11 beliebte Selbst­ma­nage­ment Metho­den einfach erklärt

Selbstmanagement und Zeitmanagement - MethodenWer beruf­lich und privat mehr als nur Mit­tel­mä­ßig­keit errei­chen möchte, kommt am Selbst­ma­nage­ment nicht vorbei.

Dieser Artikel stellt 11 bewährte Metho­den zum Selbst­ma­nage­ment vor, mit deren Hilfe du dein per­sön­li­ches und beruf­li­ches Schick­sal in die eigenen Hände nehmen kannst.

Aber sei gewarnt! Die Metho­den allein werden dich noch nicht zu einem erfolg­rei­chen Manager deiner selbst machen.

Ein erfolg­rei­ches Selbst­ma­nage­ment steht auf zwei Säulen: effek­tive Metho­den und Selbst­be­wusst­sein

Ein starkes Selbst­be­wusst­sein (im Sinne von „sich seiner selbst bewusst sein“) ent­wi­ckelt man, indem man Erfah­run­gen sammelt und reflek­tiert.

11 Selbst­ma­nage­ment Metho­den

#1 | Ziel­set­zung

Ohne ein Ziel macht Manage­ment keinen Sinn. Am Anfang steht also das Ziel. Es exis­tie­ren ver­schie­dene Metho­den der Ziel­set­zung.

Beson­ders beliebt sind die soge­nann­ten S.M.A.R.T. Ziele

S.M.A.R.T. ist eine Abkür­zung und steht für:

  • Spezi­fisch
  • Messbar
  • Erreich­bar (eng­lisch: „Accepted“)
  • Realis­tisch
  • Termi­niert

Das Ziel muss alle diese Kri­te­rien erfül­len. Diese Art der Ziel­set­zung wird gerne im Pro­jekt­ma­nage­ment ange­wen­det und dort macht sie auch sehr viel Sinn.

Für per­sön­li­che Ziele ist die S.M.A.R.T. Methode jedoch höchs­tens in einer leicht abge­wan­del­ten Form zu gebrau­chen. Mehr dazu in meinem Artikel über per­sön­li­che Ziele.


#2 | Die Prin­zi­pien von Ray Dalio

Es emp­fiehlt sich, nicht allzu viel zu theo­re­ti­sie­ren, sondern einfach die Metho­den von erfolg­rei­chen Prak­ti­kern zu über­neh­men und diese an die eigenen Bedürf­nisse anzu­pas­sen.

Eines der meiner Meinung nach besten Selbst­ma­nage­ment-Systeme stammt von Ray Dalio, einem US-ame­ri­ka­ni­schen Hedge­fonds-Manager und self-made Mul­ti­mil­li­ar­där.

Sein System beruht auf soge­nann­ten Prin­zi­pien, ein­fa­chen Regeln die sich – ver­ein­facht gespro­chen – mit den zehn Geboten aus der Bibel ver­glei­chen lassen.

In meinem Artikel über die Macht der Prin­zi­pien stelle ich die Methode im Detail vor.


#3 | Planung und Aus­füh­rung strikt trennen

Dies ist eines der für mich stärks­ten von ins­ge­samt über 200 Prin­zi­pien von Ray Dalio.

Die Planung und die Durch­füh­rung eines Plans sollten auch gedank­lich strikt von­ein­an­der getrennt werden

Beim Erstel­len des Plans sollte man sich noch nicht damit befas­sen, wie es später sein wird, ihn in die Tat umzu­set­zen.

Auf diese Weise ver­hin­dert man Selbst­be­trug.

Tipp: Sich bei der Erstel­lung des Plans vor­stel­len, dass dieser für eine andere Person bestimmt ist.


#4 | Die ALPEN-Methode

Das Erstel­len eines Plans kann Teil der soge­nann­ten ALPEN-Methode sein, die aus ins­ge­samt fünf Schrit­ten besteht:

  1. Aufgabe und Termine auf­schrei­ben
  2. Die Dauer abschät­zen bezie­hungs­weise fest­le­gen
  3. Puf­fer­zei­ten ein­pla­nen (In der Praxis braucht man etwa 50 % länger als gedacht)
  4. Ent­schei­dun­gen treffen
  5. Nach­kon­trolle

(Klicke hier um noch mehr über die ALPEN-Methode zu erfah­ren.)

