Selbst­be­stimmtes Lernen – 4 Regeln für ein neues Zeitalter

Zuletzt aktua­li­siert am 19. April 2020 von Dr. Jan Höpker.

Wer selbst­be­stimmt lernt, wird im Leben mehr Erfolg haben als dieje­nigen, die Bestnoten hinter­her­laufen. Doch wie gelingt das selbst­be­stimmte Lernen?

Titelbild Regeln für selbstbestimmtes Lernen

Der von der Mensch­heit produ­zierte Berg an nütz­li­chem und unnützem Wissen wächst immer schneller an. Doch nicht nur neues Wissen, sondern auch altes Wissen, das bis vor kurzem irrele­vant schien, ist zu einer Notwen­dig­keit geworden. Bis vor kurzem brauchte man kein Exper­ten­wissen zu Themen wie zum Beispiel Stress, Schlaf und Ernährung, einfach weil die Wahr­schein­lich­keit hoch war, dass man sich auto­ma­tisch richtig verhalten hat. Diese Zeiten sind vorbei.

Das Wirt­schafts­system übt immer mehr Druck auf die Unwis­senden aus. Es gibt zunehmend mehr Möglich­keiten, sich falsch zu verhalten. Wer sich heute nur nach Lust und Laune verhält, wird mit hoher Wahr­schein­lich­keit folgen­schwere Fehler machen und in einen Teufels­kreis geraten.

Auf die Schule sollte man sich nicht verlassen, denn schon aus zeit­li­chen Gründen wird das aller­meiste relevante Wissen niemals in der Schule unter­richtet werden können. Rele­vantes Wissen zu erkennen und es sich selbst anzu­eignen, wird daher immer wichtiger werden. Wir befinden uns an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter – dem Zeitalter des selbst­be­stimmten lebens­langen Lernens.

In den folgenden Abschnitten werden einige Denk­weisen (Mindsets) vorge­stellt, die das selbst­be­stimmte lebens­lange Lernen begüns­tigen. Es handelt sich um einen Auszug aus meinem Buch Erfolg durch selbst­be­stimmtes Lernen.

#1 – Pfeife auf Noten, aber nicht auf Feedback

Es lohnt sich nicht, Bestnoten hinter­her­zu­laufen, nur um das eigene Ego zu strei­cheln, denn im echten Leben geht es nicht um Noten, sondern um ganz andere Dinge. Selbst­ver­ständ­lich gibt es Ort, die uns ohne Bestnoten verwehrt bleiben, aber sehr wahr­schein­lich sind das Orte, von denen wir uns ohnehin fern­halten wollen, sobald wir einmal verstanden haben, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Und außerdem:

Prado­xer­weise könnte derjenige, der die Bestnote nicht zu seinem Primärziel macht, gerade deswegen viel eher in den Genuss der Bestnote kommen.

Aus diesen Gründen sollten wir auf Noten pfeifen:

1.) Noten sind ein Machtinstrument

Wer anderen die Macht über sich gibt, muss mit Nach­teilen und Einbußen rechnen. Am stärksten leiden dieje­nigen Fähig­keiten, auf die es im Leben immer mehr ankommt: Krea­ti­vität, intrinsi­sche Moti­va­tion und eigen­stän­diges Denken und Handeln.

2.) Noten messen das falsche

Noten messen nicht (nur) die in Zukunft zu erwar­tende Kompetenz des Geprüften, sondern (auch) dessen Prüfungs­leis­tung und wie sympa­thisch er dem Prüfer ist. Und ein Teil der ohnehin nur schwachen Vorher­sa­ge­kraft von Noten und anderen Bewer­tungen kommt außerdem dadurch zustande, dass Bewer­tungen zu einer selbst­er­fül­lenden Prophe­zeiung werden.

3.) Noten lenken vom Wesent­li­chen ab

Wer großen Wert auf gute Noten legt, kann gar nicht anders, als seine Lern­stra­tegie auf gute Noten hin zu opti­mieren. In einer perfekten Welt, in der nicht für Noten, sondern für die zukünf­tige Kompetenz gelernt würde, müssten die Schüler eine völlig andere Lern­stra­tegie entwi­ckeln. Noten verhin­dern, dass sie das tun. Begriffe wie Buli­mie­lernen und Lern­ma­ra­thon würde es in einer perfekten Welt nicht geben.

Verhalten braucht keine Bewertung, sondern Feedback!

Zu lernen bedeutet, ein auf ein bestimmtes Ziel ausge­rich­tetes Verhalten anzu­passen, sodass das Ziel in Zukunft besser erreicht wird. Unser Verhalten wird von unserem Nerven­system produ­ziert, und dieses Nerven­system ist von Natur aus dazu in der Lage zu lernen. Die Voraus­set­zung ist Feedback.

