titel. Miss­brauch von Titeln ist übrigens eine Straftat, für die man sogar ins Gefängnis kommen kann. (Update: Die Autoren­be­schrei­bung von Konrad Sewell wurde inzwi­schen abge­än­dert.)

Schritt 5: Positive Rezen­sionen kaufen

Der Schrott­buch-Unter­nehmer weiß: Um eine hohe Konver­si­ons­rate zu erzielen, braucht sein Buch positive Rezen­sionen. Es können aber Monate verstrei­chen, ehe die ersten Rezen­sionen auf natür­li­chem Wege entstanden sind; und wenn diese negativ sind, wird das Buch ein Flop.

Dieses Risiko möchte ein Schrott­buch-Unter­nehmer nicht eingehen. Deswegen »generiert« er die seiner Meinung nach notwen­dige Anzahl an positiven Rezen­sionen einfach selbst – zum Beispiel indem er sie einkauft oder sich mit anderen Schrott­buch-Unter­neh­mern zum gegen­sei­tigen Rezen­sieren verab­redet. Soge­nannte Rezi-Tausch­gruppen gibt es zum Beispiel bei Facebook.

Noch vor wenigen Jahren haben Schrott­buch-Unter­nehmer typi­scher­weise an die 20 Rezen­sionen pro Buch generiert. Da aber viele von ihnen offenbar der Auffas­sung sind, dass ihre Bücher mehr Rezen­sionen brauchen als die Bücher der Konkur­renz, ist ein regel­rechtes Wett­rüsten entbrannt.

Heut­zu­tage erhalten die Schrott­bü­cher typi­scher­weise bereits in den ersten Wochen 50 bis 100 lobhu­delnde Fake-Rezensionen.

(In meinem Artikel Die Zerstö­rung der gekauften Rezen­sionen berichte ich ausführ­lich über die Fake-Rezen­sionen der Schrottbücher.)

Rezi-Tausch­partner gesucht (Screen­shot aus Facebook) | In einschlä­gigen Facebook-Gruppen werden Rezen­sionen zum Kauf und Tausch angeboten.

Schritt 6: profi­table Werbe­an­zeigen schalten

Die meisten Schrott­buch-Unter­nehmer machen ihre Werke über Werbe­an­zeigen bekannt. Doch aufgrund der wach­senden Beliebt­heit der Amazon-Ads klettern die Klick­preise in die Höhe, sodass insbe­son­dere preis­güns­tige Bücher nicht mehr profi­tabel beworben werden können.

Bei hoch­prei­sigen Büchern lohnen sich Werbe­an­zeigen nach wie vor. Das dürfte mit ein Grund sein, warum die Schrott­buch-Unter­nehmer mehrere Bücher jeweils eines Pseud­onyms zu Bundles zusam­men­fügen, die sie zu unver­schämt hohen Preisen von bis zu 69 Euro verkaufen.

Inter­es­san­ter­weise werden die Kindle-Ausgaben der über­teu­erten Bundles in den ersten Tagen für nur 99 Cent verkauft, obwohl die Einzel­titel, die in den Bundles enthalten sind, ein Viel­fa­ches davon kosten. Diese irra­tional erschei­nende Preis­ge­stal­tung dient der preis­güns­tigen Beschaf­fung von Rezensionen.

Schritt 7: Den Gewinn reinvestieren

Der aus dem Verkauf erzielte Gewinn wird in die Produk­tion neuer Schrott­bü­cher gesteckt. So lassen die Schrott­buch-Unter­nehmer in immer kürzeren Abständen immer mehr Bücher produ­zieren. Die flei­ßigsten unter ihnen haben bereits eine drei­stel­lige Anzahl an Büchern unter verschie­denen Pseud­onymen veröffentlicht.

Das Geschäfts­mo­dell verbreitet sich wie ein Virus

Einige Kindle-Unter­nehmer haben bereits zu einem anderen Geschäfts­mo­dell gewech­selt, mit dem sich noch mehr Geld verdienen lässt: Sie bringen anderen Menschen bei, wie man im E‑Book‑, Kindle- oder KDP-Business leichtes Geld verdient. Stefan James von Project­Li­fe­Mas­tery hat schon mehr als eine Million Follower auf seinen englisch­spra­chigen Social-Media-Kanälen.

Im deutsch­spra­chigen Raum gehört Grigori Kalinski, der sich selbst »der E‑Book Coach« nennt, zu den Vorrei­tern. In einem Interview mit dem TV-Sender Hamburg1 (siehe Video) erklärt er seine Idee: Jeder kann ins E‑Book-Business einsteigen, auch wenn er wenig Zeit und kein Start­ka­pital hat. Man muss nicht einmal schreiben können.

Das Interview und die Werbe­vi­deos, die Kalinski auf Facebook schaltet, dürften vor allem solche Menschen anziehen, die am schnellen und bequemen Geld inter­es­siert sind. Den gleichen Effekt werden auch die zahl­rei­chen YouTube-Inter­views haben, in denen er mit seinen fort­ge­schrit­tenen Schülern über deren angeblich hohes vier­stel­liges Einkommen im Kindle-Business spricht.

Dass vom »E‑Book-« oder »Kindle-Business« die Rede ist, dürfte histo­ri­sche Gründe haben. Das meiste Geld verdienen diese Leute längst mit gedruckten Taschen­bü­chern. (Print-on-Demand macht es möglich.)

Screen­shot aus YouTube | Die Inter­views, die »der E‑Book Coach« Grigori Kalinski mit seinen Schülern führt, dürften vor allem solche Menschen anziehen, die am schnellen Geld inter­es­siert sind.

Was sind das für Menschen, die ins Kindle-Business einsteigen? Anhand der Fragen, die diese in einschlä­gigen Inter­net­foren stellen, lässt sich unschwer erkennen, dass zumindest einige von ihnen keine Ahnung haben, was sie da überhaupt tun:

Typische Fragen von Kindle-Unter­neh­mern in einschlä­gigen Foren (Screen­shots aus Facebook) | Wie man sieht, wissen diese Leute einfach nicht, was sie tun. Und diesen beiden muss man noch zugute heißen, dass sie wenigsten nach­fragen. Andere machen einfach, ohne sich zu informieren ...

Einige Schrott­buch-Unter­nehmer scheinen zu glauben, dass sie das Urhe­ber­recht außer Kraft setzen können, indem sie fremde Texte aus dem Internet leicht abändern. Tatsäch­lich habe ich zwei meiner eigenen Blog­ar­tikel in minimal abge­än­derter Form in zwei Werken des Fake-Experten Tilo Kuhn wiedergefunden.

Der Plagiator hatte lediglich hier und da ein Wort durch ein Synonym ausge­tauscht und einige Sätze umge­stellt. Bei genauerem Hinsehen habe ich dann fest­ge­stellt, dass die entspre­chenden Bücher ausschließ­lich aus leicht abge­wan­delten fremden Blog­ar­ti­keln bestanden. (Inzwi­schen wurden die Plagiaten aus dem Verkehr gezogen.)

Was am beun­ru­hi­gendsten ist: Es kommen ständig neue Schrott­bü­cher dazu und sie sind immer schwerer zu erkennen, weil die Schrott­buch-Unter­nehmer schnell dazu­lernen. Längst werden auch schlechte Rezen­sionen generiert, aber so, dass sie das entspre­chende Buch trotz weniger Sterne wärmstens empfehlen.

Außerdem werden vernich­tende negative Rezen­sionen aktiv versteckt, indem man einfach bei einem Dutzend zufällig ausge­wählter positiver Rezen­sionen zigmal auf den nützlich-Button klicken lässt.

Die neueste Waffe der Schrott­buch-Unter­nehmer: nützlich-Klicks (Screen­shot aus einschlä­giger Facebook-Gruppe) | Indem man ausge­wählte positive Rezen­sionen mehrfach »nützlich« klicken lässt, vermit­telt man dem Algo­rithmus von Amazon, dass diese besonders relevant sind. Vernich­tende negative Rezen­sionen, die ein Buch von echten Lesern bekommen hat, lassen sich mit diesem Trick nach hinten schieben, sodass sie auf der Verkaufs­seite nicht mehr angezeigt werden.

Nur drei Sterne, aber positiver Text (Screen­shots) | Zu den Schrott­bü­chern der mutmaß­li­chen Fake-Experten gibt es vermehrt Rezen­sionen, die zwar nur drei Sterne vergeben, das Buch aber trotzdem wärmstens empfehlen. So können Kunden überzeugt werden, die 5‑Sterne-Rezen­sionen nicht trauen und daher bewusst nur die Rezen­sionen mit zwei, drei oder vier Sternen lesen.

Man hat das Gefühl, es mit Kindern zu tun zu haben, für die das Schrott­buch-Business eine Art Compu­ter­spiel ist und die nicht zu reali­sieren scheinen, dass hinter ihren Verkaufs­zahlen echte Menschen mit echten Nöten und Problemen stehen, denen sie mit ihrem Verhalten schaden.

Da es keine scharfe Grenze zwischen ehrlichen Büchern und eindeu­tigem Fake gibt, muss jeder Leser selbst entscheiden, wo er seine Grenze ziehen möchte.

Meine Grenze verläuft dort, wo Fake-Experten-Pseud­onyme mit erfun­denen Quali­fi­ka­tionen sowie Fake-Rezen­sionen einge­setzt werden.

Bevor ich Sach- und Ratge­ber­bü­cher lese, um mir neues Wissen anzu­eignen, möchte ich wissen, aus wessen Kopf dieses Wissen stammt. Das Wissen von erfah­renen Experten inter­es­siert mich sehr. Aber vor den Ergüssen irgend­wel­cher Billigg­host­writer, die über keinerlei Exper­ten­wissen verfügen, möchte ich mich, mein Geld und meine Zeit schützen können.

Jeder Mensch sollte das Recht habe, schlechte Bücher zu veröf­fent­li­chen, aber niemand hat das Recht, seine Leser und alle ehrlichen Autoren zu betrügen.

Wie man Schrott­bü­cher und Fake-Experten erkennt

Es folgen sieben Merkmale, an denen man Schrott­bü­cher und Fake-Experten leicht erkennen kann.

Diese Merkmale sollten nicht als Beweise, sondern als Indizien verstanden werden. Je mehr Merkmale auf ein Buch zutreffen, umso größer ist die Wahr­schein­lich­keit, dass es sich um ein Schrott­buch bzw. einen Fake-Experten handelt.

#1 | Unge­wöhn­lich viele Veröf­fent­li­chungen in kurzer Zeit

Etwas zu produ­zieren, das die Bezeich­nung »Buch« verdient, dauert mehrere Monate oder sogar noch länger. Bei Experten, die im Monats- oder gar Wochen­rhythmus neue Bücher veröf­fent­li­chen, ist wahr­schein­lich etwas faul.

Hinter dem Pseudonym Viktoria Lakefield steckt ein besonders fleis­siger Unter­nehmer: Zwischen dem 23. Juni und dem 1. Dezember 2019 sind 12 Bücher unter ihrem Namen erschienen.

Viktoria Lakefield ist nicht nur selbst ein Fake, sie hat auch einen Fake-Ehemann: William Lakefield. Dieser wird als Selfmade-Multi­mil­lionär und Finanz-Experte mit Univer­si­täts­ab­schluss von »einer der renom­mier­testen Univer­si­täten in Amerika« präsen­tiert. Weil Lakefield Phil­an­trop ist, gibt er sein Exper­ten­wissen, dem er sein angeblich acht­stel­liges Vermögen zu verdanken hat, in Form von Finanz­rat­ge­bern an die Nachwelt weiter.

Die Masche zieht: Lakefields erfolg­reichstes Buch Aktien für Einsteiger rankt zum Zeitpunkt des Erschei­nens dieses Artikels (8. Januar 2020) auf Platz 73 der Amazon-Charts und dürfte damit zwischen 500 und 1.000 € pro Tag einspielen.

Wenig hilfreich: Wer nach »William Lakefield« googelt, bekommt die ersten Sätze der erfun­denen Lebens­ge­schichte aus der bei Amazon hinter­legten Autoren­bio­grafie noch einmal angezeigt.

Der Fake-Experte William Lakefield bei Google

Der Fake-Experte William Lakefield (Screen­shot von Google) | Wer nach »William Lakefield« googelt, bekommt die ersten Sätze der erfun­denen Lebens­ge­schichte aus der bei Amazon hinter­legten Autoren­bio­grafie noch einmal angezeigt.

Dem real exis­tie­renden Wupper­taler Foto­mo­dell und Coach Michael Weiger dürfte der Fake-Experte William Lakefield aus einem ganz anderen Grund ein Dorn im Auge sein: Es sind seine Fotos, die für William Lakefield verwendet wurden.

#2 | Unpas­sende Kategorien

Fast immer sind die Schrott­bü­cher in Kate­go­rien einsor­tiert, die mit dem Thema des Buches überhaupt nichts zu tun haben. Der Screen­shot zeigt die Kate­go­rien zweiter Bücher zum Thema Selbstdisziplin:

Unpas­sende Kate­go­rien | Screen­shots der Kate­go­rien zweier Bücher zum Thema Selbst­dis­zi­plin. Gezeigt sind jeweils drei (von bis zu zehn) völlig unpas­sende Kate­go­rien, in welche die Bücher einge­ordnet wurden, um den Best­sel­ler­status zu erlangen.

Und hier ein Lern­rat­geber für Studenten:

Nicht nur unpassend, sondern auch pietätlos (Screen­shot) | Das Buch Der grosse Uni-Ratgeber Bestnote auf Knopf­druck des Pseud­onyms Matthias Brandt ist »Best­seller Nr. 1« in der Kategorie Wider­stand im Dritten Reich.

Zur Erklärung: Bei Amazon können E‑Books und Taschen­bü­cher in jeweils bis zu zehn Kate­go­rien einge­ordnet werden, wobei die Auswahl der Kate­go­rien nicht von Amazon, sondern vom Publisher selbst getroffen wird.

Hinter den falschen Kate­go­rien steckt Kalkül: Dasjenige Buch, welches sich innerhalb irgend­einer der Kate­go­rien, in die es einge­ordnet ist, am öftesten verkauft, erhält die orange hinter­legte Kenn­zeich­nung »Best­seller«.

Diese Kenn­zeich­nung (Best­seller Badge) taucht nun überall bei Amazon neben dem Cover des Buches auf und bringt mehr Inter­es­senten dazu, sich für dieses Buch zu entscheiden, weil sie annehmen, dass das Buch auch von vielen anderen Kunden gekauft wird.

Wenn es den Verkauf fördert, sortieren die Schrott­buch-Unter­nehmer ein Buch über Selbst­dis­zi­plin schon mal in Kate­go­rien wie Oper, Indus­trie­ge­bäude und Kfz-Technik ein.

Der Best­seller Badge (Screen­shot) | So erscheint ein Buch, das in mindes­tens einer Kategorie »Best­seller« ist, überall in den Such­ergeb­nissen. Der mit oranger Farbe hinter­legte Best­seller Badge (links oben) wirkt sich positiv auf die Verkäufe aus, weshalb die Schrott­bü­cher mitunter in völlig unpas­sende Kate­go­rien einsor­tiert werden. Das Buch auf dem Screen­shot ist unter anderem in der Kategorie Pop (Musik) Bestseller.

#3 | Dünnes Heftchen (aber 3D-Mockup zeigt dickes Buch)

Obwohl die meisten Schrott­bü­cher zwischen zehn und 17 € kosten, sind sie oft so dünn, dass sie kaum die Bezeich­nung »Buch« verdienen. Die meisten Schrott­bü­cher haben einen Umfang von nur etwa 30 bis 120 Seiten.

Dabei kann der Umfang des tatsäch­li­chen Inhalts sogar noch deutlich geringer sein. Nicht selten wird die Seiten­zahl durch unnötig viele Anhang-Seiten in die Höhe getrieben. Inhalts­ver­zeichnis, Autoren­bio­grafie, Haftungs­aus­schluss, Urhe­ber­rechts­hin­weise, Impressum, Leer­seiten für Notizen, Quel­len­an­gaben, Werbung für andere Schrott­bü­cher etc. können in Summe 20 oder mehr Seiten füllen.

Um von der geringen Seiten­zahl abzu­lenken, werden häufig soge­nannte 3D-Mockups, die ein dickes Buch zeigen, in die Buch­be­schrei­bung eingefügt.

Ein Beispiel: Das Buch Selbst­be­wusst­sein von Julius Loewen­stein hat nur 61 Seiten, aber das 3D-Mockup sugge­riert ein Buch von mindes­tens 200 Seiten:

Irre­füh­rendes 3D-Mockup (Screen­shot) | Das Buch Selbst­be­wusst­sein von Julius Loewen­stein hat nur 61 Seiten (siehe roter Pfeil), aber das 3D-Mockup sugge­riert ein Buch von mindes­tens 200 Seiten.

Inter­es­san­ter­weise gibt es zu den entspre­chenden Büchern auffal­lend oft noch genau eine(!) 5‑Sterne-Rezension mit mehreren Kunden­fotos, auf denen man die Dicke des Buches jedoch nicht erkennen kann:

Eine Rezension mit Kunden­fotos (Screen­shot) | Auf den Fotos, die dieser Rezensent zusammen mit seiner Rezension veröf­fent­licht hat, ist nicht zu erkennen, dass es nur ein dünnes Heftchen von 61 Seiten ist.

Warum sollte ein ehrlicher Rezensent solche Fotos veröf­fent­li­chen? Würde man ange­sichts der geringen Seiten­zahl des Buches nicht eher diese Art von Foto erwarten:

Eine authen­ti­sche Rezension mit Kunden­fotos (Screen­shot) | Auf dem linken Foto ist die tatsäch­liche Dicke des Buches gut zu erkennen.

#4 | Das Autoren­foto ist ein gekauftes Stockfoto

Hier hilft die umge­kehrte Bilder­suche von Google. Wenn das Autoren­foto auf Stockfoto-Seiten wie shut­ter­stock, pixabay oder depo­sit­photos gefunden wird, ist es ein gekauftes Stockfoto, welches nicht den Autor des Buches, sondern ein Model zeigt. In dem Fall ist es eindeutig: Der Autor ist Fake!

Es folgen einige konkrete Beispiele:

Konrad Sewell

Konrad Sewell, ein angeblich »promo­vierter Jurist«, der eine »Weiter­bil­dung im Bereich Psycho­logie und Verhal­tens­weisen« absol­viert haben soll, bringt es auf zehn Bücher in weniger als zehn Monaten (18. Februar bis 27. November 2019). Das Autoren­foto wurde bei shut­ter­stock gekauft (siehe hier).

Der frei erfundene Experten-Autor Konrad Sewell (Screen­shot) | Das Foto wurde bei shut­ter­stock gekauft (siehe hier). (Update: Die Autoren­be­schrei­bung von Konrad Sewell wurde inzwi­schen abge­än­dert.)

Anthony Richards, Chris­to­pher Lodge und Sophie Baker

Das Autoren­foto von Anthony Richards wurde nicht gekauft, sondern geklaut: Der Mann auf dem Foto heißt in Wirk­lich­keit Dr. Craig Considine und er ist Islam­wis­sen­schaftler an der Rise Univer­sity in Houston, Texas. Auf Amazon UK nutzt Considine das gleiche Foto in seinem eigenen Autoren­profil.

Der Diebstahl war Irene Gronegger aufge­fallen. Auf ihrer Webseite berichtet die Jour­na­listin, welche Antwort sie von Dr. Considine bekam, nachdem sie ihn wegen des geklauten Fotos ange­schrieben hatte.

Inter­es­san­ter­weise ist die Autoren­be­schrei­bungen von Anthony Richards mit derje­nigen von Chris­to­pher Lodge aufs Wort identisch (nur der Name wurde ausge­tauscht). Und wie Irene Gronegger in ihrem oben bereits erwähnten Artikel schreibt, ist im Impressum eines der Bücher von Sophie Baker der Anthony Richards-Verlag aus Düssel­dorf angegeben (der aller­dings weder Google noch der Deutschen Natio­nal­bi­blio­thek bekannt ist).

Hinter Anthony Richards, Sophie Baker und Chris­to­pher Lodge scheinen die gleichen Personen zu stecken. Im Impressum eines der Bücher von Chris­to­pher Lodge ist eine Firma angegeben: RPS Handel UG. Die beiden Geschäfts­führer hatten 2017 einen Auftritt in der bekannten TV-Show Die Höhle der Löwen.

Einige Stock­fotos scheinen besonders beliebt zu sein:

Drei Pseud­onyme, aber das gleiche Foto­mo­dell (Screen­shots von Amazon) | Gehen den Schrott­buch-Unter­neh­mern etwa die Stock­fotos für ihre Fake-Experten Pseud­onyme aus? Die Anzahl der Fake-Experten-Pseud­onyme dürfte in die Hunderte gehen.

Matthias Brandt

Laut Autoren­be­schrei­bung ist Matthias Brandt ein Manage­ment-Trainer, der über jahre­lange Erfahrung als Unter­nehmer und Führungs­kraft verfügen soll. Außerdem soll er angeblich Leiter einer Manage­ment Agentur in Hamburg sein. 

Doch die BM Brandt-Manage­ment Agentur (der Name der Agentur wurde inzwi­schen aus der Autoren­be­schrei­bung entfernt) existiert ebenso wenig wie Matthias Brandt selbst. Es sei denn, Brandt ließ sich einer gesichts­chir­ur­gi­schen Behand­lung unter­ziehen, die ihn 20 Jahre älter aussehen lässt.

