Carol Dweck – Selbst­bild (eine Buch­zu­sam­men­fas­sung)

Selbstbild - Carol DweckDie Psycho­login Carol Dweck sagt, dass jeder Mensch eines von nur zwei Selbst­bil­dern hat.

Eines der beiden Selbst­bilder bringt uns im Leben weiter und das andere Selbst­bild bremst uns aus.

In diesem Artikel möchte ich die Kern­aus­sage ihres Buches Selbst­bild (*) vorstellen.

Selbst­bild von Carol Dweck

Selbstbild - Carol Dweck -Statisches und dynamisches SelbstbildDie US-Ameri­ka­ni­sche Psycho­lo­gie­pro­fes­sorin Carol Dweck hat eine wichtige Beob­ach­tung gemacht. Sie wurde von ihren Studenten davon überzeugt, ein Buch über diese Beob­ach­tung zu schreiben, so dass auch die Allge­mein­heit davon profi­tieren kann. So entstand ihr Buch Selbst­bild.

Dein Selbst­bild ist das Bild, welches du von dir selbst hast. Dein Selbst­bild ist aber nicht das gleiche wie deine Identität.

Dweck unter­scheidet nur zwei Selbst­bilder:

  • Das statische Selbst­bild
  • Das dyna­mi­sche Selbst­bild

Das statische Selbst­bild

Ein stati­sches Selbst­bild zu haben, bedeutet, zu glauben, dass man morgen noch exakt der gleiche Mensch sein wird, unab­hängig davon, was man heute tut.

Die Menschen mit denen man sich umgibt, die Dinge die man isst und trinkt, was man liest ... all das hat keinen Einfluss auf die eigene Person.

Das dyna­mi­sche Selbst­bild

Ein dyna­mi­sches Selbst­bild zu haben, heißt, zu wissen, dass man sich mit der Zeit verändern wird. Was wir heute tun, beein­flusst wer wir morgen sind.

Dieser Einfluss ist zwar nicht besonders groß, aber über einen längeren Zeitraum kann es zu einer deut­li­chen Verän­de­rung kommen (insbe­son­dere wenn man den Zinses­zins berück­sich­tigt). Die Verän­de­rung kann positiv oder negativ sein. Durch unser Tun haben wir unsere Entwick­lung selbst in der Hand.

Das gemischte Selbst­bild

In der Realität haben Menschen nicht zu 100 % das statische oder das dyna­mi­sche Selbst­bild. Es gibt Grau­stufen und es ist auch möglich, dass ein Mensch beide Selbst­bilder gleich­zeitig hat: Beispiels­weise kann man eine körper­liche Entwick­lung durch Sport für möglich halten, aber im Fall des Charak­ters davon ausgehen, dass man unver­än­der­lich ist.

Das dyna­mi­sche Selbst­bild entspricht natürlich der Realität. Alle Menschen verändern sich mit der Zeit. Ein stati­sches Selbst­bild ist nichts als ein limi­tie­render Glau­bens­satz.

Wie man zu einem dyna­mi­schen Selbst­bild kommt

Carol Dweck sagt, dass es nicht schwierig ist, von einem stati­schen Selbst­bild zu einem dyna­mi­schen Selbst­bild zu wechseln: Man muss nur wissen, dass es diese beiden Selbst­bilder gibt und welches das richtige ist.

Sofern du vor dem Lesen dieses Artikels ein stati­sches Selbst­bild hattest: Herz­li­chen Glück­wunsch! Du bist gerade gestorben und als dyna­mi­scher Mensch wieder­auf­er­standen!

Stören dich statische Selbst­bilder bei anderen Menschen? Lass ihnen diesen Artikel zukommen oder schenke ihnen das Buch.

Ich hoffe, dass ich dir klar machen konnte, dass dein Selbst­bild für deine Entwick­lung ähnlich wie die Tür eines Tresor funk­tio­niert: Nur mit dem richtigen Selbst­bild hast du Zugang zu seinem Inneren und was sich darin befinde soll, darfst du sogar selbst entscheiden.