Warum Feedback Noten überlegen ist

Nehmen wir einmal an, dass ich mit verbun­denen Augen auf dem Basket­ball­feld stehe und von einer fixen Position aus immer wieder auf den Korb werfe. Mein Trainer teilt mir nach jedem Wurf mit, ob ich getroffen habe und wie ich meinen Wurf korri­gieren sollte. Zum Beispiel so:

»Etwas weiter werfen und etwas mehr nach links.«

Wurf – Feedback – Wurf – Feedback, und so weiter. Mit der Zeit wird meine Tref­fer­quote sehr wahr­schein­lich steigen.

Doch was würde passieren, wenn ich anstelle des sofor­tigen Feedbacks nach 10 Würfen eine zusam­men­fas­sende Bewertung erhalten würde?

»3 Treffer!«

Obwohl ich nun wüsste wie hoch meine Tref­fer­quote war, könnte ich mich sehr wahr­schein­lich nicht verbes­sern. Die Bewertung ist zu ungenau und sie kommt zum falschen Zeitpunkt – mein Nerven­system kann nichts mit ihr anfangen.

Feedback sollte unmit­telbar nach dem vom Nerven­system produ­zierten Verhalten erfolgen. Dann sollte das Verhalten erneut produ­ziert werden und es sollte erneut Feedback geben. Und immer so weiter. Vera Birken­bihl sprach vom soge­nannten Ball-im-Tor-Effekt. Nur so ist schnelles Lernen möglich.

Buchtipp für Studenten und Schüler ab 16 Jahren:

#2 – Verständnis schlägt Information

»Wir können doch von fast überall aus schnell auf das Internet zugreifen. Warum müssen wir da überhaupt noch Wissen im eigenen Kopf haben?«

Diese Frage wird häufig gestellt. Und sie ist ernst gemeint.

Die Sache ist: Zwar können wir jederzeit nach Infor­ma­tionen googeln, aber ohne Hinter­grund­wissen können wir die meisten Infor­ma­tionen weder einordnen noch bewerten. Wir können sie nicht verstehen. Wer ohne jegliches Verständnis zum Beispiel nach ’schnell abnehmen’ googelt und auf das neueste Präparat aus den Laboren der Nahrungs­er­gän­zungs­mit­tel­mafia stößt, wird nicht beur­teilen können, ob dieses nun gut oder schlecht für ihn ist.

In einer Welt, in der Industrie und Wirt­schaft ganz genau wissen, welche Bedürf­nisse die Menschen haben, und wie man sie zum Kauf animiert, braucht man mehr als nur Infor­ma­tionen. Was man zusätz­lich braucht, ist Verständnis.

Verständnis ist Infor­ma­tion höherer Ordnung

Verständnis ist der Blick aus der Vogel­per­spek­tive. Verständnis ist Infor­ma­tion über Infor­ma­tionen. Im Folgenden werde ich den Begriff Meta-Wissen verwenden. Um die Infor­ma­tionen aus dem Internet einordnen und bewerten zu können, muss ich wissen, wer Infor­ma­tionen im Internet veröf­fent­licht und warum er das tut. Darüber hinaus wäre es hilfreich, über mich selbst und meine Bedürf­nisse Bescheid zu wissen.

Meta-Wissen kann scheinbar kompli­zierte Ange­le­gen­heiten erstaun­lich einfach machen, weil der Blick auto­ma­tisch in die richtige Richtung geht und den entschei­denden Punkt fokus­siert. Je klarer ich meine Situation aus der Vogel­per­spek­tive sehe, umso besser verstehe ich sie und umso wahr­schein­li­cher kann ich eine Entschei­dung zu meinen Gunsten treffen.

So nützlich ist Verständnis (ein konkretes Beispiel)

Das Telefon klingelt. Ein freund­li­cher Herr mit dem sonder­baren Namen Liebe teilt mir mit sanfter Stimme mit, dass ich für den Gewinn einer exklu­siven Luxus­reise im Wert von 3.000 Euro ausge­wählt wurde. Herz­li­chen Glück­wunsch! Norma­ler­weise würden jetzt Steuern anfallen, aber mit einem raffi­nierten Trick könne man diese umgehen. Ich müsse nur eine Zeit­schrift abon­nieren und Herr Liebe würde sich dann um den Rest kümmern. Es gebe nur einen einzigen Haken: Ich müsse mich sofort entscheiden, weil die Regierung gerade im Begriff sei, diese Lücke im Steu­er­ge­setz zu schließen.

Was soll ich tun?