Bis Juni 2020 sah Matthias Brandt so aus:

Altes Autoren­profil von Matthias Brandt (Screen­shot) | Die Fotos zeigen einen jungen Mann um die 30, bei dem es sich laut Autoren­be­schrei­bung um einen ehema­ligen Sport- und Mathe­lehrer aus Hamburg handeln soll.

Dann sah er plötzlich so aus (Das Foto stammte von depo­sit­photos):

Altes Autoren­profil von Matthias Brandt (Screen­shot) | Von Juli bis Dezember 2020 zeigten die Fotos einen Mann um die 50, und die Autoren­be­schrei­bung erzählte ebenfalls eine ganz andere Geschichte.

Doch auch dieses Autoren­profil ist nicht mehr aktuell. Das Foto, welches seit Dezember 2020 für Matthias Brandt verwendet wird, stammt von keinem der üblichen Anbieter für Stockfotos:

Das aktuelle Autoren­profil von Matthias Brandt (Screen­shot) | Die Stock­fotos wurden durch ein einzelnes Foto ersetzt, das nicht bei einem der üblichen Anbieter für Stock­fotos gekauft wurde (Stand: 06.01.2021).

Ob Matthias Brandts Ratgeber Die perfekte Bewerbung eine Chance hätte, wenn ersicht­lich wäre, dass das Buch in Wahrheit nicht von einer erfah­renen Führungs­kraft geschrieben wurde, sondern – wie es scheint – von einem Studenten, der sich in seinem Leben wahr­schein­lich noch nie auf eine richtige Stelle beworben, geschweige denn Bewerber einge­stellt hat?

Bei vier weiteren Pseud­onymen des Loewen­stein Verlags (J. Loewen­stein Media GmbH bzw. Loewen­stein Inter­na­tional GmbH) Elena Fontenay, Annika Durand, Ben J. Morris (Ben Jeffrey Morris) und Kristin Berger-Loewen­stein – wurden die bis Ende 2020 verwen­deten Stock­fotos ebenfalls ersetzt.

Bei den neuen Fotos, die alle Nahauf­nahmen von Köpfen zeigen, scheint es sich um künstlich erzeugte Fake-Fotos zu handeln.

Tatsäch­lich sind die Fotos der »Autoren« des Loewen­stein Verlags exakt gleich propor­tio­niert wie die ca. 2,7 Millionen Fake-Fotos, die bei Generated Photos angeboten werden: Bei allen diesen Fotos befinden sich die Augen und der Mund an der exakt gleichen Position im Bild.

Die Fotos der Pseudonyme des Loewenstein Verlags wirken wie biometrische Passbilder

Die Fotos der Pseud­onyme des Loewen­stein Verlags (J. Loewen­stein Media GmbH bzw. Loewen­stein Inter­na­tional GmbH) scheinen künstlich erzeugte Fake-Fotos zu sein, die von dem Anbieter Generated Photos stammen könnten (Screen­shots von Amazon und Generated Photos; Hilfs­li­nien von mir) | Von links oben nach rechts unten: Matthias Brandt, Elena Fontenay, Annika Durand, Kristin Berger-Loewen­stein, Ben J. Morris und ein belie­biges Foto von Generated Photos.

Auch andere Publisher verwenden bereits künstlich erzeugte Fake-Fotos, die von Generated Photos – oder einem ähnlichen Anbieter – stammen dürften:

Weitere Autoren­fotos, die von einem Anbieter für künstlich erzeugte Fake-Fotos wie zum Beispiel Generated Photos zu stammen scheinen (Screen­shots von Amazon) | Von links oben nach rechts unten: Stefanie Lorenz, Gerard Shaw, Emory Green und Derick Howell.

Hinter den vier oben gezeigten Pseud­onymen – Stefanie Lorenz, Gerard Shaw, Emory Green und Derick Howell – dürfte ein und derselbe Publisher stecken, denn neben ähnlichen Covern gibt es noch weitere Gemein­sam­keiten: Weder die Bücher noch die Webseiten der Autoren haben ein Impressum. Außerdem wurden ihre Bücher in den ersten Wochen über­wie­gend von den gleichen Rezen­senten bewertet.

Für zahl­reiche Pseud­onyme des Schrott­buch-Verlags Empire of Books (Malik & Mähleke GmbH) scheinen ebenfalls Fake-Fotos von Generated Photos oder einem ähnlichen Anbieter verwendet zu werden:

Pseud­onyme, für die Fotos von Stock­fo­to­seiten verwendet werden: 

#5 | Fast alle Rezen­sionen nur zur Kindle-Ausgabe (entfällt)

Für die Schrott­buch-Unter­nehmer ist es einfacher und günstiger, Fake-Rezen­sionen, die als »veri­fi­zierter Kauf« gekenn­zeichnet sind, zu den Kindle-Ausgaben ihrer Bücher zu gene­rieren, da sie die Verkaufs­preise der Kindle-E-Books zu diesem Zweck vorüber­ge­hend bis auf 99 Cent redu­zieren können.

Leider zeigt Amazon mitt­ler­weile nicht mehr an, ob ein Rezensent das Taschen­buch oder die Kindle-Ausgabe gekauft hat. Als das gekaufte Format noch angezeigt wurde, konnte man sehen, dass die vielen positiven Rezen­sionen der Schrott­bü­cher fast ausschließ­lich von Rezen­senten stammten, die die Kindle-Ausgabe gekauft hatte, obwohl die Taschen­buch-Ausgaben häufiger gekauft werden.

#6 | Erst viele Rezen­sionen und dann gar keine mehr

Wenn ein Buch (oder sogar alle Bücher des entspre­chenden Experten) bald nach der Veröf­fent­li­chung über wenige Tage oder Wochen regel­mäßig positive Rezen­sionen erhalten hatte und die Serie von einem auf den anderen Tag beendet war, ist Vorsicht geboten.

Man braucht nicht alle Rezen­sionen händisch durch­zu­gehen. Einfach die URL der Verkaufs­seite des Buches in das dafür vorge­se­hene Feld bei Review­Meta kopieren und in der Auswer­tung zum Report »Bewer­tungs­trend« scrollen. Die blau­grauen Balken zeigen die Anzahl an Rezen­sionen an, die das Buch in dem entspre­chenden Zeitraum erhalten hat. Dazu ein unver­däch­tiges und ein verdäch­tiges Beispiel:

Wann sind die Rezen­sionen veröf­fent­licht worden? (Screen­shots zweier Auswer­tungen durch Review­Meta) | Oben: Die 39 Rezen­sionen dieses Buches (blaugraue Balken) sind gleich­mäßig über die gesamte Lebens­dauer des Buches entstanden. Unten: Fast alle der insgesamt 96 Rezen­sionen dieses Buches wurden in den ersten zwei Monaten generiert, dann passierte nichts mehr.

#7 | Über­wie­gend frag­wür­dige Rezensenten

Wenn ein hoher Prozent­satz der positiven Rezen­sionen von Rezen­senten stammt, die am laufenden Band (täglich oder sogar mehrmals täglich) mutmaß­liche Schrott­bü­cher mit fast ausschließ­lich fünf Sternen und Lobhu­delei bewerten (meist ohne auf den Inhalt des Buches einzu­gehen), ist höchste Vorsicht geboten.

Welche Produkte ein Rezensent zuletzt rezen­siert hat und/oder wie viele Rezen­sionen er insgesamt geschrieben hat, lässt sich mit einem Klick auf den Namen des Rezen­senten leicht heraus­finden. Zahlen im mittleren drei­stel­ligen oder gar vier­stel­ligen Bereich sind ein Indiz, dass der Rezensent für das Rezen­sieren bezahlt wird.

Ein Rezen­senten-Profil (Screen­shot) | Dieser Rezensent hat schon 1.074 Rezen­sionen verfasst. Wenn ein Rezensent viele Rezen­sionen schreibt und über­wie­gend mutmaß­liche Schrott­bü­cher (fast) immer mit fünf Sternen und Lobhu­delei bewertet hat, ist höchste Vorsicht geboten. Mit einiger Wahr­schein­lich­keit handelt es sich um das Profil eines Rezen­senten, der für das Rezen­sieren bezahlt wird.

Wieder braucht man die Rezen­senten nicht händisch durch­zu­gehen. Einfach die URL der Verkaufs­seite des Buches in das dafür vorge­se­hene Feld bei Review­Meta kopieren und in der Auswer­tung zum Report »Reviewer Parti­ci­pa­tion« scrollen. Die hellere der beiden Flächen sagt uns, wie viele Rezen­sionen die Rezen­senten des Buches bereits veröf­fent­licht haben.

Das folgende Bild ist typisch für Schrott­bü­cher mit zahl­rei­chen Fake-Rezen­sionen; hier hat die große Mehrheit der Rezen­senten schon mehr als 200 Rezen­sionen veröffentlicht:

ReviewMeta Report "Reviewer Participation" Beispiel Buch mit Fake-Rezensionen

Wie viele Rezen­sionen haben die Rezen­senten des Buches bereits veröf­fent­licht? (Screen­shot von Review­Meta) | Dieses Bild ist typisch für Schrott­bü­cher mit zahl­rei­chen Fake-Rezen­sionen; die große Mehrhheit der Rezen­senten hat schon mehr als 200 Rezen­sionen veröffentlicht.

Zum Vergleich ein Buch ohne Fake-Rezen­sionen; die helle Fläche sagt uns, dass die große Mehrhheit der Rezen­senten deutlich weniger als 50 Rezen­sionen veröf­fent­licht hat:

ReviewMeta Report "Reviewer Participation" Beispiel Buch ohne Fake-Rezensionen

Wie viele Rezen­sionen haben die Rezen­senten des Buches bereits veröf­fent­licht? (Screen­shot von Review­Meta) | Dieses Bild ist typisch für Sach- und Ratge­ber­bü­cher ohne Fake-Rezen­sionen; die große Mehrhheit der Rezen­senten hat deutlich weniger als 50 Rezen­sionen veröffentlicht.

Rezen­senten-Bingo

Wer es konkreter braucht, findet unten eine Liste mit 100 frag­wür­digen Rezen­senten zum Ausklappen (dazu einfach auf das Plus­zei­chen klicken).

Diese Rezen­senten haben in den letzten Monaten jeweils Hunderte Schrott­bü­cher – aber (so gut wie) keine ehrlichen Bücher – rezen­siert; fast immer mit fünf Sternen, wie man an der Durch­schnitts­be­wer­tung von zumeist 4,9 oder sogar 5,0 Sternen leicht erkennen kann (Stand der Liste: 09.01.2021).

Bei den Schrott­bü­chern tauchen in großer Zahl Rezen­senten von dieser Liste auf:


Zum Ansehen der 100 Rezen­senten hier klicken
Rezensent# Rezen­sionen
Durch­schnitt (# Sterne)
Ade.H7634,9
Adi6605,0
Andrea K.8624,9
ANIGER1611454,9
Anita G.7675,0
Anouk2922334,6
Antje16454,9
BBB9875,0
Beachbum5354,9
BELINDA.2915454,9
Bienchen18464,9
Birgit Veith9684,9
Black­biggy14674,9
Bojana E.13584,9
Bremer_Püppsche18024,9
Brückmann13424,9
Celestina12295,0
chrika11314,9
chris13134,8
Tinamunk24305,0
Cott­bus­Steffen5355,0
Denny31285,0
Domenique Bischof5474,9
Fabi6754,9
Figaro P10305,0
Gabriele Loibl4274,9
Grobis­Heaven13694,9
Gruber Herbert16775,0
Hasibutzi23435,0
Heike Roider22534,6
Henning17045,0
imperator5915,0
Ines Stubbe23215,0
InLa6975,0
J. Bst8555,0
JackyLein7954,9
Jacque­line Müthering7054,9
Janina Schulz20265,0
Jean_Lu18455,0
Jenny3137285,0
Jessica198416234,8
Jessy9684,9
Joerg S.11644,5
Kai27912074,7
Kainz Karl und Barbara7934,9
Karel11584,9
Korn­Ma­rion6054,9
Kreuzfeld15164,9
Lani Tana18724,9
Lilli Kabisch10225,0
Linessa13584,9
Lisa9823245,0
LK11625,0
m.maa21465,0
ma.ty14824,9
Macintosh9534,9
Malisan16474,9
MangoLimo16414,9
manu v.L.7354,9
Manuela14174,4
Mario + Nicole13685,0
Mel G8494,9
Melanie Amstutz7334,9
Milarie24804,8
minimaus2926935,0
Monika 27 Guse6064,9
N.Win12674,9
Nadine G.13764,9
Nadine Hilser3795,0
Nadine Puscenik18145,0
Nadita12155,0
Nicolas Dupuy11154,9
Nicole Koullen10334,9
NinaH.19074,9
Olli K.13944,9
P.Margreiter9384,9
Püppi16624,9
Rena10025,0
Rene23964,9
Rol Reb11324,9
S.Hase15834,5
Sabrina Crone­meyer10415,0
Schimi8411725,0
Scotty00710494,9
Seranity9294,9
Sibo17204,8
Speznas14524,9
Stefan Neumann8684,9
T.Klaus9164,9
Techfreak12004,9
Thomas Knott7765,0
Thomas W.10595,0
Thyra Helene14414,9
Tim199420294,9
Tina9594,9
Tobias7424,9
unknown17404,9
Vanessa14594,9
Vktor27184,9
Witt19444,8


Anmer­kungen:

  • Die Rezen­senten können jederzeit ihren Alias ändern, aber die URL zu deren Profil ändert sich dadurch nicht.
  • Die ange­ge­bene Durch­schnitts­be­wer­tung stammt von Review­Meta.
  • Laut Review­Meta haben die aller­meisten der 100 Rezen­senten erst im Laufe des Jahres 2018 damit begonnen Rezen­sionen zu schreiben.
  • Rund 10 Prozent der ca. 250 mir bekannten frag­wür­digen Rezen­senten wurden inzwi­schen von Amazon entfernt.

Auf die Fake-Rezen­sionen der Schrott­bü­cher gehe ich in meinem Artikel Die Zersörung der gekauften Rezen­sionen ausführ­li­cher ein.

Wie man mit Schrott­bü­chern umgehen sollte

Ganz einfach: Nicht kaufen!

Außerdem: Fehlkäufe retour­nieren und eine Rezension schreiben, damit andere in Zukunft bessere Kauf­ent­schei­dungen treffen können.

Wer schweigt, unter­stütz den Schrott!

Beim Rezen­sieren sollte man selbst­ver­ständ­lich bei der Wahrheit bleiben und auf die Einhal­tung der Richt­li­nien achten. Bitte keine negativen Fake-Rezen­sionen schreiben!

Medi­en­be­richte zum Thema »Schrott­bü­cher«

In der Mitglie­der­zeit­schrift der vereinten Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft ver.di publik (Auflage: 1,8 Millionen Exemplare) ist im Oktober 2020 ein Artikel über Billig-Ratgeber von Fake-Experten erschienen.

Die Zeit­schrift Business Punk hat mich im November 2020 über Schrott­bü­cher von Fake-Experten inter­viewt.

Im Dezember 2020 hat der Radio­sender SWR3 Irene Gronegger über Fake-Ratgeber inter­viewt.

Am 8. Dezember 2020 hat der Amazon-watchblog des Händ­ler­bundes einen Artikel über Schrott­bü­cher veröffentlicht.

Rezen­senten werden von »Autoren-Recht« per E‑Mail bedroht (Update 18.12.2020)

In den letzten Wochen wurde ich von einem halben Dutzend Personen kontak­tiert, die per E‑Mail bedroht worden waren, nachdem sie Bücher der Pseud­onyme Konrad Sewell, Victoria Lakefield und Matthias Brandt negativ rezen­siert hatten.

Der Absender der anonymen Droh-E-Mails, die von der E‑Mail-Adresse autoren.recht@gmail.com (oder autor.recht@gmail.com) gesendet wurden, gibt sich als »Rechts­ab­tei­lung von mehreren namhaften Autoren« bzw. »Autoren-Recht« aus und fordert unter Androhung von zivil- und straf­recht­li­chen Konse­quenzen dazu auf, die negative Rezension zu löschen, da es sich dabei angeblich um eine Straftat handeln würde.

Wie der Absender der Droh-E-Mails an die Namen und E‑Mail-Adressen der Rezen­senten gelangt ist und welche Daten er sonst noch in seinen Besitz bringen konnte, ist bisher nicht bekannt. Wer eine solche Droh-E-Mail von Autoren-Recht erhalten hat, sollte Amazon in Kenntnis setzen und ggf. Anzeige erstatten.

Rufmord­kam­pagne als Antwort auf diesen Artikel

Nachdem dieser Artikel Anfang Januar 2020 viral gegangen war, wurde ich Opfer einer Rufmord­kam­pagne, deren Ziel offenbar darin bestand, mich zu diskre­di­tieren. Die Leser dieses Artikels sollten dazu gebracht werden, darin das Werk eines Betrügers zu sehen, der ehren­hafte Autoren zu Unrecht an den Pranger stellt.

Zu diesem Zweck wurden innerhalb weniger Tage zahl­reiche Kommen­tare mit Verleum­dungen sowie Hass-Rezen­sionen zu meinen Büchern bei Amazon veröf­fent­licht. Die Täter scheinen aus dem Dunst­kreis des Loewen­stein Verlags zu stammen. Für mehr Infos zur Rufmord­kam­pagne bitte unten klicken.


Für mehr Infos zur Rufmord­kam­pagne hier klicken

Zwei Wochen nach der Erst­ver­öf­fent­li­chung dieses Artikels kam es in der Nacht vom 20.01.2020 zu Rache­ak­tionen gegen mich und meine Bücher:

  1. Dieser Artikel wurde innerhalb weniger Minuten 230-mal negativ bewertet.
  2. In einem Kommentar wurde ich persön­lich ange­griffen und beleidigt. (Link zum Kommentar)
  3. Bei Amazon wurden zwei negative Rezen­sionen mit Belei­di­gungen und irre­füh­renden Fotos zu meinen Büchern veröffentlicht:

Rezension zu meinem Buch Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion als Antwort auf diesen Artikel? (Screen­shot) | Eine Anein­an­der­rei­hung frei erfun­dener Behaup­tungen, mit denen man mir schaden und/oder drohen möchte.

Rezension zu meinem Buch Erfolg durch selbst­be­stimmtes Lernen als Antwort auf diesen Artikel? (Screen­shot) | Eine Anein­an­der­rei­hung frei erfun­dener Behaup­tungen, mit denen man mir schaden und/oder drohen möchte.

Update 22.01.2020 – Weitere Racheaktionen

Dieser Artikel wurde erneut mehr als 300-mal negativ bewertet und es wurden zwei weitere belei­di­gende Kommen­tare (siehe hier und hier) unter dem Artikel veröffentlicht.

Außerdem wurden die beiden negativen Rezen­sionen von Leseratte jeweils fünfmal mit nützlich bewertet.

Update 09.03.2020 – Steckt die J. Loewen­stein Media GmbH dahinter?

In meiner Antwort auf einen Kommentar unter diesem Artikel hatte ich am 4. März eine Stel­len­an­zeige des Loewen­stein Verlags (damals: Loewen­stein Bücher&Medien GmbH, jetzt: J. Loewen­stein Media GmbH bzw. Loewen­stein Inter­na­tional GmbH) verlinkt, in der ein studen­ti­scher Billig-Ghost­writer für Ratge­ber­bü­cher gesucht wurde.

Der Loewen­stein Verlag steckt hinter diesen Pseudonymen:

Kurz nachdem ich meinen Kommentar veröf­fent­licht hatte, musste ich zu meiner Verwun­de­rung fest­stellen, dass es in dem von mir verlinkten Joban­gebot des Loewen­stein Verlags plötzlich nicht mehr um einen Nebenjob als Billig-Ghost­writer, sondern um eine Fest­an­stel­lung als Finanz­buch­halter ging.

Hatte ich eine falsche Seite verlinkt? Mein Screen­shot, den ich vor der Verlin­kung gemacht hatte, zeigte eindeutig, dass ein Ghost­writer gesucht wurde.

Da mir die Sache seltsam vorkam, habe ich Teile des neuen Joban­ge­botes für eine Google-Suche verwendet. Dabei bin ich auf das exakt wort­gleiche Joban­gebot gestoßen, das auf einem anderen Jobportal von einer ganz anderen Firma veröf­fent­licht worden war.

Beweise

Die ID-Nummern der beiden Joban­ge­bote des Loewen­stein Verlags sind identisch (siehe die Zahl, mit der die jeweilige URL beginnt). Das Ghost­writer-Joban­gebot war durch das Buch­halter-Joban­gebot der Becken Holding GmbH ersetzt worden.

Wie lässt sich das erklären?

Kurz nachdem ich meinen Kommentar mit dem Link zum Joban­gebot gepostet hatte, scheint mein Artikel von der Geschäfts­füh­rung des Loewen­stein Verlags besucht worden zu sein.

Um zu vertu­schen, dass der Verlag Billigg­host­writer beschäf­tigt und/oder um mir eins auszu­wi­schen, hat man das Joban­gebot aber nicht gelöscht, sondern mit einem anderen Text über­schrieben, den man zu diesem Zweck von einem x‑beliebigen Joban­gebot aus dem Internet geklaut hat.

Dazu passend, aber natürlich nicht zwingend damit in Zusam­men­hang stehend, tauchte schon einen Tag später (7. März 2020) diese Rezension zu meinem Buch Erfolg durch selbst­be­stimmtes Lernen bei Amazon auf:

Rezension zu meinem Buch (Screen­shot) | Durch den Dreck gezogen? Ich doku­men­tiere nur das, was diese Leute tun! Link zum Rezen­sen­ten­profil (Update: Inzwi­schen hat Amazon die Rezension entfernt.)