Bevor man sich an die Planung und Durch­füh­rung des Plans macht, sollte man sich mit den Prio­ri­tä­ten aus­ein­an­der­set­zen.

Wer gut darin ist Prio­ri­tä­ten zu setzen, kann sehr viel Zeit sparen und dadurch auf lange Sicht deut­lich mehr errei­chen, als jemand, der nicht mit Prio­ri­tä­ten arbei­ten.


#5 | Das Pareto-Prinzip

Dass es so wichtig ist, Prio­ri­tä­ten zu setzen, kann mit dem Pareto-Prinzip erklärt werden, welches auch als 80/20-Regel bekannt ist.

Ver­ein­facht gespro­chen besagt das Pareto-Prinzip, dass sich 80 % der Resul­tate bereits mit 20 % des Auf­wan­des errei­chen lassen.

Leider wird das Pareto-Prinzip von vielen Leuten zu sehr ver­ein­facht und auf Situa­tio­nen ange­wen­det, wo es gar keine Gül­tig­keit hat.

Mehr über das Pareto-Prinzip und seine kor­rekte Anwen­dung erfährst du in meinem Artikel über das Pareto-Prinzip.

#6 | Das Eisen­hower Prinzip (Eisen­hower-Matrix)

Das Eisen­hower Prinzip beruht auf der Tat­sa­che, dass man bestimm­ten Auf­ga­ben die Attri­bute wichtig und drin­gend zuwei­sen kann.

Dadurch ergeben sich ins­ge­samt vier Klassen von Auf­ga­ben:

  1. Wichtig und drin­gend
  2. Wichtig aber nicht drin­gend
  3. Drin­gend aber nicht wichtig
  4. Nicht wichtig und auch nicht drin­gend

In dem sehr zu emp­feh­len­den Buch Die 7 Wege zur Effek­ti­vi­tät (*) erklärt Stephen Covey, dass das mensch­li­che Gehirn so ver­drah­tet ist, dass wir den drin­gen­den aber nicht wich­ti­gen Auf­ga­ben (Klasse Nr. 3) intui­tiv fast immer den Vorzug vor wich­ti­gen aber nicht drin­gen­den Auf­ga­ben (Kasse Nr. 2) geben.

Im Rahmen eines guten Selbst­ma­nage­ments sollten diese beiden Prio­ri­tä­ten ver­tauscht werden.

(Klicke hier um mehr über das Eisen­hower Prinzip erfah­ren.)

#7 | Die ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist eine Art light Version der Eisen­hower Methode. Sie betrach­tet nur eine Dimen­sion und ist daher ein­fa­cher, aber weniger mächtig als das Eisen­hower-Prinzip.

Die zu erle­di­gen Auf­ga­ben werden gemäß ihrer Wich­tig­keit in drei Kate­go­rien A, B und C ein­ge­teilt.

  1. A-Auf­ga­ben: Sehr wich­tige Auf­ga­ben, die sofort erle­digt werden sollten
  2. B-Auf­ga­ben: Weniger wich­tige Auf­ga­ben, die dele­giert oder erst später erle­digt werden sollten
  3. C-Auf­ga­ben: Unwich­tige Auf­ga­ben, die man ent­we­der dele­giert oder ver­wirft

(Klicke hier um mehr über die ABC-Analyse zu erfah­ren.)


#8 | Die Pomo­doro Technik

Die Pomo­doro-Technik zwingt einen dazu, regel­mä­ßig Pausen ein­zu­le­gen, um auf Dauer eine hohe Leis­tungs­fä­hig­keit und Pro­duk­ti­vi­tät auf­recht­zu­er­hal­ten.

Man stellt sich einen Timer auf 25 Minuten und macht dann 5 Minuten lang Pause.

Nach 4 Zyklen gönnt man sich eine Pause von 30 Minuten.

