Sparen lernen: Mehr Geld am Monats­ende dank einfachem Rechen­trick

Geschrieben am 2. November 2016 von Dr. Jan Höpker.

Geld sparen lernen mit einem einfachen Trick

Als Du trotz regel­mä­ßigem Einkommen komplett pleite warst und gar nicht mehr wusstest, wie du morgen deinen Hunger stillen sollst, hast du den Entschluss gefasst, dass dir das nie wieder passieren wird.

Niemals wieder will ich das durch­ma­chen müssen!

Du hast dir vorge­nommen, regel­mäßig einen Teil deines Einkom­mens für schlechte Zeiten an die Seite zu legen, anstatt dein komplettes Gehalt immer wieder für eigent­lich unnötige Klamotten, über­teu­erte Getränke, Zeit­schriften voller Werbung und anderen Schrott auszu­geben.

Dein weiser Entschluss liegt noch gar nicht so lange zurück, aber jetzt bist du schon wieder kurz vor dem Ruin und hast scheinbar überhaupt nichts aus deinen vergan­genen Fehlern gelernt.

Kommt dir dieses Dilemma bekannt vor?

Wie konnte das passieren?

Herzlich will­kommen in einer Welt, in der sehr viele Menschen jeden Morgen aufwachen.

Warum Geld sparen so schwierig ist

Menschen treffen ihre Kauf­ent­schei­dungen auf Basis von Gefühlen. Diejenige Option, die unterm Strich die besten Gefühle verspricht, erhält den Zuschlag.

Und mal ehrlich: 10 Euro für diese Zeit­schrift kann ich mir jetzt doch einfach mal leisten.

Erst über einen längeren Zeitraum betrachtet kommen die schmerz­haften Beträge zusammen, die uns im Ernstfall das Genick brechen können. Bei jeder einzelnen Kauf­ent­schei­dung geht es aber immer nur um einen unbe­deu­tenden Betrag, den man immer irgendwie vor sich selbst recht­fer­tigen kann.

Jede kleine Ausgabe von nur 5,50 Euro für einen Latte macchiato hier oder das neun­und­drei­ßigste Paar Schuhe für 29 Euro (Sonder­an­gebot!) dort ist für sich allein betrachtet nicht gerade welt­be­we­gend.

Wie man aus diesem Dilemma entkommt

Wie schon gesagt, wird jede einzelne Kauf­ent­schei­dung auf der Basis von Gefühlen getroffen. Wer Geld sparen möchte, muss die Bilanz aus positiven und negativen Gefühlen bei jeder einzelnen Kauf­ent­schei­dung so verschieben, dass sich nicht kaufen besser anfühlt als kaufen.

Ein einma­liger Entschluss, von jetzt an weniger Geld auszu­geben, kann das nicht leisten.

Die folgende Idee kommt aus dem Buch Der Weg zur finan­zi­ellen Freiheit* von Bodo Schäfer:

Eine gute Geld­an­lage voraus­ge­setzt entspricht jeder Euro, den wir jetzt sparen, dem zehn­fa­chen, also 10 Euro in ein paar Jahren.

Das mag zwar sehr weit hergeholt und nicht immer korrekt sein, es hilft aber ungemein beim Sparen.

Konkret: Für deinen Latte macchiatto musst du zwar nur 5,50 Euro auf die Theke legen, aber in Wahrheit kostet er dich 55 Euro! Willst du ihn immer noch?

Einfach an jeden Betrag eine Null hinten anhängen und sich die Frage stellen: »Lohnt sich das?«

Bonustipp: Schreibe alle deine Ausgaben in ein Notizbuch und rechne am Monats­ende alles zusammen. Rechne dir aus, wie viel Geld du hättest in Zukunft mehr ausgeben können, wenn du jetzt weniger ausge­geben hättest. Bei 55 Euro für einen Latte macchiato kommt am Monats­ende einiges zusammen ;)

Diese Tricks sind erst der Anfang ...

Alle diese Tricks basieren letztlich darauf, den eigenen Fokus zu verschieben: weg von der bettelnden schnellen Belohnung, hin zu einer Bestra­fung oder zu einer viel besseren Belohnung in der Zukunft.

Die Fähigkeit, den eigenen Fokus im Griff zu haben, ist unbe­zahlbar. Wenn du (noch) besser darin werden möchtest, dann könnte mein gratis eBook-Bundle ein guter Einstieg für dich sein.