Wer steckt hinter der Rufmordkampagne?

Könnte der Loewen­stein Verlag etwas mit der Rufmord­kam­pagne zu tun haben, die seit dem 20. Januar 2020 als Antwort auf diesen Artikel gegen mich und meine Bücher geführt wird? Ein Motiv wäre jeden­falls vorhanden.

In einem Kommentar vom 25. Februar 2020 hatte ich bereits einen leisen Verdacht dies­be­züg­lich ange­deutet. Daraufhin hat ein gewisser Dirk am 27. Februar in einem Kommentar das hier geschrieben:

»[…] glaubst du wirklich gerade diese großen Unter­nehmer und Firmen scheren sich um den Blog­ar­tikel oder deine Bücher?«

»Ich selbst bin in einigen Kindle Gruppen auf Facebook unterwegs und auch aktiv und ich sehe vermehrt die kleinen Publisher, oder von Coaching Gruppen gegen dich wettern […]. Leider haben schon etliche Leute aus den Gruppen nichts gutes über dich zu sagen und ich habe mitbe­kommen, dass sich viele gegen dich verschworen haben. […] viele machen sich einen Spaß daraus Dinge über dich zu erzählen.«

Also doch nicht der Loewen­stein Verlag, sondern irgend­welche Leute aus irgend­wel­chen Gruppen bei Facebook? Meine Auffor­de­rung, die Behaup­tungen mit Screen­shots zu belegen, hat Dirk leider ignoriert.

Was war konkret passiert?

In dem kurzen Zeit­fenster zwischen der Veröf­fent­li­chung meines Kommen­tars mit dem Link zum Joban­gebot und dem Zeitpunkt, als ich bemerkt hatte, dass dieses mit einem geklauten Text über­schrieben worden war, war mein Artikel von einem Besucher mit Hamburger IP-Adresse innerhalb weniger Sekunden mehrfach negativ bewertet worden.

Mehrfache Nega­tiv­be­wer­tungen von Besuchern mit Hamburger IP-Adresse waren in den letzten Wochen immer wieder zeit­gleich zu straf­baren Kommen­taren aufgetaucht:

  • Ein Kommen­tator der Führer hatte gegen Juden gehetzt. (Der Kommentar wurde von mir gelöscht.)
  • Ein Kommen­tator, der sich als meine Mutter ausgab, hatte behauptet, ich sei in meiner Kindheit angeblich von meinem Onkel »Berti« miss­braucht worden. (Der Kommentar wurde von mir gelöscht.)
  • Ein Kommen­tator, der sich als mein Onkel »Berti« ausgab, folgte vier Tage später. (Der Kommentar wurde von mir gelöscht.)
  • Ein Kommen­tator Dr. Susanne A. behaup­tete, heraus­ge­funden zu haben, dass ich meinen Doktor­titel angeblich zu unrecht führe. (Link zum Kommentar.)

Der Kommentar von Dirk (siehe oben), der den Verdacht auf irgend­welche Leute aus irgend­wel­chen Facebook-Gruppen lenken sollte, könnte ein Ablen­kungs­ma­növer des Täters gewesen sein. Dafür spricht, dass auch sein Kommentar von einer Hamburger IP-Adresse gepostet wurde; und zwar mitten in der Nacht.

Auch die straf­baren Kommen­tare wurden größ­ten­teils mitten in der Nacht gepostet. Und parallel dazu wurde dieser Artikel immer wieder mehrfach negativ bewertet (bis zu 357-mal), was auf großen Unmut des Täters hindeutet.

An genau dem Tag, an dem das alles ange­fangen hatte (20. Januar 2020), tauchten auch die beiden belei­di­genden Rezen­sionen von Leseratte zu meinen Büchern bei Amazon auf.

Am 23. Februar 2020 wurde eine weitere negative Rezension mit Verleum­dungen zu meinem Buch Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion bei Amazon veröf­fent­licht. Genauer gesagt, scheint die Rezension von Leseratte durch diese Rezension von Detlef Sieben­hoch ausge­tauscht worden zu sein:

Rezension von Detlef Sieben­hoch zu meinem Buch Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion (Screen­shot) | Schmäh­kritik und Verleum­dungen. (Update: In der Zwischen­zeit habe ich die Rezension durch einen Anwalt entfernen lassen.)

Wer ist Detlef Sieben­hoch? Auf Amazon ist sein Profil auf anonym gestellt; zwar kann man sehen, dass er sechs Rezen­sionen veröf­fent­licht hat, aber man sieht nicht, welche Produkte von ihm bewertet wurden.

Mit einer Google-Suche habe ich Detlef Sieben­hoch bei der Amazon-Tochter Audible finden können, wo er das Hörbuch Rhetorik von Julius Loewen­stein, einem Pseudonym des Loewen­stein Verlags, in den Himmel gelobt und in allen Kate­go­rien mit 5 Sternen bewertet hat.

Rezension von Detlef Sieben­hoch zum Hörbuch Rhetorik von Julius Loewen­stein (Screen­shot) | Link zum Rezen­sen­ten­profil von Detlef Sieben­hoch bei Audible

Was ist mit den anderen Rezen­senten, die mich und meine Bücher bei Amazon verleumdet haben? Gibt es da auch eine Verbin­dung zum Loewen­stein Verlag?

Wie schon ange­deutet, scheint zwischen Leseratte und Detlef Sieben­hoch eine Absprache statt­ge­funden zu haben (oder die beiden Accounts werden von der gleichen Person benutzt). Ein weiterer Rezensent, Amasohn Kunde, scheint ebenfalls dazu zu gehören.

Amasohn Kunde

Amasohn Kunde hatte die meisten der zum Teil schon seit über einem Jahr exis­tie­renden negativen Bewer­tungen zu allen(!) meinen Büchern ausge­rechnet an dem Tag mit Schmäh­kritik und Belei­di­gungen kommen­tiert, als die beiden Rezen­sionen von Leseratte von Dritten kommen­tiert wurden.

Die Rezen­senten Leseratte, Detlef Sieben­hoch und Amasohn Kunde scheinen unter einer Decke zu stecken.

Das Rezen­sen­ten­profil von Amasohn Kunde ist auf privat gestellt, aber über Google konnte ich seine einzige Rezension bei Amazon finden, in der er ein Buch mit dem Titel Fett verbrennen am Bauch verunglimpft:

Rezension zum Buch Fett verbrennen am Bauch von Dennis Koch (Screen­shot) | Link zur Rezension | Link zum Rezen­sen­ten­profil von Amasohn Kunde bei Amazon

Inter­es­san­ter­weise hat diese Rezension den exakt gleichen Titel, den auch die inzwi­schen ausge­tauschte Rezension von Leseratte zu meinem Buch Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion hatte: »Absolute Frechheit!«

Bei Amazon gibt es noch ein Buch mit dem Titel Fett verbrennen am Bauch. Dieses wird unter dem Pseudonym Vital Experts verkauft, hinter dem ein gewisser Stefan Mähleke steckt. Inter­es­san­ter­weise ist Stefan Mähleke ein Geschäfts­partner von Noah Malik, der wiederum zusammen mit Jan Sergienko, dem Geschäfts­führer der J. Loewen­stein Media GmbH, die Loewen­stein Inter­na­tional GmbH führt.

Stefan Mähleke steckt hinter diesen Pseudonymen:

Räumt Mähleke unlieb­same Konkur­renten aus dem Weg, indem er sie negativ rezen­siert oder rezen­sieren lässt? Für diese Theorie spricht, dass genau an dem Tag, an dem mein Buch Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion von Leseratte durch den Dreck gezogen wurde, Mähleke unter seinem Pseudonym Vincent Matt­hiesen ein Schrott­buch mit dem Titel Fokus & Konzen­tra­tion auf den Markt gebracht hat.

Wie nicht anders zu erwarten, hatte das Buch Fokus & Konzen­tra­tion von Vincent Matt­hiesen nur sechs Wochen nach der Veröf­fent­li­chung bereits 71 lobhu­delnde Rezen­sionen von den üblichen Rezen­senten erhalten.

(Update: Und nachdem ich im März 2020 dieses Update geschrieben hatte, sind bis heute (23. Dezember 2020) fast keine neuen Rezen­sionen dazu­ge­kommen.)

Update 13.04.2020 – Ein drittes Verleumdungsopfer

Durch Zufall bin ich auf eine weitere Rezension von Leseratte gestoßen; eine Verleum­dung nach altbe­kanntem Muster:

Leseratte verleumdet ein Buch für angehende Führungs­kräfte (Screen­shot) | Link zur Rezension | Link zum Rezen­sen­ten­profil von Leseratte bei Amazon

Das neue Opfer ist ein Ratgeber eines real exis­tie­renden Experten, der sich an angehende Führungs­kräfte richtet.

Inter­es­san­ter­weise haben zwei von Stefan Mählekes Pseud­onymen ebenfalls Ratgeber mit dem Titel Führungs­kraft im Programm: Konrad Sewell und Vincent Matthiesen.

Damit ist auch das dritte Verleum­dungs­opfer des Rezen­senten-Trios (Leseratte, Detlef Sieben­hoch, Amasohn Kunde) ein direkter Konkur­rent von Stefan Mähleke.

Und wie schon gesagt, ist der Loewen­stein Verlag nur einen Schritt weit entfernt: Stefan Mähleke führt zusammen mit Noah Malik die Malik & Mähleke GmbH, und die Loewen­stein Inter­na­tional GmbH (Loewen­stein Verlag) wird von Noah Malik und Jan Sergienko geführt. Beide GmbHs sitzen in Hamburg.

Ein Schelm, wer zwischen all den Zufällen irgend­welche Zusam­men­hänge sieht und/oder sich Böses dabei denkt.


Mein Bezug zum Thema: Ich schreibe selbst Ratge­ber­bü­cher, in die ich sehr viel Zeit und Mühe inves­tiere. Außerdem liebe ich es, gute Bücher zu lesen.

Dieser Beitrag darf gerne im Netz verbreitet werden. Je mehr Leser von den oben darge­legten wett­be­werbs­wid­rigen und die Leser täuschenden Praktiken der Schrott­buch-Unter­nehmer erfahren, umso besser.

P.S. Siehe auch meinen Artikel Die Zerstö­rung der gekauften Rezen­sionen.

4.87/5 (279)
  • Tina sagt:

    Hallo. Erstmal vielen Dank für diesen ausführ­li­chen Beitrag! Ich habe mir letzten Monat ein paar Koch­bü­cher von den Autoren »Rezepte Profis« und Kitchen King« gekauft. So wie ich das sehe, steckt dahinter auch der Löwen­stein Verlag. Leider bin auch drauf reingefallen:(

  • Abe sagt:

    Hi. Ich kaufe ja sehr selten Bücher, aber heute sollte es mal wieder soweit sein. Miese fake Amazon Rezis sind schon lange mein Thema. Bin über den Begriff»Schrottbücher« gestol­pert und beim nach­goo­geln hier gelandet. Danke für die Arbeit!

  • Linda sagt:

    Danke! Fast wäre ich auf Martin Bachmeier rein­ge­fallen. Zum Glück hat mich mein Bauch­ge­fühl nicht getäuscht. Ich bin dennoch geschockt über die Ausmaße dieser Machen­schaften. Deine Tipps zum Erkennen der Fake­bü­cher sind top.

  • Sylvia sagt:

    Danke für diesen ausführ­li­chen Beitrag!
    Fast wäre ich auf »Alessio Rammer« hereingefallen ...
    Schrott­bü­cher sind in der Tat ein großes Problem und Amazon ist dafür eine sehr geeignete Plattform.

  • JS sagt:

    Ausge­zeich­neter Beitrag.
    Es fragt sich, warum Amazon gegen diesen Mist nichts unter­nimmt. Klar ist es Umsatz, aber ob der Schaden durch Solche »Ratgeber« für Amazon nicht schlimmer ist?

  • Klara sagt:

    Hallo Jan,

    danke für den groß­ar­tigen Artikel. Bin bei der Suche via Namen eines Autors, dessen Titel mich sehr ansprach (Ich bin NLP-Trainer, also genau meine Materie) direkt hier im Artikel gelandet, wo ich sowohl den Namen fand als auch den Hinweis auf die herge­stellte Art des Autorenfotos.

    Mich hatte der üppige Preis zögern lassen und die extrem zwei­schnei­digen Bewer­tungen. Die positiven mit dem inhalt­lich banalen Blabla und die eher fundierten Aussagen deren, die den Fehlkauf leider getätigt hatten. 

    Chapeau für Ihren Schneid, dass Sie das hier alles so deutlich zur Sprache bringen.

    Die ange­ge­benen Hinweise, wie man hinter die Fakes steigen kann, helfen gut weiter. 

    »Mein« Autor ist auch einer der besonders Fleißigen, wie ich nun fest­stellen konnte. :-D

    Alles Gute und machen Sie weiter so. 

    Klara

  • SM / KS / ghosting ghostwriter sagt:

    Ghost­writer hinter »Konrad Sewell« scheint übrigens Stefan Mähleke aus Barsing­hausen zu sein. Zumindest wird er im Buch »Führungs­kraft« als Kontakt zum Autor ausgepriesen.
    Gedruckt wurde das Buch in Polen durch »Amazon Fulfillment«. 

    Inter­es­sant auch die Kombi­na­tion aus Haftungs­aus­schluss und Urhe­ber­schutz im Buch:
    »Die Nutzung dieses Buches und die Umsetzung der enthal­tenen Infor­ma­tionen, Anlei­tungen und Stra­te­gien erfolgt auf eigenes Risiko. Der Autor kann für etwaige Schäden jeglicher Art aus keinem Rechts­grund eine Haftung über­nehmen. ...« und so fort.
    Dann der Hinweis auf urhe­ber­recht­li­chen Schutz des Inhalts, der Infor­ma­tionen, Stra­te­gien und Tipps: »Die Inhalte dürfen keines­falls veröf­fent­licht werden. Bei Miss­ach­tung werden recht­liche Schritte eingeleitet.«
    *lach* diese Kombination...so nach dem Motto: was aus dem Buch nutzt, dafür möchte ich entlohnt werden, wenn davon etwas schadet bin ich aber nicht verantwortlich.

    • Jan Höpker sagt:

      Mähleke ist nicht der Ghost­writer, sondern er ist derjenige, der Ghost­writer beauf­tragt hat, um die Bücher zu schreiben. Er ist nicht nur bei den Büchern von Konrad Sewell als Kontakt angegeben, sondern auch bei William Lakefield, Victoria Lakefield, Theodor Roswell, Vital Experts und weiteren. Hätte er die Bücher alle selbst geschrieben, würde er mehr als ein Buch pro Woche schreiben, was offen­sicht­lich nicht sein kann.

      Haftungs­aus­schluss und Urhe­ber­rechts­hin­weise, wie sie in den Schrott­bü­chern üblich sind, sind im Grunde völliger Quatsch. Die Texte wären auch ohne einen solchen Hinweis geschützt, und außerdem kommt man so leicht nicht aus einer Haftung raus. Dass diese Hinweise in den Schrott­bü­chern auftau­chen und dass sie oftmals jeweils eine ganze Seite füllen, hat den einfachen Grund, dass die Schrott­bü­cher so zwei Seiten mehr haben, für die die Unter­nehmer nicht bezahlen müssen. Aus dem gleichen Grund ist hinten in den Büchern auch oftmals sehr viel Werbung für andere Schrott­bü­cher drin.

  • La Paloma Taube sagt:

    Endlich klare Worte über phra­sen­hafte Ratge­ber­bü­cher. Bin schon selbst auf ein solches nichts-

    sagendes Buch reingefallen.

  • Daniela sagt:

    Danke für die Info! Schreibe seit 1 Jahr an einem Buch, ein Teil davon wird gerade lekto­riert und schaue mich um wegen eines Verlages. Der erste, der mit mir ins Geschäft kommen will, ist wahr­schein­lich so einer..... ich kann jetzt besser achtgeben, an wen ich mich wenden muss, um es auch verkaufen zu können...

  • Grisu sagt:

    Kann es sein, dass Jolina Morgen­stern auch zu diesen Autoren gehört?
    Rezen­sionen, Bilder etc. kommen mir ähnlich getstrickt vor. Außerdem finde ich nichts über sie im Netz.

    • Jan Höpker sagt:

      Ja, diese »Autorin« scheint genauso fake zu sein wie auch ein großer Teil der Rezen­sionen zu ihren Büchern fake zu sein scheinen.

  • Heinz sagt:

    Danke für den profes­sio­nell ermit­telten Inhalt. Sicher­lich darf ich auf den Beitrag als Quelle verweisen, wenn ich bestimmte Dinge der »Internet-Gurus« kritisiere.

  • Laufblogger sagt:

    Gibt es irgend­eine Chance zu erkennen, ob eigene Texte in solchen Büchern verwendet werden? Ich schreibe nun schon recht lange und biete wohl recht viel Angriffs­fläche für die Selbstbedienung.

    • Jan Höpker sagt:

      Eine einfache Methode gibt es meines Wissens nach leider nicht. Ich habe einen meiner Texte damals durch Zufall in einem Schrott­buch gefunden. Ich wollte zu einem bestimmten Thema recher­chieren, und da eines der Schrott­bü­cher zu genau diesem Thema für 99 Cent zu haben war, habe ich es mir geholt. Beim Durch­sehen kam mir ein Kapitel dann bekannt vor – weil es ein Blog­ar­tikel von mir war. In einem zweiten Buch des gleichen Pseud­onyms habe ich dann noch einen weiteren Artikel von mir gefunden.

  • Janina O. sagt:

    Ich bin zufällig auf die Seite gestoßen, da ich mir Psycho­logie Literatur zulegen und mich zunächst über die Autoren infor­mieren wollte. Dass es, abgesehen von Amazons Verkaufs­links, keine weiteren Quellen gab, hat mich stutzig werden lassen.

    Durch diesen Artikel ist mir erst einmal bewusst geworden, wie viele von diesen »Schrott­bü­chern« auf Amazon zu finden sind und wie knapp es war, dass ich beinahe welche gekauft hätte. Zum Glück war mir die fachliche Relevanz der Autoren wichtig...

    An dieser Stelle möchte ich mich herzlich dafür bedanken, dass Menschen wie Sie mit solchen Artikel das Problem beleuchten und einige, uner­fah­rene Leute davor bewahren, Fehler zu begehen. Es ist erschre­ckend, wie damit seitens Amazon umge­gangen wird.

  • Philipp sagt:

    Ich finde es toll, dass es dank Amazon möglich ist auch als No-Name-Persön­lich­keit Bücher zu veröf­fent­li­chen und ich habe schon öfters Eigen­verlag-Bücher gekauft, die alles andere als Schrott­bü­cher waren. Außerdem bin ich im Moment selbst dabei, ein Büchlein in meiner Nische zu schreiben. Die derzei­tige Entwick­lung ist sehr schade, aber es bleibt zu hoffen, dass Amazon den Rezen­sions-Fake in den Griff bekommt. Ein Wahnsinn wie aggressiv die Schrott-Verlage reagieren, aber das ist wohl auch ein Zeichen, dass der Vorwurf einen Nerv getroffen hat.

  • Rene sagt:

    Vielen Dank! Sehr gute Hinweise. Auch mich hat es davor bewahrt, Geld für ein solches Buch auszu­geben. Danke für die umfang­reiche Recherche.

  • Luna sagt:

    Sie haben mich gerade davor bewahrt, fast 40,00 EUR in ein solches Buch zu investieren!

  • Joker sagt:

    wer negative Bewer­tungen hinter­legt, wird mit solchen Emails bedroht:

    Von: Abteilung Recht
    Betreff: Recht­liche Konse­quenzen wegen Straftaten

    Sehr geehrte Herr XXX,

    Sie haben unsere letzte Email bereits am xx.xx.xx um xx:xx Uhr gelesen.

    Sie haben Ihre Rezen­sionen daraufhin nicht gelöscht und müssen nun mit den ange­kün­digten Konse­quenzen rechnen.

    Wir geben Ihnen letztmals die Möglich­keit bis XXXXXXden xx.xx.xx zu reagieren.

    Die Staats­an­walt­schaft ist bereits von Ihren Straf­taten und Nichtre­agieren in Kenntnis gesetzt und wird mit Ablauf der Frist die nächsten Schritte einleiten.

    Wir weisen Sie nochmals auf die entste­henden Kosten und mona­te­langen Verfahren hin.

    Mit Einleiten des Straf­ver­fah­rens werden Sie nament­lich öffent­lich auf den Gegner­listen der Webseiten unserer Part­ner­kanz­leien gelistet.

    Mit freund­li­chen Grüßen

    Autoren-Recht

    • Jan Höpker sagt:

      Droh-E-Mails von »Autoren-Recht« (Absender: ‘Autoren-Recht@gmail.com’) wurden mir in den letzten Wochen von zahl­rei­chen Rezen­senten zuge­spielt. Meiner laien­haften Einschät­zung nach, sind die Drohungen nichts als heiße Luft. Solange in einer Rezension keine unwahren Tatsachen behauptet werden, ist sie vom Recht auf freie Meinungs­äu­ße­rung gedeckt. 

      Wenn ich eine solche Droh-E-Mail von der ominösen »Rechts­ab­tei­lung namhafter Autoren« erhalten hätte, würde ich zwei Dinge tun: Erstens würde ich es Amazon melden und nach­fragen, wie und warum der Absender der Mail an meinen Name und meine E‑Mail-Adresse gekommen ist und welche persön­li­chen Daten er außerdem noch hat. 