(Klicke hier, um mehr über die Pomo­doro Technik zu erfah­ren.)

Selbstmanagement und Zeitmanagement Übungen

#9 | Eine Not-To-Do-Liste

Eine der wohl sinn­volls­ten Metho­den zum Selbst­ma­nage­ment ist die Not-To-Do-Liste. Diese enthält all jene Pro­jekte, Pläne und Tätig­kei­ten, die uns von unseren wich­tigs­ten To-Dos ablen­ken.

(Klicke hier um zu erfah­ren, wie auf eine ele­gante Art und Weise eine Not-To-Do-Liste erstellst.)


#10 | Ein Katalog an Fokus-Fragen

Eine Fokus-Frage ist eine Frage, die man an sich selbst stellt, um sich gedank­lich wieder auf die rich­tige Bahn zu lenken, falls man mal vom Weg abge­kom­men ist.

Eine gute Fokus-Frage stammt aus dem Buch The ONE Thing (*) von Gary Keller und lautet:

Welche eine Sache kann ich jetzt tun, damit in Zukunft alles ein­fa­cher wird?

Hier noch eine weitere mög­li­che Anwen­dung der Fokus-Frage: Bevor man einen Impuls, etwas zu tun, befolgt, sollte man sich fragen, ob diese Aufgabe über­haupt bear­bei­tet werden sollte.


#11 | Intui­tiv arbei­ten

Diese Idee stammt aus dem Buch Wie werde ich ein erfolg­rei­cher Unter­neh­mer (*) von Stefan Merath.

Sinn­haft steht dort, dass unsere Intui­tion um einiges schnel­ler arbei­tet, als unser Ver­stand.

Und im End­ef­fekt werden fast alle unsere Ent­schei­dun­gen sowieso intui­tiv getrof­fen. Der Ver­stand ist eher dazu da, die Intui­tion zu erklä­ren und zu begrün­den.

Stefan Merath sagt, dass sich hier ein großer Geschwin­dig­keits­vor­teil für Unter­neh­mer ergibt, die ihre (intui­ti­ven) Ent­schei­dun­gen im Gegen­satz zu Mana­gern und Poli­ti­kern nicht recht­fer­ti­gen und tau­send­fach absi­chern müssen.

Also können sie sich das Ratio­na­li­sie­ren auch einfach sparen und direkt der Intui­tion folgen.

(Im Artikel über Intui­tion gehe ich aus­führ­lich auf Bauch­ent­schei­dun­gen ein.)

Warum Selbst­ma­nage­ment so wichtig ist

Ein großer Teil der arbei­ten­den Bevöl­ke­rung ist chro­nisch gestresst. Einige sind bereits am Ende ihrer Kräfte ange­langt und leiden unter den Sym­pto­men der Über­for­de­rung, wie zum Bei­spiel chro­ni­schen Schlaf­stö­run­gen.

Bei vielen der Betrof­fe­nen lassen sich die Pro­bleme damit erklä­ren, dass sie sich noch nie wil­lent­lich und bewusst wei­ter­ent­wi­ckelt haben. Ihr Leben gleicht der Kugel in einem Flip­per­au­to­ma­ten: Sie bekom­men nur das, was der Zufall für sie vor­ge­se­hen hat – also nicht beson­ders viel.

Selbstmanagement und Zeitmanagement Tipps

Die Defi­ni­tion von Selbst­ma­nage­ment

Selbst­ma­nage­ment ist die Kom­pe­tenz, die eigene per­sön­li­che und beruf­li­che Ent­wick­lung unab­hän­gig von äußeren Ein­flüs­sen zu gestal­ten.

Drei Dinge sind wichtig:

1. Selbst­ma­nage­ment braucht ein Ziel

Wer etwas gestal­ten möchte, braucht einen Plan. Da Pläne niemals will­kür­lich sind, setzt Selbst­ma­nage­ment die Exis­tenz eines Ziels voraus.

Wer keine Ahnung hat, wer er ist und wo er hin möchte, kann sich nicht sinn­voll selbst managen.