Auf der Sachebene ist die Situation ganz schön verzwickt, denn an vielen Punkten stößt mein Wissen an Grenzen. Zum Beispiel kenne ich die Steu­er­ge­setze nicht gut genug, um beur­teilen zu können, ob die Sache mit dem Zeit­schrif­ten­abon­ne­ment stimmen kann. Mein Bauch­ge­fühl sagt mir, dass ich vorsichtig sein sollte, aber auf der anderen Seite weiß ich aus den Medien, dass inter­na­tio­nale Groß­kon­zerne wie zum Beispiel Apple und Amazon auf ähnlich dubiose Art und Weise Steuern sparen.

Wer die Entschei­dung auf dieser Ebene treffen muss, wird mit einiger Wahr­schein­lich­keit zu dem Schluss kommen, dass es sich lohnt, ein paar Euro zu riskieren, um die Chance auf 3.000 Euro nicht verstrei­chen zu lassen. Die Angst eine andere Entschei­dung später zu bereuen, ist viel zu groß.

Aus der Vogel­per­spek­tive gestaltet sich die ganze Ange­le­gen­heit sehr viel einfacher: Niemand, mit dem man nicht genetisch verwandt oder ähnlich stark verbunden ist, schenkt einem einfach so etwas Wert­volles, ohne daraus einen noch größeren Nutzen für sich selbst ziehen zu wollen. Worin besteht der Gewinn für die Gegenseite?

Außerdem hat der freund­liche Anrufer eine ganze Reihe verbrei­teter psycho­lo­gi­scher Verkauf­stricks ange­wendet. Es kann sich nur um einen versuchten Betrug handeln. Punkt. Guten Gewissens teile ich dem Anrufer mit, dass er sich seine Reise sonst wohin schieben kann. Meinem Blick aus der Vogel­per­spek­tive sei Dank konnte ich sehr wahr­schein­lich bares Geld und jede Menge Zeit und Nerven sparen.

Hätte ich das Zeit­schrif­ten­abon­ne­ment nämlich abge­schlossen, dann hätte die mafiöse Orga­ni­sa­tion des Typen, der sehr wahr­schein­lich gar nicht Liebe heißt, sondern diesen Namen nur wegen der positiven Asso­zia­tionen nutzt, die das Wort in meinem Gehirn aktiviert, meine Daten weiter­ver­kauft, und ich hätte in Zukunft mit weiteren Betrügern zu tun gehabt.

Wie können wir erreichen, dass unser Bewusst­sein nicht von dem in Aussicht gestellten Gewinn geblendet wird, sondern in die Vogel­per­spek­tive springt und den Betrug durch­schaut? Zwei Dinge sind wichtig:

  1. Das entspre­chende Meta-Wissen muss im Gehirn vorhanden sein
  2. und das Meta-Wissen muss mit den passenden Auslösern verknüpft sein, um im richtigen Moment aktiviert zu werden.

Kann Verständnis unter­richtet werden?

Nicht auf direktem Wege.

Es ist wie beim Erwerb der Mutter­sprache: Kinder lernen die gram­ma­ti­ka­li­schen Regeln ihrer Mutter­sprache selbst­ständig, indem sie aus den im Alltag gehörten Sätzen unbewusst die Regel­mä­ßig­keiten extra­hieren. Dieses unbe­wusste Lernen findet größ­ten­teils im Schlaf statt. Ein entspre­chender Algo­rithmus ist im Gehirn vorinstalliert.

Die gram­ma­ti­ka­li­schen Regeln auf direktem Wege zu unter­richten, würde nicht zum gleichen Ziel führen, denn in diesem Falle würden die Regeln vom Gehirn nicht in einer praxis­taug­li­chen Form abge­spei­chert werden.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Meta-Wissen (Verständnis) nicht in einem Schritt von außen ins Gehirn einge­bracht werden kann. Meta-Wissen wird erst vom Gehirn erzeugt. Und deswegen muss man eben doch viele Infor­ma­tionen im eigenen Kopf haben, auch wenn man sie theo­re­tisch jederzeit googeln könnte:

Die im Gedächtnis gespei­cherten Infor­ma­tionen sind der Stoff, aus dem das Gehirn selbst­ständig Verständnis macht.

Buchtipp für Studenten und Schüler ab 16 Jahren:

#3 – Toleriere tolerable Wissenslücken

Ein Menschen­leben ist viel zu kurz, um alles lernen zu können. Und mit dem von der Mensch­heit produ­zierten Berg an Wissen wachsen damit zwangs­läufig auch die Wissens­lü­cken der einzelnen Menschen.

Leider wurde uns in der Schule vermit­telt, dass Wissens­lü­cken schlecht sind und dass unser Nicht­wissen jederzeit bestraft werden kann. Wir haben uns daher angewöhnt, unsere Wissens­lü­cken und  Schwach­stellen vor uns selbst und anderen zu verste­cken. Es wäre aber besser, mit Wissens­lü­cken offen umzugehen.