      Zweitens würde ich mich an die Polizei oder Staats­an­walt­schaft wenden (das geht auch online, zum Beispiel hier: https://​online​-straf​an​zeige​.de/). Sich als anonym agierende Rechts­ab­tei­lung auszu­geben und Rezen­senten zu nötigen, dürfte nicht nur dumm, sondern auch strafbar sein. 

      • Jappi sagt:

        Steht denn in der Mail drin um welchen Autor oder Rezension es sich handelt?

      • Jan Höpker sagt:

        In den Mails sind die Vor- und Nachnamen der Rezen­senten genannt und es gibt einen Link zu deren Profil bei Amazon. Inter­es­san­ter­weise wird die zu löschende Rezension aber nicht explizit benannt.

        Alle Empfänger einer solchen Mail, die sich bei mir gemeldet hatten, wussten aber sofort, welche Rezension gemeint war (siehe Update vom 18.12. unter dem Artikel). Zum Beispiel hat dieser Rezensent eine solche Droh-E-Mail erhalten, was er in seiner Rezension des Buches Selbst­dis­zi­plin von Konrad Sewell auch erwähnt. Da dieser Rezensent nur eine einzige negative Rezen­sionen veröf­fent­licht hat, ist klar, um welche Rezension es geht. Bei den anderen Empfän­gern war es ähnlich eindeutig.

        (Update: Inter­es­sant, dass Jappi diese Frage gestellt hat; das sieht doch stark nach Insi­der­wissen aus. Jemand ohne Insi­der­wissen würde wohl kaum auf die Idee kommen, dass in einer Droh-E-Mail, die dazu auffor­dert, eine Rezension zu löschen, gar nicht explizit genannt sein könnte, welche Rezension gelöscht werden soll.)

      • Jappi sagt:

        Warum darfst du dann auf Annahmen beruhend die Leute auffor­dern sich direkt gegen die Publisher zu wenden?
        Wie jeder weiß gibt es keine Möglich­keit die Daten von Rezen­senten aus Amazon zu bekommen.
        Du solltest auch mal ein Update zu Fake 1 Sterne Rezen­sionen bringen. So wie ich es bei den Büchern gesehen habe stachelst du die Leute an die Bücher schlecht zu bewerten ohne auf den Inhalt einzu­gehen. Die schreiben dann unve­ri­fi­zierte Rezen­sionen die gegen die Amazon Richt­li­nien verstoßen.
        Und andere Publisher bewerten auch die bekannten in den Top Plätzen schlecht, weil sie hoffen sich damit besser als die anderen zu verkaufen.

        Jeder weiß auch das viele Konkur­renten von Büchern mit solchen Aktionen den anderen Publis­hern schaden wollen. Also solltest du als Redakteur auch die Möglich­keit betrachten dass mit solchen Mails gerade die Aufmerk­sam­keit auf die Publisher gelenkt werden soll obwohl die eventuell nichts damit zu tun haben.

        So funk­tio­niert Journalismus..

      • Jan Höpker sagt:

        Der Ratschlag, gegen den Absender der Droh-E-Mails Anzeige zu erstatten, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern der Ratschlag stammt von Amazon. 

        Falls die Droh-E-Mails nicht von euch versendet wurden (was ich wohl­ge­merkt an keiner Stelle behauptet habe), sondern von irgendwem, der euch mit dieser Aktion schaden möchte, indem er den Verdacht auf euch lenkt, wird euch schon nichts passieren, denn wie jeder weiß, leben wir nicht im Wilden Westen, sondern in einem Rechtsstaat ;)

        (Update: Jappi scheint die Antwort auf seine Frage tatsäch­lich schon gekannt zu haben. Inter­es­sant ist auch, dass seine Kommen­tare von einer Frank­furter IP-Adresse aus abge­sendet wurden und dass jeweils gleich im Anschluss ein Leser mit Hamburger IP-Adresse aufge­taucht war, der die exakt gleiche System­kon­fi­gu­ra­tion (Betriebs­system, Browser-Version etc.) hatte. Jappi scheint einen Proxy-Server zu nutzen, um seine Identität zu verschleiern. Ein Profi-Hacker ist er aber nicht. Ist Jappi der Absender der Droh-E-Mails?)

      • Jappi sagt:

        Du hattest ja geschrieben »warum der Publisher die Daten hat« was ja nicht belegt ist. Aber hast du ja jetzt geändert.

        Ich bin keiner von denen, deswegen verstehe ich nicht warum du »ihr/euch« schreibst.
        Aber ich bin selbst Publisher, lang nicht so groß wie die erwähnten.

        Ich finde du musst das Thema diffe­ren­zierter betrachten: wenn die Bücher schrott sind, warum verkaufen sie sich dann tausende male im Monat? Und warum bekommen sie durchweg weitere 5 und 4 Sterne ohne Text dazu? Amazon versendet Emails um die Bücher ohne Text zu bewerten und dort bekommen sie trotzdem viele gute Bewertungen.

        Zudem ist es in Deutsch­land doch so:
        Wenn 1000 Leute ein Produkt gut finden, melden sich darauf hin 2 Stück mit einer positiven Rezi.
        Wenn 100 Leute ein Produkt schlecht finden schreiben 90 davon eine schlechte Bewertung.
        Natürlich muss man sich dann positive Bewer­tungen kaufen weil es einfach nicht anders funk­tio­niert! In anderen Ländern wie USA und Italien bewerten echte Käufer auch von sich aus positiv. Und klar die Bücher mit den meisten Verkäufen bekommen auch die meisten schlechten Rezen­sionen, einfache Statistik.

        Es wäre gut wenn du auch diese Seite der Medaille erwähnen würdest.

        Und auch ja ich bewundere diese Seller, dass sie sich so gut posi­tio­niert haben. Ich habe 2 dieser Bücher gelesen und finde sie nicht schlecht. Deswegen steht bei den meisten auch »für Anfänger« oder »für Einsteiger«.

        Was ich von dir wissen möchte, was du dazu sagst, dass Leute unve­rif­zierte oder gekaufte Bewer­tungen in deinem Namen schreiben und gar nicht auf das Produkt eingehen sondern es nur schlecht machen weil sie deinen Artikel gelesen haben. Damit verstößt du und die anderen direkt gegen Amazons Richt­li­nien und betreibst selbst Verleumdung.

        Ich wünschte ich wäre so erfolg­reich wie diese Publisher, denn sie scheinen in Deutsch­land wohl alles richtig gemacht zu haben wenn die sich trotz so eines Gegen­windes am besten verkaufen. Das sieht man an spezi­ellen Verkäufertools

        Viele Grüße
        Jens

      • Jan Höpker sagt:

        Wir wissen beide, dass du eine Show abziehst. Aber wenn du weiterhin Eigentore schießen willst … deine Entscheidung.

      • Jappi sagt:

        Was für eine Show denn? Ich sympa­thi­siere klar mit der Gegner­seite, das hatte ich ja deutlich gemacht.
        Ich verstehe nicht, warum du bereits 2 Mal meine Frage zu Fake 1 Sterne Rezen­sionen und den gegen die Richt­li­nien versto­ßenden Rezen­sionen deiner Leser ignorierst.

        Und ich möchte wissen was du zu dem Fakt sagst der einfach in Deutsch­land herrscht. Zu der Doku hat ZDF ja auch auf deren Seite geschrieben, dass Ärzte, die Stadt­werke, Anwälte und jeder überall Rezen­sionen kauft. 3 mal darfst du raten warum das überhaupt nötig ist. Es spielt keine Rolle wie gut ein Produkt oder Dienst­leis­tung ist (hatte ich oben erwähnt warum).

      • Jan Höpker sagt:

        Ihr könnt doch nicht im riesen­großen Maßstab positive Rezen­sionen kaufen und dann rumjam­mern, weil ihr von ein paar Leuten, die sich nicht von euch belügen lassen wollen, negativ rezen­siert wurdet.

        Ich erkläre den Leuten nur, was ihr macht. Dass sie danach wütend auf euch sind, habt ihr euch selbst zuzuschreiben.

      • Jappi sagt:

        Auf mich ist keiner wütend, ich habe von deinen Leuten noch keine negative Rezen­sionen bekommen.
        Zudem unter­stützt du es in deinem Artikel schlecht zu bewerten, indem du einfach sagst man soll das Buch retour­nieren und dann entspre­chend bewerten, was impli­ziert dass es eine negative Bewertung sein soll und zwar nur dahin­ge­hend, dass man durch deinen Artikel gemerkt hat, dass ein Pseudonym dahinter steckt. Dabei spielt es für dich anschei­nend keine Rolle ob der Inhalt gut ist, man soll einfach alle Bücher von Pseud­onymen laut deiner Aussage retour­nieren und schlecht (»ehrlich« ‑_-) bewerten.
        Und deine Leser haben gezeigt dass sie die Bücher in deinem Artikel und noch viele andere auf Amazon so bewerten und meistens auch unve­ri­fi­ziert oder sie nur kaufen um dann eine schlechte Bewertung zu schreiben und immer noch ohne auf den Inhalt einzu­gehen, sondern nur um deine Meinung zu verbreiten.

        Sogar J.K. Rowling hat erfundene Pseud­onyme, trotzdem sind die Bücher gut und die Person des Pseud­onyms hat einen erfun­denen Lebens­lauf sowie Foto.

        Was sagst du zu meiner Aussage, dass hunderte echte Personen diese Bücher trotzdem gut bewerten und das der Durch­schnitt über­wie­gend positiv ist, durch die Mails die Amazon raussendet?

        Auf meine Aussage zu dem allgemein bekannten Fakt, dass in Deutsch­land fast nur bewertet wird, wenn es was zu bean­standen gibt und nicht umgekehrt hast du auch nichts gesagt.

        Zu deinen Updates: Ja ich speku­liere auch wie du gerne und poste meine Theorien. Du stellst durchweg nur unbelegte Behaup­tungen auf, das meiste in Annahmen verpackt. Da ist meine Annahme, ob das denn so stimmen kann mit den Mails, oder ob da weiterhin Publisher in den Schmutz gezogen werden und wie sich gleich nach meiner Frage raus­ge­stellt hat, stimmt die Aussage nicht, dass man aus den Mails lesen kann wer dahintersteckt.
        Warum ich das überhaupt erst vertei­dige, weil ich die angeb­liche Mail amüsant finde.

        Was ich noch amüsanter finde, dass du jeden der Contra gegen den Artikel ist, direkt verdäch­tigst. Ja ich bin in Frankfurt unterwegs. Und ich glaube es gibt sogar noch ein paar Millionen andere Menschen in Hamburg und Frankfurt mit Browsern :O

        Was mich als noch kleiner Publisher stört: Du stellst es als Fakt dar, dass Rezen­sionen gekauft wurden. Kannst du das auch beweisen? Ich kenne aus Coachings, auch aus Amerika viele Personen die große Email­listen, Bestands­kunden und unbe­zahlte Produkt­tester haben. Ich habe selbst Bekannte die bis zu 7 Ebooks die Woche wirklich durch­lesen und von sich aus rezen­sieren. Sie stöbern einfach durch Amazon durch. Warum man lust darauf hat, keine Ahnung.

        Also im Endeffekt kannst du fast nichts aus deinem eigenen Artikel belegen, sondern nur Annahmen äußern und dabei rufschä­di­gend und teils verleum­dend wirken, plus immer mehr Leute passiv auszu­bilden, die gewollt und ohne dass sie die Produkte kennen oder gelesen haben, schlecht bewerten. Was zudem eindeutig zu finan­zi­ellen Schäden der Publisher führt und Ihrer Repu­ta­tion schadet.

        Dass du ein paar Publisher aus deinem Artikel nament­lich erwähnst und an den Pranger stellst, nur auf Annahmen beruhend, kann rechtlich so auch nicht erlaubt sein, denn du erwähnst sie in einem Zug mit Annahmen zur Verleum­dung und weiteren Straf­taten die du nicht belegen kannst.

        Ja, ich vertei­dige die Self­pu­blisher Szene, ja ich bewundere die großen Publisher, einige Bücher von denen finde ich sogar richtig gut. Ich selbst bin dabei mein Business selbst so groß aufzu­ziehen und Qualität zu liefern. Was du nämlich nicht verstehst ist, dass Pseudonym und Self­pu­blisher nicht gleich schlecht bedeutet, aber laut deinem Artikel ist jedes Buch auto­ma­tisch schrott das ein erfun­denes Pseudonym beinhaltet.
        Die Aussage »schrott« musst du rechtlich auch belegen können, dass die erwähnten Bücher im Artikel wirklich »schrott« sind. Was bedeutet schrott? Ich beobachte ein paar dieser Bücher selbst und sehe mit jedem Monat mehr positive Rezen­sionen ohne Text (aber auch mit) und die Verkaufs­zahlen sind immer besser. Kann das »schrott« sein?
        Oder ist das öffent­liche Diff­ar­mie­rung auf eigene Meinung beruhend, die rechtlich sicher nicht einfach so zulässig sein kann?

        Ich bin gespannt auf deine Antworten. Finde ich merk­würdig, dass ich bisher der einzige Gegenpol zu dem Artikel bin, der das hier auch anders kritisch beleuchtet (ein Schelm wer dabei Böses denkt). Ich bin gespannt ob mein ehrlicher Kommentar veröf­fent­licht wird.

        Viele Grüße
        Jens

      • Jan Höpker sagt:

        Du schreibst: »Zudem unter­stützt du es in deinem Artikel schlecht zu bewerten, indem du einfach sagst man soll das Buch retour­nieren und dann entspre­chend bewerten, was impli­ziert dass es eine negative Bewertung sein soll und zwar nur dahin­ge­hend, dass man durch deinen Artikel gemerkt hat, dass ein Pseudonym dahinter steckt.«

        Du glaubst also, dass meine Leser nicht selbst denken und entscheiden, sondern nur deswegen negative Rezen­sionen schreiben, weil ich das in meinem Artikel vorschlage?

        Nur weil ihr Leute habt, die auf Bestel­lung Rezen­sionen schreiben, bedeutet nicht, dass das hier genauso ist. Meine Leser tun das, was sie selbst für richtig halten.

        Du schreibst: »Dabei spielt es für dich anschei­nend keine Rolle ob der Inhalt gut ist, man soll einfach alle Bücher von Pseud­onymen laut deiner Aussage retour­nieren und schlecht (“ehrlich” ‑_-) bewerten.«

        Die Über­schrift lautet: »Wie man mit Schrott­bü­chern umgehen sollte«. Schrott und Pseudonym ist nicht dasselbe.

        Du schreibst: »Und deine Leser haben gezeigt dass sie die Bücher in deinem Artikel und noch viele andere auf Amazon so bewerten und meistens auch unve­ri­fi­ziert oder sie nur kaufen um dann eine schlechte Bewertung zu schreiben und immer noch ohne auf den Inhalt einzu­gehen, sondern nur um deine Meinung zu verbreiten.«“

        Für wie mächtig hältst du mich eigent­lich? Die Rezen­senten verbreiten doch nicht meine Meinung, sondern ihre eigene Meinung. Und dass sie eine schlechte Meinung von euch haben, habt ihr euch selbst zuzuschreiben.

        Du schreibst: »Sogar J.K. Rowling hat erfundene Pseud­onyme, trotzdem sind die Bücher gut und die Person des Pseud­onyms hat einen erfun­denen Lebens­lauf sowie Foto.«

        Inter­es­sant, dass du dich mit Rowling vergleichst. Die einzige Gemein­sam­keit ist, dass ihr beide erfundene Geschichten verkauft. Der Unter­schied ist, dass die Käufer der Bücher von Rowling Geschichten bestellt haben, die Käufer eurer Ratgeber aber nicht!

        Wenn Menschen zu einem Arzt, Anwalt oder Psycho­logen gehen, dann erwarten sie, dass dieser Experte tatsäch­lich die Quali­fi­ka­tion hat, die er zu haben vorgibt. 

        Wenn Menschen Ratge­ber­büch von Börsen­mil­lio­nären, Ärzten oder Psycho­logen kaufen, dann erwarten sie, dass die Bücher tatsäch­lich von diesen Experten geschrieben oder zumindest heraus­ge­geben wurde. 

        Wenn du keinen Wert auf so etwas legst, dann lass‘ dir doch die nächste Füllung von einem Schau­spieler machen, anstatt von einem echten Zahnarzt. Oder lass dich von Konrad Sewell vertei­digen, falls die Nummer mit den Droh-E-Mails vor Gerichte gehen sollte.

        Du sagst: »Was sagst du zu meiner Aussage, dass hunderte echte Personen diese Bücher trotzdem gut bewerten und das der Durch­schnitt über­wie­gend positiv ist, durch die Mails die Amazon raussendet?«

        Du gehst davon aus, dass Bücher, deren Rezen­sionen größ­ten­teils gekauft sind, Ster­ne­be­wer­tungen erhalten, die größ­ten­teils von echten Lesern stammen? Ist das nur Naivität oder schon wieder Insiderwissen?

        Du schreibst: »Auf meine Aussage zu dem allgemein bekannten Fakt, dass in Deutsch­land fast nur bewertet wird, wenn es was zu bean­standen gibt und nicht umgekehrt hast du auch nichts gesagt.«

        Selbst wenn das so wäre, wäre es völlig irrele­vant, weil deine Wett­be­werber genau das gleiche Problem hätten.

        Der Grund, warum ihr kaum echte positive Rezen­sionen erhaltet, ist folgender: Die meisten eurer Pseud­onyme sind extrem unsym­pa­thisch, und ihr liefert nicht einmal einen Bruchteil dessen, was ihr versprecht. Die Käufer eurer Bücher merken, dass eure einzige Intention ist, mit möglichst geringem Aufwand möglichst viel Geld zu verdienen. Eure Leser gehen euch am A**** vorbei. Das ist der Grund, warum ihr keine echten positiven Rezen­sionen bekommt, sodass ihr darauf ange­wiesen seid, welche zu kaufen.

        Du schreibst: »Was ich noch amüsanter finde, dass du jeden der Contra gegen den Artikel ist, direkt verdäch­tigst. Ja ich bin in Frankfurt unterwegs. Und ich glaube es gibt sogar noch ein paar Millionen andere Menschen in Hamburg und Frankfurt mit Browsern :O«

        Was du so alles amüsant findest …

        Du schreibst: »Was mich als noch kleiner Publisher stört: Du stellst es als Fakt dar, dass Rezen­sionen gekauft wurden. Kannst du das auch beweisen? Ich kenne aus Coachings, auch aus Amerika viele Personen die große Email­listen, Bestands­kunden und unbe­zahlte Produkt­tester haben. Ich habe selbst Bekannte die bis zu 7 Ebooks die Woche wirklich durch­lesen und von sich aus rezen­sieren. Sie stöbern einfach durch Amazon durch. Warum man lust darauf hat, keine Ahnung.«

        Du kannst mir doch nicht weiter oben erzählen, dass es in Deutsch­land so schwer ist, an authen­ti­sche positive Bewer­tungen zu kommen, und hier genau das Gegenteil behaupten.

        Dass in riesen­großem Maßstab positive Rezen­sionen für Schrott­bü­cher gekauft (und/oder getauscht) werden, habe ich hier nachgewiesen.

        Keine deiner alter­na­tiven Erklä­rungen (E‑Mail-Liste, Maso­chismus etc.) würde auch nur annähernd die von mir beob­ach­teten Muster in den Daten erzeugen.

        Du schreibst: »Also im Endeffekt kannst du fast nichts aus deinem eigenen Artikel belegen, sondern nur Annahmen äußern und dabei rufschä­di­gend und teils verleum­dend wirken, plus immer mehr Leute passiv auszu­bilden, die gewollt und ohne dass sie die Produkte kennen oder gelesen haben, schlecht bewerten. Was zudem eindeutig zu finan­zi­ellen Schäden der Publisher führt und Ihrer Repu­ta­tion schadet.«

        Meine Artikel sind Samm­lungen von Fakten. Mutma­ßungen sind klar als solche zu erkennen.

        Du schreibst: »Dass du ein paar Publisher aus deinem Artikel nament­lich erwähnst und an den Pranger stellst, nur auf Annahmen beruhend, kann rechtlich so auch nicht erlaubt sein, denn du erwähnst sie in einem Zug mit Annahmen zur Verleum­dung und weiteren Straf­taten die du nicht belegen kannst.«

        Woher weißt du denn, dass diese Publisher nicht bereits belangt wurden? Du machst dich schon wieder durch Insi­der­wissen verdächtig ;)

        Du schreibst: »Ja, ich vertei­dige die Self­pu­blisher Szene, ja ich bewundere die großen Publisher, einige Bücher von denen finde ich sogar richtig gut.«

        Du vertei­digst nur dich selbst. Mit Self­pu­bli­shing hat das, was ihr da macht, absolut gar nichts zu tun. 

        Du schreibst: »Ich selbst bin dabei mein Business selbst so groß aufzu­ziehen und Qualität zu liefern. Was du nämlich nicht verstehst ist, dass Pseudonym und Self­pu­blisher nicht gleich schlecht bedeutet, aber laut deinem Artikel ist jedes Buch auto­ma­tisch schrott das ein erfun­denes Pseudonym beinhaltet.«

        Das ist Blödsinn. Siehe oben.