2. Selbst­ma­nage­ment gilt nicht 9-to-5 sondern immer

Selbst­ma­nage­ment sollte nicht bloß auf den Beruf ange­wen­det werden, sondern auf das gesamte Leben.

Selbst­ma­nage­ment ist eine bestimmte Art zu denken und lässt sich nicht einfach nach Fei­er­abend abschal­ten.

3. Selbst­ma­nage­ment beginnt schon bei der Auswahl der Auf­ga­ben

Selbst­ma­nage­ment beginnt schon sehr viel früher, als die meisten Men­schen glauben.

Viele Men­schen begin­nen damit, sich für das Selbst­ma­nage­ment zu inter­es­sie­ren, weil sie eine anspruchs­volle Aufgabe zu meis­tern haben, die sie an ihre Grenzen führt. Vom Selbst­ma­nage­ment erhof­fen sie sich, dass es ihnen dabei hilft, diese Aufgabe zu bewäl­ti­gen.

Idea­ler­weise beginnt Selbst­ma­nage­ment aber schon viel früher: Es schließt die Berufs- und damit auch Auf­ga­ben­wahl mit ein.

Das bedeu­tet natür­lich nicht, dass das Selbst­ma­nage­ment diesen Men­schen gar nicht wei­ter­hel­fen kann – Selbst­ma­nage­ment ist immer hilf­reich. Seine volle Leis­tungs­fä­hig­keit kann das Selbst­ma­nage­ment aller­dings nur dann ent­fal­ten, wenn es – bild­lich gespro­chen – auf der grünen Wiese bauen kann.

Selbst­ma­nage­ment ist der wohl einzige Weg zur dau­er­haf­ten Selbst­be­stim­mung.

Selbst­ma­nage­ment vs. Zeit­ma­nage­ment

Selbst­ma­nage­ment ist inso­fern mit dem Zeit­ma­nage­ment ver­wandt, als dass beide Dis­zi­pli­nen das gleiche Ziel haben: Die Selbst­wirk­sam­keit und Umset­zungs­kom­pe­tenz zu erhöhen.

Ist Zeit­ma­nage­ment über­haupt möglich?

Einige Exper­ten sind der Meinung, dass es so etwas wie Zeit­ma­nage­ment gar nicht geben könne. Da die Zeit auf der Erde mit der immer glei­chen Geschwin­dig­keit vor­an­schrei­tet, ist Zeit eine Kon­stante, die sich keinen Regeln, Gesetze oder Vor­schrif­ten fügt.

Wer mit der Zeit zusam­men­ar­bei­ten möchte, muss sich an die Zeit anpas­sen, indem er sich ihr unter­ord­net. Zeit ent­zieht sich jedem Versuch, sie zu managen.

Man sollte also nicht die Zeit managen, sondern sich selbst.

Selbst­ma­nage­ment und Selbst­ver­ant­wor­tung

Eine Grund­vor­aus­set­zung von Selbst­ma­nage­ment ist Selbst­ver­ant­wor­tung, also die Über­nahme von Ver­ant­wor­tung für die eigene Ent­wick­lung. Wer nicht dazu in der Lage ist selbst die Ver­ant­wor­tung für seine Ent­wick­lung zu über­neh­men, kann sich nicht selbst managen.

Laut Wiki­pe­dia ist Selbst­ma­nage­ment eine Fähig­keit, die aus ver­schie­de­nen Teil­kom­pe­ten­zen besteht, die größ­ten­teils durch den eigenen Willen (Voli­tion) gesteu­ert werden.

Die Teil­kom­pe­ten­zen des Selbst­ma­nage­ment

Bei Wiki­pe­dia erfährt man, dass unter anderem die fol­gen­den Fähig­kei­ten zum Selbst­ma­nage­ment gehören:

  • Sich selbst sinn­volle und authen­ti­sche Ziele zu setzen
  • Einen Plan und eine Stra­te­gie zur (effi­zi­en­ten) Umset­zung zu erstel­len
  • Den Plan kon­se­quent umzu­set­zen
  • Regel­mä­ßig den Fort­schritt und die Ergeb­nisse zu kon­trol­lie­ren
  • Aus dem Feed­back Maß­nah­men zur Stei­ge­rung der Effi­zi­enz abzu­lei­ten

Selbstmanagement und persönliche Entwicklung

Die Ent­wick­lung von Selbst­ma­nage­ment

Der Best­sel­ler-Autor Stephen Covey beschreibt die Evo­lu­tion des Selbst­ma­nage­ments.