In diesem Sinne:

Wer heute Dinge kauft, die er nicht braucht, wird bald Dinge verkaufen müssen, die er liebt. (Warren Buffett)

Ich wünsche dir viel Erfolg!
Jan Höpker

Dr. Jan Höpker - Foto Autorenbox

Über Dr. Jan Höpker

Eines Tages wachte ich auf und stellte fest, dass ich über viele spannende Themen nicht nur nichts wusste, sondern nicht einmal wusste, dass ich nichts über sie wusste (trotz Studium und Promotion). Seitdem lese ich viele schlaue Bücher und mache mir Gedanken, die ich auf dieser Webseite veröf­fent­liche.

Meine Artikel gehen in die Tiefe, weil ich für Ober­fläch­lich­keit keine Zeit habe. Warum die Seite HabitGym heißt? Weil es nicht darum geht, Dinge nur zu wissen, sondern Wissen auch anzu­wenden, was einiger Übung bedarf. Auch Geld ist nur ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger. Zurzeit arbeite ich übrigens an meiner zweiten Million – die erste Million hat leider nicht geklappt ;)

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P.S.: Mitt­ler­weile habe ich selbst einige Bücher geschrieben (siehe hier).

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7 Antworten auf Sparen lernen: Mehr Geld am Monats­ende dank einfachem Rechen­trick

  1. AvatarChristin sagt:

    Hallo Jan,

    Danke dir für den Beitrag. Das Buch von Bodo werde ich auch noch lesen, aber ich glaube, du hast eine der wich­tigsten Gewohn­heiten aus dem Buch hier raus­ge­fil­tert.
    Auch ich beschäf­tige mich neben dem Thema „Gewohn­heiten-Aufbau durch tägliches Tun“ (gern mal auf dem Blog http://​www​.happy​ri​tuals​.de vorbei­schauen) mit meinen persön­li­chen Finanzen, daher sind Tipps, wie man mit kleinen Dingen großes Erreichen kann, so viel wert.

    Bleib happy, aber vor allem dran!

    Lieben Gruß
    Christin

  2. Hallo Thomas,
    leider hast du recht. Ich bin dafür, dass es ein Schulfach zum Thema finan­zi­elle Bildung gibt. Leider schieben sich Schule und Eltern hier immer wieder gegen­seitig den Ball zu. Ich befürchte, dass in vielen Fällen wohl beiden die Kompetenz fehlt.

    An meinen Namens­vetter: Vielen Dank für den guten Beitrag und deine Arbeit auf diesem Gebiet

  3. Hallo Jan, da sind einige gute Tipps dabei! Sehr hilfreich beim Geld sparen ist auch immer, auf etwas hin zu sparen:

    Man kann sich wochen- und mona­te­lang auf etwas freuen und kommt dadurch auch weniger in Versu­chung Spon­tan­käufe zu tätigen.

    Nicht selten wandelt sich dann bei mir die Vorfreude auf den Kauf in Freude darüber, kein Geld dafür ausge­geben zu haben und der ersparte Betrag wandert auf mein Sparkonto.

    Ganz viele weitere Tipps zum Geld sparen findest du übrigens auch in meinem Blog-Beitrag:

    https://​www​.etf​-sparen​.net/​t​i​p​p​s​-​z​u​m​-​g​e​l​d​-​s​p​a​r​e​n​-​s​p​a​r​t​ipps/

    Ich freue mich über deinen Besuch und wünsche dir einen guten Start in die neue Woche!

  4. Hallo Jan, vom Prinzip her eine tolle Idee. Mein Eindruck ist, dass Bodo Schäfer zur Über­trei­bung neigt. Ich rechne mit dem Faktor 2, der sich in Deutsch­land ganz konkret mathe­ma­tisch herleiten lässt, als Nähe­rungs­lö­sung. Konsum ist tatsäch­lich doppelt so teuer wie Inves­ti­tion, das gilt zumindest für Unter­nehmer und Selb­stän­dige: http://​rech​nungs​we​sen​lehrer​.de/​k​o​n​s​u​m​s​c​h​u​l​d​e​n​-​s​i​n​d​-​d​e​r​-​t​o​d​-​a​u​f​-​r​aten/

  5. AvatarThomas sagt:

    Leider gibt es immer noch viel zu viele Menschen, die mit dem Thema Geld nicht umgehen können. Leider kommt man im Leben nicht drum herum, sich damit ausein­ander zu setzen, um später nicht Probleme zu bekommen.

    • AvatarJan sagt:

      Hey Thomas,

      das sehe ich auch so. Ich glaube auch, dass es in Zukunft immer wichtiger werden wird sich mit diesem Thema auszu­kennen.

      Viele Grüße,
      Jan

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