        Du schreibst: »Die Aussage “schrott” musst du rechtlich auch belegen können, dass die erwähnten Bücher im Artikel wirklich »schrott« sind. Was bedeutet schrott? Ich beobachte ein paar dieser Bücher selbst und sehe mit jedem Monat mehr positive Rezen­sionen ohne Text (aber auch mit) und die Verkaufs­zahlen sind immer besser. Kann das »schrott« sein?
        Oder ist das öffent­liche Diff­ar­mie­rung auf eigene Meinung beruhend, die rechtlich sicher nicht einfach so zulässig sein kann?«

        Lass dich mal von einem Juristen über die Unter­schiede zwischen Verleum­dung und Meinung sowie Tatsachen und Mutma­ßungen aufklären. Du bringst da einiges durch­ein­ander.

        Den Juristen Konrad Sewell würde ich dir aber nicht empfehlen, ich glaube der tut nur so, als ob er Jurist wäre ;)

        Du schreibst: »Ich bin gespannt auf deine Antworten. Finde ich merk­würdig, dass ich bisher der einzige Gegenpol zu dem Artikel bin, der das hier auch anders kritisch beleuchtet (ein Schelm wer dabei Böses denkt). Ich bin gespannt ob mein ehrlicher Kommentar veröf­fent­licht wird.«

        Als Troll der Schrott­buch-Unter­nehmer aus Hamburg bist du weder ehrlich noch ein ernst zu nehmender Gegenpol. Aller­dings hatte ich von Anfang an gesagt, dass ich mich über eine Diskus­sion mit euch freuen würde, weshalb ich mich darauf einge­lassen habe.

      • Gast sagt:

        Ich habe ebenso eine Drohemail bekommen. Daher tausend Dank für diesen infor­ma­tiven Blog­ein­trag hier!

  • Harald sagt:

    Danke für deinen wert­vollen Artikel. Ich bin Gott sei Dank nicht die Ziel­gruppe dieser Schrott­bü­cher, aller­dings habe ich zufällig gerade eines dieser Bücher auf Amazon gesehen, spaß­halber den Autor „Justus Löwen­stein“ gegoogelt und bin über die J. Loewen­stein Media GmbH und deren Geschäfts­führer auf deinen Artikel geraten. Was hier statt­findet ist meiner Meinung nach massiver Betrug. Dass Amazon hier nichts macht, ist eine Schande. Dasselbe Spiel gibt es übrigens auch bei Koch­bü­chern. Schau dir mal Bücher der „Rezepte Profis“ an. Ebenfalls billiges, schlecht recher­chiertes Rezepte-Copy-Paste, viele Hunderte positive und gut erkenn­bare Fake-Rezensionen.

    • Jan Höpker sagt:

      Hallo Harald, ich halte das alles ebenfalls für einen massiven Betrug. Dass nicht mehr dagegen unter­nommen wird, scheint auch recht­liche Gründe zu haben. Siehe dazu die Doku »Fake mit 5 Sternen«, die am Dienstag, den 15.12.2020 im ZDF lief (frontal21).

  • Stephan sagt:

    Sehr gut recher­chiert, sehr gute Quel­len­ar­beit, anspre­chend geschrieben. Ein sehr guter Artikel, der zu recht die Aufmerk­sam­keit auf einen lange Zeit unbe­merkten Missstand lenkt.

  • SonjaS sagt:

    Habe so ein ’schrott­buch’ gekauft, wusste es vorher nicht. das buch ist aber nicht ganz so schlimm. ABER, will man das auf amazon rezen­sieren und bekannt­geben, dass es fake ist, schreibt amazon, dass die bewertung nicht veröf­fent­lich werden kann, da es angeblich gegen richt­liien verstößt, u.a.:
    ‘Jeder Versuch, die Inhalte oder Funk­tionen der Community zu mani­pu­lieren, einschließ­lich Beiträgen mit falschen, irre­füh­renden und unechten Inhalten, ist strengs­tens untersagt.’
    der hammer.....

    • Jan Höpker sagt:

      Hallo Sonja, sämtliche abge­ge­benen Rezen­sionen werden bei Amazon vor der Veröf­fent­li­chung von einem (selbst­ler­nenden?) Algo­rithmus überprüft. Was genau dem Algo­rithmus an deiner Rezension nicht gefallen hat, weiß ich auch nicht. Zu vielen Schrott­bü­chern gibt es bei Amazon aber sehr wohl negative Rezen­sionen, in denen erklärt wird, dass die Autoren­bio­grafie frei erfunden und das Buch von einem ahnungs­losen Billigg­host­writer geschrieben wurde. Wenn man sich an diesen bereits veröf­fent­lichten Rezen­sionen anderer orien­tiert, sollte eigent­lich nichts schief­geben. So etwas wie »Der Autor ist fake!« zu schreiben, hilft ja niemandem wirklich. Ein sehr gute Beispiel für eine hilf­reiche negative Rezension verbirgt sich hinter diesem Link. Die Rezension hat bereits über 160 nützlich-Stimmen erhalten und wird von Amazon ganz oben angezeigt, weil sie poten­zi­ellen Käufern wirklich weiterhilft.

  • Barbara J. Schoenfeld sagt:

    Klasse Artikel, danke­schön. Ja, ich gebe zu, ich war auch einmal in solch einer Facebook-Tausch-Gruppe.
    Ich schreibe meine Bücher selber und es stimmt, mit positiven Rezen­sionen bekommt man mehr Verkäufe. Deshalb hatte ich das versucht. Und war entsetzt, welch schreck­liche »Bücher« ich da teilweise zur Rezension bekommen habe. Da konnte man nichts aber auch garnichts Gutes finden....

    • Sehr gerne! Genau das ist der Grund, warum die Amazon-Richt­li­nien »Rezi-Tausch« verbieten: Jedes Buch, auch wenn es noch so schlecht ist, wird positiv bewertet, weil man selbst auch eine positive Rezension bekommen möchte. Und wenn positive Rezen­sionen garan­tiert sind, warum sollte man sich mit dem Inhalt Mühe geben? Da die Autoren fake sind, hat niemand einen Ruf zu verlieren; zur Not erfindet man einfach einen neuen Autor und beginnt von vorne. Wir, die unter echten Namen veröf­fent­li­chen, wären für immer gebrandmarkt

  • Stefan sagt:

    Gruselig, das Ganze. In FB gibts Anbieter, die dir gegen Geld erklären, wie man in 3 Wochen Bücher schreibt... Du brauchst dich nur da und dort für Coaching inter­es­sieren und schon steckt dir FB die »passenden« Angebote zum Thema »einfach Geld­dru­cken ohne Ahnung und Anstren­gung« zusammen.
    Vielen Dank für den Artikel!

    • Genau so ist es! Alle wollen schnell (und hektisch) als Online­mar­ke­ting-Unter­nehmer reich werden; niemand will sich mehr die Mühe geben, echten Mehrwert zu erschaffen. Danke fürs Kommentieren!

  • Ursula sagt:

    Danke für den aufschluss­rei­chen Artikel...ich muss gestehen, ich bin auch schon auf das eine oder andere Schrott­buch reingefallen...in Zukunft werde ich die „Best­seller“ erst mal genauer unter die Lupe nehmen!

  • Rolf sagt:

    Sieht ganz so aus, als würden die offen­sicht­li­chen Stock­fotos allmäh­lich gegen solche ausge­tauscht, die nicht mehr sofort über Google image search zu entlarven sind, zumindest sind mir schon einige neue »Autoren»porträts aufge­fallen, auf die das zutrifft. Hoffent­lich ein Zeichen, dass die Luft so langsam dünner wird.

  • Claudia sagt:

    Danke für die ausführ­liche Beschrei­bung und natürlich für die riesige Recher­che­ar­beit, die dahinter steckt. Kommen­tare sollte man also noch viel stärker anzwei­feln, als bisher. Vor allem die 3‑Sterne-Kommen­tare, die dennoch das Buch loben – so etwas gibt es oft bei allen möglichen Artikeln, betrifft nicht nur Bücher …

    • Gerne! Die Schrott­buch-Unter­nehmer versuchen, immer einen Schritt voraus zu sein. Wenn die meisten Leser glauben, dass 3‑Sterne-Rezen­sionen immer echt sind, dann kaufen sie 3‑Sterne-Rezen­sionen. Wenn die meisten Leser glauben, dass Autoren, deren Fotos man nicht auf Stock­fo­to­seiten findet, echt sind, dann fangen sie damit an, Fotos zu benutzen, die man nicht auf Stock­fo­to­seiten findet (siehe Kommentar von Rolf) ...

  • Heide Liebmann sagt:

    Hallo Jan,

    vielen Dank für die wertvolle Recher­che­ar­beit. Ich bin ziemlich entsetzt, mit welchen Mitteln diese Anbieter arbeiten. Ich veröf­fent­liche seit diesem Jahr selbst auf Amazon und beschäf­tige mich daher intensiv mit Wett­be­wer­bern. Mir war auch schon einiges seltsam vorge­kommen, und ich habe daher einen Autoren­namen (»Viktoria Lakefield«) einmal recher­chiert. Ich konnte zunächst keinerlei Infos zu der Dame finden außer ihrem Autoren­profil auf Amazon, bin dann aber auf deinen Beitrag hier gestoßen. Das erklärte dann alles.

    Ich werde mich trotzdem nicht entmu­tigen lassen und weiter über KDP veröf­fent­li­chen. Ich glaube, dass sich Qualität lang­fristig doch durch­setzen wird.

    Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg
    Heide

  • Adrian sagt:

    Super Jan, herz­li­chen Dank für die Zusam­men­stel­lung. Das sollte mal im Börsen­blatt thema­ti­siert werden. Wir als Reise­füh­rer­verlag sind von Schrott-Publi­ka­tionen leider auch betroffen.

  • Samuel sagt:

    Hallo Jan. Danke für deine Arbeit und die Tipps zu den quali­tativ sehr frag­wür­digen Büchern! Im Internet scheint leider schnell viel derlei Inhalt von unethi­schen Menschen zu entstehen.

  • designbyme sagt:

    Hallo! Dieser Artikel hat mich echt gerettet. Ich habe mich bei Malik und Mähleke als Cover­de­si­gner beworben (über XING) und bereits nach einem kurzen schrift­li­chen Austausch ein seltsames Gefühl gehabt. Nach etlicher Suche auf Google habe ich weder eine Webseite noch Refe­renzen des Verlages gefunden. Dieser Artikel erklärt es!
    Tatsäch­lich wollte der Verlag, dass ich Probe­ar­beiten für sie erledige, um zu sehen ob ich »profes­sio­nell genug« für sie bin. Im Design­be­reich muss man immer Sorge tragen, dass solche Probe­ar­beiten einfach geklaut werden und als unbe­zahlte Arbeit angesehen. Hier bin ich mir sicher, dass es sogar so wäre!

    • Jan Höpker sagt:

      Hallo und Danke für das Feedback und die Insights. Ich weiß nicht, wie Probe­ar­beiten im Design­be­reich übli­cher­weise ablaufen, aber ich möchte Malik und Mähleke nicht unter­stellen, dass sie deine Arbeiten »geklaut« hätten. Ich habe den Eindruck, dass sie tatsäch­lich an einer möglichst profes­sio­nellen »Verpa­ckung« ihrer Bücher inter­es­siert sind, denn wie jeder weiß entscheidet nichts so sehr wie das Cover darüber, ob ein Buch gekauft wird.

      • designbyme sagt:

        Hallo,
        nein unter­stellen möchte ich es ihnen auch nicht. Nach dem Lesen dieses Artikels hat es aber definitiv die Sorge in mir aufge­bracht! Und wer will schon solches Verhalten unter­stützen und Schrott­bü­cher designen... Danke für diesen Artikel! Er öffnet wirklich Augen.

      • Jan Höpker sagt:

        Hallo, deine Sorge kann ich nach­emp­finden, und es freut mich, dass du den Auftrag nicht ange­nommen hast. Mir ist nur wichtig, dass dieser Artikel unan­greifbar bleibt, und deswegen achte ich darauf, dass alle Behaup­tungen im Artikel und in den Kommen­taren entweder belegt sind oder eindeutig unter freie Meinungs­äu­ße­rung fallen. Wenn du Lust hast, schreib mir gerne eine Mail an die E‑Mail-Adresse im Impressum, dann können wir uns ein wenig austau­schen. Viele Grüße, Jan

  • Birne sagt:

    Sehr toller Artikel! Danke!

  • Tilman sagt:

    Bedau­er­lich, dass diese Menschen noch nicht erkennen können, dass sie immer auch sich selbst schaden, wenn sie anderen schaden... Und dabei könnten sie mit ihrem Wissen über Verkaufs­stra­te­gien und deutscher Sprache so wertvoll sein für die Gesellschaft...
    Danke dir ganz herzlich für deine Arbeit!

  • epsilontik sagt:

    Herz­li­chen Dank für Ihre erhel­lende, ausführ­liche und nützliche Analyse hoch unse­riöser Praktiken. Mein »Bauch­ge­fühl« bei mehreren solcher Machwerke (von Literatur soll absicht­lich nicht die Rede sein) wird Punkt für Punkt bestätigt.

  • Patrick sagt:

    »Zuerst igno­rieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.«

    Das zeigt sich hier wieder mal eindeutig, wie getrof­fene Hunde bellen! Machen Sie weiter so, Herr Höpker und danke!

  • Michael sagt:

    Hallo Herr Höpker,

    danke für diesen Artikel. Leider findet das Thema keine/wenig sonstige Verbe­rei­tung, aber es gibt sicher nicht wenige Menschen, die sich mitt­ler­weile selbst über eines dieser Schrott-Bücher geärgert haben. 

    Mir ist es auch passiert mit zwei Büchern über vegane ketogene Rezept. Lieblos mit Word zusam­men­ge­schrieben, großer Zeilen­ab­stand und inhalt­lich teilweise falsch. Nur auf das schnelle Geld aus. Leider habe ich diese nicht zurück­ge­schickt, aber entspre­chende Rezen­sionen hintergelassen.

    Ich selbst bin nicht studiert (aber im IT Bereich als Soft­ware­ent­wickler tätig und heute als Produkt­ma­nager), kenne mich jedoch in zwei Domänen sehr gut aus und bin auch zu wissen­schaft­li­cher Arbeit und Recherche in der Lage. Ich hatte deshalb auch mit dem Gedanken an Self­pu­bli­shing gespielt, würde jedoch mit Trans­pa­renz (wer ich bin) und Ehrlich­keit (keine gekauften Rezen­sionen) an das Thema herangehen.
    Mein Ziel wäre es, durch fundierte Recherche und Qualität zu bestechen. Wenn ich dann aber von den absicht­li­chen negativen Rezen­sionen von ihrem Kollegen oben lese, wird mir ob der rück­sichts­losen krimi­nellen Energie ganz anders. Das schreckt schon etwas ab. Ich würde mich ja jeder sach­li­chen Kritik stellen, aber so etwas? Ich finde es sehr traurig, dass Amazon nicht daran inter­es­siert ist, diesem Phänomen entspre­chend Einhalt zu gebieten.
    Die hier auftau­chenden negativen Kommentar sind allein aufgrund ihrer Ausdrucks­weise und unsach­li­cher »Argu­men­ta­tion« leicht in ihrer Intention erkennbar. Wenigs­tens haben sie hier seit ein paar Wochen Ruhe.
    Viel Erfolg weiterhin mit ihrem Business

    • Hallo Michael, es freut mich, zu hören, dass du die beiden Schrott­bü­cher rezen­siert hast. Nur so kann der Quatsch gestoppt werden.
      Zu deinem Vorhaben: Qualität und fundierte Recherche sind auf jeden Fall ein guter Anfang. Gutes Marketing ist auf Amazon aber leider noch um einiges wichtiger. Wenn beides stimmt, kann das Buch ein großer Erfolg werden. Vor negativen Rezen­sionen von Konkur­renten brauchst du meiner Meinung nach keine Angst zu haben. Klar gibt es so etwas, aber es ist sicher­lich nicht die Regel.
      Ich wünsche dir auch viel Erfolg! Viele Grüße, Jan

  • David sagt:

    Hallo Herr Höpker,
    vielen Dank für Ihren Artikel.
    Mir waren solche Praktiken bisslang unbekannt und bin sehr verärgert darüber, wie Verbrau­cher getäuscht und hinters Licht geführt, seriöse Autoren diffa­miert und somit abge­wertet werden.
    Ich werde, soweit es mit möglich ist dafür sorgen, dass sich dies verbreitet und hoffe inständig, dass alle, die an diesem ominösen Geschäft teilhaben mit saftigen Konse­quenzen zu rechnen haben.
    Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.
    MfG

  • Thomas S. sagt:

    Erstmal: UNTERSTE SCHUBLADE DIESE KOMMENTARE HIER!
    SCHÄMT EUCH! Habt ihr keinen Anstand mitbe­kommen? Habt ihr keinen Funken Ehre im Körper?

    Das was hier alles geschrieben wird ist böswillig und ihr solltet dringend an euch selbst arbeiten statt mit Dreck von euren eigenen Fehlern abzu­lenken. #karma

    Ich beobachte diese Szene der Hochpreis-Coaches schon länger.
    Es ist in der Tat straf­re­le­vanter Wucher, der hier betrieben wird.
    Leider sind die meisten Verbrau­cher einge­schüch­tert, weswegen wir hier gerne an einer Sammel­klage arbeiten.
    Meldet euch mal bei der Verbrau­cher­zen­trale, wenn ihr schlechte Erfah­rungen mit über­teu­erten Coachings gemacht habt : https://​www​.verbrau​cher​zen​trale​.nrw/​b​e​r​a​t​u​n​g-nrw

    So, jetzt an die vernünf­tigen Leute hier:

    Ich habe mir gerade auch das Webinar von Grigori Kalinski reingezogen.
    War exakt das gleiche wie von Jens Neudeck.
    Beide haben exakt die ersten 25 Minuten meiner Zeit mit bloßem Gelaber vergeudet!
    Unver­schämt­heit und traurig, wenn man sich davon wirklich mani­pu­lieren lässt.

    Der Grund, warum man sich das Webinar viel­leicht wirklich anschauen könnte mit Strategie und »Geheim­nissen« betragen hingegen kaum 10 Minuten.
    Danach kommen irgend­welche jungen Typen als Testimonials.

    Ich habe mich mal für das Bera­tungs­ge­spräch angemeldet.
    Ich werde ihn darin mal mit den genannten Gründen hier konfrontieren.
    Die wurden alle von Andreas Baulig ausge­bildet der ein Coach ist, der andere zu Coaches ausbildet. 

    Noch ein geiler Fakt: Diese Sendung auf Hamburg 1, in der diese Kalinski zu Gast war wird von einer weiteren Coaching-Frau moderiert. Mit der habe ich auch mal tele­fo­niert – bzw. mit einer ihrer Close­rinnen. Die wollten mir einen Auftritt in der Sendung für ähnliches Geld als Medien-Coaching verkaufen. 2500 Euro oder so.
    Also gegen diese Sendung liegen auch schon zahl­reiche Beschwerden vor, weil es die reinste Schleich­wer­bung ist, bei der die Gast-Plätze verkauft werden.

    Mich würde inter­es­sieren, ob die ihre Preise daran orien­tieren, was man beim Frage­bogen angibt, wie viel man inves­tieren kann. 

    Bei Kalinsiki sind das die Stufen:
    0
    1000 – 3000 Euro
    5000 Euro

    Ich habe mich zweimal ange­meldet und zwei verschie­dene Budgets angegeben.
    Außerdem wird überall nach dem monat­li­chen Verdienst gefragt.
    Das werden wir auch noch untersuchen.

    • Hallo Thomas, vielen Dank für deinen Kommentar und den Verweis auf die Verbrau­cher­zen­trale. Das Thema dieses Artikels ist der unlautere Wett­be­werb bzw. Betrug durch Schrott­buch-Unter­nehmer bei Amazon. Mit Hochpreis-Coaching hat der Artikel nur insofern etwas zu tun, als dass die Coaching Angebote von »Ebook Coach« Grigori Kalinski und vergleich­baren Coaches hoch­preisig zu sein scheinen. Ob Preise im hohen vier­stel­ligen Bereich für derartige Coachings gerecht­fertig – oder, wie du es nennst, »straf­recht­li­cher Wucher« – sind, kann ich nicht beur­teilen. Was ich aber weiß ist, dass die Aquise von Coaching-Kunden über bezahlte Werbung ziemlich teuer ist, weswegen ein großer Teil der Summe, die das Coaching kostet, am Ende nicht beim Coach, sondern auf den Konten von Google und Facebook landet.
      Was du über Webinare sagst, entspricht hingegen exakt meiner persön­li­chen Erfahrung: In den aller­meisten Fällen handelt es sich um reine Verkaufs­ver­an­stal­tungen, bei denen man von Anfang bis Ende mani­pu­liert wird, ohne dabei auch nur eine einzige Sache zu lernen, die nicht in kosten­losen Artikeln und Videos bei YouTube einfacher, besser und vor allem schneller erklärt wird. Viele Grüße, Jan

  • Don sagt:

    Hervor­ra­gender Artikel, sehr detail­lierte Recherche! [***] Gregori Kalinski hat jetzt übrigens Werbung auf YouTube geschaltet. Lass dich nicht einschüch­tern und mach weiter so!

  • Hi Jan,

    danke für deinen hoch­in­ter­es­santen Artikel.

    Ich habe mein selbst­ge­schrie­benes Buch »Selbst­dis­zi­plin – Wie du dir das Leben erschaffst, von dem du schon immer geträumt hast« damals im Eigen­verlag auf Amazon veröf­fent­licht, als die Nische quasi noch nicht existent war.