Seiner Ansicht nach lassen sich ins­ge­samt vier Gene­ra­tio­nen des Selbst­ma­nage­ment unter­schei­den.

Die 1. Gene­ra­tion von Selbst­ma­nage­ment

Hier stand das Zeit­ma­nage­ment im Vor­der­grund.

Die ein­ge­setz­ten Werk­zeuge waren

  • Check­lis­ten
  • Kalen­der
  • To-Do-Listen

Man ver­suchte, die eigene Pro­duk­ti­vi­tät durch bestimmte Arbeits­ab­läufe zu stei­gern.

Es ging darum, die äußeren Bedin­gun­gen im Sinne einer gestei­ger­ten Pro­duk­ti­vi­tät zu gestal­ten.

Die eigene Stärken und Schwä­chen und die Per­sön­lich­keit spiel­ten dabei keine Rolle.

Die 2. Gene­ra­tion von Selbst­ma­nage­ment

In der zweiten Gene­ra­tion wurde der Schwer­punkt auf die sinn­volle Planung von Pro­jek­ten, Auf­ga­ben und Mee­tings ver­la­gert.

Dazu gehörte auch:

  • das Setzen von Prio­ri­tä­ten
  • der Fokus auf das Wesent­li­che

Meiner Ein­schät­zung nach, ent­spricht das Selbst­ma­nage­ment, das uns quasi zwi­schen den Zeilen in der Schule ver­mit­telt wird, in etwa der zweiten Gene­ra­tion von Selbst­ma­nage­ment: Die Schule nimmt gar keine (oder nur alibi­mä­ßig) Rück­sicht auf die zum Teil stark unter­schied­li­chen Per­sön­lich­kei­ten und Fähig­kei­ten der ein­zel­nen Schüler und ver­sucht, sie alle in eine einzige starre Form zu pressen.

Was nicht passt, wird passend gemacht

Das Problem der ersten und zweiten Gene­ra­tion des Selbst­ma­nage­ments bestand ins­be­son­dere darin, dass das Selbst­ma­nage­ment von außen Kräfte auf den Men­schen rich­tete, die im Inneren des Men­schen auf Gegen­kräfte stießen oder diese her­auf­be­schwo­ren.

So ent­stand Reibung, was dazu führte, dass die Leis­tungs­fä­hig­keit des Men­schen, mit der Zeit immer weiter sank. Die Men­schen brann­ten aus.

Rea­lis­tisch betrach­tet han­delte es sich bei den ersten beiden Gene­ra­tio­nen des Selbst­ma­nage­ments gar nicht wirk­lich um Selbst­ma­nage­ment, sondern viel­mehr um eine Methode des gerings­ten Wider­stan­des, die es den Vor­ge­setz­ten und anderen Macht­ha­bern mög­lichst einfach machte.

Wir haben uns selbst aus­ge­beu­tet und sie haben davon pro­fi­tiert.

Die indi­vi­du­el­len Kräfte, die im Inneren eines Men­schen wirken, dürfen vom Selbst­ma­nage­ment nicht igno­riert werden.

Ab der dritten Gene­ra­tion werden diese Kräfte berück­sich­tigt.

Die 3. Gene­ra­tion von Selbst­ma­nage­ment

In der dritten Gene­ra­tion berück­sich­tigt das Selbst­ma­nage­ment die per­sön­li­chen Werte und Ziele des Indi­vi­du­ums.

Hier wird also zum ersten Mal berück­sich­tigt, dass Men­schen unter­schied­lich sind.

Die 4. Gene­ra­tion von Selbst­ma­nage­ment

In der vierten Gene­ra­tion kon­zen­triert sich das Selbst­ma­nage­ment auch auf die Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät, indem es die Befrie­di­gung von Grund­be­dürf­nis­sen berück­sich­tigt.

