Vinpo­cetin

Geschrieben am 11. Mai 2020 von Dr. Jan Höpker.

Vinpo­cetin soll die Gedächt­nis­leis­tung und Konzen­tra­ti­ons­fä­hig­keit steigern. Ersteres konnte im Rahmen einer Studie gezeigt werden, während ein Nachweis für Letzteres noch aussteht. Vinpo­cetin wird aus Vincamin herge­stellt, einem Alkaloid, das aus den Blättern des Kleinen Immer­grüns extra­hiert wird.

Im Rahmen einer Studie aus dem Jahr 1985 erhielten die ausschließ­lich weib­li­chen Proban­dinnen drei Tage lang entweder Vinpo­cetin (getestet wurden tägliche Dosen von 10, 20 und 40 mg) oder ein Placebo. Eine Stunde nach der Verab­rei­chung wurden am dritten Tag einige psycho­lo­gi­sche Test durch­ge­führt. Dieje­nigen Proban­dinnen, die 40 mg Vinpo­centin erhalten hatten, zeigten signi­fi­kant bessere Ergeb­nisse in einem Gedächt­nis­test (Quelle).

In Deutsch­land ist Vinpo­cetin es als Nahrungs­er­gän­zungs­mittel mit Dosie­rungen von 5 bis 30 mg pro Tablette erhält­lich. Es sollte nicht von Schwan­geren und Stil­lenden einge­kommen werden. Es kann zu Neben­wir­kungen und Wech­sel­wir­kungen kommen. Nach oraler Aufnahme gelangt der Vinpo­cetin über den Blut­kreis­lauf ins Gehirn. Die Halb­wert­zeit ist gering, weshalb man die Tabletten dreimal täglich zu Mahl­zeiten einnehmen sollte.

 

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