    Als das Buch ziemlich durch die Decke ging, wurde die »Schrottbuch«-Konkurrenz natürlich auf diese Nische aufmerksam und die Bücher sprießen aus dem Boden (u.a. Cherry Media, Justus van Homm etc.).

    Da mein Buch die Nische jedoch weiterhin domi­nierte (und zwar mit Abstand), bekam ich eine schlechte Rezension, die innerhalb von wenigen Tagen über 100 nützlich Klicks bekam und seitdem die erste Rezension ist, die angezeigt wird. Was mir natürlich das Buch gekillt hat.

    Gegen diesen Kommentar bin ich sogar anwalt­lich vorge­gangen, doch Amazon sieht keinen Grund diesen zu löschen, obwohl der Kommentar meiner Meinung nach in die Richtung Verleum­dung geht.

    Naja, ich habe durch die ganze Situation definitiv sehr viel gelernt und werde mein zweites Buch, das ich gerade schreibe, über einen großen Verlag herausbringen :)

    Liebe Grüße
    Andreas

    • Hallo Andreas,
      Danke für deinen Kommentar und dass du von deinen Erfah­rungen berich­test. Dein Buch über Selbst­dis­zi­plin kenne ich. Ich hatte mir letztes Jahr das Hörbuch angehört und außerdem hatte ich einige Videos von Tom Schmidt gesehen, in denen du als Case Study vorkamst. Dass dein Buch mit Hilfe von gekauften nützlich-Klicks von der Schrott­buch-Konkur­renz atta­ckiert wurde, passt leider nur allzu gut ins Bild. Dass diese Leute nicht nur Rezen­sionen und nützlich-Klicks für ihre eigenen Bücher kaufen, sondern auch für Konkur­renz-Bücher, haben sie ja schon mehrfach bewiesen. Einfach nur ekelhaft!
      Viele Grüße und viel Erfolg mit deinem zweiten Buch,
      Jan

  • Jannes Cerol sagt:

    Hallo Herr Höpker,

    ich wurde auf Youtube massig von Werbung für das E‑book business belagert und dachte das Geschäfts­mo­dell hinter­frage ich mal.
    Ein Glück bin ich auf Ihren sehr gut recher­chierten Artikel gestoßen, der für mich einen enormen mehrwert, sowohl inhalt­lich, als auch emotional geboten hat. 

    Inhalt­lich habe ich einen sehr guten Einblick bekommen und hätte nie gedacht, das man so auch sein Geld verdienen kann. Emotional haben mich besonders die Kommen­tare von den verär­gerten Fake­buch­au­toren erheitert, die jetzt Wunden lecken müssen. 

    Lassen Sie sich jicht unter­kriegen und hoffent­lich ersparen Sie leicht zu verfüh­renden Menschen eine Menge Geld. 

    Ich würde an Ihrer Stelle die Reihen­folge der Kommentar auf der Website ändern (neueste oben). Dannn wachsen sich die Nega­tiv­kom­men­tare raus ;)

  • Alexander sagt:

    Chris­to­pher Hitchens sagte mal: »Jeder hat ein Buch in sich. In den meisten Fällen sollte es dort auch bleiben.«

    Der Artikel ist mal gar kein Schrott, sondern sehr gründlich und tief. Danke dafür.

    Ja, schlechte Qualität mit guten Marketing gibt es in vielen Bereichen. Und auch manche akade­misch etablierte »Experten« schreiben Schrott, wenn auch tenden­ziell mehr Seiten.

  • Ellen Orbic sagt:

    Lieber Jan,
    Danke für diesen Beitrag! Ich wollte mir ein Buch von Victoria Lakefield bestellen und zunächst zu der Autorin recher­chieren. Ich war erstaunt, dass sie so viele Bücher aus dem Markt sind. Auf den Fotos sieht sie sehr sympa­thisch aus!

    Ich hätte nicht gedacht, dass es völlig frei erfundene Autoren gibt.

    • Liebe Ellen,
      leider gibt es bei Amazon momentan sehr viele Autoren, die es in Wahrheit gar nicht gibt. Victoria Lakefield ist nur eine unter vielen. Dass für die Pseud­onyme Fotos von sympa­thisch ausse­henden Models gewählt werden, ist nur einer von vielen »Tricks«, die darauf abzielen, das entspre­chende Buch von aussen besonders attraktiv wirken zu lassen. Aber das, worauf es dem Leser ankommt, nämlich der Inhalt, kann das Verspre­chen in den meisten Fällen leider nicht halten.
      Viele Grüße,
      Jan

  • Alex Micham sagt:

    Aktuell schaltet Kalinski massiv Werbung auf Youtube, vermut­lich sind die Kosten wg. Covid zur Zeit niedrig. Dafür spricht mE. auch, dass dort grad viel Werbung auch von anderen windigen Privat-Coaches läuft.
    Da alles an diesem Typen und den lächer­lich gescrip­teten Testi­mo­nials ganz laut Scam! schreit, habe ich den mal gegoogelt. Sehr infor­ma­tiver Artikel, da sollten die Schlaf­mützen bei den legacy-Medien endlich mal wach werden.

    • Hallo Alex,
      Kalinskis Werbung ist mir gestern auch aufge­fallen, aller­dings nicht auf YouTube, sondern bei Facebook. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich im Rahmen meiner Recherche für den Artikel kaum mit ihm beschäf­tigt hatte. Nur um zu zeigen, dass sich das beschrie­bene Geschäfts­mo­dell in Zukunft noch weiter verbreiten könnte, habe ich ihn beispiel­haft erwähnt. In der Zwischen­zeit hat sich aller­dings ein Coachee von Kalinski bei mir gemeldet und sich ein wenig ausge­heult. Die Person hatte einen sehr hohen vier­stel­ligen Betrag für ein Coaching bezahlt und war schwer enttäuscht, weil sie nun quasi unge­le­sene Bücher von anderen Leuten aus der Gruppe positiv rezen­sieren sollte. Das erste Buch, das sie von einem Ghost­writer hat schreiben lassen, verkaufte sich anschei­nend auch nicht wirklich gut.
      Viele Grüße, Jan

  • Tim sagt:

    Hey,
    tatsäch­lich hatte ich ebenfalls ein Schrott­buch auf meiner Wunsch­liste und dieses erstmal schnell entfernt :).
    Ich finde es sehr Schade das mit dieser Aktion diese seit Jahr­hun­derten benutzte Quelle für Wissen (Bücher) ausge­nutzt wird, damit so ein paar Betrüger viel Geld abbekommen.
    Was ich sehr Inter­es­sant finde, ist das für viele allein die Plat­zie­rung in einem Ranking entschei­dend ist und nicht um welches Ranking es sich handelt.

    Zudem hoffe ich, dass deine Bücher weiterhin viele zurecht sehr gute Bewer­tungen bekommt. 

    Danke Jan

    • Hallo Tim,
      schön von dir zu hören! Deren Strategie mit den (falschen) Kate­go­rien habe ich selbst noch nicht so ganz durch­schaut. Warum sie falsche Kate­go­rien verwenden, ist mir klar (wegen des Best­seller-Tags). Warum sie aber häufig nicht zusätz­lich auch sinnvolle Kate­go­rien wählen, verstehe ich nicht (bei Amazon kann jedes Buch in bis zu zehn Kate­go­rien einsor­tiert sein). Warum ist zum Beispiel das Buch ZEIT & FOKUS von Matthias Brandt nicht in der Kategorie »Konzen­tra­ti­ons­trai­ning«, dafür aber das Buch Zeit­ma­nage­ment von Matthias Brandt? Für mich macht das überhaupt keinen Sinn. Fokus & Konzen­tra­tion von Vincent Matt­hiesen ist auch nicht in dieser Kategorie, obwohl es vom Titel her genau dort einsor­tiert werden müsste.
      Viele Grüße, Jan

  • Darragh sagt:

    Danke Jan, das Thema gehört mit viel mehr Reich­weite versehen!

  • René Gäbler sagt:

    Hallo,

    Ja viel­leicht habe ich das. Entschul­dige bitte.
    Aber du verall­ge­mei­nerst auch und schreibst, wer nur 1 oder 2 Cent nimmt, kann kein gutes Buch schreiben. Letzt­end­lich ist es der Markt, der die Preise macht und die Autoren verkaufen sich wie Billigsklaven.
    Ein teures Buch oder eines bei einem Verlag muss nicht auto­ma­tisch auch gut sein. Buttlar hat auch haufen­weise Bücher geschrieben bei Verlagen und später Kosmetik bei QVC verkauft. :-) Schlechtes Beiispiel.
    Wer soll den kontrol­lieren, ob ein Buch gut oder schlecht ist (oder ein EBook)? Wer überprüft den die Auftrag­geber und entscheidet, was geht und was nicht? Das würde die Kosten nach oben drücken und die Autoren wären weg. Oder wie sortiert man die Lügner heraus?
    Aber ich verstehe, was du meinst. Ich hatte letztens 3 solcher Bücher in der Hand. Basisch kochen. Dann lebst du gesund und kannst auch deinen Krebs heilen. Der Autor hat sich wieder­holt, einen ganz gräss­li­chen Schreib­stil verwendet und hat man ein wenig an US-Wunder­heiler aus Horror­se­rien erinnert. Wer kauft sowas? 

    Viele Grüße
    René

    • Hallo René,
      Lass uns das Experten-Thema an einem konkreten Beispiel disku­tieren: Für zwei Cent pro Wort soll Peter einen Ratgeber zum Thema Dayt­ra­ding schreiben. Falls Peter über Exper­ten­wissen zum Thema Dayt­ra­ding verfügen würde, würde er den Auftrag nicht annehmen, weil er besseres zu tun hätte, nämlich mit Dayt­ra­ding sehr viel mehr Geld verdienen (oder unter eigenem Namen über das Thema schreiben). Falls Peter den Auftrag also annimmt, ist er mit an Sicher­heit gren­zender Wahr­schein­lich­keit kein Dayt­ra­ding-Experte. Ergo haben (fast) alle Billigg­host­writer, die über Dayt­ra­ding schreiben, kein Exper­ten­wissen über Dayt­ra­ding. (Bei vielen anderen Themen ist es nicht ganz so offen­sicht­lich, aber wenn man nachdenkt, wird man zu dem gleichen Schluss kommen.)

      Du fragst, wie man Lügner erkennen soll. Um das nochmal klar­zu­stellen: Es geht mir nicht um Lügen, die sich mögli­cher­weise in den Büchern befinden, sondern um Lügen bei der Vermark­tung. Wenn man diese nicht leicht erkennen könnte, hätte ich nicht diesen Artikel geschrieben. Nimm die Autoren­bio­grafie des Fake-Experten William Lakefield, unter dessen Namen Bücher zum Thema Geld und Finanzen verkauft werden. Diese Autoren­bio­grafie ist eine einzige Lüge. Nimm das Buch Der große Uni-Ratgeber von Matthias Brandt, das bewusst in die falsche Kategorie Wider­stand im Dritten Reich einsor­tiert wurde (siehe Screen­shot im Artikel). Auch das ist eine ganz offen­sicht­liche Lüge. Oder das 3D-Mockup des Buches Selbst­be­wusst­sein: Selbst­be­wusst auftreten von Julius Löwen­stein, das ein vergleichs­weise dickes Taschen­buch zeigt (siehe Screen­shot im Artikel), während das Taschen­buch in Wahrheit nur 61 Seiten hat. Auch das ist eine offen­sicht­liche Lüge. Ganz zu schweigen von gekauften Rezen­sionen. Nur dank solcher Lügen können die Sach- und Ratge­ber­bü­cher der Billigg­host­writer überhaupt verkauft werden.
      Viele Grüße, Jan

  • René Gäbler sagt:

    Einige der schnell geschrie­benen EBooks und Bücher mögen Schrott sein, das mag schon stimmen. Der Markt bietet jedoch Schrei­bern Möglich­keiten schnell und immer mal wieder Geld zu verdienen. Über die Platt­formen finden auch StartUps Schreiber und soge­nannte Business-Berater, die Free-EBooks anbieten wollen um damit Kunden zu rekru­tieren. Das gabs früher auch schon. Damals waren das die »Wie du Millionär wirst in 30 Tagen«-Anbieter.
    Die Ghost­writer-Agenturen sind auch aus den Boden geschossen. Sie bieten das schnelle Schreiben von wissensch. HA´s, Bachelors und Master­ar­beiten für faule Studenten an. Legal? Eher Grauzone. Und auch hier werden die Autoren mies bezahlt.
    Grüße René

    • Hallo René,
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Du scheinst mich miss­ver­standen zu haben. Ich habe nichts gegen Anbieter wie Content oder Text­broker und ich habe auch nicht pauschal etwas gegen Ghost­writer. Jeder Mensch sollte das Recht haben, ein Buch zu schreiben oder eines schreiben zu lassen, und er sollte auch das Recht haben, es zu verkaufen. Ob ein Buch taugt, entscheidet letztlich immer der Markt, anders geht es nicht. Mein Punkt ist, dass besser darauf geachtet werden muss, dass die Vermark­tung ehrlich abläuft. Wett­be­werbs­wid­rige Lügen dürfen sich nicht lohnen, und dieje­nigen, die ehrlich sind und sich an die Regeln halten, dürfen dadurch keinen Nachteil haben.
      Viele Grüße, Jan

  • Lieber Jan,

    Ich finde es großartig, dass du hier diesen tollen Aufklä­rungs­ar­tikel geschrieben hast. Die Schrott­buch-Unter­nehmer machen es allen ehrlichen Autoren (egal, ob Verlags­autor oder Self Publisher) das Leben enorm schwer. 

    Umso wichtiger ist es, dieses Verhalten scho­nungslos zu entlarven. Auch ein gewisser Herr [Name zensiert] scheint nun für die Schrott­buch­branche Werbung zu machen. 

    Siehe dieses Posting: [zensiert]

    • Lieber Paul,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe mir den von dir verlinkten Beitrag angesehen, muss aber sagen, dass das doch etwas völlig anderes ist. Auch möchte ich auf dieser Seite keine Hexenjagd veran­stalten. Deswegen die Zensur. Jeder Mensch sollte das Recht haben, ein Buch zu schreiben und es auch zu veröf­fent­li­chen. Sich von anderen dabei helfen zu lassen, ist auch absolut in Ordnung. Es ist nur nicht okay, zu lügen, um das Buch besser verkaufen zu können.
      Viele Grüße, Jan

  • René sagt:

    Hallo Jan,
    ich bin aus Zufall auf das Stichwort »KDP Business« aufmerksam geworden und natürlich prompt in dem Webinar von G.Kalinski gelandet. Na gut, dachte ich mir, viel­leicht kann dieser selbst­er­nannte »Guru« mal was neues erzählen. Die Neugier eben. Also tue ich mir das mal an.

    Das Webinar ist schon fast gesund­heits­schäd­lich, weil ich kaum Luft bekommen habe vor Lachen: Das geht alleine schon damit los, dass das angeb­liche »Live-Webinar« mit der Frage beginnt: »Könnt ihr mich hören?« und allen ernstes auf die unsicht­baren Chat­bei­träge reagiert wird. »Ich muss erst mal was trinken. Ah, XYZ schreibt gerade, ich solle es mir schmecken lassen.«

    Klasse.

    Ein Brüller folgt dem nächsten: Die 4 Geheim­nisse(!), ein eBook zu schreiben. Achtung Spoiler (!): 1. Thema suchen 2. eBook schreiben 3. Cover designen 4. veröffentlichen.

    Wieder bekam ich kaum Luft, ange­sichts dieser fulmi­nanten Wissens­dar­bie­tung. So ging das bis zum Schluss.

    Ich habe mich noch bis nahe zum Ende gequält, weil ich den Preis für das Coaching wissen wollte. Kam leider nicht. Aber Google sei Dank, war das auch kein Problem.

    Meine Meinung zu dem ganzen: Wieder ein Beispiel von endlosen »mal eben schnell Geld verdienen« – Mist ohne Nach­hal­tig­keit. In unserer angeb­li­chen hyper-schnellen-Zeit muss alles auf »schnell« getunt sein. Damit haben Fake – News / Books etc. leichtes Spiel. Vergleichbar mit einer Heuschre­cken­plage werden sie weiterhin den Markt über­schwemmen, bis dieser irgend­wann gesättigt ist und es für diese Pappnasen unin­ter­es­sant ist, weil es kein Geld mehr zu verdienen gibt. Schneller wird es gehen, wenn die Algo­rithmen angepasst werden. Erinnern wir uns an die Zeiten, als Webseiten sinnlos Keywords verteilt haben, nur um bei Google ranken zu können. Amazon wird daran arbeiten. Warum? Weil Amazon es sich schlicht nicht leisten kann (auch als Big Player) den Ruf zu bekommen »Nur Schrott­händler zu sein«. Google hat gnadenlos den SPAM bekämpft. Ähnliches muss Amazon tun. Sonst bleiben auch bei Amazon die Kunden weg.

    Das negative für »zivi­li­sierte Autoren / Unter­nehmer«: Der Weg zum Erfolg bleibt eben steinig – es gibt keine Abkürzung. Das positive: dieser Weg ist nach­haltig und trotzt allen Updates von Such­ma­schinen & Co.

    Nochmals Danke für den Artikel.

  • Helmut sagt:

    Hallo, Jan, vielen Dank für Ihre Aufklä­rung. Falsche Rezen­sionen bei Amazon habe ich schon selbst bemerkt, aber dass nun eine derartige Verleum­dungs­kam­pagne gegen Sie geführt wird, hätte ich nicht für möglich gehalten. Sehr schmerz­hafte Dolch­stöße, das geht schon in Richtung schwarze Magie!
    Zum Glück gibt es eine allum­fas­sende Gerech­tig­keit im Kosmos: Das Gesetz von Ursache und Wirkung, auch bekannt unter dem Namen KARMA. Alles wird auf die Urheber dieser Verleum­dungen zurück­fallen. Sie schaufeln sich ihre eigene Grube, in die sie dann selbst hinein­fallen werden. Nach meiner Erfahrung nicht erst in der nächsten Inkar­na­tion, sondern bereits in dieser. INSTANT-KARMA! Wir leben in einer Zeit der Reinigung. Der Saustall wird bald ausge­mistet werden (auch in der Politik). Tschau und viel Kraft!
    Helmut

  • Dirk sagt:

    Hi Jan,
    Danke für den aufschluss­rei­chen Artikel, die umfas­sende Recherche und auch für Deinen persön­li­chen Einsatz, der ja offenbar auch umfasst persön­lich ange­griffen zu werden, wenn Du diese Machen­schaften aufdeckst. Die hinter diesen Fake-Ratgeber stehenden Personen haben schlicht kein Verant­wor­tungs­be­wusst­sein oder Ehrgefühl – der Zweck des Geldschef­felns heiligt die Mittel.
    Nochmals Danke für den Einsatz & Viele Grüße

  • Karen sagt:

    Lieber Jan, danke für deinen ausführ­li­chen Artikel. Ich bin sprachlos, denn ich erahnte nicht die Skru­pel­lo­sig­keit dieser Gewinnler. Da schwindet die Hoffnung auf eine werte­ori­en­tierte und gemein­schaft­lich denkende Gesell­schaft. Respekt für deine Arbeit!

  • Darius A. sagt:

    Kämpfe weiter Jan! Cool, dass du dich, trotz (so muss man es wahr­schein­lich nennen) Rufmord­kam­pagne nicht unter­kriegen lässt!

    Gutes Beispiel für sachliche Antworten auf verleum­dende Kommen­tare, respekt.

    Beste Grüße
    Darius

  • Ludger Rinsche sagt:

    Neben Schrott­bü­chern scheint es auch Schrott-Über­set­zungen zu geben.
    Million­aire Next Door ist da ein Kandidat.

    Dahinter stehen ja echte Bücher, aber die Über­set­zung... Da ist jedes der Schrott­bü­cher ein Meis­ter­werk gegen.

    • Ja, die Über­set­zung von Million­aire Next Door scheint tatsäch­lich ziemlich schlecht zu sein. Dass die im Artikel genannten Schrott­bü­cher dagegen Meis­ter­werke sind, stimmt aus meiner Sicht aber nicht. Die aller­meisten Schrott­bü­cher, die ich mir ange­schaut hatte, waren gerade so gut, wie es nötig ist, damit die Mehrheit der betro­genen Leser nicht sofort auf die Barikaden geht. Die denken sich so etwas wie: ‘Das Buch ist furchtbar. Der Autor hat kein Talent und auch keine Ahnung vom Thema, über das er schreibt ... aber er hat sich bestimmt Mühe gegeben, und viel­leicht liegt es ja auch an mir, denn den vielen positiven Rezen­sionen nach zu urteilen, gibt es anschei­nend Menschen, die so etwas gut finden. Eigent­lich sollte man sich wehren, aber diesmal bin ich zu faul und habe außerdem besseres zu tun.’ Diese Reaktion ihrer Leser scheint das einzige Quali­täts­kri­te­rium zu sein, das die Schrott­buch-Unter­nehmer haben. Vermut­lich sind sie sich dessen nicht einmal bewusst.

  • Lukas sagt:

    Lieber Jan, vielen Dank für deine ausführ­liche Recherche und die vielen Belege zu den ganz offen­sicht­lich betrü­ge­ri­schen Machen­schaften der vermeint­li­chen „Autoren“. Als Buch­lieb­haber und seit Jahren aktiver Amazon-Rezensent (mitt­ler­weile sogar in den Top 5.000 in Deutsch­land), gehen mir diese ganzen Autoren ziemlich auf die Nerven. Ich bin selbst schon auf einen derar­tigen „Experten“ herein­ge­fallen und konnte in meiner anschlie­ßenden Rezension andere Käufer warnen. Genug­tuung war es, das Buch zurück­zu­schi­cken, leider keinen Cent wert gewesen. Trotzdem erschwert es die Suche nach neuen Büchern extrem wenn zunächst die Glaub­wür­dig­keit des Autors geprüft werden muss. Aber schön zu sehen, dass es nicht nur mir so geht!