Dieser Aspekt von Selbst­ma­nage­ment basiert auf der Erkennt­nis, dass Men­schen für einen bestimm­ten Zweck und nicht bloß für ihren Lebens­un­ter­halt arbei­ten wollen.

Die 5. Gene­ra­tion von Selbst­ma­nage­ment

Aktuell ent­steht eine fünfte Gene­ra­tion des Selbst­ma­nage­ments, deren Schwer­punkt auf der Selbst­re­gu­la­tion und Umset­zungs­kom­pe­tenz liegt.

Im Ein­zel­nen spielen die fol­gen­den Fähig­kei­ten eine Rolle:

  • Steue­rung der eigenen Gedan­ken und Fokus auf das Wesent­li­che
  • Ziel­ge­rich­tete Beein­flus­sung der eigenen Gedan­ken und Gefühle
  • Auf­schie­ben von Impul­sen
  • Selbst­mo­ti­vie­rung
  • Stei­ge­rung der eigenen Leis­tungs­fä­hig­keit durch das Erler­nen neuer Fähig­kei­ten aus einem eigenen Antrieb heraus

Selbst­ma­nage­ment ist per­sön­li­che Ent­wick­lung

Selbst­ma­nage­ment ist nicht einfach nur eine Fähig­keit, die man einmal erlernt und dann bei Bedarf auf Knopf­druck anwen­det.

Viel­mehr gleicht das Erler­nen von Selbst­ma­nage­ment einer per­sön­li­chen Ent­wick­lung, die niemals kom­plett abge­schlos­sen sein kann.

Selbst­ma­nage­ment ist eine Meta­kom­pe­tenz

Selbst­ma­nage­ment ist die Kom­pe­tenz, mit Kom­pe­ten­zen umzu­ge­hen.

Nur wer diese Fähig­keit besitzt, kann die eigenen Kom­pe­ten­zen beur­tei­len und sie situa­ti­ons­ab­hän­gig anpas­sen.

Selbst­ma­nage­ment findet aus Meta­ebene statt

Ein Mensch kann mit seinem Denken zwei ver­schie­dene Per­spek­tive ein­neh­men: Die Ego-Per­spek­tive und die Meta­ebene (man könnte auch Vogel­per­spek­tive dazu sagen).

Effek­ti­ves Selbst­ma­nage­ment setzt die Fähig­keit voraus, sich selbst aus einer Meta­ebene heraus zu betrach­ten.

Der­je­nige, der aus­schließ­lich in der Ego-Per­spek­tive lebt, über­sieht die großen Zusam­men­hänge.

Selbst­be­trug ver­sperrt uns den Weg zum Selbst­ma­nage­ment

Zu den größten Hürden des Selbst­ma­nage­ments zählt der Glaube vieler Men­schen, dass sie über­haupt keine Zeit haben, um sich ein effek­ti­ves und effi­zi­en­tes System zur zeit­li­chen Ent­las­tung ihrer selbst auf­zu­bauen.

Weil sie ja so viel zu tun haben.

Die Geschichte des Wan­de­rers und des Sägers, die in dem sehr emp­feh­lens­wer­ten Buch Die 7 Wege zur Effek­ti­vi­tät (*) erzählt wird, ver­deut­licht dieses ver­brei­tete Problem sehr schön:

Ein Spa­zier­gän­ger kommt in einem Wald an einem Wald­ar­bei­ter vorbei der schwer damit beschäf­tigt ist, einige Baum­stämme zu zer­sä­gen. Für den Spa­zier­gän­ger ist offen­sicht­lich, dass der Säger mit einer stump­fen Säge arbei­tet. Er spricht den Säger darauf an und fragt ihn, warum er denn nicht erst einmal seine Säge schärfe. Der Säger ent­geg­net ihm, dass er sehr wohl wisse, dass seine Säge stumpf sei, dass er aber offen­sicht­lich keine Zeit habe, die Säge zu schär­fen, weil er ja diese ganzen Baum­stämme zer­sä­gen muss.