#4  – Baue auf intrinsi­scher Motivation

Es gibt zwei grund­ver­schie­dene Arten der Moti­va­tion, die extrinsi­sche und die intrinsi­sche Moti­va­tion. Wer extrinsisch für eine bestimmte Handlung motiviert ist, führt diese Handlung aus, um sich eine Belohnung wie zum Beispiel Aner­ken­nung, Sicher­heit oder Geld zu verschaffen. Im Falle der intrinsi­schen Moti­va­tion gibt es keine solche Belohnung – die Handlung selbst ist die Belohnung. Das viel­leicht beste Beispiel für eine intrinsisch moti­vierte Handlung ist das Spielen.

Unsere Aufmerk­sam­keit folgt unserer intrinsi­schen Moti­va­tion. Auf Dinge, für die wir uns wirklich inter­es­sieren, konzen­trieren wir uns daher mühelos. Und bei Dingen, die uns kalt­lassen, müssen wir uns anstrengen, um bei der Sache zu bleiben.

Auf einem bestimmten Fach­ge­biet werden daher immer dieje­nigen Menschen führend sein, die intrinsisch motiviert sind. Wer sein Fach­ge­biet aus sekun­dären Gründen gewählt hat, zum Beispiel weil ihm ein gutes Gehalt oder Sicher­heit verspro­chen wurde, wird mit hoher Wahr­schein­lich­keit zweit­klassig bleiben.

Echtes Interesse macht den Unterschied

Der Globa­li­sie­rung, Auto­ma­ti­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung sei Dank hat jeder Mensch zumindest theo­re­tisch die Möglich­keit, sein Leben um seine wahren Inter­essen herum aufzubauen.

Man braucht nicht viel Phantasie, um sich auszu­malen, was passiert, wenn jemand, der für seine Arbeit brennt, gegen jemanden antritt, der nur Dienst nach Vorschrift macht. Jahrelang hatte die NASA eine Art Monopol auf Raumflüge. Ein Start des Space-Shuttles kostete rund eine halbe Milliarde US-Dollar. Dann trat das junge Raum­fahrt­un­ter­nehmen SpaceX auf den Plan und bot dieselbe Dienst­leis­tung für nur 60 Millionen US-Dollar an.

Was Elon Musk, den Gründer von SpaceX antrieb und bis heute antreibt, ist der Wunsch, die Mensch­heit zu einer multi­pla­ne­taren Spezies zu machen, um dadurch die Wahr­schein­lich­keit für ein baldiges Aussterben (zum Beispiel durch einen Meteo­ri­ten­ein­schlag) zu redu­zieren. Nur wer etwas wirklich will, sucht und findet neue Wege, um dieses Ziel zu erreichen. Die Zukunft gehört denen, die sich auf dieje­nigen Dinge konzen­trieren, die sie wirklich interessieren.

Dies war ein Auszug aus meinem Buch Erfolg durch selbst­be­stimmtes Lernen.

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Über Dr. Jan Höpker

Eines Tages bin ich aufge­wacht und habe fest­ge­stellt, dass ich über viele spannende Dinge nicht nur nichts wusste, sondern dass ich nicht einmal wusste, dass ich nichts wusste (trotz Studium und Promotion). Seitdem lese ich viele Bücher und mache mir Gedanken, die ich auf dieser Webseite veröf­fent­liche.

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  • Avatar Michael sagt:

    Ich kann dem Artikel nur zustimmen. Ich merke es immer wieder in der Uni, wie wertlos Noten eigent­lich sind. Viele Prüfungen sind reine Single Choice Klausuren, in denen oft stur irgend­welche sinnlosen Defi­ni­tionen abgefragt werden, die nicht das Verständnis, sondern das Auswen­dig­lernen prüfen, wovon letzteres mir eher schwer fällt. Ob beispiels­weise ein Gesetz in Paragraf 36 oder 37 steht ist voll­kommen irrele­vant. Ich bin aber jemand, der weiß wo er schauen müsste, um die Infor­ma­tion zu finden und bin allgemein recht schnell mit Google unterwegs – gibt kaum Antworten, die ich im Internet nicht finde und seien sie noch so komplex oder verstreut, deswegen halte ich vom Auswen­dig­lernen nicht viel. Ich habe bisher jede dieser Klausuren mit gesundem Menschen­ver­stand und <1 Tag lernen bestanden, aber was heißt das bitte für meinen Abschluss, wenn eigent­lich vorge­sehen ist, dass man Vorle­sungen besucht und das dort vermit­telte »Wissen« abgefragt werden soll und das oft noch unter Stress und Bedin­gungen, die künst­li­cher nicht sein könnten. Ein Lehrstuhl ging gar so weit uns den ganzen Fragen­ka­talog zur Verfügung zu stellen, der 1:1 so in der Klausur abgefragt wurde

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