Ich wünsche viel Erfolg!
Jan

Dr. Jan Höpker - Foto Autorenbox

Dr. Jan Höpker

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6 Antworten auf Carol Dweck – Selbst­bild (eine Buch­zu­sam­men­fas­sung)

  1. Frank sagt:

    Lieber Jan,
    Dyna­mi­sche oder Statische Selbst­bilder haben auch sehr viel damit zu tun, wie wir uns Selbst sehen. Unser Selbst­bild ist meiner Meinung nach über unsere Selbst­ak­zep­tanz oder Selbst­liebe beein­flusst.
    Die Selbst­liebe wird in unserer Gesell­schaft leider häufig mit Egoismus gleich gesetzt.
    In meinem Artikel http://​blog​.finde​-dich​-selbst​.net/​m​e​i​n​-​w​e​g​-​i​n​s​-​herz/ habe ich ein wenig ausführ­li­cher meine Meinung zu dem Thema darge­stellt.
    Liebe Grüße
    Frank

    • Jan sagt:

      Hallo Frank,

      Du hast recht. Menschen, die sich selbst lieben, werden in unserer Gesell­schaft gerne in die Egoismus- oder Narzismus-Schublade gesteckt. Unser System profi­tiert von selbst­losen Konsum­zom­bies leider mehr als von Menschen, die selbst denken und das System nicht füttern. Schon krass, dass im Grunde jede Scheidung, jeder Auto­un­fall und jede chro­ni­sche Krankheit die Wirt­schaft wachsen lässt und somit vom System «gewollt» ist.

      Viele Grüße,
      Jan

  2. Jonas sagt:

    Hallo Jan,

    würdest du das Buch denn zum Lesen empfehlen? Mir kommt es so vor, als wäre der Inhalt eher dürftig und trivial.

    Liebe Grüße
    Jonas

    PS: Ein zu dyna­mi­sches Selbst­bild kann natürlich auch nach Hinten losgehen. Ein wenig Bestän­dig­keit braucht selbst der flexi­belste Mensch.

    • Jan sagt:

      Hallo Jonas,

      wenn einem das Konzept mit den beiden Selbst­bil­dern klar ist, braucht man das Buch meiner Meinung nach nicht unbedingt zu lesen. Es schadet natürlich nicht, das Buch zu lesen, aber es gibt wich­ti­gere Bücher.

      Wie bei dieser Sorte von Büchern üblich, bringt die Autorin ein Beispiel nach dem anderen und beleuchtet das Konzept aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln. Klar wird das Thema dadurch auch etwas vertieft aber ich denke primär dient all das eher dazu, die Seiten des Buches zu füllen.

      Ein Punkt, den ich nicht ganz unwichtig finde ist die Erziehung. Man kann das Selbst­bild anderer Menschen (insbe­son­dere von Kindern) positiv beein­flussen, indem man grund­sätz­lich die Arbeit, Anstren­gung und Mühe lobt und nicht das Ergebnis davon. Anschei­nend ist es auch nicht so gut, die Intel­li­genz von Kindern zu loben.

      Viele Grüße
      Jan

  3. Jason sagt:

    Hey Jan,

    coole Metapher am Ende des Artikels.

    Es ist wirklich schade, wieviele Menschen mit stati­schem Selbst­bild ihre Poten­tiale hinter Aussagen wie
    «Das kann ich einfach nicht.» oder «So bin ich halt nicht und so werde ich auch nie werden» verste­cken.

    Ein großer Vorteil beim dyna­mi­schen Selbst­bild ist das Wissen, dass man sich auch ins Negative entwi­ckeln kann. Sobald man das weiß, kann man präventiv dagegen wirken. Mit aktiver Entwick­lung ins Positive.

    Gruß
    Jason

    • Jan sagt:

      Hallo Jason,

      da hast du absolut recht. Die Leute tun oft schäd­liche Dinge und denken sich «dann entwickel ich mich halt nicht – ich kann ja morgen noch anfangen». In Wirk­lich­keit entwi­ckeln sich diese Leute aber schon, nur eben in die falsche Richtung.

      Also viel­leicht gibt es noch eine Zwischen­stufe zwischen stati­schem und dyna­mi­schem Weltbild: Verän­de­rung nach oben: JA! Verändung nach unten: NEIN!

      Viele Grüße,
      Jan

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