In vielen Situa­tio­nen sind wir dieser Säger. Unseren Selbst­be­trug zu erken­nen, ist der erste Schritt zum Selbst­ma­nage­ment.

Selbst­ma­nage­ment und Fokus

Durch die Fokus-Brille betrach­tet, geht es beim Selbst­ma­nage­ment zunächst einmal darum, zu eli­mi­nie­ren, zu auto­ma­ti­sie­ren und zu dele­gie­ren.

Sich auf sehr wenige oder gar nur eine einzige Aufgabe oder Tätig­keit zu fokus­sie­ren, bedeu­tet vor allem eines: Ablen­kun­gen zu eli­mi­nie­ren.

All jene zweit­ran­gi­gen To-Dos, die sich so hart­nä­ckig um unsere Auf­merk­sam­keit bemühen, sollten mög­lichst voll­stän­dig aus unserem Fokus eli­mi­niert werden.

Dies lässt sich am ein­fachs­ten mit einer Not-To-Do-Liste errei­chen.

Was sich nicht einfach eli­mi­nie­ren lässt, kann mög­li­cher­weise auto­ma­ti­siert oder dele­giert werden. Im digi­ta­len Zeit­al­ter bieten sich dafür viele gute Lösun­gen an.

Wer bei­spiels­weise immer wieder die glei­chen Fragen beant­wor­ten muss, kann diese Fragen ein­ma­lig in Form eines Videos beant­wor­ten und dieses Video all jenen Per­so­nen zur Ver­fü­gung stellen, die die ent­spre­chende Frage stellen.

Sehr viele Auf­ga­ben lassen sich außer­dem an vir­tu­elle Assis­ten­ten oder an spe­zi­ell zu diesem Zweck gegrün­dete Platt­for­men, wie zum Bei­spiel Fiverr, dele­gie­ren.

Zeit und Selbstmanagement Methoden

Wie man mit dem Selbst­ma­nage­ment begin­nen?

Bei umfang­rei­chen Themen wie dem Selbst­ma­nage­ment, ist es nicht ganz einfach, einen sinn­vol­len Ein­stieg zu finden.

Da gutes Selbst­ma­nage­ment ins­be­son­dere von einer guten Selbst­kennt­nis und Selbst­be­ob­ach­tung abhängt, emp­fiehlt es sich, zunächst diese beiden Grund­la­gen zu trai­nie­ren.

Vielen Men­schen mangelt es an Fokus und Kon­zen­tra­tion. Sie würden sich gerne selbst managen,  aber sie sind einfach zu unfo­kus­siert.

Wenn du dich ange­spro­chen fühlst, könnte mein Über­sichts­ar­ti­kel über Metho­den zum  effek­ti­ven Stei­gern der Kon­zen­tra­tion ein sinn­vol­ler nächs­ter Schritt für dich sein.

Für Dich zum Wei­ter­le­sen: Meine Bücher zum Thema

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Hallo, ich bin Jan Höpker

Ich bin pro­mo­vier­ter Che­mi­ker. Seit 2015 schreibe ich Bücher und Artikel über Themen, die Men­schen in ihrem Leben vor­an­brin­gen.

Habit­Gym hat 30.000 monat­li­che Besu­cher und 1.494 Leser emp­fan­gen meinen News­let­ter.

In meinem Buch Erfolg durch Fokus & Kon­zen­tra­tion beleuchte ich den nach­weis­lich wich­tigs­ten Erfolgs­fak­tor FOKUS tief­grün­dig und pra­xis­nah.

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(*) Die mit Stern­chen gekenn­zeich­ne­ten Links sind soge­nannte Affi­liate-Links. Wenn du auf einen Affi­liate-Link klickst und anschlie­ßend bei Amazon ein­kaufst, erhalte ich eine geringe Pro­vi­sion, die einen Teil meiner Ser­ver­kos­ten deckt. Für dich ver­än­dert sich der Preis natür­lich nicht. Keine Sorge, dies ist keine Ver­kaufs­seite. Ich emp­fehle nur Bücher, die ich wirk­lich gelesen habe und die mich wei­ter­ge­bracht haben.

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