  • Volker Spiewak sagt:

    Ich verstehe es auch echt nicht, warum solchen Leuten wie Grigori Kalinski nicht endlich mal das Handwerk gelegt wird !? Es ist doch offen­sicht­lich, dass wenn jemand irgend­welche Coachings für 5.000 €, mit dem Verspre­chen schnell reich werden zu können verkauft, da ganz sicher etwas nicht stimmen kann.

  • Monika aus Albstadt sagt:

    Wirklich beschä­mend. Was diese Doktoren und Unter­nehmer hier veran­stalten, treibt mich zur Weißglut. In Zeiten des Corona Virus sollten wir zusam­men­halten und nicht gegen­ein­ander hetzen! Haben Sie denn keine Moral? Ich richte mich auch an Sie HErr Doktor. Wo bleibt Ihre Anstand? Lasst uns in Frieden leben statt Hass und Lügen zu verbreiten. Was Sie hier tun ist ekelhaft. Helfen Sie lieber den Menschen. Grüße Monika aus Albstadt

  • Tim sagt:

    Super Beitrag, danke! Ich bin auf Amazon zufällig auf eines dieser Bücher gestoßen und habe mich sofort über die unzäh­ligen künstlich klin­genden Kommen­tare gewundert. Bei der Google-Suche nach dem ominösen „Julius Löwen­stein« bin ich dann auf den Beitrag gestoßen.
    Ganz ehrlich, das ganze Thema sowie die Kommen­tare zum Beitrag hier lassen mich ein wenig die Hoffnung in die Mensch­heit verlieren. Wie egois­tisch und gehässig muss man sein, um nicht nur sein täglich Brot damit zu verdienen, seine Mitmen­schen mit dieser Masche abzu­zo­cken, sondern dann auch noch hier in den Kommen­taren so dreist zu lügen, zu belei­digen, und allgemein einfach nur Hass zu verbreiten? Sehr verstö­rend – ich hoffe dass diese Leute die psychi­sche Hilfe erhalten, die sie benötigen...

    • Hallo Tim,
      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Wie man diesem Joban­gebot entnehmen kann, werden die Bücher von Löwen­stein offenbar für ein paar Hundert Euro von Laien geschrieben. Die vielen künstlich klin­genden Rezen­sionen wundern mich auch.

      Zu den häss­li­chen Kommen­taren: Was da oben noch zu sehen ist, sind nur die harm­lo­seren Kommen­tare; die richtig heftigen Dinger konnte ich nicht öffent­lich stehen lassen, da diese nicht nur meine Persön­lich­keits­rechte, sondern auch die Rechte Dritter verletzt haben. Ich sehe das aber eini­ger­maßen entspannt: Über die IP-Adressen und die Daten der Rezen­senten bei Amazon wird man die Verant­wort­li­chen schon zur Rechen­schaft ziehen. Die Justiz ermittelt bereits. Wenn Rezen­sionen mit Straf­taten in Verbin­dung stehen, dann geben auch Platt­formen wie Amazon die Iden­ti­täten der Rezen­senten heraus. Und wenn erst einmal bewiesen ist, dass der Täter Verleum­dungen und negative Fake-Rezen­sionen gegen Konkur­renten und Kritiker einsetzt, wird man auch bei den dubiosen positiven Rezen­sionen zu dessen eigenen Büchern genau hinschauen …

      Viele Grüße,
      Jan

  • Dirk sagt:

    Lieber Jan, ich lese nun schon seit einigen Monaten deinen Blog und finde deine Artikel wirklich hilfreich. Bei dem hier gucke ich öfter mal in die Kommen­tare, denn hier wird sich rege und seit den letzten Kommen­tare blöd­sinnig ausgetauscht.
    Worauf ich dich aber hinweisen wollte ist, dass du mit deinem Kommentar auf Richards Nachricht ja selbst diese Autoren verleum­dest, denn glaubst du wirklich gerade diese großen Unter­nehmer und Firmen scheren sich um den Blog­ar­tikel oder deine Bücher? Du stellst es als Fakt dar, dass die erwähnten Autoren von deinem Artikel dahinterstecken.
    Ich selbst bin in einigen Kindle Gruppen auf Facebook unterwegs und auch aktiv und ich sehe vermehrt die kleinen Publisher, oder von Coaching Gruppen gegen dich wettern, denn die betrifft der Artikel am meisten, da du die Coaches und Programme bean­stan­dest. Leider haben schon etliche Leute aus den Gruppen nichts gutes über dich zu sagen und ich habe mitbe­kommen, dass sich viele gegen dich verschworen haben.
    Von diesen Leuten wurde wie ich es sehe keiner in dem Artikel erwähnt, aber viele machen sich einen Spaß daraus Dinge über dich zu erzählen.

    Halt die Ohren steif!
    Liebe Grüße
    Dirk

  • Richard sagt:

    Hallo Jan,

    danke für Deinen beherzten Beitrag. Das fällt mir als Profi Hörbuch­spre­cher, Produzent und Verlag ebenso auf. Deswegen lasse ich mir immer bevor ich mich auf eine Produk­tion einlasse, vorher das ganze Buch senden. Und habe so auch einige poten­ti­elle Projekte abgesagt, die einfach nur grotte waren. Kollegen, die sowas annehmen oder sagen wir lieber Amateur-Sprecher (ich rede hier jetzt speziell über ACX) haben auch keinen Ruf zu verlieren.

    Alle ernst­haften Sprecher würden diese Bücher genauso ablehnen. Ich weise dann die Autoren auch die Unzu­läng­lich­keiten hin und warum ich es nicht mache. 

    Meistens sind diese Bücher tierisch aufge­blasen mit Infos, die mit dem Thema an sich nichts zu tun haben oder es werden Füllsel und Sprüche einge­setzt, um das Buch künsti­lich in die Länge zu ziehen. Wieder­ho­lungen sind auch sehr beliebt ;-)

    Übrigens diese Fake-Autoren tummeln sich auch im Belle­tristik-Bereich. Jeden Monat ein Buch vom selben Autor. Unab­hängig von der Grammatik und Ortho­grafie, klingen die Bücher wie mit einem besseren Goog­le­trans­lator übersetzt. Ganz schlimm zu lesen, jeder Satz holpert. Da hab ich in der Grund­schule bessere und span­nen­dere Aufsätze geschrieben, owbohl das Schreiben nie mein Ding war. Und nätürlich über 100 5 Sterne Rezen­sionen, die das Buch über den grünen Klee loben und wie spannend es sei und bla bla bla. 

    Wie auch immer, Hörbücher sind meine Passion und deswegen verschwende ich meine Energie nicht an minder­wer­tige Skripte.

    Wenn du magst können wir uns gerne über eine evt. Hörbuch­pro­duk­tion Deiner Bücher unter­halten unnter Umständen auch auf Royalty Share Basis, wenn die Eckdaten passen. Melde dich einfach bei mir. Bis denne und danke noch mal für Deinen mutigen Beitrag.

    Gruss Richard

    • Hallo Richard,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und dass Du deine Erfah­rungen als Hörbuch-Sprecher einbringst. Wenn diese Bücher nur schlecht wären, ginge das für mich sogar in Ordnung. Jeder sollte das Recht haben, Bücher zu schreiben. Was mich an diesem Geschäfts­mo­dell so sehr stört, sind die Fake-Rezen­sionen und erfun­denen Lebens­läufe, denn nur dadurch haben diese Werke überhaupt eine Chance. Würden sich diese „Unter­nehmer“ an alle gesetz­li­chen (und mora­li­schen) Regeln halten, würden sie recht bald von enttäuschten Lesern abge­straft werden und ihre Bücher würden in der Versen­kung verschwinden, ehe sie größeren Schaden anrichten können. Aktuell wird aber das Vertrauen miss­braucht und zerstört, das ehrliche Autoren, Verlage und Leser in der Vergan­gen­heit aufgebaut haben. Diese „Unter­nehmer“ stellen den persön­li­chen Gewinn über alles und nehmen billigend in Kauf, dass allen anderen Betei­ligten großer Schaden zugefügt wird.

      Viele Grüße,
      Jan

      P.S.: Danke für das Angebot. Ich werde darüber nachdenken :)

  • asdfsd sagt:

    Größter Versager auf dem Planeten, der seiner Konkur­renz dauernd 1 Sterne Rezen­sionen verpasst um sein Versagen zu kompen­sieren, weil seine Bücher auf Amazon in Grund und Boden versinken. Richtiger Loser

  • Niko sagt:

    Die Sache Internet und Moral in einem Zusam­men­hang zu bringen vermag womöglich nur ein »echter« Doktor. In der Tat mag es mora­li­sche Bedenken geben das sich Fakes im Web eine goldene Nase verdienen aber in der realen Welt tun das auch »echte« Doktoren. 

    Ich denke wir brauchen weder Fakes noch schlaue Doktoren. Die Welt ist über unend­liche Zeit ohne diese Zeit­geister ausge­kommen. Erst als sich Fakes und Doktoren aufspielen geht es mit der Welt so richtig den Bach runter.

  • Lauchkiller69 sagt:

    Hab den Artikel zuge­schickt bekommen und es ist lustig zu sehen wie uner­folg­reiche Menschen wie Herr Doktor mehr Arbeit in sowas steckt als in seinen eigenen Erfolg. Kennt er nicht die Regeln woran man Versager erkennt 1. Nur negativ reden, 2. Andere runter­ziehen anstatt sie aufzu­bauen, 3. Ener­gie­sauger etc.
    Und dann selber Bücher über Erfolg, Konzen­tra­tion und Fokus haben xDD Macht mit so einem Blog­ar­tikel genau das Gegenteil.
    Ich kenne keins seiner Bücher oder die der erwähnten im Artikel vom Inhalt her, aber er muss schon einen harten Groll gegen Unter­nehmer hegen die seine Existenz kaufen könnten :D Ich selbst betreibe Dropship­ping und da gibt es genug solcher Knechts die andere schlecht bewerten und dann noch ihre Leute draufhetzen.

    Es ist mir auch völlig egal, was mit den andere Büchern und Autoren ist, ich kann nur solche Lappen nicht ab die nur negative Vibes versprühen

    Lauchkiller69 ende und out

  • patty325 sagt:

    Ich höre schon von so vielen, dass Sie Jan Höpker abmahnen wollen bzw. werden. Wie ich das gesehen habe, sind die meisten der Personen in dem Artikel gar nicht erwähnt. Er hat sich anschei­nend schon im gesamten Business unbeliebt und Feinde gemacht.
    Wenn er wüsste wie negativ er bei allen Menschen außerhalb dieses Artikels dasteht, auch bei Kunden und in allen möglichen Facebook Gruppen

    • Ich warte immer noch ... Abmahnen wollen und abmahnen können sind halt zwei Paar Schuhe! Nur weil Dir die Wahrheit nicht gefällt, heißt nicht, dass Du den Über­bringer der Wahrheit abmahnen kannst. Lieber mal an die eigene Nase fassen!

  • Saugnapf sagt:

    Jan Höpker mani­pu­liert Kommen­tare auf seiner Website. Als ich vor 2 Wochen mal hier rein­ge­schaut habe, waren die neusten ganz oben. Nun da hier auch negative Kommen­tare kamen wie ich sehe, versucht er sie möglichst weit unten zu verste­cken. Wirklich schlimm wie er seine Nega­ti­vität in die Welt hinaus lässt.

  • Wer im Glashaus sitzt ... sagt:

    ... sollte nicht mit Steinen werfen. Höpker, selbst ein erbärm­li­cher Schrott­buch Autor, kann sich im Markt nicht durch­setzen und heult jetzt seine 10-Mann-Community voll, die im Grunde auch nur aus Total­ver­sa­gern wie ihm selber besteht. Konntest Du Deine Mobbing-Erfah­rungen aus der Schule immer noch nicht richtig verar­beiten? Armer Wicht. Sieh zu, dass Du Dich auf die Abmahnung gut vorbereitest.

  • Brigitte Nissen sagt:

    Ich habe schon viele Blog­ar­tikel zu Themen wie Konzen­tra­tion und Fokus gelesen, aber der Hass von Jan Höpker auf seine Mitmen­schen ist wirklich unglaub­lich traurig. Er scheint ein hass­erfüllter Mensch zu sein. Die Wortwahl in diesem Artikel und die Darstel­lung von Behaup­tungen als Fakt sind ür einen angeblich seriösen Autor wirklich unter aller Sau

    • Liebe Brigitte, von welcher Wortwahl und von welchen Behaup­tungen sprichst Du? Würde ich meine Mitmen­schen hassen, würde ich meine Leser auch mit Ghost­wri­tern, Fake-Pseud­onymen und gekauften Rezen­sionen melken ... aus finan­zi­eller Sicht wäre das bestimmt lukra­tiver. Denk mal darüber nach. Viele Grüße, Jan

  • Dr. Susanne A. sagt:

    ACHTUNG!!: Bei meinen tief­grün­digen Recher­chen bin ich auf die ersche­ckende Erkenntnis gestoßen, dass Jan Höpker IN WIRKLICHKEIT KEINEN DOKTORTITEL BESITZT! Er versucht anschei­nend durch betrü­ge­ri­sche falsche Titel seine Leser aktiv zu täuschen und Ihnen mit Binsen­weis­heiten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich bin zutiefst erschüt­tert, wie dieser Mann noch weiter als Autor agieren darf. Ich werde Jan Höpker straf­recht­lich zur Rechen­schaft ziehen.
    Das lasse ich mir ehrlicher Leser der sich massiv hinters Licht geführt fühlt, nicht länger gefallen!

    • Liebe Frau Dr. A., vielen Dank für Ihren Kommentar. Wie recher­chiert man denn, ob jemand keinen Doktor­titel hat? Gibt es ein Verzeichnis mit allen Personen, die keinen Titel haben? Da Sie auch einen Doktor­titel führen, wundert mich, dass Sie nicht auf die Idee gekommen sind, in der Datenbank der Deutschen Natio­nal­bi­blio­thek nach­zu­schauen. Ich habe das mal für Sie gemacht. Hier ist meine Doktor­ar­beit (Disser­ta­tion): https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&cqlMode=true&query=idn%3D1042383111. Und wo finde ich Ihre Dissertation?

      Liebe Grüße, Jan

      P.S.: Wo wir gerade beim Thema sind: Inter­es­san­ter­weise scheinen die aller­meisten mutmaß­li­chen Schrott­bü­cher der Fake-Experten nicht bei der Natio­nal­bi­blio­thek geführt zu sein. Autoren aus Deutsch­land müssen dort aber soge­nannte Pflicht­ex­em­plare ihrer Bücher abliefern, sonst droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro.

  • Soner sagt:

    Hallo,
    ich wurde kürzlich von einem Verlag kontak­tiert, um ein Buch für sie zu schreiben. Ich war ein wenig verstutzt darüber, wie wenig mein Fach­wissen überprüft wurde.
    Also wollte ich mal einen der anderen Autoren anschreiben... Aller­dings war keiner von denen in den üblichen Netz­werken zu finden. Also habe ich nach den Autoren­bil­dern gesucht, mit dem Ergebnis, dass das alles Stock­fotos waren.
    Ich habe meinen Kontakt darauf ange­spro­chen und der hat das damit begründet, dass viele Autoren lieber unter einem Pseudonym veröffentlichen.
    Daraufhin bin ich bei der Recherche auf diesen Blog-Post gestoßen und fühle mich in meiner Entschei­dung, den Kontakt sofort abzu­bre­chen, bestätigt.
    Danke!!!

  • Achim sagt:

    Lieber Jan,

    es ist belus­ti­gend, aber auch erschre­ckend wie die beim Betrügen ertappten Heraus­geber von Fake Ratgebern, versuchen, sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, an Dir zu rächen. Offen­sicht­lich ist man stolz auf den eigenen Murks und den Betrug am Leser. Doch diese Klein­kri­mi­nellen können nur deshalb Ihren Schund verbreiten, weil Amazon sie gewähren lässt! Schließ­lich verdient Amazon an schlechten Büchern genauso, wie an guten. 

    Viele Grüße
    Achim

    • Lieber Achim, vielen Dank für Deinen Kommentar. Über Amazon möchte ich an dieser Stelle keine Mutma­ßungen anstellen, weil ich glaube, dass sich hinter den Kulissen sehr viel mehr abspielt als wir Außen­ste­hende uns vorstellen können. Viele Grüße, Jan

  • Marianna sagt:

    Schwacher Artikel der mit wilden Theorien ohne jegliche Beweise versucht seine Konkur­renz schlecht zu machen. Jan Höpker wurde wohl auf dem Spiel­platz die Sandburg zu oft einge­treten und jetzt lässt er es an Mitbe­wer­bern aus, weil seine eigenen Schrott­bü­cher nicht laufen. Da sind auch so viele Recht­schreib­fehler drin und sinnlose Formu­lie­rungen, es ist unglaub­lich wie sogar ein Doktor so etwas hinbe­kommt. Der Doktor muss ziemlich leicht zu holen gewesen sein.
    Rechtlich gesehen kann man ihn mehrfach verklagen, ich bin gespannt wann er seine Seite schließen und Scha­dens­er­satz blechen muss.
    Neues Buch: »Vom Doktor in die Privat­in­sol­venz – Wie ich es geschafft habe mir zahllose Feinde zu machen und meine Existenz mit Straf­taten zu ruinieren. Die Schritt für Schritt Anleitung + Aufbau speku­la­tiver Theorien für angehende Hater und Vollversager«

    • Liebe Marianna, vielen Dank für Deinen Kommentar. Etwaige Recht­schreib­fehler und schiefe Formu­lie­rungen in meinen eigenen Büchern tun hier doch überhaupt nichts zur Sache. Und dass ich meine Konkur­renten schlecht­ma­chen würde, ist glatt gelogen. Einige meiner direkten »Konkur­renten« stehen sogar auf meiner Top100-Bücher­liste, die ich den rund 30.000 monat­li­chen Lesern dieser Webseite ans Herz lege. Im Gegensatz zu den von mir kriti­sierten Fake-Experten geht es mir nämlich nicht darum, mich auf Kosten Anderer zu berei­chern, sondern möglichst viel Mehrwert zu liefern. Viele Grüße, Jan

  • Tom sagt:

    Ich muss schmun­zeln, ich lese gerade den Artikel zu Ende und sehe wie er am Ende von Rache­ak­tionen berichtet. Dass er nicht auf die Idee kommt, dass es echte Leser sein könnten die hier Kommen­tare verfassen und auch andere als nur positive von ihm gekaufte Rezen­sionen und gekaufte Nützlich Klicks bei Amazon erscheinen

    • Lieber Tom, wenn Du behaup­test, dass ich Rezen­sionen und nützlich Klicks gekauft habe, solltest Du das beweisen können, sonst handelt es sich um eine Verleum­dung und damit eine Straftat. Fakt ist: Alle positiven Rezen­sionen zu allen meinen Büchern sind echt :)

  • Thomas W. sagt:

    So verzwei­felt der Artikel auch klingen mag, dass Herr Höpker sich anschei­nend in einem großen Markt nicht durch­setzen kann und seinen Frust an der Konkur­renz mit haltlosen Anschul­di­gungen Luft macht, so schein­heilig ist er zugleich. Guckt man sich die 3 Gratis Ebooks an, die man beim Eintragen der Mail erhalten soll, sind diese als dicke Hardcover Bücher mit Anschein von mehreren hundert Seiten darge­stellt. Es handelt sich aber um Ebooks mit wenigen Seiten und Inhalt, aber er selbst wirft seinen Mitbe­wer­bern vor, sie täuschen angeblich absicht­lich mit einem 3D Mockup, wobei ein 3D Bild noch lange nicht das finale Produkt darstellen muss.
    Von den eigenen Fake Rezen­sionen auf seinem Buch »Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion« ganz zu schweigen...

    • Lieber Thomas, vielen Dank für Deinen Kommentar und das Feedback. Was die 3D-Mockups angeht: Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Wer nach gedruckten Büchern auf Amazon sucht, erwartet eine bestimmte Mindest­an­zahl an Seiten – einfach weil die aller­meisten gedruckten Bücher deutlich über 100 Seiten haben. Wer sich hingegen für einen kosten­losen E‑Mail-News­letter einträgt, erwartet nicht, dass er als Will­kom­mens­ge­schenk drei dicke gedruckte Bücher kostenlos zuge­schickt bekommt. Der sprin­gende Punkt ist: Bei kosten­losen digitalen Freebies sind 3D-Mockups gängige Praxis – bei gedruckten Büchern, die verkauft werden, ist es hingegen keine gängige Praxis. Außerdem: Wenn du meinen Artikel gelesen und verstanden hättest, dann wüsstest Du, dass ich 3D-Mockups nicht per se verteufel – ich habe sie lediglich als eines von insgesamt sieben typischen Merkmalen (Indizien) der Schrott­bü­cher von Fake-Experten ins Spiel gebracht. Wie du siehst: Der einzige, der sich hier mit haltlosen Anschul­di­gungen Luft zu machen versucht, bist Du! Lass uns doch mal über Dich reden: Warum sind die Praktiken, die ich in meinem Artikel ange­pran­gert habe, für Dich akzep­tabel? Bist du wirklich der Meinung, dass diese Praktiken Menschen dabei helfen, eine gute Kauf­ent­schei­dung zu treffen? Ich bin gespannt auf Deine Antwort. Wer bist Du überhaupt? Welche Bücher sind von Dir? Gib Dich doch mal zu erkennen! Viele Grüße, Jan

      P.S.: Die Rezen­sionen zu meinem Buch Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion sind nicht Fake. Siehe dazu meine Antwort auf den Kommentar von Peter etwas weiter unten.

  • Miriam sagt:

    Scho­ckie­rend wie sich ein Doktor sich so negativ und verleum­dend über Mitbe­werber auslassen kann. Da scheint einer sehr neidisch zu sein. Die Bücher von Jan Höpker sind auch nichts beson­deres, ich habe mal rein­ge­stö­bert und sie zum Glück nur ausge­liehen. In jedem Youtube Video findet man dieselben Infos, aber dafür nicht von solchen pein­li­chen Menschen. Dass er dafür noch sein Gesicht hinhält ist zu bewundern

    • Liebe Miriam, vielen Dank für Deinen Kommentar und das Feedback. Wenn Du mich schon der Verleum­dung bezich­tigst, dann solltest Du viel­leicht etwas konkreter werden und spezi­fi­zieren, an welcher Stelle im Artikel ich welche Person verleumdet haben soll. Wenn Du das nämlich nicht tust (und/oder kannst), dann bist Du hier diejenige, die mich verleumdet. Also: Wer wird von mir verleumdet? An welcher Stelle im Artikel passiert das? Ich bin gespannt auf Deine Antwort. Viele Grüße, Jan

  • Peter sagt:

    Jan Höpker, du bist echt ein trauriges Geschöpf. Reißt mit deinen Büchern gar nichts, wurden alle von Konkur­renten über­nommen, da diese augen­schein­lich zigfach besser sind als deine »Schrott­bü­cher«.
    Über Review­meta kommt auch Großteils Fake auf dein Buch raus.
    Versteckst dich hinter dem Rezen­sen­ten­namen »Kunde« und bewertest alle Bücher schlecht die besser laufen als deine 3 Absturz­bü­cher. Schon weit über 30 Jahre alt, aber nichts gerissen, Loser-Mindset eines chole­ri­schen Kindes. Macht sich mehr Arbeit andere Menschen schlecht zu machen, als selbst an sich zu arbeiten. Deine Familie muss stolz auf dich sein, armselig ;)
    Der Artikel ist so rechts­widrig, das schreit nach einer dicken Abmahnung, die du bald erhalten wirst.

    • Lieber Peter, vielen Dank für Deinen Kommentar und das Feedback. Daran, dass Review­Meta auch bei meinen Büchern frag­wür­dige Rezen­sionen erkennt, sieht man, dass Review­Meta – zumindest bei Büchern – einfach nicht gut funk­tio­niert … weil es über­emp­find­lich ist. Das ist bekannt und steht auch in dem Disc­laimer, der einem gezeigt wird, wenn man Review­Meta benutzt. Wenn es so einfach wäre, mit einer Software einen akkuraten Schnitt genau zwischen den echten und den unechten Rezen­sionen zu machen, dann würde Amazon diese Methode doch schon längst selbst anwenden. So einfach ist es halt nicht. Und nur zur Erklärung: Mein Buch Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion war in den letzten drei Jahren zweimal für je drei Monate im Prime-Reading-Programm und wurde in dieser Zeit auf ganz natür­liche Weise häufiger herun­ter­ge­laden, gelesen und rezen­siert. Diese zeit­li­chen Anhäu­fungen von Rezen­sionen findet die Software frag­würdig, weil sie vom Prime-Reading-Programm nichts weiß. Viele Grüße, Jan

  • Danke für diesen ausführ­li­chen Artikel. Auch mir war es nicht klar, dass es so einen großen Fake Markt gibt. Ich bin schon des Öfteren bei AMAZON über seltsame KINDLE Books gestol­pert und habe sie in der Regel nie gekauft, weil ich kein Geld (und wenn es noch so billig ist) für »Bücher« mit weniger als 100 Seiten ausgeben will. In meinem Fach­ge­biet (Ernäh­rungs­wis­sen­schaften) gibt es auch ohne diese gefakten Bücher so viel Unsinn, dass ich IMMER die Autoren erst mal google. Dann erledigt sich vieles von selbst. Aber jetzt bin ich wohl noch vorsichtiger....

    • Hallo Frau Dr. Franz. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Zumindest bei Themen, über die man locker Hunderte Seiten schreiben könnte, machen Bücher mit weniger als 100 Seiten für mich auch überhaupt keinen Sinn. Da drängt sich doch sofort die Frage auf, warum der Autor so vieles wegge­lassen hat. Bei meiner Recherche musste auch ich fest­stellen, dass sich im Bereich Ernährung schon ganz besonders viel Schrott auf Amazon ange­sam­melt hat. Inter­es­san­ter­weise findet man dort weniger Einzel­ex­perten, sondern vermehrt Exper­ten­teams. Diese nennen sich zum Beispiel „Vital Experts“ oder „Superior Lifestyle Experts“ und laut Autoren­be­schrei­bung soll es sich um Grup­pie­rungen mehrerer Fachleute handeln, die zu Ernäh­rungs- und Gesund­heits­themen schreiben. Sehr dubios! Viele Grüße, Jan

      (Weitere frag­wür­dige Experten-Teams, die ich auf die Schnelle gefunden habe: Health Alpen Experts, Biohacking Academy, Health­care Institute, Heilkunde Akademie, S.A. Health Institute, Health Friends, Nature Health Factory, Korpus Experts, Psycho­logy Experts, Health­care Experts, Nerve Experts, Alternate Health.)

  • Hallo Jan,
    danke für die ausführ­liche Analyse – das Problem war mir in diesem Umfang nicht bewusst.
    Ein wichtiger Artikel – hier sollte wirklich intensiv Aufklä­rung betrieben werden. Amazon-Käufer müssen wissen, was da auf dem Buchmarkt los ist! Duch die Fake-Flut werden seriöse Autoren immer mehr unter­gehen – und ich befürchte, dass wir erst am Anfang sind. Das Problem wird noch stark wachsen. Schaden nehmen alle – seriöse Autoren, hilfe­su­chende Leser, der Buchmarkt ingesamt. Aber jedes Problem bietet auch eine Chance – in diesem Fall viel­leicht für den statio­nären Buch­handel, sich durch seine Bera­tungs­kom­pe­tenz wieder zu stärken.
    Liebe Grüße
    Lena

    • Hallo Lena, vielen Dank für Deinen Kommentar und Deine Unter­stüt­zung. Ich fürchte auch, dass da noch sehr viel mehr Schrott auf uns zukommen könnte. Bisher hatte ich das Problem auf Amazon noch nicht als Chance für den statio­nären Buch­handel erkannt, aber was Du sagst, macht Sinn. Liebe Grüße, Jan

  • Das Bild hat den Unter­titel »Ratgeber-Sektion im Kindle Store« und zeigt ebendiese :-)

    Viele Grüße
    Johannes Haupt

    • Ich war etwas verwirrt, weil ich dachte, dass es eine Art Beweis­foto ist, das zu dem Text gehört, der links von dem Bild steht. Dort heißt es: »Die Top-Posi­tionen in der Ratgeber-Ecke des Kindle Store sind fest in der Hand von Fake-Konstrukten.« Da hatte ich erwartet, auf dem Bild zumindest einige Fake-Ratgeber zu sehen. Wie auch immer, Ihr Artikel ist sehr gut und wichtig. Danke für die gute Arbeit und viele Grüße, Jan

  • Marit Alke sagt:

    Hallo Jan,

    Danke für die Recher­chen und den guten und wichtigen Artikel!
    In der Nische Geld-verdienen-im-Internet tummeln sich einfach zu viele unseriöse Geschäftemacher... :(
    Wichtig finde ich noch den Hinweis, dass man Kindle-Ebooks bei Nicht­ge­fallen eine Woche nach Kauf zurück­geben kann. Das habe ich jeden­falls bereits ein paar Mal gemacht, wenn ich das Gefühl hatte, das Buch ist ein Wind­beutel oder es ist zuviel Eigen­wer­bung drin.

    Das weiß kaum jemand – ist aber immerhin etwas, das man als geprellter Leser machen kann.

    Herzliche Grüße
    Marit

  • Miri D sagt:

    Hallo Jan,

    du kannst den Namen Kristin Berger-Löwen­stein noch hinzu­fügen. Habe es getestet. Oder mit anderen Worten: Ich bin drauf rein­ge­fallen ... Das Buch passt so gut in deine Analyse.

    Ich habe gerade eine schlechte (und veri­fi­zierte!) Bewertung hinter­lassen und das Buch zurück­ge­geben. Danke für den inter­es­santen Artikel.

    • Hallo Miri, vielen Dank für Deine Unter­stüt­zung und dass Du einen weiteren Kandi­daten iden­ti­fi­ziert hast. Ich hatte tatsäch­lich mal daran gedacht, hier eine Art „schwarze Liste“ mit allen Fake-Experten anzulegen, habe mich jedoch dagegen entschieden. Zum einen glaube ich, dass den Lesern sehr viel mehr geholfen ist, wenn sie lernen, die Fake-Experten und deren Schrott­bü­cher selbst zu iden­ti­fi­zieren. Mein Ziel mit diesem Artikel ist, möglichst viele Leser auf das Problem der Fake-Experten hinzu­weisen – gelöst werden kann das Problem aber nur von Amazon. Ein noch wich­ti­geres Gegen­ar­gu­ment habe ich schon in meiner Antwort auf den Kommentar von Barbara genannt: Da diese Leute sowohl ihre Profile als auch ihre Bücher jederzeit aktua­li­sieren können, müsste ich alle Beschul­digten regel­mäßig über­prüfen, um niemanden zu Unrecht zu beschul­digen. Viele Grüße, Jan

  • Barbara sagt:

    Hallo Jan,

    nachdem ich gerade meinen Kommentar verfasst habe, habe ich auf die von Dir verlinkten Seiten geschaut (viel­leicht sollte ich das in Zukunft vorher machen) und mir ist aufge­fallen, dass auf dem Screen­shot des Kindle-Stores auf der von Dir verlinkten Seite von gesundfit​.de (https://​www​.gesundfit​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​d​a​s​-​g​e​f​a​e​h​r​l​i​c​h​e​-​g​e​s​c​h​a​e​f​t​-​m​i​t​-​f​a​k​e​-​r​a​t​g​e​b​e​r​n​-​b​e​i​-​a​m​a​z​o​n​-​4​1​7​0​/​?​f​b​c​l​i​d​=​I​w​A​R​2​a​K​s​L​G​l​T​L​K​H​c​g​Y​Z​H​P​j​y​S​A​j​e​G​9​k​f​G​t​O​7​R​a​k​K​g​e​5​G​-​X​2​C​p​c​6​a​b​p​5​z​L​d49bA) unter der Über­schrift »Kindle Store in fester Hand der Fake-Ratgeber« auch Dein Buch »Erfolg durch Fokus und Konzen­tra­tion« ist... Ich hoffe, dass dadurch nicht der Eindruck entsteht, das sei ebenfalls ein Fake-Ratgeber?

    Viele Grüße
    Barbara

    • Hallo Barbara, Ja, der anschei­nend etwas unglück­lich gewählte Screen­shot in dem von mir verlinkten Artikel zeigt unter anderem auch das Cover meines Buches »Erfolg durch Fokus & Konzen­tra­tion«. Soweit ich das bei der geringen Auflösung erkennen kann, stammt kein einziges der 17 Bücher auf dem Screen­shot von einem Fake-Experten. Es scheinen einfach die »non-ficton« Best­seller auf Amazon zu sein. Was der Autor des Artikels mit dem Screen­shot zeigen will, verstehe ich nicht. Danke für den Hinweis und viele Grüße, Jan

  • Barbara sagt:

    Hallo Jan,

    von dem Problem habe ich noch überhaupt nichts gehört, danke für den Hinweis! Vor allem für alle wirk­li­chen Autoren, die sich extrem intensiv in ein Thema einar­beiten, muss das einen wahn­sin­nigen Verlust darstellen.
    Ich bin ohnehin sehr vorsichtig, was ich kaufe, und hätte ein solches Buch vermut­lich sofort retour­niert... Insofern scheint mir der Schaden für die Käufer zumindest begrenzbar, im Gegensatz zu dem derer, die sich für ihre Bücher wirklich Mühe geben.
    Würde es viel­leicht Sinn machen, hier mal eine Seite/einen Eintrag mit einer Auflis­tung aller vermut­li­chen Fake-Autoren und Schrott­bü­cher zu machen, damit man einen entspre­chenden Eintrag zumindest dann findet, wenn man sich die Mühe macht, nach dem Titel/dem Autor zu googlen?

    Viele Grüße und danke für Deine Mühe und dass Du Deine Erkennt­nisse mit uns teilst!
    Barbara

    • Hallo Barbara, vielen Dank für Deinen Kommentar und Deine Unter­stüt­zung. Bei der von Dir vorge­schla­genen Liste mit allen Fake-Experten und Schrott­bü­chern steckt der Teufel leider im Detail. Um weiterhin gut schlafen zu können, müsste ich mir zu 100 Prozent sicher sein, dass kein Buch zu Unrecht auf die Liste gelangt. Und zwar nicht nur zum Zeitpunkt der Erstel­lung der Liste, sondern an jedem einzelnen Tag, an dem die Liste online ist. Theo­re­tisch könnten die Fake-Experten ja jederzeit ihre Profile und Bücher aktua­li­sieren. Kurz, Dein Grund­ge­danke ist schon gut, aber für mich ist das Projekt leider nicht umsetzbar. Viele Grüße, Jan

  • Hallo Jan,
    das ist wirklich eine krasse Sache, die mir vor dem Lesen so gar nicht bewusst war.
    Mir, als Autor von bislang zwei Ratgeber-Büchern, die zum Teil auch über Amazon vermarktet werden, brennt das natürlich im Herzen. Ich will Menschen mit meinen Inhalten wirklich helfen und ich erreiche (auch durch solche Anbieter) deutlich weniger, als ich könnte.
    Bei allen Vorteilen, die FBA und KDP einem auch bieten, eröffnen sich dadurch natürlich auch immer Potential für Betrug. Das Ausmaß war mir jedoch wahrlich nicht ansatz­weise bewusst.
    Viele Grüße
    Jahn

    • Hallo Jahn, vielen Dank für Deine Unter­stüt­zung. Ja, es sollte im Interesse von uns allen sein, dass sich die Bücher der ehrlichen Autoren, die viel Liebe, Energie und Wissen in ihre Bücher stecken, wieder häufiger verkaufen als der zusam­men­ko­pierte Mist der Billigg­host­writer. Genau dafür müssen wir uns einsetzen. Meiner Beob­ach­tung nach machen viele ehrliche Autoren aller­dings den Fehler, zu glauben, dass sich ihre Bücher von alleine verkaufen, nachdem sie den „Veröffentlichen“-Button gedrückt haben. Dass sich die Schrot­trat­geber gut verkaufen, liegt schon auch daran, dass die guten, echten Ratgeber nicht gut präsen­tiert und beworben werden. Marketing ist richtig und wichtig, nur darf man seinen mora­li­schen Kompass dabei eben nicht ausschalten. Viele Grüße, Jan

  • Gerd sagt:

    Das war mir noch nicht bekannt, vielen Dank für den Artikel. Es ist ja wirklich unglaub­lich, dass die Gauner es heut­zu­tage überall versuchen, einen über den Tisch zu ziehen.
    Fake-Bücher, Fake-Shops, Fake-News, Deep-Fakes, Trolle, Hass, Spin-Doktoren, Filter­bub­bles„„ wenn wir dem nicht Herr werden, schafft sich das web selbst ab.

    • Jan Höpker sagt:

      Lieber Gerd, vielen Dank für Deine Unter­stüt­zung. Gauner gibt es leider überall. Ich habe die Vermutung, dass sich viele dieser Leute, im Gegensatz zu echten Gaunern, nicht bewusst sind, dass das, was sie da tun, nicht in Ordnung ist. Der mora­li­sche Kompass scheint bei vielen dieser Leute einfach noch nicht voll entwi­ckelt zu sein. Ich habe von mindes­tens zwei Fällen gehört, in denen E‑Book-Unter­nehmer erst nach einer ganzen Weile gemerkt haben, dass es kein seriöses Geschäft ist, das sie da betreiben. Viele Grüße, Jan

  • Hallo Jan,

    Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich war auch auf Gregori Kalinski aufmerksam geworden, weil ich lernen wollte Bücher zu schreiben.
    Genau aus den Gründen die Du beschrieben hast, habe ich das Thema nicht weiter verfolgt. Was soll ein Ghost­writer zu dem Preis schon für ein Wissen haben?
    Ich habe nun alleine mein Buch geschrieben. Es hat 1,5 Jahre gedauert. Ich habe 4‑stellige Inves­ti­tionen gehabt, bin aber unglaub­lich stolz auf das was ich produ­ziert habe. Die Rezen­sionen (bisher eine Rezension) kommen hoffent­lich nach und nach und das ist für mich voll­kommen in Ordnung.
    Der Verdienst pro Buch ist bescheiden weil das nicht mein primäres Ziel ist.
    Ich bin sehr dankbar für deinen Artikel, weil es andere solide arbei­tende Autoren tatsäch­lich in Verruf bringen können.
    Ich hoffe diesen Machen­schaften wird bald ein Ende gesetzt.

    Herzliche Grüße Hendrik

    • Lieber Hendrik, vielen lieben Dank für Deine Unter­stüt­zung und herz­li­chen Glück­wunsch zu Deinem ehrlichen Buch, auf das Du stolz sein kannst. Wenn Dein Buch wirklich gut ist, was ich annehme, dann werden die Rezen­sionen mit der Zeit schon kommen. Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir und Deinem Buch alles Gute! Viele Grüße, Jan

  • Larissa sagt:

    Hallo!
    Danke für deinen inter­es­santen Artikel. Übrigens unter­stützt du mit Links zu 30taus*nd in anderen Artikeln einen Art*r Neum*nn, der genau dieses Ghost­wri­ting anbietet.
    LG, Larissa

    • Hallo Larissa, vielen Dank für deine Unter­stüt­zung. Was du sagst, ist mir neu. Soweit ich infor­miert war, lässt Herr Neumann seine Ghost­writer Bücher für echte Personen schreiben, die sich Autor nennen wollen, aber keine Zeit haben, selbst zu schreiben. Inwieweit das (moralisch) verwerf­lich ist, müsste man separat disku­tieren. In diesem Artikel ging es mir um Fake-Experten, die mit allem drum und dran völlig frei erfunden sind. Im Übrigen habe ich an keiner Stelle Neumanns Ghost­wri­ting-Service unter­stützt, sondern bloß einzelne Fach­ar­tikel verlinkt, die Herr Neumann im Rahmen eines ganz anderen Projekts geschrieben hat. Ich werde mir die Sache trotzdem noch einmal genauer anschauen und danke Dir für den Hinweis. Liebe Grüße, Jan

    • Hallo Michael, vielen Dank für Deine Unter­stüt­zung und den Hinweis auf den Artikel von Edubily. Wie dieser sehr schön zeigt, zieht sich das Problem mit den Fake-Bewer­tungen durch das komplette Sortiment. Viele Grüße, Jan

  • Michael sagt:

    Grigori Kalinski ist ein Dampfpauderer.
    Hatte aus Interesse mal sein Webinar ange­schaut und anschlie­ßend eine »Coaching Session« durch­ge­macht, die nur darin bestand mich mithilfe von billigsten Marketing Tricks dazu zu bringen sein »Programm« für wohl­ge­merkt 5000 (!) Euro zu kaufen. Musste mir das Lachen echt verkneifen

  • Dirk Bitter sagt:

    Lieber Jan,
    da hast Du aber ein gewal­tiges Wespen­nest angestochen!
    Ich werde den Artikel in meinem Unter­richt bespre­chen und weiterverbreiten.
    Darüber­hinaus erhalten ihn meine Buch­händler, das sind kleine Geschäfte in den Innen­städten. Ich kaufe nirgends sonst Bücher. Die werden das sicher auslegen.
    Vielen Dank – AMAZON geht mir schon lange auf den Keks, siehe »Schnauze – Alexa«!
    Liebe Grüße
    Dirk

    • Lieber Dirk, vielen lieben Dank für Deine Unter­stüt­zung. In echten Buchläden kann man das Problem zumindest insofern umgehen, als dass man die Bücher vor dem Kauf in die Hand nehmen kann. Als Autor, der selbst auf Amazon veröf­fent­licht, muss ich Amazon aber auch ein Stück weit in Schutz nehmen: Vieles ist dort sehr gut gelöst! Das Problem mit den Fake-Experten muss aber dringend behoben werden. Da Amazon so sehr auf die lang­fris­tige Kunden­er­fah­rung setzt, sollte das auch in deren eigenem Interesse sein. Liebe Grüße auch an Deine Schüler, Jan

      • Michaela sagt:

        Hallo Herr Höpker, ich habe versucht ihnen eine Email zu schreiben. Leider konnte diese nicht zuge­stellt werden.

      • Jan Höpker sagt:

        Hallo Michaela, da scheint es aktuell ein tech­ni­sches Problem zu geben. Schicken Sie ihre Mail an habitgym​.de ‘at’ gmail​.com, das sollte funktionieren.

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